Cover-Bild Killing November
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Dressler
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 09.01.2021
  • ISBN: 9783791501529
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Adriana Mather

Killing November

Susanne Klein (Übersetzer), Nadine Püschel (Übersetzer)

Achtung, Sogwirkung! Hochspannung bis zur letzten Seite.
November hat keine Ahnung, warum ihr Vater sie ohne Vorwarnung auf die geheimnisvolle Academy Absconditi schickt, ein Internat, regiert vom Geheimbund Strategia. Hier gilt die Regel: Informationen über die eigene Familie dürfen unter keinen Umständen preisgegeben werden. Keine Nachnamen, keine Anschrift und keine Details über Familienmitglieder. Als ein Mitschüler ermordet wird, fällt der Verdacht auf November. Bevor sie für schuldig erklärt oder sogar selbst zum Mordopfer wird, muss sie herausfinden, welche Rolle sie selbst in den bizarren Strategiespielen des Ordens spielt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2021

Hätte Potential gehabt, war aber bloß unlogisch, undurchdacht und leider zum Teil auch etwas zu vorhersehbar.

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November, die von sich selber behauptet, eine eher normale Kindheit und Jugend gehabt zu haben wird ganz plötzlich von ihrem Vater auch ein sehr seltsames Internat geschickt – und da fangen für mich die ...

November, die von sich selber behauptet, eine eher normale Kindheit und Jugend gehabt zu haben wird ganz plötzlich von ihrem Vater auch ein sehr seltsames Internat geschickt – und da fangen für mich die Probleme mit dieser Geschichte schon an: So seltsam die Vorgänge in dem Internat auch sind, November hinterfragt wenig, nimmt alles so hin und versucht auch gar nicht, z.B. mit ihrem Vater Kontakt aufzunehmen, mit dem sie eigentlich ein gutes Verhältnis hat. Auch als Leser erfährt man bei einigen Gegebenheiten den Sinn nicht, sodass es ein bisschen willkürlich wirkt. Zum Beispiel gibt es in dem Internat scheinbar keinen Strom (ohne dass ein Grund genannt wird), was aber für keinen der Schüler ein Problem zu sein scheint, obwohl es in der Gegenwart (Handy- und Fernsehzeitalter!) spielen soll. Man wird als Leser lange im Unklaren darüber gelassen, wie Dinge in dem Internat laufen und wie alles zusammenhängt, sodass man zusammen mit November versucht, sich in der neuen Situation zurechtzufinden. Das ist zu Beginn noch ganz spannend, zieht sich dann aber sehr lange hin, sodass die eigentlichen Ereignisse der Handlung irgendwie nebenher passieren. Das wird zum Ende hin wieder etwas besser, aber da war es für meinen Geschmack schon zu spät.
Dafür, dass November von den Abläufen an der Schule so gar keine Ahnung hat, kommt sie erstaunlich gut zurecht, kommt von Anfang auch an die richtigen Mitschüler, die ihr helfen. Unlogisch ist auch, wie sie die anderen, die schon jahrelang genau darauf trainiert werden, in beinahe allem (nicht nur in einem! Unterrichtsfach) so einfach überflügeln kann. Da kommen mir die Talente der anderen ein bisschen zu kurz..
Novembers Charakter fand ich zu Beginn noch ganz nett, als sie noch als „normal“ dargestellt wurde, bald aber hat sich herausgestellt, dass diese Einschätzung vom Anfang nicht so ganz zu ihrem Auftreten passt. Ihre offene Art wurde besonders betont, was aber ab der Mitte des Buches nur darin geendet hat, dass sie zu den unpassendsten Momenten ihren Mund nicht halten konnte, obwohl sie es zu der Zeit schon längst besser hätte wissen müssen, sodass ich nur noch genervt war von ihr. Die Nebencharaktere blieben alle eher blass, einige waren so klischeehaft, dass man sich ihrer Rolle schon vom ersten Auftreten ab bewusst war, andere nur so kurz beschrieben, dass sie für mich völlig austauschbar waren, die einzige Ausnahme dabei stellt vielleicht Alyssa dar, der zumindest mehr als ein Attribut zugeordnet werden kann – die anderen haben ganz feste Rollen: beste Freundin, Feind, Liebschaft ect, da bleibt wenig Spielraum für Widersprüchlichkeiten. Die Kommunikation zwischen den einzelnen Charakteren ist zum Teil auch eher gezwungen, gerade die Flirterei ist gar nicht bei mir angekommen, was einerseits absolut verständlich ist, weil die Autorin ihr nicht zu viel Raum in der Handlung einräumen konnte, andererseits war sie auch so unnötig, dass man sich diesen Teil der Handlung auch einfach hätte sparen können.
Gut geschildert ist die Atmosphäre in dem Internat, man kann sich beim Lesen das Gemäuer super vorstellen, da aber viel zu wenig Gedanken in den gedanklichen Überbau und die Hintergründe gesteckt wurden, bleibt so vieles vom Setting unrund, dass das auch nicht mehr viel ändert. Wenn man dann noch bedenkt, dass es sich um ein Jugendbuch handelt und die moralischen Werte, die in dieser „Gesellschaft“ beschrieben werden (die als eine Elite dargestellt wird!), mehr als fragwürdig sind, bleibt nicht mehr viel übrig, das diesem Buch Pluspunkte einbringen könnte.

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Veröffentlicht am 22.02.2021

Wem kannst du vertrauen?

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Dieses Buch..diese Story ist einfach nur der Wahnsinn.

November, siebzehn, gutgläubig, wissbegierig, mutig, ab und an naiv und einfach nur ein wunderbares Mädchen, wird von ihrem Vater auf die Academy ...

Dieses Buch..diese Story ist einfach nur der Wahnsinn.

November, siebzehn, gutgläubig, wissbegierig, mutig, ab und an naiv und einfach nur ein wunderbares Mädchen, wird von ihrem Vater auf die Academy Absconditi geschickt. Aber diese Schule ist nicht wie die üblichen Schulen, die man kennt. Diese Schule liegt verborgen irgendwo im Nirgendwo. Auch die Unterrichtsfächer wie „Strategisches Vorgehen/Denken“ „Schwertkampf“ und „Giftkunde“ sind nicht gerade übliche Unterrichtsfächer, um einen auf das Arbeitsleben vorzubereiten. Warum also hat ihr Vater sie wirklich hier hin geschickt? Auch stellt sich die Frage, wer ihren Mitschüler umgebracht hat und versucht den Verdacht auf November zu lenken?

Alleine die Tatsache wie wenig November über ihr eigenes Leben weiß und wie viel andere über sie wissen fand ich total spannend und sehr gut gemacht. Nach und nach erfährt sie mehr über sich und auch wir wissen immer mehr über November, den Orden, die Schule und ihre Eltern. Es gibt immer wieder kurze Rückblenden zu verschiedenen Situationen, in denen ihr Vater oder ihre Tante Jo ihr Dinge beibringen, die zu der vorherigen stattgefundenen Szene passen, dass man immer mehr wissen wollte und auch mehr erfahren hat. Aber es gibt auch noch Fragen, die unbeantwortet sind und sicher in einem zweiten Teil geklärt werden.

Für mich war es ein echtes tolles Buch und ich hätte an der Schule keine 5 Minuten lang überlebt 😀

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Veröffentlicht am 08.02.2021

Spannend, Fesselnd, mit Suchtpotenzial

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Infos zum Buch

Autor: Adriana Mather
Verlag: Dressler Verlag
Seitenanzahl: 432
Preis: 22,00 € [Hardcover] 13,99 € [eBook]
ISBN: 978-3-7915-0152-9
Erschienen am 9.1.2021

Erster Satz

Mein Name ist November ...

Infos zum Buch

Autor: Adriana Mather
Verlag: Dressler Verlag
Seitenanzahl: 432
Preis: 22,00 € [Hardcover] 13,99 € [eBook]
ISBN: 978-3-7915-0152-9
Erschienen am 9.1.2021

Erster Satz

Mein Name ist November Adley und ich wurde im August geboren.
Darum geht es

November wird von ihrem Vater kurzerhand auf ein geheimnisvolles Internat geschickt. Sie weiß nicht, wieso und auch nicht, wo dieses Internat liegt. Urplötzlich findet sie sich zwischen eiskalten, intelligenten und talentierten Killern wieder. Denn die Schüler dort werden von Beginn an in Kampfkunst, Manipulation, strategischem Denken und im brauen von Giften unterrichtet. Sie sind die nächste Generation von Führungskräften einer Geheimgesellschaft, die seit jeher die Geschichte der Menschheit beeinflusst. Nur wenige Tage nach Novembers Ankunft wird einer der Schüler ermordet und alle glaube, es war November. Doch sie ist davon überzeugt, in eine Falle gelockt worden zu sein und setzt alles daran, den wahren Täter zu fassen, bevor sie für das Verbrechen bestraft wird. Denn an der Schule heißt es: Auge um Auge.
Wie es mir gefallen hat

Das Buch wurde mir vom Verlag in einer Leserunde auf Lovelybooks zur Verfügung gestellt. Gemeinsam mit 19 weiteren Lesern durfte ich das Buch lesen. Trotz meiner anfänglichen Zweifel hat mir das Buch schlussendlich sehr gut gefallen.

Über die Cover Gestaltung

Das Cover gefällt mir ganz gut. Ich bin nicht zu 100 % davon überzeugt, da ich es generell nicht mag, wenn Gesichter abgebildet sind. Mich stört das meistens, da man so direkt ein Bild des Protagonisten vermittelt bekommt. Dennoch ist die Idee sehr gut und auch super umgesetzt. Es weckt die Aufmerksamkeit und macht neugierig, grade durch das angerissene Bild, dem halb verdeckten Wappen und der auffälligen roten Schrift. Es spiegelt die Stimmung des Buchs sehr gut rüber!

Dennoch fehlt mir etwas. Das englische Cover bringt den Inhalt und die Stimmung des Buchs viel besser rüber. Das deutsche Cover wirkt im Vergleich doch sehr harmlos.

⭐️ ⭐️ ⭐️ ⭐️

» Unser Stundenplan sieht keine gewöhnlichen Fächer zur Studienvorbereitung vor. Wir bieten sehr viel mehr. Die Akademie baut auf den Fertigkeiten und individuellen Stärken der einzlenen Schülerinnen und Schüler auf. […] «
– Seite 13

Über den Schreibstil

Die Autorin konnte mich schnell von ihrem Schreibstil überzeugen. Sie beschrieb die Handlung so lebendig, dass ich das Gefühl hatte, live dabei zu sein, was durch die Erzählperspektive – die personale Ich-Perspektive – noch verstärkt wird.

Das personale Ich steigert zu dem die Spannung enorm. Der Leser bekommt nur Stück für Stück, die Infos eben genau wie die Protagonistin. Dadurch ist man die ganze Zeit im Ungewissen und schon fast gezwungen weiterzulesen. So erging es mir zumindest.

Das personale Ich erlebt die Geschichte selbst und kann somit nur wissen, was es im Moment erlebt oder erinnert.

Das hat mir wirklich gut gefallen und ist mir so in dieser Art noch nie bei einem Buch bewusst aufgefallen.

⭐️ ⭐️ ⭐️ ⭐️ ⭐

Über die Charaktere

Die Protagonisten und Nebenfiguren der Geschichte haben mir sehr gut gefallen. Auch wenn ich anfangs Schwierigkeiten hatte, mich mit November anzufreunden.

November war mir zu Beginn etwas unsympathisch. Sie war, wie im Buch oftmals betont wurde, sehr leichtgläubig und naiv. Sie vertraute eigentlich jedem, was ja an sich nichts Schlimmes ist. Doch an der Schule bringt es sie ständig in Schwierigkeiten. Zudem fand ich es unglaubwürdig, dass sie gar nicht hysterisch und panisch wurde, als sie realisierte, dass sie betäubt wurde, um auf die Schule gebracht zu werden. Das hatte sie gar nicht weiter hinterfragt. Das kam mir schon seltsam vor. Dass sie in einer Szene auch so extrem angeberisch sein musste, fand ich auch schrecklich unsympathisch. Doch im großen Ganzen ist sie eigentlich ein nettes Mädchen und eine coole Protagonistin. Besonders ihre Entwicklung von diesem naiven Mädchen hin zu einer echten Stratega hat mir sehr gut gefallen.

Ashai war mir von Anfang an sympathisch und ist mir sofort ans Herz gewachsen. Ich glaub, ich hab mich echt vom ersten Moment an in ihn verliebt, allein weil mir der Name so gut gefällt. Er ist der Bruder von Novembers Mitbewohnerin. Dennoch traute ich ihm nicht. Er wirkt von Beginn an mysteriös, geheimnisvoll und eben wie jemand, der nur ärger macht. Was er, wie sich herausstellte, auch war.

Mit Layla wurde ich nicht schnell warm. Sie war sehr kalt und abweisend. Doch hinter dieser Fassade versteckt sich ein wirklich tolles Mädchen und eine gute Freundin für November. Sie passt vom ersten Tag an auf sie auf und hilft ihr, wo sie kann, auch wenn sie dabei nicht immer nett war.

Auch die anderen Nebenfiguren fand ich klasse. Sie passten einfach alle hervorragend in diese Geschichte.

⭐️ ⭐️ ⭐️ ⭐️ ⭐️

» Wir müssen es mit den bestausgebildeten Verstellungs- und Taktikexperten der Welt aufnehmen. Ich rate dir also dringend, dich in das Spiel einzuklinken.
Alle anderen sind längst auf dem Spielfeld und du hockst immer noch auf der Tribüne und futterst Popcorn.[..] «
– Seite 147

Über die Handlung/den Aufbau

Wie bereits erwähnt, hatte ich anfänglich Schwierigkeiten ins Buch hineinzufinden und hatte Zweifel an der Geschichte.

Mir kam es zu Beginn spanisch vor, dass November so naiv ist. Zudem hatte ich keinen blassen Schimmer, was da eigentlich vor sich ging. Der Leser wird genau so in die Story geschmissen wie November in diese Akademie. Ich hab mich darüber etwas aufgeregt und musste mich erst einmal zurechtfinden. Ich musste mich wirklich überwinden, ins Buch zu finden.

Im Nachhinein kann ich dafür aber keinen Stern abziehen, weil es eigentlich unheimlich genial aufgebaut ist. Der Leser steht somit genauso planlos da wie die Protagonistin. Wenn man wissen möchte, was los ist, muss man wohl oder übel lesen und der geniale Schreibstil ließ mir auch nichts anderes übrig.

Ich kam gar nicht mehr von dem Buch los, als ich mich endlich daran gewöhnt hatte. Ich fieberte richtig mit November mit und grübelte über die Zusammenhänge. Es hat einfach Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Wenn ich jetzt daran zurückdenke, habe ich tausend Bilder im Kopf, als hätte ich eine Serie gesehen, anstatt lediglich das Buch zu lesen.

Die Autorin hat da wirklich fantastische Arbeit geleistet und mich zu 100 % überzeugen können. Allein die Welt, diese Geheimgesellschaft, die sie da erschaffen hat, hat mich so fasziniert.

⭐️ ⭐️ ⭐️ ⭐️ ⭐️


„Killing November“ ist so ein Buch, das man noch Tage nachdem man es beendet hat, ganz klar im Kopf hat. Es hat mir wirklich ausgezeichnet gefallen. Ich kann mir so gut vorstellen, dass daraus eine geniale Serie entstehen könnte.

Fazit

Trotz anfänglicher Zweifel ein gelungener, durch und durch spannender und fesselnder Roman. Der Auftakt zu einer vielversprechenden Reihe!

⭐️ ⭐️ ⭐️ ⭐️ ⭐️

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Veröffentlicht am 08.02.2021

Ein Internat. Tausende Geheimnisse.

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Ohne jegliche Vorwarnung und Informationen wird November auf eine geheimnisvolle Academy namens Absconditi geschickt. November kann einfach nicht verstehen, weswegen ihr Vater sie auf dieses Internat, ...

Ohne jegliche Vorwarnung und Informationen wird November auf eine geheimnisvolle Academy namens Absconditi geschickt. November kann einfach nicht verstehen, weswegen ihr Vater sie auf dieses Internat, welches von einem Geheimbund regiert wird, geschickt hat. Schnell merkt sie, dass die Academy Absconditi und die Menschen darin recht geheimnisvoll sind. Die oberste Regel im Internat: Keine Identitätsoffenbarung, keine Namen und keine Details über Mitglieder der eigenen Familie. Und dann passiert es. Ein Mitschüler von November wird ermordet und die Protagonistin wird des Mordes beschuldigt. Schnell muss sie herausfinden, wer ihr den Mord anhängen möchte und welche Rolle sie in diesem komplexen Geflecht aus Intrigen und Geheimnissen spielt.
Die Autorin konzipiert mit diesem Jugendthriller einen sehr interessanten und vielschichtigen Roman, der eine gute Spannung aufweist. Besonders durch das Setting eines geheimnisvollen Internats, verschiedener Familien und ungewöhnlichen Schulfächern konnte mich die Autorin gut über die 400 Seiten unterhalten. Teilweise empfand ich, dass das Buch „Harry Potter“ und „Die Tribute von Panem“-Vibes aufwies. Dies fand ich total interessant und man konnte sich hervorragend in das Setting hineinversetzen.
Als Leser merkt man schnell, das viele Mitschüler von November etwas zu verbergen haben. Dadurch wusste ich als Leser nicht, wem ich vertrauen kann. Dazu kommt noch der Geheimbund, welchen man hinsichtlich seiner Ziele und Ansichtsweisen nicht komplett durchblicken konnte. Aus diesem Grund hat man nicht vorausahnen können, was im nächsten Kapitel passieren würde. Dadurch entstand eine gute Spannung, da man hinsichtlich der Auflösung gut hin fiebern konnte. Leider muss ich sagen, dass ab der Mitte des Buches mir doch der grobe Verlauf der Handlung zu vorhersehbar war.
November als Protagonistin zeigte sich in ihren Handlungszügen recht naiv; aber auf der anderen Seite auch mutig. Mit viel Kraft versucht sie das System des Internats durchzublicken. Besteht da Hoffnung? Besonders für Jugendliche empfiehlt sich das Buch, da sich Jugendliche mit diversen Charakteren identifizieren können. Persönlich fände ich es besser, wenn die Autorin sich noch tiefgründiger mit einzelnen Charakteren auseinandersetzen würde, damit man ein ausführlicheres Bild über die einzelnen Charaktere erhält. Hier wirkten sie nämlich recht oberflächlich gestaltet. Die Tiefgründigkeit der Figuren erhoffe ich mir aber vom zweiten Band, da ja das Ende des ersten Bandes sowieso nach einer Fortsetzung schreit.
Schlussendlich kann ich sagen, dass mich das Buch hinsichtlich des Settings und der ganz guten Handlung positiv überzeugt hat. Wie erwähnt, erhoffe ich mir im zweiten Band eine gewisse Tiefe und eine viel intensiver verstrickte Handlung. Ich freue mich auf Band 2!

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Veröffentlicht am 02.02.2021

Wenn Spannung durch Ahnungslosigkeit gemindert wird

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Messerwerfen, Giftkunde, Schwertkampf und Psychologische Kriegsführung – das sind nur manche der Fächer auf Novembers Stundenplan, nachdem ihr Vater sie ohne große Erklärungen auf ein Internat geschickt ...

Messerwerfen, Giftkunde, Schwertkampf und Psychologische Kriegsführung – das sind nur manche der Fächer auf Novembers Stundenplan, nachdem ihr Vater sie ohne große Erklärungen auf ein Internat geschickt hat, das einzig und allein aus Geheimnissen zu bestehen scheint. Scheinbar völlig unvorbereitet gerät November an ihrer neuen Schule in eine Geschichte voller Mysterien, Geheimbünde und Familienfehden. Als dann noch ein kaltblütiger Mord die Mauern des Internats erschüttern, spitzt sich die Situation zu: Denn November ist die Hauptverdächtige.

Ich habe gemischte Gefühle, was den Jugendthriller „Killing November“ angeht. Die grundlegenden Ideen haben mich fasziniert. Es galt so viele Geheimnisse aufzudecken, dass ich die Fragezeichen in meinem Kopf zwischenzeitlich kaum mehr zählen konnte. Ich wusste nicht, wo das Buch mit mir hinwollte, was ich von der Geschichte zu erwarten hatte und wie der Plot aussehen sollte. Das hat mir wirklich gefallen – zumindest anfangs. Doch als immer mehr Seiten vergingen, ohne dass auch nur ein Teil der Fragen geklärt wurde, siegte Ahnungslosigkeit über Spannung. Ich hätte gerne mitgerätselt und -gefiebert, doch diese Möglichkeit gab es eine ganze Weile kaum, weil selbst dafür der Input fehlte. Als die Geschichte dann richtig ins Rollen kam, endlich die ersten Hüllen fielen und Wahrheiten ans Licht kamen, hat mir das Lesen zum Glück wieder mehr Spaß gemacht, aber ein bitterer Beigeschmack blieb. Unter anderem wohl auch, weil die Charaktere dadurch für mich nicht greifbar wurden und die Emotionen verlorengingen. Ich muss zugeben, manche Gedankengänge oder Handlungen auch noch nicht ganz zu verstehen – aber „Killing November“ war ja auch nur der Auftakt einer Reihe. Ich könnte mir vorstellen, dass viele Sachen, die mir noch unschlüssig erscheinen, im zweiten Band mehr Platz bekommen und erklärt werden.

Abschließend kann ich sagen, dass „Killing November“ mich trotz kleiner Mängel gut unterhalten hat und in einer Kulisse spielt, die mein Herz hat aufgehen lassen.