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Veröffentlicht am 01.05.2025

Willkommen in Himmelsee

Himmelsee – Über den Wellen leuchtet das Glück (Himmelsee 1)
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Linna ist verzweifelt. Immer kommt ihrem Freund Ilja etwas dazwischen, weshalb er den gemeinsamen Sohn nicht abholen kann oder auch andere wichtige Termine seiner Familie verpasst. Als ihre Mutter krank ...

Linna ist verzweifelt. Immer kommt ihrem Freund Ilja etwas dazwischen, weshalb er den gemeinsamen Sohn nicht abholen kann oder auch andere wichtige Termine seiner Familie verpasst. Als ihre Mutter krank wird, eilt sie mit ihrem Sohn ins elterliche Hotel, um Schwester und Vater auf dem Darß zu unterstützen. Dabei muss sie sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen.

„Himmelsee - Über den Wellen leuchtet das Glück“ ist Band 1 der neuen Reihe „Himmelsee“ von Tanja Janz.
Das lebendige Cover fällt sofort ins Auge und passt zur lebenslustigen Schreibweise von Tanja Janz. Diese ist bisher durch ihre St. Peter-Ording-Romane bekannt. Nun wagt sie sich auf neues Terrain, denn diese neue Reihe spielt an der Ostsee.
Protagonistin ist Linna Franke, die mit Freund Ilja und Sohn Miko in Düsseldorf lebt. Sie war mir von Anfang an sympathisch.
Was mir an diesem Roman gefallen hat, ist, dass es nicht nur die klassische Liebesgeschichte war, die hier im Mittelpunkt stand, sondern vor allem Familie und Freundschaft.
Ich sehe dieses Band auch als eine Art Einführung in die neue Reihe, also auch als eine Art Übersicht, was vorher passiert ist und welche Charaktere eventuell in Zukunft eine Rolle spielen könnten.
Sehr erfrischend fand ich zum Ende hin auch die Figur der Merle. Sie hat nochmal eine riesige Portion Lebenslust und Aufbruchstimmung in die Geschichte gebracht.
Auch das Verhältnis der Familie Franke fand ich klasse und so wie man es sich in einer Familie wünscht. Ich hatte anfangs ein paar Bedenken, was die Beziehung der beiden Schwestern betrifft, ebenso wie die Beziehung zwischen Astrid und Linna, aber bei beiden waren die Bedenken schnell dahin und auch erklärt, warum eine Distanz vorhanden war.
Bei manchen Szenen musste ich an die St. Peter-Ording- Romane denken. So erinnerte mich Astrid an den Buchhändler Truels und der Strang um das Hotel erinnerte mich an die St.Peter-Ording Saga.

Alles in allem wieder ein sehr erfrischendes Buch einer tollen Autorin, dass zum Lesen und Verweilen einlädt. Eine Empfehlung für alle Fans von Tanja Janz und von Nord- und Ostsee!

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Veröffentlicht am 28.04.2025

Der schöne Schein

Ein ungezähmtes Tier
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Genf im Jahr 2022 - Zwei Familien, zwei Familienleben und eine Party, die all das verändert.
Sophie und Arpath führen ein schillerndes Leben, scheinen dabei aber auf dem Boden der Tatsachen geblieben zu ...

Genf im Jahr 2022 - Zwei Familien, zwei Familienleben und eine Party, die all das verändert.
Sophie und Arpath führen ein schillerndes Leben, scheinen dabei aber auf dem Boden der Tatsachen geblieben zu sein. Doch Sophie hat eine einnehmende Art und so fühlt sich auch Greg zu ihr hingezogen. Ab dem Moment, ab dem er das merkt, endet sein bisheriges Leben. 
Es beginnt ein Sumpf voller Geheimnisse, Lügen, Intrigen und Oberflächlichkeit.

„Ein ungezähmtes Tier“ von Joël Dicker, gesprochen von Torben Kessler ist ein Krimi, der fesselt und zum Dranbleiben zwingt. 
Der Autor beschreibt die Protagonisten in so vielen Facetten, dass man irgendwann gar nicht mehr weiß, mit wem man es zu tun hat. Das führt zu einer enormen Spannung und auch einem anhalten Rätseln, wie sich das Ganze entwickeln wird und was eigentlich in der Vergangenheit passiert ist.
Was für mich im Verlaufe des Buches unwahrscheinlich schwierig war, waren die wechselnden Zeitperspektiven, aus denen der Autor die Geschichte erzählt. Diese werden zwar alle gebraucht, aber gerade zum Ende hin, war es mir echt ein bisschen zu viel und ich hatte das Gefühl zwischendrin auch ab und an mal den Faden verloren zu haben.
Joël Dicker hat hier aber nicht nur einen spannenden Krimi geschrieben, sondern schreibt auch über allgemeine, bekannte menschliche Probleme. Es geht um die Suche nach Anerkennung, nach Liebe und Erfolg. Es geht um die Sehnsucht nach Freundschaft, um unerfüllte Liebe und verschiedene Lebensansichten. 
Vor allem geht es hier aber um Lügenkonstrukte, die nach und nach zusammenfallen, aber irgendwie dennoch bestehen bleiben.
Die Ereignisse sind spannend dargestellt und in keiner Weise vorhersehbar.
Interessant fand ich die Erklärung zum Titel.
Der Sprecher hat die Geschichte sehr angenehm rübergebracht und auch die Stimmfarbe den entsprechenden Charakteren angepasst.

Zusammenfassend handelt es sich hier um einen fesselnden Krimi voller Lügenkonstrukte, Intrigen und überraschenden Wenden. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Zeitperspektiven erzählt, die aber im Laufe des Buches etwas überhand nehmen.
Zu empfehlen ist das Buch all jenen, die spannende Geschichten mögen und gerne mal über den schönen Schein lesen.

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Sylter Lebensweise

Der Kaffeegarten. Salz im Wind
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Matei und Elin wachsen beim Freund ihres Vaters auf, nachdem ihre Eltern ums Leben gekommen sind. Als dieser stirbt, kämpfen seine Frau und die Mädchen ums Überleben. Dabei entwickeln sie die Idee eines ...

Matei und Elin wachsen beim Freund ihres Vaters auf, nachdem ihre Eltern ums Leben gekommen sind. Als dieser stirbt, kämpfen seine Frau und die Mädchen ums Überleben. Dabei entwickeln sie die Idee eines Kaffeegartens, der auch gut ankommt. Als der erste Weltkrieg ausbricht, wird aus dem Herrenhaus ein Lazarett, dass dennoch öfter seine Pforten für den Kaffeegarten öffnet.

„Salz und Wind - Der Kaffeegarten“ von Anke Petersen ist der erste Band der Trilogie um den Kaffeegarten Herrenhaus der Hansens.
Für mich war das der erste Roman der Autorin. Gesprochen wird das Hörbuch von Ulrike Kapfer. Diese hat eine sehr angenehme Stimme und ich bin ihr gern gefolgt. Da dieser Roman auf Sylt spielt, hat die Autorin des Öfteren auf das Plattdeutsche zurückgegriffen. Sowas macht für mich einen norddeutschen Roman immer äußerst authentisch. Diese Stellen hat sie wirklich gut gesprochen, was mich manchmal zum Schmunzeln brachte, weil es einfach so menschlich wirkte.
Der Roman vermitteln vor allem die Werte von Familie und Freundschaften. Der Zusammenhalt, der hier aufgezeigt wurde, hat mir imponiert.
Während Elin und Matei recht zurückgezogen wirkten, bildete Wiebke einen herzhaften Gegenpart. Sie ist für mich in diesem Roman eine wahre Bank gewesen, die auch für so manchen Schmunzler sorgte.
Besonders gefallen hat mir Ulrike Kapfers Lesart von Anna. Sie hat ihre Stimme an Annas Geschichte angepasst.
Auch das Vermitteln der Lebensweise der Sylter zur Zeit des ersten Weltkrieges ist gelungen. So weiß ich jetzt, was ein Ökelname ist und Wiebke Gehtherum ist einfach hängen geblieben.

Alles in allem ein schöner Roman zum Abschalten, der mit seiner norddeutschen Art überzeugt und Fans Norddeutschlands absolut anspricht!

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Veröffentlicht am 18.04.2025

Kunst und Kultur

Montmartre - Licht und Schatten
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Zwei junge Frauen, am gleichen Tag geboren, die eine aus reichem Hause, die andere aus armen Verhältnissen, aber beide mit Träumen.
Während Elise sich als Tänzerin in Montmartre immer mehr zum Erfolg tanzt, ...

Zwei junge Frauen, am gleichen Tag geboren, die eine aus reichem Hause, die andere aus armen Verhältnissen, aber beide mit Träumen.
Während Elise sich als Tänzerin in Montmartre immer mehr zum Erfolg tanzt, versucht sich Valerie in der Malerei - studiert sogar an einer angesehenen Akademie. Doch beide Frauen werden mit den Problemen ihrer jeweiligen Lebensführung im Pariser Vorort bzw. Stadtteil Montmartre konfrontiert.

„Montmartre - Licht und Schatten“ ist Band 1 der Dilogie von Erfolgsautorin Marie Lacrosse, die auch unter ihrem Klarnamen Marita Spang oder als Krimiautorin Tessa Duncan, bekannt ist.
Die Geschichte spielt zum Großteil kurz vor der großen Weltausstellung in Paris. 
Mit den zwei Protagonistinnen Elise und Valerie hat Marie Lacrosse zwei Figuren geschaffen, die vor Mut, Selbstbewusstsein und Ehrgeiz strotzen. Sie sind dabei aber nicht unsympathisch, sondern geerdet. Diese zwei Frauen spiegeln etwas wider, was viele Frauen, wofür viele Frauen nach ihnen auch noch kämpften. Es sind zwei Frauen, die gegen gesellschaftliche Konventionen kämpfen. Sie wollen ihren eigenen, eigenständigen Weg gehen, ohne von einem Mann abhängig zu sein, ohne die brave Hausfrau zu spielen usw.
Gleichzeitig spielt die Geschichte vor dem Hintergrund des Vororts und späteren Stadtteils Montmartre. Als Leser erlebt man hier eine Entwicklung vom armen Ort hin zu einem lebenshungrigen Ort. Es ist ein Ort der etwas anderen, aber bunten Kunst und Kultur, ein Ort, der viele unterschiedliche Gesellschaftsschichten tagtäglich abbildet, aber auch ein Ort, der Aufbruchstimmung vermittelt.
Ich habe vorher noch nichts von diesem Stadtteil gehört, einzig Moulin Rouge war mir bekannt. Aber ich habe nun einiges dazu gelernt und sei es nur das Wissen um Sacre Coeur.
Marie Lacrosse ist es also wieder einmal wunderbar gelungen, historische Ereignisse in spannender Form zu vermitteln. Denn immer und immer hoffte ich nur das beste für die beiden Frauen, dass sie es schaffen, ihren Weg zu gehen, keine Rückschritte erleben müssen und sich zum Vorbild entwickeln. Diese Kombination aus Personen und Handlungsort ist einfach wieder sehr stimmig und nachvollziehbar. Vor allem die Gestaltung der Kapitel durch die Nennung von Ort und Datum machte die Nachvollziehbarkeit leicht.
Was ich einzig etwas zu viel fand, war die Häufung an berühmten Persönlichkeiten. Hier hätte weniger auch mehr sein können. Dennoch fand ich es gerade sehr interessant, was ich z.B. über Vincent van Gogh erfahren habe.

Fazit: Ein interessanter historischer Roman über einen berühmten Pariser Stadtteil, der aber auch viel Wissen über Kunst und Kultur vermittelt. Damit knüpft Marie Lacrosse nahtlos an die Erfolge ihrer bisherigen Bücher an und somit kann ich dieses Buch nur allen empfehlen, die ihre Romane mögen.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Post für St. Peter-Ording

Nordseefunkeln
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Nachdem Lucia während ihres Jobs als Moderatorin einen Zusammenbruch erleidet und dieser durch die sozialen Medien ging, flüchtet sie nach St. Peter-Ording. Durch einen Wohnungstausch mit Felke kümmert ...

Nachdem Lucia während ihres Jobs als Moderatorin einen Zusammenbruch erleidet und dieser durch die sozialen Medien ging, flüchtet sie nach St. Peter-Ording. Durch einen Wohnungstausch mit Felke kümmert sie sich liebevoll um deren Großmutter und hat auch hin und wieder mit deren Nachbar Wilko zu tun. Dabei findet sie nicht nur dessen Schweine süß.

„Nordseefunkeln“ von Tanja Janz reiht sich wunderbar in deren liebevolle St. Peter-Ording Reihe ein. Dabei fällt auch bei diesem Cover die gewechselte Gestaltung auf, die mir sogar besser gefällt als die der älteren Bücher.
Lucia ist eine lebensfrohe, junge Frau, die an einer Stelle im Leben ist, an der sie ihr Leben hinterfragt. Man spürt nach und nach, wie Gelassenheit von ihr Besitz ergreift und sie sich den wichtigen Dingen des Lebens widmet. Gerade Havaneserin Tiffy unterstreicht das wunderbar. Ich finde diese kleine Hündin einen wunderbaren, begleitenden Charakter.
Die Figur der Felke fand ich auch super interessant. Hier hätte ich mir gerne mehr Infos über ihr vergangenes Leben gewünscht, aber vielleicht kommt das ja in einer anderen Geschichte einmal.
Was mir besonders gefallen hat, war die Geschichte um das alte Postamt. Die Idee darum eine Geschichte zu stricken, finde ich sehr kreativ.
Ansonsten muss man sagen, dass die Romane ja alle ähnlich aufgebaut sind und es somit keinen Überraschungseffekt über den Verlauf der Geschichte gibt. Ich hätte mir sogar eine intensivere Erzählung um die Geschichte von Lucia und Wilko gewünscht.

Alles in allem wieder ein schöner St. Peter-Ording Roman zum Wohlfühlen, ohne Überraschungseffekt, aber mit viel liebevoller Atmosphäre.
Wer Tanja Janz mag und St. Peter-Ording liebt, ist hier richtig.

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