Cover-Bild Die Worte, die das Leben schreibt

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25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Wunderraum
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 16.04.2018
  • ISBN: 9783336547937
Adelia Saunders

Die Worte, die das Leben schreibt

Roman
Jörn Ingwersen (Übersetzer)

Für alle, die an das Magische im Leben glauben.

Ein poetischer Roman mit einem Amélie-artigen Gefühl für das Wunderbare.
Magdalena hat eine eigentümliche Gabe. Die junge Frau kann die Geschichten fremder Menschen auf deren Haut lesen: Wie bei einem Tattoo, das nur sie sehen kann, erscheinen ihr Namen, Ereignisse, banale und tragische Details – Botschaften, die das Leben selbst mit Geheimtinte notiert zu haben scheint. Als sie in Paris einem amerikanischen Studenten begegnet, erkennt sie ihren eigenen Namen auf dessen Wange. Aber welche Rolle sollte sie im Schicksal von Neil spielen? Oder in dem von dessen Vater? Eine rätselhafte Geschichte verbindet das Leben dieser drei Menschen – und die Liebe. Denn Neil ist von der jungen Frau mit den hellen Augen ganz hingerissen.

Liebevoll ausgestattete Ausgabe mit Leinenrücken und Lesebändchen. Ihnen gefällt die Ausstattung unserer WUNDERRAUM-Titel? Wollen Sie mehr Geschichten lesen, die vom Kopf direkt ins Herz gehen? Dann laden Sie sich das kostenlose WUNDERRAUM-Leseproben-E-Book »Frühling im WUNDERRAUM. Unsere neuen Bücher ab März 2018« (978-3-641-22937-5) auf Ihren E-Book-Reader.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.09.2018

Gute Idee, Umsetzung leider nicht meins

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Erstmal ein großes Dankeschön an den Wunderraum Verlag für die Bereitstellung dieses Buches!
Es ist von außen einfach nur wunderschön und hochwertig. Der Buchrücken besteht aus echter Leine, es ist ein ...

Erstmal ein großes Dankeschön an den Wunderraum Verlag für die Bereitstellung dieses Buches!
Es ist von außen einfach nur wunderschön und hochwertig. Der Buchrücken besteht aus echter Leine, es ist ein bedrucktes Lesebändchen erhalten und die Seiten sind sehr hochwertig.
Somit finde ich die 25€ zwar hoch, aber für so ein liebevolles und hochwertiges Hardcover Buch auch berechtigt.

Es geht in dem Buch um die drei Protagonisten Magdalena, Richard und Neil, die sich teilweise in Paris, London und Vilnius aufhalten.
Die Idee des Buches klingt fabelhaft und ich habe mich auf etwas sehr magisches und besonderes gefreut.
Dennoch ging Magdalenas Gabe in der Geschichte gänzlich unter.

Durch die vielen verschiedenen Erzählstränge, die sich sowohl in der Zeit, im Ort und der Person unterscheiden habe ich oftmals den Überblick verloren. Ich habe mich aber auf die finale Explosion gefreut wenn diese zusammen geführt werden, diese blieb meiner Meinung nach allerdings aus.
Ich hatte etwas das Gefühl, dass sich Adelia Saunders etwas in der Geschichte verstrickt hat.

Der Schreibstil war poetisch angehaucht aber leider auch monoton und langatmig. Es wurde viel mit Metaphern gearbeitet, ich bin aber leider immer wieder über Fachbegriffe gestolpert die ich nicht verstanden habe, was den Lesefluss häufig gestoppt hat.

Die Charaktere waren schön ausgearbeitet und es hat Freude gemacht sie auf ihrem Weg zu begleiten, dabei kam mir aber leider zu wenig Spannung und Drama auf.

An sich eine schöne Idee der Autorin, die Umsetzung fand ich aber leider nicht so gelungen

Veröffentlicht am 24.08.2018

Poetisch, einfühlsam - anders

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Ein poetischer Roman, der über das Leben, die Liebe und die Hindernisse der zwischenmenschlichen Kommunikaten berichtet – zauberhaft!

Als Erstes möchte ich etwas zur Ausstattung der Wunderraum-Bücher ...

Ein poetischer Roman, der über das Leben, die Liebe und die Hindernisse der zwischenmenschlichen Kommunikaten berichtet – zauberhaft!

Als Erstes möchte ich etwas zur Ausstattung der Wunderraum-Bücher sagen. Wer vielleicht vom Preis etwas abgeschreckt sein sollte (obwohl der absolut im Normbereich für HC liegt), dem sei gesagt, dass es sich hier um hochwertig in Leinen gebundene Bücher handelt, die ein superschönes Vorsatzpapier enthalten haben sowie ein bedrucktes Lesebändchen. Allein deshalb bin ich schon total verliebt und möchte diese Details nicht unerwähnt lassen.

Erzählt bekommen wir diese Geschichte aus drei verschiedenen Perpektiven. Zum einen hätten wir da Magdalena selbst, die wir quasi in ihrem verrückten Alltag begleiten dürfen und die damit umzugehen versucht, die Schicksale der Menschen auf deren Haut zu lesen. Dann wäre da noch Richard, der sich auf der Suche befindet und Neil, der sein Ziel ebenfalls noch nicht erreicht hat. Die Leben dieser drei Personen haben natürlich auf die ein oder andere Art und Weise miteinander zu tun – aber was das ist, müsst ihr schon selbst herausfinden. Ich war teilweise sehr überrascht, teilweise war es aber auch klar, worauf das Ganze hinausläuft. Der Schreibstil der Autorin an sich hat mich überzeugen können, weil unterschwellig immer eine gewisse Poesie sowie Melacholie mitschwingt, die hier absolut zur Story passen. Die Kapitel sind außerdem noch mit Ort und Zeit betitelt, was ich persönlich immer sehr gerne mag, weil man sich so sofort zurechtfindet.

Magdalena ist wirklich eine außergewöhnliche Frau. Ich konnte mich absolut in sie hineinversetzen und auch ihren inneren Zwiespalt verstehen. Als ich das Buch gelesen habe, habe ich tagelang darüber nachgedacht, wie ich mit solch einer Gabe umgehen würde. Ein klarer Fall von: Segen und Fluch zugleich. Die Idee hinter dem Konzept finde ich auf jeden Fall grandios. Auch Richard und Neil haben mich als Protagonisten überzeugen können, weil sie authentisch und liebenswert sind. Mir hat es Spaß gemacht, für ein paar schöne Stunden Einblick in deren Leben zu erhalten.

Mit der Spannung tue ich mich ein bisschen schwer. Auf der einen Seite war das Buch megaspannend, weil wir es hier mit eine Schnitzeljagd in die Vergangenheit zu tun haben. Jeder ist irgendwie auf der Suche, es gibt mehrere Hinweise, die sich im Laufe der Story verdichten, und auch die Geschichtsstränge steuern permanent aufeinander zu. Auf der anderen Seite geht die Handlung nur sehr schleppend voran, hier hätte man vielleicht etwas mehr Dynamik aufnehmen können, aber das ist meine persönliche Meinung.

Für mich eine außergewöhnliche Geschichte, die vor allem durch ihren poetischen Schreibstil überzeugen kann und mit den Ängsten und Sorgen eines jeden Menschen spielt: Was ist der Sinn des Lebens und wohin wollen wir eigentlich? Was ist unsere Bestimmung? Zum Schluss sei noch gesagt, dass der zentrale Punkt der Story eben auf diesen Fragen liegt und die Liebesgeschichte eher dezent im Hintergrund steht.

Veröffentlicht am 07.06.2018

Anders als erwartet

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Auch, wenn der Klappentext hauptsächlich auf Magdalena und ihre ungewöhnliche Gabe eingeht, sie sieht auf dem Körper anderer Menschen verschiedene Ereignisse aus deren Leben geschrieben, ist sie nur eine ...

Auch, wenn der Klappentext hauptsächlich auf Magdalena und ihre ungewöhnliche Gabe eingeht, sie sieht auf dem Körper anderer Menschen verschiedene Ereignisse aus deren Leben geschrieben, ist sie nur eine von drei Protagonisten in diesem ungewöhnlichen Roman. Das ist zum anderen Richard, ehemaliger Lehrer, der bei seiner Tante aufwuchs und nun in Paris nach Beweisen sucht, dass seine Mutter ihn geliebt hat. Die dritte Person ist Neil, Richards Sohn, der zwar erfolgreich im Studium ist, aber seine Liebe sucht und Probleme mit seinem Vater hat.
Alle drei Charaktere sind miteinander verbunden, wie genau wird erst nach und nach im Roman klar. Die Handlung wechselt zwischen diesen drei Menschen und manchmal brauchte ich etwas Orientierungszeit, vor allem was die Zeitebenen betraf. Ich wusste nicht immer genau, was vor oder nach des Handlungsstranges des jeweils anderen Protagonisten passierte.
Auch wenn das Buch für mich eher eine Charakterstudie ist, als große Actionhandlung, habe ich das Lesen sehr genossen. Das lag zum großen Teil an dem oft schon poetischen Schreibstil der Autorin. Dies wird vielleicht nicht jeden gefallen. Aber ich war überrascht, wie gut ich mich auf diese Geschichte und deren ungewöhnlichen Stil einlassen konnte, obwohl ich sonst eher nicht so der große Literaturtyp bin. Auch die Charaktere sind ungewöhnlich und machen es einen nicht einfach. Sie haben Ecken und Kanten und ihre Entscheidungen waren für mich nicht immer einfach nachzuvollziehen.
Für mich insgesamt ein Roman, von dem man am besten nicht den Klappentext liest, denn dieser weckt falsche Erwartungen. Und sich einfach auf das Ungewöhnliche einlassen. Ein wenig enttäuscht hat mich das Ende, wo ich als Leser mit meinen Vermutungen und Überlegungen abrupt allein gelassen wurde. Dennoch war es ein Lesevergnügen für mich.

Veröffentlicht am 28.05.2018

Unsichtbare Worte

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Die junge Litauerin Magdalena ist mit ihrer Freundin Lina nach London gezogen, um ihrem Leben eine neue Wendung zu geben und gleichzeitig ihrer Gabe davonzulaufen, denn sie sieht Botschaften auf der Haut ...

Die junge Litauerin Magdalena ist mit ihrer Freundin Lina nach London gezogen, um ihrem Leben eine neue Wendung zu geben und gleichzeitig ihrer Gabe davonzulaufen, denn sie sieht Botschaften auf der Haut der Menschen um sie herum, die ihr einen Sicht auf deren Schicksal geben. Magdalena fühlt sich von dieser Gabe regelrecht überfordert und will sie nicht, setzt es sie doch irgendwie unter Druck und liefert ihr gleichzeitig Informationen, die sie belasten und die sie gar nicht wissen will. Schon das allein führt dazu, dass Magdalena sich regelrecht fürchtet, Menschen anzusehen. Als sie zufällig auf den Studenten Neil trifft, liest sie überraschenderweise ihren eigenen Namen in seinem Gesicht. Aber auch sie hinterlässt bei Neil einen bleibenden Eindruck, denn er kann sie nicht aus dem Kopf kriegen und fängt an, nach ihr zu suchen. Dabei wollte er doch eigentlich seinem Vater Richard endlich das Weihnachtsgeschenk vorbeibringen. Doch auch Richard hat gerade eine Aufgabe, denn er ist in Paris auf der Suche nach der Wahrheit über seine 1954 verstorbene Mutter, die ihn schon als Kind verlassen hat. Drei Menschen, deren Schicksal irgendwie zusammenhängt…
Adelia Saunders hat mit ihrem Buch „Die Worte, die das Leben schreibt“ einen interessanten Debütroman vorgelegt. Der Schreibstil ist poetisch, voller Metaphern und gleichsam gefühlvoll, der Leser kann hier nicht einfach so drüber weglesen, sondern muss sich konzentriert auf die Lektüre einlassen, um bloß kein Detail zu verpassen. Die Geschichte setzt sich aus drei verschiedenen Perspektiven zusammen, die irgendwann ineinanderfließen. So bekommt der Leser nicht nur Magdalenas Lebensgeschichte, ihre Gefühle und Gedanken auf dem Tablett serviert, sondern darf darüber hinaus Neil und Richard ebenso begleiten und sie näher kennenlernen. Gleichzeitig offeriert die Autorin dem Leser eine Reise nach Vilnius, London, Paris und zum Jakobsweg, die alle durchaus ihre Berechtigung haben, um die Handlung zu verstehen. Schwieriger zu handhaben sind die teilweise doch recht extremen Zeitsprünge der Autorin innerhalb der Handlung, die für den Leser oftmals erst einmal so gar keinen Sinn ergeben, was auch gehörig Verwirrung stiftet und man sich dabei ertappt, so manchen Abschnitt nochmals zu lesen um des besseren Verständnisses willen, was die Lesefreude dadurch dämpft. Auch das offene Ende und die vielen nicht beantworteten Fragen lassen einen etwas unbefriedigt zurück.
Die Charaktere wurden von der Autorin sehr unterschiedlich ausgearbeitet, wobei sie mehr Wert auf die emotionale Ebene gelegt hat, denn sie lässt den Leser die Protagonisten hauptsächlich über deren Gefühlswelt kennenlernen. Jedoch fällt es schwer, während der Lektüre eine gewisse Beziehung und Bindung zu ihnen aufzubauen, sie bleiben irgendwie fremd. Magdalena ist eine junge Frau, die einem nicht gerade Sympathien entlockt. Sie hat schon einige Schicksalsschläge durchmachen müssen, doch ihr Handeln ist oft nicht nachvollziehbar und auch ihr Auftreten wirkt oftmals geradezu arrogant und unhöflich. Sie steht ihren Mitmenschen sehr misstrauisch gegenüber, was wohl auch ihrer Angst in Bezug auf ihr besonderes Talent zuzuschreiben ist, worüber aber leider viel zu wenig zu erfahren war. Neal ist der normale Student, der sich etwas von seiner Familie entfernt hat. Er ist zurückhalten und wirkt manchmal wie ein Chaot, doch insgesamt bliebt er eher etwas nebulös. Richard ist ein pensionierter Lehrer und Neals Vater. Er ist ein netter Mann, der etwas verschroben und verwirrt, dabei von allem aber am menschlichsten wirkt.
„Die Worte, die das Leben schreibt“ ist ein Roman zum einen über eine Familiengeschichte, aber auch über das Suchen: nach der Wahrheit, nach etwas Besonderem, nach sich selbst und nach dem Sinn des Lebens. Aufgrund der vielen offen gebliebenen Fragen, dem unbefriedigenden Ende und die doch sehr sprunghaft erzählte Handlung gibt es hier nur eine eingeschränkte Leseempfehlung. Da wäre mehr drin gewesen!

Veröffentlicht am 23.05.2018

Außergewöhnlich gut!

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Magdalena ist eine junge Frau aus Litauen, lebt aber im britischen Swindon. Niemand weiß von ihrer Gabe, die Ereignisse aus dem Leben der Menschen, denen sie begegnet, auf deren Haut lesen zu können. Neil, ...

Magdalena ist eine junge Frau aus Litauen, lebt aber im britischen Swindon. Niemand weiß von ihrer Gabe, die Ereignisse aus dem Leben der Menschen, denen sie begegnet, auf deren Haut lesen zu können. Neil, ein junger Amerikaner, studiert Geschichte in London und trifft eines Tages in Swindon auf Magdalena. Und Richard, Neils Vater, macht sich in Paris auf die Suche nach seiner Vergangenheit. Keiner der Drei ahnt, dass ihre Schicksale untrennbar miteinander verbunden sind. Nur Magdalena fragt sich, warum ihr Name ausgerechnet auf Neils Wange steht.

Ein großer Dank geht als erstes an den Wunderraum Verlag für die Bereitstellung dieses wundervollen Romans für eine wirklich tolle Leserunde auf Lovelybooks.

Auffällig an diesem Buch ist der eher anspruchsvolle, aber literarisch hochwertige Schreibstil der Autorin, welcher vor allem durch eine Menge Poesie glänzt. Dies mag vielleicht nichts für jeden Leser sein, hat mir aber recht gut gefallen. Ebenfalls die eher langen Kapitel, abwechselnd aus der Sicht von Magdalena, Neil und Richard geschrieben, wobei die des letzteren als einzige aus der Ich-Perspektive erzählt werden, sind eher gewöhnungsbedürftig. Damit hatte ich persönlich aber keinerlei Probleme.

Auch die Geschichte ist meiner Meinung nach etwas Anderes. Hier sollte man sich aber nicht auf den Rückentext des Buches verlassen, da dieser etwas anderes verspricht, als die tatsächliche Handlung hält. Es geht hier nämlich weniger um eine Liebesgeschichte, wie dieser vermuten lässt, sondern eher um die Abenteuer dreier vollkommen verschiedener Menschen, die auf unterschiedliche Weise versuchen, ihren Weg im Leben zu finden. Dabei ist die Handlung die meiste Zeit eher ruhig und unaufgeregt, verfügt jedoch über eine wahnsinnig intensive erzählerische Stärke. Auf mich übte sie jedenfalls einen bestimmten Sog aus, weshalb ich einfach immer weiter lesen musste und trotz des nicht leichten Schreibstils und der ganz oft eingebautenen Rückblicke in die Vergangenheit der Protagonisten, förmlich durch die Seiten flog. Allerdings muss ich sagen, dass mir nicht Magdalenas Handlungsstrang am besten gefallen hat, sondern der von Richard. Dieser war von Anfang an am interessantesten und hatte einen gewissen spannenden und mysteriösen Unterton. Am wenigsten hingegen kam ich mit Neils Geschichte klar, was einzig und allein an den vielen historischen Ausführungen und den damit verwendeten Fach- und Fremdworten, zu tun hatte. Das Ende der gesamten Handlung hat mich dann noch einmal richtig überrascht, denn es gibt noch einige unerwartete Wendungen. Und obwohl die Geschichte kein einfach gestricktes Ende hat, welches alle Fragen komplett auflöst, hat mich dieses dann doch zufrieden zurück gelassen. Es wäre hier nämlich anzumerken, dass sich einige Fragen schon viel früher klären, man muss die Geschichte nur von Anfang an aufmerksam verfolgen.

Was die einzelnen Charaktere in diesem Roman angeht, so kann ich nur sagen, dass sich auch an diese wahrscheinlich einige Leser erst gewöhnen werden müssen. Magdalena ist kein einfacher Charakter, der jedoch schon einiges in seinem Leben durchgemacht hat. Sie ist nicht unbedingt ein Sympathieträger und doch fand ich sie sehr interessant, wenn ich ihr Handeln auch nicht immer komplett nachvollziehen konnte. Neil bliebt mir im Großen und Ganzen ein bisschen blass, stelle sich aber dennoch als ein recht schüchterner und sympathischer Zeitgenosse dar. Richard hingegen mochte ich sehr. Zwar kam er mir etwas verschroben vor, doch irgendwie konnte mich seine Art ansprechen. Am interessantesten fand ich allerdings eine Nebenfigur, nämlich Inga Beart, Richards bereits verstorbene Mutter, die ein zwar kurzes auf aufregendes Leben hatte, über welches man mit der Zeit mehr und mehr erfährt.

Für mich war dieser Roman auf jeden Fall mal etwas Besonderes und obwohl er hier und da ein paar Macken aufzuweisen hat, mochte ich die liebevoll erzählte Geschichte rund um Magdalena, Neil und Richard sehr.