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Veröffentlicht am 28.02.2025

Familienverstrickungen

Das Inselhaus
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Ein Schicksalsschlag zwingt Anne zu einem Aufenthalt auf Amrum. Hier ist sie mit der Insulanerin Emma Onken verabredet. Diese lässt sie durch Ben an der Fähre abholen und damit beginnt ein Wandel in Annes ...

Ein Schicksalsschlag zwingt Anne zu einem Aufenthalt auf Amrum. Hier ist sie mit der Insulanerin Emma Onken verabredet. Diese lässt sie durch Ben an der Fähre abholen und damit beginnt ein Wandel in Annes Leben, der es aber gleichzeitig auf den Kopf stellt.

„Das Inselhaus“ von Jette Hansen ist Band 1 ihrer Amrum-Reihe. Die Autorin ist auch schon durch andere Inselromane bekannt.
Liebe, Hoffnung und Zusammenhalt sind nur einige Dinge, die diesen Roman beschreiben. Es geht aber auch um die Suche nach den eigenen Wurzeln und eine Art Vergangenheitsbewältigung. Nicht nur Protagonistin Anne muss sich mit ihrer Vergangenheit beschäftigen, auch Emma Onken. Freundin Edith Blumenfeld wiederum ist der lehrende Charakter der Geschichte.
Ich habe bereits die ersten beiden Bände der Reihe „Stürmische Zeiten auf Föhr“ der Autorin lesen dürfen und hatte ein gespaltenes Verhältnis zu den Büchern. Aus diesem Grund war ich kritisch, was dieses Buch betrifft und fühlte mich am Anfang darin bestärkt. 
Am Anfang hatte ich Angst, dass Anne ein ähnlich verzwickter Charakter wie die Protagonistin der anderen Reihe ist. Aber auch wenn Anne ihre Ecken und Kanten und vor allem Probleme hat, ist sie doch sehr besonnen und vernünftig. Großen Einfluss auf die Handlung und die drei Frauen hat Ben, der in Annes Alter ist. Er ist für mich ein erdender Charakter, der die drei Frauen verbindet.
Was mich irritiert und auch etwas genervt hat, war die Tatsache, dass bis ungefähr zur Hälfte Emma und Edith prinzipiell mit ihrem vollen Namen beniemt werden, immer hieß es „Emma Onken“ und „Edith Blumenfeld“. Das führte nachher schon zu einem Augenrollen.
In gewissem Sinne ist die Geschichte vorhersehbar, was ich aber nicht schlimm finde. Viel mehr ist die Verbindung der drei Frauen der Kern der Geschichte und jede von ihnen hat eine gewisse Vorbildfunktion durch ihr Verhalten - bescheiden, empathisch und aufgeschlossen sind nur einige Adjektive, die die Frauen gut beschreiben.

Alles in allem: Eine schöne Geschichte auf einer wunderschönen Insel, die sich um den Sinn des Lebens, Liebe, Freundschaft und Familie dreht. Wer also mal mit einem Gegenwartsroman mit einem Hauch von Romantik abschalten möchte, ist hier richtig.

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Biene Maja

Du, ich und das Rauschen der Wellen
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Erika, Majas Mutter, ist deren rotes Tuch. Seit dem Tod des Vaters klammert die Mutter sich an der Tochter fest und zerstört damit auch mal deren Zukunftsträume. 
Als Maja sich breitschlagen lässt mit ...

Erika, Majas Mutter, ist deren rotes Tuch. Seit dem Tod des Vaters klammert die Mutter sich an der Tochter fest und zerstört damit auch mal deren Zukunftsträume. 
Als Maja sich breitschlagen lässt mit der Mutter nach Rhodos zu fliegen, lernt sie Nikos kennen. Beide verbindet die Liebe zu Bienen und scheinbar nicht nur das.

„Du, ich und das Rauschen der Wellen“ von Lotte Römer ist der zweite Band der Reihe „Liebe auf Rhodos“.
Schon das Cover ist auffällig heimelig und fällt aufgrund seiner warmen Farbgebung ins Auge. Allerdings hätte ich mir, passend zur Geschichte, irgendwo ein Bienchen auf dem Cover gewünscht.
Das Buch ist in kurze Kapitel aufgeteilt, die zwischen Maja und Nikos-Perspektiven wechseln und auch mitten in den Kapiteln zwischen den beiden wechseln, was aber immer nachvollziehbar ist.
Maja ist eine überaus sympathische, junge Frau, die ein absoluter Familienmensch ist, weshalb es sie trotz allem immer wieder zur Mutter zieht.
Erika wirkt sehr anstrengend in der Geschichte. Rückblickend finde ich aber, dass man sie erst einmal auf sich wirken lassen muss und ihre Geschichte erfahren muss, um sie zu verstehen. Ich glaube sogar, dass die Autorin mit ihr eine Persönlichkeit geschaffen hat, die stellvertretend für viele Frauen und Männer mit einem ähnlichen Schicksalsschlag ist.
Die Geschichte ist eine wunderschöne, romantische Geschichte, die sich schnell aufklärt, aber die auch viel Lebensfreude und -genuss beinhaltet. Gleichzeitig zeigt sie auch die negativen Seiten der Reichen und Schönen auf und räumt etwas mit Vorurteilen auf. 
Dennoch ging mir alles zum Schluss doch recht schnell.
Gefallen hat mir aber, dass Nele aus Band 1 wieder eine Rolle spielt und deren Geschichte weiterverfolgt werden konnte.

Fazit: Eine schöne Liebesgeschichte mit Höhen und Tiefen in einer traumhaften Atmosphäre.
Eine Empfehlung für alle mit romantischer Ader!

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Kuschlig in den Bergen

Love will find you
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Emma verlässt New York um ein neues Leben mit einer Alpakafarm in den Adirondack Mountains, im beschaulichen Berryfield, zu beginnen. Dabei läuft bzw. besser gesagt, fährt ihr als erster Noah über den ...

Emma verlässt New York um ein neues Leben mit einer Alpakafarm in den Adirondack Mountains, im beschaulichen Berryfield, zu beginnen. Dabei läuft bzw. besser gesagt, fährt ihr als erster Noah über den Weg. 
Sofort legt dieser Emma in einer Schublade ab und lässt kein gutes Haar an ihr. Als die beiden sich jedoch immer wieder über den Weg laufen, beginnt Noah umzudenken.

Die „Mountain-Dreams“-Reihe beginnt mit „Love will find you“. Dabei begeistert das Buch von Autorin Isabell Bennett bereits mit seinem Farbschnittcover.

Ich habe an Bücher mit Farbschnittcover immer einen hohen Anspruch, da sie eben schon durch ihr Aussehen auffallen. Ich muss sagen, dieses Buch wird diesem Anspruch gerecht.
Das Buch wird aus den Perspektiven von Emma und Noah erzählt. Wer gerade an der Reihe ist, zu erzählen, steht über dem jeweiligen Kapitel. Die 55 Kapitel des Buches werden durch die beiden in der Ich-Perspektive erzählt.
Ich finde die Ich-Perspektive immer sehr ungewohnt, doch hier hat es den Lesefluss nicht geschmälert und den flüssigen Schreibstil sogar noch unterstützt.
Das Buch hatte mich von der ersten Seite. Ich liebe solche Romane, die in einer verschlafenen Landschaft der USA spielen. So wurde ich hier an Susan Wiggs „Willow Lake“-Reihe erinnert.
Dennoch ist die Geschichte hinter dem Roman sehr voraussehbar, worauf man sich einfach einlassen muss.
Was mir dabei jedoch gefallen hat, ist die Tatsache, dass sich die Enemies-to-Lovers Geschichte nicht so extrem lang durch die Geschichte zieht.
Auch wenn die Geschichte, wie schon beschrieben, voraussehbar war, waren die letzten Seiten wirklich spannend. Ich konnte das Buch nicht mehr weglegen.
Das Ende war aber dann auch recht abrupt. Ich hätte mir noch einen Epilog gewünscht. Wobei das wiederum auch nicht so schlimm ist, da es ja zwei Folgebände geben wird.

Mein Fazit: Ich habe mich beim Lesen des Buches abgeholt gefühlt und mich von der ersten Seite an wohlgefühlt. Wer jedoch voraussehbare Geschichten nicht mag, ist hier nicht gut aufgehoben.
Wer jedoch Liebesgeschichten mag und sich darin gern fallen lässt und auch ein bisschen Willow Lake oder Stars Hollow-Atmosphäre mag, ist hier richtig!

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Veröffentlicht am 04.02.2025

Zweifel

Die Zeit der Tyrannen
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Die Briefe aller Briefe kommen und Paul-Friedrich fängt an, an seinen Kontakten zu zweifeln. Gibt es Chancen für die jungen Männer von Gut Falkenbach, um dort zu bleiben?
Wilhelmine ist nur noch ein Schatten ...

Die Briefe aller Briefe kommen und Paul-Friedrich fängt an, an seinen Kontakten zu zweifeln. Gibt es Chancen für die jungen Männer von Gut Falkenbach, um dort zu bleiben?
Wilhelmine ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Seit Martins Tod isst sie kaum noch und hat zu nichts mehr Lust.
Irma hat sich endgültig gegen Leopold entschieden und will mit den Kindern Gut Falkenbach verlassen.

Ellin Carsta erzählt mit Band 7 der „Falkenbach-Saga“-„Die Zeit der Tyrannen“ die Geschichte um die von Falkenbachs und Lehmanns weiter.
Was mich traurig macht, ist die Entwicklung um Irma und die Kinder. Irma war für mich immer eine Art Ruhepol und überaus vernünftig. Ich hoffe, die Autorin lässt sie irgendwann wieder zurückkommen, jedoch nicht zu Leopold.
Für Drama und Spannung hat in diesem Band auf jeden Fall Leopold gesorgt. Ich bin immer wieder erstaunt über die Geduld von Else und Wilhelm ihrem Sohn gegenüber und wie er es ihnen dankt. 
Ellin Carsta schafft es dieses Auf und Ab in allen Bereichen immer fesselnd darzustellen, egal ob es die Frauen betrifft, gerade Elisabeth, Wilhelmine oder Klara, aber eben auch die Männer und da sind es wirklich alle.
Was mir dieses Mal gefehlt hat, war der Bezug zum Titel. Den konnte ich mir auch nach der Beendigung des Buches nicht herleiten.

Nun bin ich gespannt, was der achte Band bringen mag, wie es weitergeht um die von Falkenbachs und Lehmanns. Empfehlung: Unbedingt dran bleiben!

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Zwischen den Stühlen

Warnemünder Herbst
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Sanne lässt sehr spontan ihr altes Leben und ihren Job in Berlin hinter sich und zieht zu ihrem Freund nach Warnemünde. Doch Matthias weiß nichts von ihrem spontanen Einzug.
Eine Achterbahnfahrt der Gefühle ...

Sanne lässt sehr spontan ihr altes Leben und ihren Job in Berlin hinter sich und zieht zu ihrem Freund nach Warnemünde. Doch Matthias weiß nichts von ihrem spontanen Einzug.
Eine Achterbahnfahrt der Gefühle beginnt, da Matthias und seine Buchhalterin sich mehr als gut verstehen und in Sannes Welt Sören und Sven-Ole stolpern.

„Warnemünder Herbst“ bildet den zweiten Band der „Warnemünder Jahreszeiten“ von Nele Jantzen.
Wer Nele Jantzen kennt, dem ist klar, dass sie sich unter diesem Pseudonym immer gen See begibt und somit auch in diesem Roman.
Ich gebe zu, ich habe bereits die anderen drei Bände gelesen und dies war der letzte Band, der mir in der Reihe noch fehlte, weshalb ich das Ende zwar kannte, aber nicht den Weg dahin.
War mir Sanne in den nachfolgenden Romanen sehr sympathisch, hatte ich hier ganz schön mit ihr zu kämpfen. Ich empfand sie als sehr anstrengenden, sprunghaften und manchmal auch naiven Charakter. Ich muss aber sagen, dass sie „zwei Persönlichkeiten“ hat. Die eben beschriebene ist eher die private Sanne, aber die berufliche wiederum ist eine strebsame, junge Frau, die weiß, was sie will und was sie erwartet. Das stand für mich im Widerspruch, machte damit aber die Seite der privaten Sanne wett.
Was mir auch gefällt, ist die familiäre Atmosphäre in dieser Reihe. So sind Matthias’ Großeltern keine Unbekannten, ebenso Rieke und Henning, als auch Riekes erwähnter Großvater und dessen Lebensgefährtin.

Alles in allem ein schöner Wohlfühlroman, wenn man sich an Sannes Charakter gewöhnt hat.
Wer also bereits Band 1 gelesen hat oder wie ich die Bände durcheinander gelesen hat und diesen noch nicht kennt, sollte ihn unbedingt lesen! Ebenso ist er eine Empfehlung für alle Freunde der Ostsee!

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