Cover-Bild Die Worte, die das Leben schreibt

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25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Wunderraum
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 16.04.2018
  • ISBN: 9783336547937
Adelia Saunders

Die Worte, die das Leben schreibt

Roman
Jörn Ingwersen (Übersetzer)

Für alle, die an das Magische im Leben glauben.

Ein poetischer Roman mit einem Amélie-artigen Gefühl für das Wunderbare.
Magdalena hat eine eigentümliche Gabe. Die junge Frau kann die Geschichten fremder Menschen auf deren Haut lesen: Wie bei einem Tattoo, das nur sie sehen kann, erscheinen ihr Namen, Ereignisse, banale und tragische Details – Botschaften, die das Leben selbst mit Geheimtinte notiert zu haben scheint. Als sie in Paris einem amerikanischen Studenten begegnet, erkennt sie ihren eigenen Namen auf dessen Wange. Aber welche Rolle sollte sie im Schicksal von Neil spielen? Oder in dem von dessen Vater? Eine rätselhafte Geschichte verbindet das Leben dieser drei Menschen – und die Liebe. Denn Neil ist von der jungen Frau mit den hellen Augen ganz hingerissen.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.06.2018

Anders als erwartet

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Auch, wenn der Klappentext hauptsächlich auf Magdalena und ihre ungewöhnliche Gabe eingeht, sie sieht auf dem Körper anderer Menschen verschiedene Ereignisse aus deren Leben geschrieben, ist sie nur eine ...

Auch, wenn der Klappentext hauptsächlich auf Magdalena und ihre ungewöhnliche Gabe eingeht, sie sieht auf dem Körper anderer Menschen verschiedene Ereignisse aus deren Leben geschrieben, ist sie nur eine von drei Protagonisten in diesem ungewöhnlichen Roman. Das ist zum anderen Richard, ehemaliger Lehrer, der bei seiner Tante aufwuchs und nun in Paris nach Beweisen sucht, dass seine Mutter ihn geliebt hat. Die dritte Person ist Neil, Richards Sohn, der zwar erfolgreich im Studium ist, aber seine Liebe sucht und Probleme mit seinem Vater hat.
Alle drei Charaktere sind miteinander verbunden, wie genau wird erst nach und nach im Roman klar. Die Handlung wechselt zwischen diesen drei Menschen und manchmal brauchte ich etwas Orientierungszeit, vor allem was die Zeitebenen betraf. Ich wusste nicht immer genau, was vor oder nach des Handlungsstranges des jeweils anderen Protagonisten passierte.
Auch wenn das Buch für mich eher eine Charakterstudie ist, als große Actionhandlung, habe ich das Lesen sehr genossen. Das lag zum großen Teil an dem oft schon poetischen Schreibstil der Autorin. Dies wird vielleicht nicht jeden gefallen. Aber ich war überrascht, wie gut ich mich auf diese Geschichte und deren ungewöhnlichen Stil einlassen konnte, obwohl ich sonst eher nicht so der große Literaturtyp bin. Auch die Charaktere sind ungewöhnlich und machen es einen nicht einfach. Sie haben Ecken und Kanten und ihre Entscheidungen waren für mich nicht immer einfach nachzuvollziehen.
Für mich insgesamt ein Roman, von dem man am besten nicht den Klappentext liest, denn dieser weckt falsche Erwartungen. Und sich einfach auf das Ungewöhnliche einlassen. Ein wenig enttäuscht hat mich das Ende, wo ich als Leser mit meinen Vermutungen und Überlegungen abrupt allein gelassen wurde. Dennoch war es ein Lesevergnügen für mich.

Veröffentlicht am 28.05.2018

Unsichtbare Worte

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Die junge Litauerin Magdalena ist mit ihrer Freundin Lina nach London gezogen, um ihrem Leben eine neue Wendung zu geben und gleichzeitig ihrer Gabe davonzulaufen, denn sie sieht Botschaften auf der Haut ...

Die junge Litauerin Magdalena ist mit ihrer Freundin Lina nach London gezogen, um ihrem Leben eine neue Wendung zu geben und gleichzeitig ihrer Gabe davonzulaufen, denn sie sieht Botschaften auf der Haut der Menschen um sie herum, die ihr einen Sicht auf deren Schicksal geben. Magdalena fühlt sich von dieser Gabe regelrecht überfordert und will sie nicht, setzt es sie doch irgendwie unter Druck und liefert ihr gleichzeitig Informationen, die sie belasten und die sie gar nicht wissen will. Schon das allein führt dazu, dass Magdalena sich regelrecht fürchtet, Menschen anzusehen. Als sie zufällig auf den Studenten Neil trifft, liest sie überraschenderweise ihren eigenen Namen in seinem Gesicht. Aber auch sie hinterlässt bei Neil einen bleibenden Eindruck, denn er kann sie nicht aus dem Kopf kriegen und fängt an, nach ihr zu suchen. Dabei wollte er doch eigentlich seinem Vater Richard endlich das Weihnachtsgeschenk vorbeibringen. Doch auch Richard hat gerade eine Aufgabe, denn er ist in Paris auf der Suche nach der Wahrheit über seine 1954 verstorbene Mutter, die ihn schon als Kind verlassen hat. Drei Menschen, deren Schicksal irgendwie zusammenhängt…
Adelia Saunders hat mit ihrem Buch „Die Worte, die das Leben schreibt“ einen interessanten Debütroman vorgelegt. Der Schreibstil ist poetisch, voller Metaphern und gleichsam gefühlvoll, der Leser kann hier nicht einfach so drüber weglesen, sondern muss sich konzentriert auf die Lektüre einlassen, um bloß kein Detail zu verpassen. Die Geschichte setzt sich aus drei verschiedenen Perspektiven zusammen, die irgendwann ineinanderfließen. So bekommt der Leser nicht nur Magdalenas Lebensgeschichte, ihre Gefühle und Gedanken auf dem Tablett serviert, sondern darf darüber hinaus Neil und Richard ebenso begleiten und sie näher kennenlernen. Gleichzeitig offeriert die Autorin dem Leser eine Reise nach Vilnius, London, Paris und zum Jakobsweg, die alle durchaus ihre Berechtigung haben, um die Handlung zu verstehen. Schwieriger zu handhaben sind die teilweise doch recht extremen Zeitsprünge der Autorin innerhalb der Handlung, die für den Leser oftmals erst einmal so gar keinen Sinn ergeben, was auch gehörig Verwirrung stiftet und man sich dabei ertappt, so manchen Abschnitt nochmals zu lesen um des besseren Verständnisses willen, was die Lesefreude dadurch dämpft. Auch das offene Ende und die vielen nicht beantworteten Fragen lassen einen etwas unbefriedigt zurück.
Die Charaktere wurden von der Autorin sehr unterschiedlich ausgearbeitet, wobei sie mehr Wert auf die emotionale Ebene gelegt hat, denn sie lässt den Leser die Protagonisten hauptsächlich über deren Gefühlswelt kennenlernen. Jedoch fällt es schwer, während der Lektüre eine gewisse Beziehung und Bindung zu ihnen aufzubauen, sie bleiben irgendwie fremd. Magdalena ist eine junge Frau, die einem nicht gerade Sympathien entlockt. Sie hat schon einige Schicksalsschläge durchmachen müssen, doch ihr Handeln ist oft nicht nachvollziehbar und auch ihr Auftreten wirkt oftmals geradezu arrogant und unhöflich. Sie steht ihren Mitmenschen sehr misstrauisch gegenüber, was wohl auch ihrer Angst in Bezug auf ihr besonderes Talent zuzuschreiben ist, worüber aber leider viel zu wenig zu erfahren war. Neal ist der normale Student, der sich etwas von seiner Familie entfernt hat. Er ist zurückhalten und wirkt manchmal wie ein Chaot, doch insgesamt bliebt er eher etwas nebulös. Richard ist ein pensionierter Lehrer und Neals Vater. Er ist ein netter Mann, der etwas verschroben und verwirrt, dabei von allem aber am menschlichsten wirkt.
„Die Worte, die das Leben schreibt“ ist ein Roman zum einen über eine Familiengeschichte, aber auch über das Suchen: nach der Wahrheit, nach etwas Besonderem, nach sich selbst und nach dem Sinn des Lebens. Aufgrund der vielen offen gebliebenen Fragen, dem unbefriedigenden Ende und die doch sehr sprunghaft erzählte Handlung gibt es hier nur eine eingeschränkte Leseempfehlung. Da wäre mehr drin gewesen!

Veröffentlicht am 23.05.2018

Außergewöhnlich gut!

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Magdalena ist eine junge Frau aus Litauen, lebt aber im britischen Swindon. Niemand weiß von ihrer Gabe, die Ereignisse aus dem Leben der Menschen, denen sie begegnet, auf deren Haut lesen zu können. Neil, ...

Magdalena ist eine junge Frau aus Litauen, lebt aber im britischen Swindon. Niemand weiß von ihrer Gabe, die Ereignisse aus dem Leben der Menschen, denen sie begegnet, auf deren Haut lesen zu können. Neil, ein junger Amerikaner, studiert Geschichte in London und trifft eines Tages in Swindon auf Magdalena. Und Richard, Neils Vater, macht sich in Paris auf die Suche nach seiner Vergangenheit. Keiner der Drei ahnt, dass ihre Schicksale untrennbar miteinander verbunden sind. Nur Magdalena fragt sich, warum ihr Name ausgerechnet auf Neils Wange steht.

Ein großer Dank geht als erstes an den Wunderraum Verlag für die Bereitstellung dieses wundervollen Romans für eine wirklich tolle Leserunde auf Lovelybooks.

Auffällig an diesem Buch ist der eher anspruchsvolle, aber literarisch hochwertige Schreibstil der Autorin, welcher vor allem durch eine Menge Poesie glänzt. Dies mag vielleicht nichts für jeden Leser sein, hat mir aber recht gut gefallen. Ebenfalls die eher langen Kapitel, abwechselnd aus der Sicht von Magdalena, Neil und Richard geschrieben, wobei die des letzteren als einzige aus der Ich-Perspektive erzählt werden, sind eher gewöhnungsbedürftig. Damit hatte ich persönlich aber keinerlei Probleme.

Auch die Geschichte ist meiner Meinung nach etwas Anderes. Hier sollte man sich aber nicht auf den Rückentext des Buches verlassen, da dieser etwas anderes verspricht, als die tatsächliche Handlung hält. Es geht hier nämlich weniger um eine Liebesgeschichte, wie dieser vermuten lässt, sondern eher um die Abenteuer dreier vollkommen verschiedener Menschen, die auf unterschiedliche Weise versuchen, ihren Weg im Leben zu finden. Dabei ist die Handlung die meiste Zeit eher ruhig und unaufgeregt, verfügt jedoch über eine wahnsinnig intensive erzählerische Stärke. Auf mich übte sie jedenfalls einen bestimmten Sog aus, weshalb ich einfach immer weiter lesen musste und trotz des nicht leichten Schreibstils und der ganz oft eingebautenen Rückblicke in die Vergangenheit der Protagonisten, förmlich durch die Seiten flog. Allerdings muss ich sagen, dass mir nicht Magdalenas Handlungsstrang am besten gefallen hat, sondern der von Richard. Dieser war von Anfang an am interessantesten und hatte einen gewissen spannenden und mysteriösen Unterton. Am wenigsten hingegen kam ich mit Neils Geschichte klar, was einzig und allein an den vielen historischen Ausführungen und den damit verwendeten Fach- und Fremdworten, zu tun hatte. Das Ende der gesamten Handlung hat mich dann noch einmal richtig überrascht, denn es gibt noch einige unerwartete Wendungen. Und obwohl die Geschichte kein einfach gestricktes Ende hat, welches alle Fragen komplett auflöst, hat mich dieses dann doch zufrieden zurück gelassen. Es wäre hier nämlich anzumerken, dass sich einige Fragen schon viel früher klären, man muss die Geschichte nur von Anfang an aufmerksam verfolgen.

Was die einzelnen Charaktere in diesem Roman angeht, so kann ich nur sagen, dass sich auch an diese wahrscheinlich einige Leser erst gewöhnen werden müssen. Magdalena ist kein einfacher Charakter, der jedoch schon einiges in seinem Leben durchgemacht hat. Sie ist nicht unbedingt ein Sympathieträger und doch fand ich sie sehr interessant, wenn ich ihr Handeln auch nicht immer komplett nachvollziehen konnte. Neil bliebt mir im Großen und Ganzen ein bisschen blass, stelle sich aber dennoch als ein recht schüchterner und sympathischer Zeitgenosse dar. Richard hingegen mochte ich sehr. Zwar kam er mir etwas verschroben vor, doch irgendwie konnte mich seine Art ansprechen. Am interessantesten fand ich allerdings eine Nebenfigur, nämlich Inga Beart, Richards bereits verstorbene Mutter, die ein zwar kurzes auf aufregendes Leben hatte, über welches man mit der Zeit mehr und mehr erfährt.

Für mich war dieser Roman auf jeden Fall mal etwas Besonderes und obwohl er hier und da ein paar Macken aufzuweisen hat, mochte ich die liebevoll erzählte Geschichte rund um Magdalena, Neil und Richard sehr.

Veröffentlicht am 23.05.2018

Drei Protagonisten auf der Suche und die Entdeckung ihrer gemeinsamen Verbindung - leider etwas diffus und wenig aufschlussreich

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Magdalena hat ihre Heimat Litauen verlassen, um vor ihrer Gabe zu fliehen: Sie kann auf der Haut der Menschen Botschaften lesen, die ihr etwas über deren Schicksal verraten. Für Magdalena ist die Gabe ...

Magdalena hat ihre Heimat Litauen verlassen, um vor ihrer Gabe zu fliehen: Sie kann auf der Haut der Menschen Botschaften lesen, die ihr etwas über deren Schicksal verraten. Für Magdalena ist die Gabe ein Fluch. Sie möchte nicht in die Zukunft von Fremden blicken und zieht nach London, in der Hoffnung, dass sie in der fremden Sprache die Schrift nicht lesen kann.

Sie trifft den Studenten Neil, in dessen Gesicht ihr Name geschrieben steht. Neil ist im Mai/ Juni immer noch damit beschäftigt, ein Weihnachtsgeschenk für seinen Vater zu übergeben.
Sein Vater ist Richard, ein zwangspensionierter Lehrer, der, nachdem erneut eine Biographie über seine bereits 1954 verstorbene Mutter erschienen ist, auf der Suche nach der Wahrheit um seine Mutter ist. Er kann nicht daran glauben, dass seine Mutter ihn verlassen hat, ohne ihn als Kind noch einmal zu treffen. Er erinnert sich noch an ihre roten Schuhe und macht sich auf die Suche nach ihnen und der Lebensgeschichte seiner unglücklich verstorbenen Mutter.

Zu Beginn werden die Geschichten von Magdalena, Neil und Richard parallel erzählt, bis sie sich begegnen bzw. die selben Orte aufsuchen. Man begleitet sie auf ihrer Reise nach London, Paris, Vilnius und auf dem Jakobsweg bis nach Spanien.

Der Roman ist nicht einfach zu lesen, da die Autorin mit zahlreichen Metaphern arbeitet und nicht nur zwischen den Perspektiven der Protagonisten, sondern auch in den Zeiten springt. Ich habe lange gebraucht, um mich daran zu gewöhnen und konnte den Roman erst im letzten Drittel wirklich unangestrengt lesen, als sich die Handlungsstränge zusammengezogen hatten und die Charaktere nahbarer wurden. Bis dahin verwirrten mich die Gedankengänge und die diffusen Handlungen der Protagonisten mehr und phasenweise war ich auch vom ausschweifenden Erzählstil der Autorin gelangweilt. Auch wenn sich viele Fragen im Verlauf des Romans klärten, blieb mir insbesondere die Verbindung zwischen Magdalena und Neil sowie ihre mystische Begabung rätselhaft. Einen befriedigenden Abschluss gab es für mich nur in Bezug auf Richards Suche, auch wenn hinsichtlich seiner Mutter Raum für Spekulationen blieb.

Veröffentlicht am 16.05.2018

Voller Poesie

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Die junge Magdalena hat es gewagt, gemeinsam mit ihrer besten Freundin Lina, nach London zu ziehen. Ursprünglich stammt sie aus dem kleinen Dorf Vilnius in Litauen, aber sie wollte mehr in ihrem Leben ...

Die junge Magdalena hat es gewagt, gemeinsam mit ihrer besten Freundin Lina, nach London zu ziehen. Ursprünglich stammt sie aus dem kleinen Dorf Vilnius in Litauen, aber sie wollte mehr in ihrem Leben sehen. Aber Magdalena hat auch eine ungewöhnliche Gabe, von der sie niemanden etwas verrät: sie kann Ereignisse und Schicksale einer Person betreffend, auf deren Haut lesen. Die Worte erscheinen ihr, als wären sie dorthin tätowiert und oft weiß Magdalena gar nicht, warum sie diese sehen kann. Eines Tages trifft sie den Studenten Neil, der ihr im Auftrag seines Vaters ein Päckchen für Magalenas Mutter überreicht. Als Magdalena ihren Namen in Neils Gesicht lesen kann, ist sie mehr als verblüfft. Was hat sie mit dem jungen Mann gemeinsam? Gibt es eine besondere Verbindung? Wenn ja, welche?
Meine Meinung
Auch dieses Buch aus dem Wunderraum Verlag ist ein absolutes, optisches Highlight, das mir gleich richtig gut gefällt und bei dem an jedes Detail gedacht wurde, denn hier sind selbst die Lesebändchen bedruckt. Auch der Inhalt hatte wieder diesen ganz besonderen Ton, den diese Bücher alle gemeinsam haben. Wobei ich zugeben muss, dass ich hier einen Moment Zeit benötigte, um mich an den Stil der Autorin zu gewöhnen. Denn Adelia Saunders schreibt sehr melodiös, beinahe poetisch und dabei schweift sie durchaus immer wieder ab und wird sehr detailliert. Zur Geschichte passt dies allerdings sehr gut, wer jedoch Bücher mit viel Tempo und Action mag, wird hier eher wenig Freude haben. Stattdessen geht es hier um Schicksal, um etwas Mystisches und letzten Endes geht es auch um die Suche nach dem eigenen Ich.
Während die Charaktere der Geschichte auf den ersten Blick nur wenig gemeinsam haben, verknüpft die Autorin die Leben der Personen geschickt miteinander. Beinahe schicksalhaft begegnen sie sich immer wieder, ohne dass sie voneinander wissen, dass sie etwas verbindet.
Dabei beschreibt die Autorin mit sehr viel Intensität sowohl von der Gefühlswelt der Charaktere als auch von dem, wie es um sie herum aussieht. Als Leser bekommt man hier auf jeden Fall sehr tiefe Einblicke. Erzählt wird die Geschichte durch den Erzähler in der dritten Person, der beinahe schon eine auktoriale Funktion übernimmt, denn durch die Perspektivenwechsel wissen wir häufiger mehr als die Charaktere der Geschichte. Diese Charaktere sind ebenfalls sehr intensiv, denn ich konnte sie mir lebendig vorstellen. Da wäre Richard, der ehemalige Lehrer, der es eigentlich immer gut meinte, der mir oft in seinen Handlungen recht naiv vorkam. Gutgläubig bietet er Hilfen an, die ihm zum Verhängnis werden. Er ist auf der Suche nach den Spuren seiner Mutter, die einst eine gefeierte Schriftstellerin war, ihn aber gleich nach der Geburt allein zurückließ. Er ist davon aber überzeugt, dass er ihr doch nicht egal war, denn er hat eine Erinnerung an eine Begegnung mit dieser Frau.
Aber nicht nur Richard ist auf der Suche, sondern auch sein Sohn Neal. Der Student, der in London lebt, hat sich ein wenig von seiner Familie abgewandt, aber auch bei ihm sp+rt man diese Art Unruhe, dieses Finden wollen des Besonderen. Seine Begegnung mit Magdalena ist es, die ihn zunächst innehalten lässt und ab diesem Augenblick ändert sich auch für ihn einiges. Dann wäre da noch Magdalena, die die Gabe der Worte auf der Haut des Gegenübers hat. Sie möchte diese Gabe eigentlich gar nicht und lässt sogar lieber ihre Brille ab, nur damit sie nicht so genau das Geschriebene entziffern kann. Erst ein Schicksalsschlag bringt Magdalena dazu, zu überlegen, was ihre Gabe eigentlich zu bedeuten hat.
Mein Fazit
Wer gefühlsintensive Geschichten mit einer ganz besonderen und melodischen Sprache mag, wird hier voll und ganz auf seine Kosten kommen. Ich musste mich hier durchaus ein wenig an den Stil gewöhnen, denn er ist sehr poetisch und ausschweifend. Trotzdem wohnt diesem Buch spürbar etwas besonderes inne, alleine diese Verknüpfung der Charaktere miteinander ist etwas ganz anderes. Wer tiefgründige Romane mag, der sollte hier auf jeden Fall einmal hineinschnuppern.