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Veröffentlicht am 11.10.2024

Seelenriss

Seelenriss
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Ich habe Bücher von Hanna Winter gelesen und sie haben mir gut gefallen. Doch "Seelenriss" hat mich insgesamt eher enttäuscht. Es ist der 2. Fall um die Profilerin Lena Peters. In Berlin wird eine grausam ...

Ich habe Bücher von Hanna Winter gelesen und sie haben mir gut gefallen. Doch "Seelenriss" hat mich insgesamt eher enttäuscht. Es ist der 2. Fall um die Profilerin Lena Peters. In Berlin wird eine grausam verstümmelte Leiche gefunden und Lena muss fast das 1. Drittel des Buches damit verbringen, ihre Kollegen zu überzeugen, dass es Mord und kein Selbstmord war. Danach beginnen die Ermittlungen. Und es finden sich immer mehr grausam zugerichtete Leichen.
Achtung Spoiler: Trotz einiger vorgeführter Verdächtiger hatte ich nicht eine Sekunde das Gefühl, einer davon könnte der Täter sein. Spoiler Ende.
Mir fehlte fast im gesamten Buch die Spannung. Es war - auch dank der vielen kurzen Kapitel - gut zu lesen und nicht langweilig. Aber ich konnte in jeder Phase des Buches dieses problemlos aus der Hand legen, ohne dass Gefühl zu haben, etwas zu verpassen, unbedingt weiterlesen zu müssen.
Mein Fazit in einem Satz: Es ist ein solider durchschnittlicher Krimi, aus dem man mehr hätte machen können, der aber zumindest gut unterhält.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Das Ende der Welt

Das Ende der Welt
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Das Buch hat den Aufkleber „Deutscher Krimi Preis 2013“. Das ist in meinen Augen eine Fälschung. Denn nicht „Das Ende der Welt“, sondern das Vorgängerbuch „Die Stadt der Toten“ erhielt diese Auszeichnung.

„Das ...

Das Buch hat den Aufkleber „Deutscher Krimi Preis 2013“. Das ist in meinen Augen eine Fälschung. Denn nicht „Das Ende der Welt“, sondern das Vorgängerbuch „Die Stadt der Toten“ erhielt diese Auszeichnung.

„Das Ende der Welt“ selbst wird allerdings vom Verlag auch nicht als Krimi geführt, sondern als Roman – was ich als richtig empfinde. Denn obwohl in dem Buch die Privatdetektivin Claire die Hauptrolle spielt und ihr Ex-Freund Paul ermordet wird und sie den Fall untersucht, ist das Buch für mich kein Krimi. Denn die Ermittlungen – so man die Versuche in der Richtung überhaupt so nennen kann – kommen eher kurz und nur am Rande vor, auch wenn Claire den Fall aufklärt. Ich hatte mit dem gesamten Buch meine Schwierigkeiten. Nach einem etwas lahmen Anfang konnte ich das Buch relativ gut und flüssig lesen. Allerdings fehlte eigentlich komplett jede Spannung und die Aufklärung des Mordes an Paul war eher uninteressant, was auch daran lag, dass das Ganze eher am Rande und in wenigen Kapiteln abgehandelt wurde. Die meiste Zeit verbrachte Claire mit dem Kauf und dem Konsum von Kokain und dem teilweise Schwelgen in Kindheits- bzw. Jugenderinnerungen, erste Gehversuche als Detektivin. Dies nahm den weitaus größten Raum im Buch ein, von einigen wenigen aktuellen „Fällen“, die auch eher am Rande abgehandelt wurden, abgesehen. Die Kapitel sprangen hin und her und die ganze Zeit kam ich mir vor, als folge ich einer Linie vom Start zum Ziel – nur war die Linie nicht gerade und kurz, sondern mit so vielen Umwegen und Kurven, dass man das eigentliche Ziel aus den Augen verlor und das Gefühl bekam, man soll es nie erreichen. Das ganze Buch ließ mich irgendwie in einer Mischung zwischen ratlos und unzufrieden zurück.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Weibersommer

Weibersommer
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Lisa-Marie, Marie-Luise und Anne-Marie, oder einfach Anne, Lou und Lisa Marie sind 3 Cousinen. Weil ihr Onkel überraschend stirbt und ihre Mütter gerade zur Kur müssen, übernehmen sie den Hof des Onkels ...

Lisa-Marie, Marie-Luise und Anne-Marie, oder einfach Anne, Lou und Lisa Marie sind 3 Cousinen. Weil ihr Onkel überraschend stirbt und ihre Mütter gerade zur Kur müssen, übernehmen sie den Hof des Onkels im Allgäu inklusive der Tiere zur vorübergehenden Betreuung. Die 3 Frauen sind mehr als gegensätzlich und führen völlig unterschiedliche Leben. Obwohl sie sich mit guten Vorsätzen in das Abenteuer stürzen, kommt es natürlich zu den erwarteten Problemen und Gegensätzen. Dazu noch ein junger Mann als Hilfe auf dem Hof, verdächtige Briefe werden gefunden, ein Familiengeheimnis enthüllt, Liebeskummer getröstet usw.
Ich habe das Buch an einem Abend durchgelesen und mich dabei nicht gelangweilt. Es ist nett geschrieben, allerdings war für mich vieles nicht wirklich logisch. Die wenigen Tiere auf dem Hof benötigen für mich nicht die Anwesenheit von 3 Frauen + einer helfenden Nonne und eines jungen Mannes, selbst wenn man nicht so viel Ahnung von Landwirtschaft hat. Ansonsten war alles andere wie erwartet. Das Buch schreit förmlich nach einer Verfilmung. Leider wird es wohl im Stil der üblichen Vorabend-Soaps erfolgen. Anfangs große Theatralik, Dramatik und riesige Probleme, die sich aber sehr schnell in Wohlgefallen auflösen und praktisch sofort geklärt werden. Schon kurz nach dem Auftauchen dieser Probleme weiß man als Leser die Lösung. Ich habe das ein wenig bedauert, denn hier wäre sehr viel mehr Potential drin gewesen.
Ein besonderes Lob allerdings für die zauberhafte Kapitel- und vor allem Umschlaggestaltung.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Der Tod bin ich

Der Tod bin ich
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Das Buch unterteilt sich in 3 große Abschnitte. In der Gegenwart wird im beschaulichen Bayern ein ehemaliger Verwalter eines leicht heruntergekommenen Schlosses ermordet. Sein Nachfolger - ein junger Mann, ...

Das Buch unterteilt sich in 3 große Abschnitte. In der Gegenwart wird im beschaulichen Bayern ein ehemaliger Verwalter eines leicht heruntergekommenen Schlosses ermordet. Sein Nachfolger - ein junger Mann, weniger an Arbeit und mehr an seiner Drogen"plantage" interessiert - wird sein Erbe, ohne dafür eine Erklärung zu finden. Dann wird auch noch in Österreich seine Tante ermordet und seine Mutter verschwindet ...
Der 2. Abschnitt geht in die Vergangenheit in die 1950er und 1960er Jahre mitten im kalten Krieg und spielt sowohl im Wissenschafts- wie im Agentenmilieu. Im letzten Abschnitt wird dann wieder in der Gegenwart alles zu einem Ende zusammengeführt.
Ich muss sagen, dass mich das Buch nicht wirklich gefesselt und überzeugt hat. Zum einen durch die gewöhnungsbedürftige Verwendung der "wörtlichen Rede", zum anderen durch die teilweise sehr ausufernden und für mich manchmal sehr zähen Beschreibungen von nebensächlichen Details. Weiterhin für mich schwer zu lesen - zum einem, weil mir das Interesse, zum anderen, weil mir die Kenntnisse fehlten - die oft auch sehr langen Erklärungen physikalischer und musikalischer Zusammenhänge, die sich mir nicht wirklich erschlossen haben. Ich gebe aber zu, dass es hier sicherlich nur an mir gelegen hat.
Trotz dieser "Mängel" konnte ich aber der Grundgeschichte problemlos folgen und auf den Seiten, in denen die Handlung fortgeführt wurde, war das Buch auch gut und flüssig zu lesen und unterhaltsam. Insgesamt fehlte es mir aber für einen Thriller eindeutig an Spannung - auch wenn die Auflösung am Ende dann so nicht vorhersehbar war.
Weiterempfehlen würde ich das Buch aber nur jemanden, von dem ich wüsste, dass er ein ausgeprägtes Interesse an Physik hat.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Dann klappt's auch mit dem Doktor

Dann klappt's auch mit dem Doktor
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Der Einband in rosarot mit gleichfarbigen Herzchen und Bärchen zeigt genau, was einem in dem Buch erwartet. Eine rosarote Schnulze. Dieses Mal im Ärztemilieu spielend. Kinderärztin Anna und ihr Freundeskreis, ...

Der Einband in rosarot mit gleichfarbigen Herzchen und Bärchen zeigt genau, was einem in dem Buch erwartet. Eine rosarote Schnulze. Dieses Mal im Ärztemilieu spielend. Kinderärztin Anna und ihr Freundeskreis, erstere verzweifelnd an ihrer Mutter und im Dauerkrieg mit ihrer Nachbarin sucht verzweifelt einen Mann. Ihre Freunde/innen sind wahlweise verheiratet, Machos oder Emanzen, so dass auch diese Themen mit abgedeckt werden. Ebenso durch ihre Arbeit der Dauerstress der Ärzte und die übergewichtigen Kinder. Und ihr neuer Kollege Nils macht ihr natürlich auch das Leben schwer. Doch es kommt, wie es in solchen Büchern dann kommen muss … Das Buch ist rosarot nett, aber mehr auch nicht. Es ist nicht schlimm, wenn man einige Seiten quer liest oder ein Kapitel ausläßt. Etwas wirkliches wichtiges verpasst man nicht. Kein Buch zum Merken, keins mit Tiefgang – dafür eins für einen Strandtag oder einen Abend auf dem Sofa. Unterhaltsam, nicht mehr. Wer auf solche Bücher steht, wird allerdings hier gut bedient, denn es läßt sich leicht und flüssig lesen, hat streckenweise Humor und ist nicht langweilig.

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