Cover-Bild Killing November
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  • Handlung
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Dressler
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 09.01.2021
  • ISBN: 9783791501529
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Adriana Mather

Killing November

Susanne Klein (Übersetzer), Nadine Püschel (Übersetzer)

Achtung, Sogwirkung! Hochspannung bis zur letzten Seite.
November hat keine Ahnung, warum ihr Vater sie ohne Vorwarnung auf die geheimnisvolle Academy Absconditi schickt, ein Internat, regiert vom Geheimbund Strategia. Hier gilt die Regel: Informationen über die eigene Familie dürfen unter keinen Umständen preisgegeben werden. Keine Nachnamen, keine Anschrift und keine Details über Familienmitglieder. Als ein Mitschüler ermordet wird, fällt der Verdacht auf November. Bevor sie für schuldig erklärt oder sogar selbst zum Mordopfer wird, muss sie herausfinden, welche Rolle sie selbst in den bizarren Strategiespielen des Ordens spielt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.01.2021

Spannende Story mit wenig Tiefe

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Meine Meinung

Das Cover ist sehr cool, weil es nicht nur optisch einen Riss hat, sondern auch die Struktur sich anders anfühlt. Ich finde es passt wirklich gut zur Geschichte.

Der Schreibstil der Autorin ...

Meine Meinung

Das Cover ist sehr cool, weil es nicht nur optisch einen Riss hat, sondern auch die Struktur sich anders anfühlt. Ich finde es passt wirklich gut zur Geschichte.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr mitreißend. So weiß sie wie man eine Handlung fesselnd schreibt, jedoch finde ich, dass dafür aber das Setting und auch die Charaktere hintenanstehen. Ihnen fehlen die Tiefe und die Details. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin November erzählt.

November ist eine sehr interessante Protagonistin, da sie sich nicht zurücknimmt. Sie ist sehr sozial, kontaktfreudig und steht auch gerne mal im Mittelpunkt, was wirklich sehr erfrischend war. Denn sonst sind die Charaktere in der heutigen Zeit doch eher schüchtern. Außerdem gibt es auch weitere Charaktere in der Geschichte, die im Ansatz wirklich sehr interessant gestaltet sind, jedoch sehr blass wirken. Zuerst umschwebt sie noch das Geheimnisvolle bis sie ein bisschen den typischen Highschool Klischee unterliegen. Ich denke, wenn die Autorin hier nicht so oberflächlich geblieben wäre, hätte hier wirklich noch mehr Individualität geherrscht.

Killing November konnte mich vor allem durch seine mitreißende Handlung packen, sodass ich das Buch wirklich schnell durchgelesen habe. Jedoch hat das Buch so die ein oder andere Problemzone, wie ich finde. Denn das Setting mit einer alten abgeschiedenen Burg als Internat bietet sehr viel Raum die Geschichte atmosphärisch sehr gut zu unterstützen, was hier jedoch leider nicht passiert. Sowohl die Charaktere als auch das Setting sind sehr oberflächlich gehalten. Außerdem gibt es auch ein paar Logikfehler in der Geschichte, die sich mir noch nicht so erschlossen haben. Alles in allem kann man sagen, dass die Geschichte von der Story her total spannend und fesselnd ist, aber das Konstrukt drum herum für mich mehr Tiefe hätte vertragen können.

Mein Fazit

Killing November kann vor allem durch seine doch sehr spannende Handlung mitreißen, vor allem weil man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht. Intrigen, Geheimverbund und Internat sind alles Wörter, die man mit der Story verbinden kann. Jedoch hat mir so richtig die Tiefe und die Atmosphäre in der Geschichte gefehlt. Das ganze Konstrukt um die Handlung ist leider nur sehr oberflächlich finde ich.

  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.01.2021

Pageturner mit ein paar Logikfehlern in der Handlung

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Unbezahlte Werbung - Rezensionsexemplar Lovelybooks Leserunde


Inhalt:
November wird von einem auf den anderen Tag auf ein Internat geschickt - ein Internat, das von einem Geheimbund gesteuert wird und ...

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Inhalt:
November wird von einem auf den anderen Tag auf ein Internat geschickt - ein Internat, das von einem Geheimbund gesteuert wird und in dem vieles anders läuft und einige merkwürdige Regeln gelten. Niemandem sollte man persönliche Informationen anvertrauen, denn man kann sich nie sicher sein, ob es sich um Freund oder Feind handelt. Alle reden von Strategien, Familien und Fehden - nur November versteht von allem nichts. Als dann noch ein Mord geschieht und sie verdächtigt wird, hat sie die ganze Schule gegen sich und weiß eigentlich nicht, warum ihr jemand so etwas anhängen wollen könnte. Gemeinsam mit ihrer Zimmergenossin Layla gilt es nun schnellstmöglich herauszufinden, wie Nova in alles verwickelt ist und wer es auf sie abgesehen kann, bevor ein weiterer Anschlag auf sie verübt wird.

👩:
November ist mit ihrem Vater auf dem Land aufgewachsen. Ihre Mutter hat sie früh verloren, weshalb sie stark auf ihren Vater angewiesen ist. Als dieser sie dann über Nacht unerwartet auf das Internat schickt, ist sie mit der Situation überfordert und tut sich schwer, sich an ihre Mitschüler anzupassen, da sie nicht versteht, was sie dort soll und alle mit anderen Einstellungen leben - während sie ehrlich ist und ihre Gefühle offen zur Schau trägt, verstecken sich die anderen unter einem Pokerface und misstrauen einander stets oder überlegen, wie sie ihren Feinden das Leben schwer machen können. Es hat mir jedoch gut gefallen, dass sie ihren Überzeugungen treu bleibt und sich nur teilweise an die anderen anpasst - ihre Eigenschaften machen sie meiner Meinung nach aus und ich fand es gut, dass sie zwar dazulernt, sich aber nicht komplett verändert. Auch ihr Tick dazu, Namen aller Sprachen stets automatisch zu übersetzen, fand ich sehr cool, da es sie sehr glaubwürdig macht, denn jeder hat doch irgendeinen Tick oder?

Positive Anmerkung:
Das Buch besticht durch den sehr flüssigen Schreibstil, der mir das Aufhören nach einem Kapitel stark erschwert hat. Das ganze rund um Strategia wurde sehr ausführlich beschrieben, wodurch ich mich schnell eindenken konnte. Ich war echt beeindruckt, wie detailliert sich die Autorin den Schulalltag und das Internat allgemein ausgemalt hat - die Unterrichtsfächer, die Lehrer, die Umgebung, die Stragiespiele etc. Ich war oft überrascht, was Nova alles an ungewöhnlichen Talenten besitzt - hier waren die Rückblicke, in denen gezeigt wird, warum Nova die ein oder andere Fähigkeit/Information hat sehr hilfreich.

Kritik:
Leider konnte ich mich mit der Romanze zwischen Ash und November nicht anfreunden, da sie irgendwie zu gewollt erschien. Sie - die Neue - und er - der Schönling, der sonst für niemanden Gefühle zeigt - ausgerechnet die beiden gehen eine (noch dazu streng verbotene) Beziehung miteinander ein. Es gab noch weitere Gründe aus denen ich diese Liebe nicht gut fand - diese möchte ich aber nicht nennen, da sie Spoiler enthalten.
Um noch mehr Klarheit über die Verwandtschafts- und Machtverhältnisse zu bekommen, hätte ich mir an geeigneter Stelle immer mal wieder eine Art Stammbaum gewünscht, die die wichtigsten Details der Familien zusammenfasst.
Auch war mir leider bis zum Schluss nicht ganz klar, warum sie letztendlich im Internat gelandet ist - die Erklärungen hierfür wirkten teilweise unlogisch und nicht schlüssig

Fazit:
Ein sehr spannendes Buch mit einer interessanten Handlung und gut entwickelten Charakteren. Am Ende blieben für mich allerdings einige Fragen offen, bei denen sich nun die Frage stellt, ob diese in der Fortsetzung beantwortet werden und ob man noch mehr Klarheit über ganz Strategia und die Familienfehden bekommt. Da ich aber neugierig bin, wie alles weitergeht, werde ich Band 2 auf jeden Fall lesen und bin schon gespannt darauf. Abgesehen von meinen Kritikpunkten war das Buch ein wahrer Pageturner, weshalb ich 3,5/5🌟 vergebe und hoffe, dass nach der Fortsetzung alles klar und logisch ist.

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Veröffentlicht am 24.01.2021

Internatsgeschichte, die die Ansätze leider so gar nicht nutzt

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Das Cover finde ich an sich gut gelungen. Ich mag die Zweiteilung, die es so aussehen lässt, als wäre der Buchdeckel halb abgerissen und als würde die erste Seite des Buches mit der deutlichen Aufforderung ...

Das Cover finde ich an sich gut gelungen. Ich mag die Zweiteilung, die es so aussehen lässt, als wäre der Buchdeckel halb abgerissen und als würde die erste Seite des Buches mit der deutlichen Aufforderung Killing November dahinter zum Vorschein kommen. Allerdings gefällt mir nicht, dass das Cover über Novembers Gesicht mit Kratzern ‚verziert‘ ist, weil das Buch so eher mitgenommen aussieht. Auch der Buchrücken ist in meinen Augen nicht so gelungen, ich glaube ich hätte es hier besser gefunden, wenn er schlicht schwarz mit roter Schrift gewesen wäre, dennoch passt das Cover im Großen und Ganzen hervorragend zum Inhalt.

Die Story an sich klang für mich erst einmal interessant: November versteht überhaupt nicht, warum ihr Vater sie nach einem Einbruch bei ihrer Tante plötzlich auf ein seltsames Internat schickt. Die Schüler hier haben keine normalen Unterrichtsfächer, sondern werden in Schwertkampf, Giftkunde oder Lügen unterrichtet. Auch ihre Mitschüler sind ganz anders als Novembers Freunde in ihrer Heimat, dem ländlichen Pembrock. Alle scheinen etwas im Schilde zu führen, jederzeit bereit sich gegenseitig bloßzustellen oder anzugreifen. Außerdem wird ihr eingeschärft, niemals über ihre Heimat oder ihre Familie zu reden, nicht einmal mit ihrer zugeknöpften Mitbewohnerin Layla. Nach und nach erkennt Nova, dass es sich bei der Schule um eine Ausbildungsstätte für alte Familien eines geheimen Ordens handelt und dass nicht jeder, der Neuen wohlgesinnt ist. Als dann noch einer der Schüler getötet wird, spitzt sich die Lage zu und November gerät ins Kreuzfeuer, bei dem plötzlich jeder der nächste sein könnte, der stirbt…

Ich hatte mich riesig darauf gefreut, endlich mal wieder eine coole Internatsgeschichte zu lesen, wurde aber leider enttäuscht. Der Schreibstil ist allerdings wirklich gut, man fliegt nur so durch die Kapitel und kann sich meistens wirklich gut in die Story hineinziehen lassen.

Allerdings harkt es bei dieser dann leider an einigen Stellen. Zu Beginn des Buches hat man nur eine grobe Ahnung, in welche Richtung sich diese entwickeln wird und man wird auch einfach nicht aufgeklärt. Da kommt November an einem völlig fremden Ort zu sich, weil sie scheinbar im Flugzeug betäubt wurde und dann gehen alle einschließlich der Lehrer davon aus, dass sie ja weiß, wie es an der Schule läuft und wem sie was sagen bzw. nicht sagen darf. Da Nova zu Beginn ebenfalls keine Ahnung davon hat, was denn überhaupt vor sich geht, war es für mich zunächst noch vollkommen okay, nicht direkt alles zu erfahren, aber es dauerte mir deutlich zu lange bis man zumindest grundlegende Informationen bekommt und selbst diesen kann man oft nicht wirklich trauen. Das ist es nämlich worum es in einem Großteil der Gespräche zwischen den Schülern geht, dass man einander und eigentlich auch sonst niemandem trauen darf. Das hat mich zunehmenden Verlauf des Buches immer mehr genervt. Ich habe nach einigen Erklärungen durchaus verstehen können, warum die Schüler sich sträuben, November irgendwelche Informationen zu geben, schließlich müssten sie dazu selbst etwas preisgeben und in ihrer Welt kann das den Tod bedeuten, denn alle kommen aus sehr alten Familien, die einem geheimen Orden angehören, sich aber auch immer wieder gegenseitig bekriegen, wofür jedes noch so kleine Familiengeheimnis benutzt werden könnte. Bis man aber diese kleinen Infos hat, ist bestimmt schon ein Drittel des Buches rum und man irrte ebenso wie November ein bisschen planlos durch die Schule. Wenn man dann wenigstens spannende Unterrichtseinheiten hätte miterleben können, hätte mich das ein bisschen entschädigt, aber leider kamen die mir einfach zu kurz. Zwar wurde der ein oder andere Schultag grob geschildert, aber man konnte zu keinem Zeitpunkt in eine Art Alltag eintauchen, weil direkt wieder irgendwas passiert, das wichtiger ist. Das Problem war zudem, dass mir die grundlegende Story nicht spannend genug war. Da wird jemand ermordet, den man zuvor nicht einmal kurz kennengelernt hat und alles entwickelt sich auf Annahmen, die man als Leser nicht erhält, sodass das Miträtseln um den Mörder nicht so richtig gelingt. Auch die Auflösung zum Schluss war mir zu klischeehaft, zu platt und teilweise auch zu unlogisch, weil manche Handlungen und Erklärungen für mich einfach nicht nachvollziehbar waren.

Leider schaffen es auch die Charaktere nicht, das Buch wirklich zu retten. November fand ich zu Beginn des Buches noch recht unterhaltsam und mal etwas anders als typische Jugendbuch-Protagonistinnen. Sie ist einfach freundlich, aufgeschlossen und will am liebsten mit allen befreundet seien. Das fand ich zunächst wirklich noch cool, aber leider hat mich das mit der Zeit echt genervt, weil es einfach so gar nicht zu der Stimmung im Internat passt. Dauernd platzt sie mit irgendwelchen Informationen heraus, von denen ihr dauernd eingetrichtert wird, dass sie sie nicht weitererzählen soll. Ich konnte schon verstehen, wie schwer es ihr fiel, sich dort einzugewöhnen, vor allem weil ihr dabei wirklich niemand hilft, aber ich an ihrer Stelle hätte einfach anders reagiert. Es stört mich einfach, dass sie nie wirklich versucht, ihren Vater zu erreichen oder aus der Akademie zu entkommen, sondern es einfach hinnimmt, dass sie plötzlich das Lieblingsziel aller anderen Schüler zu sein scheint. Auch die anderen Charaktere wissen alles andere als zu überzeugen, sondern bleiben zumeist extrem blass und wirken wie Abziehbilder von den klassischen Figuren aus einem Jugendroman. Ich hatte weder zu Ash noch zu Layla oder Brandon ein klares Bild vor Augen, einfach weil man immer nur eine sehr klischeehafte Idee erhält und nur sehr selten tiefere Einblicke oder Gefühle deutlich werden. Einzig Aarya finde ich gelungener und spannend, einfach weil sie nicht vollkommen eindimensional, sondern ein wenig ambivalent dargestellt wird. Ich fand die meisten Figuren durchaus okay, sie aber keinerlei Gefühle in mir geweckt und das hat es mir schwer gemacht, so richtig mit der Geschichte mitzufiebern.

Alles in allem habe ich einfach viel mehr von diesem Buch erwartet, vielleicht auch weil ich unbedingt mal wieder eine richtig gute Internatsgeschichte lesen wollte. Der Schreibstil ist auch durchaus gut und lässt einen die Geschichte wirklich in einem Zug lesen, leider hat die Story an sich aber immer wieder mit Logikfehler zu kämpfen und handelt für mich viel zu wenig von dem Internatsalltag, was für mich aber einer der Hauptgründe gewesen ist, warum ich das Buch lesen wollte. Auch die Charaktere schaffen es nicht mich, zu überzeugen, sondern bleiben vielmehr blass und oberflächlich.

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Veröffentlicht am 22.01.2021

Spannend, aber mit großem Kritikpunkt

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Killing November von Adriana Mather
erschienen bei Dressler

Zum Inhalt

November hat keine Ahnung, warum ihr Vater sie ohne Vorwarnung auf die geheimnisvolle Academy Absconditi schickt, ein Internat, ...

Killing November von Adriana Mather
erschienen bei Dressler

Zum Inhalt

November hat keine Ahnung, warum ihr Vater sie ohne Vorwarnung auf die geheimnisvolle Academy Absconditi schickt, ein Internat, regiert vom Geheimbund Strategia. Hier gilt die Regel: Informationen über die eigene Familie dürfen unter keinen Umständen preisgegeben werden. Keine Nachnamen, keine Anschrift und keine Details über Familienmitglieder. Als ein Mitschüler ermordet wird, fällt der Verdacht auf November. Bevor sie für schuldig erklärt oder sogar selbst zum Mordopfer wird, muss sie herausfinden, welche Rolle sie selbst in den bizarren Strategiespielen des Ordens spielt.
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Sie erinnert mich an eine Zeit, als die Welt noch sicher war und meine Familie ebenfalls.
Seite 5

Das Cover dieses Buches fand ich auf Anhieb außergewöhnlich. Man sieht ja nur einen Teil des Gesichts von November, aber mich zog dieses Bild magisch an. Geschildert wird die Story in der personalen Erzählform, aus Sicht der Protagonistin.

November mochte ich sofort. Sie machte auf mich einen bodenständigen und vernünftigen Eindruck, was sich gerade in speziellen Situationen zeigt. November ist die 100. Schülerin an diesem ominösen Internat und leitet gerne die Namen ihrer Mitmenschen ab. Ein sehr interessantes Hobby, das ihr noch so manches Mal zugutekommt. Warum das junge Mädchen so plötzlich auf diese Schule kommt, ist dem Leser lange ein Rätsel, wird aber noch aufgeklärt.
Das Setting des Internats passt zur Geschichte und fand ich gut gewählt. Die Academia Absconditi ist nicht nur durch den fehlenden Strom und die nicht mögliche Kommunikation mit der Außenwelt äußerst merkwürdig. Es passieren so manche Dinge, wo mir schlichtweg das Verständnis fehlte. Zwischendurch hatte ich auch schon an den Abbruch dieser Lektüre gedacht, denn für mein Verständnis von einem Jugendbuch ab 14 Jahren ist gänzlich anders – vor allem, wenn es in unserer Realität spielt. Aus Spoilergründen kann ich dazu natürlich nicht mehr sagen, aber es war äußerst erschreckend und kaltblütig …

Adriana Mather hat eine spannende Geschichte kreiert, die mich leider nicht durchgängig Spaß haben ließ. Die angesprochene Kaltblütigkeit fand ich absolut unpassend in einem Jugendbuch mit dieser Altersempfehlung. Den Schreibstil der Autorin fand ich toll, ebenso ihre verschiedenen Figuren. Ich habe mich in so manchem getäuscht – positiv, wie auch negativ. Gerade zum Ende hin gibt es einige Überraschungen, die noch einmal ein ganz anderes Licht auf die komplette Geschichte warfen. Das Setting fand ich großartig und erinnerte mich ein wenig an Harry Potter. Die verschiedenen Unterrichtseinheiten werden auch relativ detailliert beleuchtet, was mir sehr gut gefiel. Band 2 werde ich mir auf jeden Fall anschauen, denn dieses Buch endet mit einem Cliffhanger, der aber nicht in die fiese Richtung geht. Schade, dass es nicht ganz bis zum Highlight gereicht hat.



Die Reihe

Killing November
Hunting November (Originalausgabe)


Zum Autor

Adriana Mather ist Autorin, Schauspielerin und Filmproduzentin. Ihr erstes Jugendbuch “How To Hang A Witch” war ein großer Bestseller in den USA. Adriana Mather lebt mit ihrer Familie in Massachusetts, USA.


WERBUNG
Nachfolgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:

ab 14 Jahren
416 Seiten
übersetzt von Susanne Klein und Nadine Püschel
ISBN 978-3-7915-0152-9
Preis: 22 Euro
erschienen bei https://www.oetinger.de
Leseprobe https://www.oetinger.de/buch/killing-november/9783791501529

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag und www.lovelybooks.de für die Bereitstellung dieses Exemplars und die tolle Leserunde bedanken!

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Veröffentlicht am 20.01.2021

Vielversprechend, aber unkoordiniert

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Für das neue Jahr habe ich mir vorgenommen, bei den Genres wieder ein wenig diverser zuzugreifen, weswegen „Killing November“ gleich in mein Beuteschema passte. Ein Jugendbuch, etwas was im vergangenen ...

Für das neue Jahr habe ich mir vorgenommen, bei den Genres wieder ein wenig diverser zuzugreifen, weswegen „Killing November“ gleich in mein Beuteschema passte. Ein Jugendbuch, etwas was im vergangenen Jahr viel zu kurz gekommen ist, dazu eine spannende Prämisse und alleine schon aufgrund des Titels sicherlich nicht Marke harmlos. Ob sich das über den Tellerrand hinausschauen für „Killing November“ gelohnt hat?

Mir ist der Einstieg in das Buch gut gelungen, denn man ist als Leser genauso ahnungslos wie Hauptfigur November, die sich plötzlich in einem Internat wiederfindet, wo gar nichts so ist, wie sie sich das gedacht hätte, denn sie ist mitten in die Erziehung der Nachkommen eines Geheimbundes gestolpert. Dadurch war es einfach, mit ihr die neue Welt zu entdecken, wobei man hier eingestehen muss, dass schon der erste Knackpunkt kommt. Es ist klar, dass man nicht alle Infos auf Anhieb bekommen würde, denn natürlich will die Autorin für den Verlauf der Geschichte noch Entwicklungen in der Hinterhand haben, aber dadurch haben sich auch einige logische Löcher ergeben. November wird wirklich ins eiskalte Wasser geschmissen und es geht nicht darum, dass sie nur ein wenig gemobbt wird und man Mitleid mit ihr bekommt, sondern im Gegenteil es ist tatsächlich eine Lebenswelt, in der es um Leben oder Tod geht. Für diese Ausgangslage nimmt November zu lange alles hin. Aber mir ist bewusst, dass es für eine Erzählerin hier ein schmaler Grat ist.

November als Protagonistin hat in der Welt definitiv ihre Vorteile, denn sie ist das Gegenteil von allen anderen. Diese sind in einer Welt groß geworden, wo es nur um die Familie, Fehden, Manipulation, Täuschung, Stärke und wenig anderes geht. November ist aber loyal, naiv, vertrauensselig, laut und die ihr antrainierten Fähigkeiten kommen nach und nach zu Tage, doch vieles ist auch eher zufällig, weil sie keine Strategin ist, sondern instinktiv handelt. Das lässt sie in diesem Buch frisch erscheinen und ich bin wirklich froh, die Geschichte aus ihren Augen erlebt zu haben, zumal nicht viele der anderen Charaktere wirklich ein Profil entwickeln dürfen. Dort ist vieles schwarz-weiß und nur wenig wie Layla und Aarya lassen Interesse entstehen, was sich dahinter verbirgt. Dennoch ist November auch manchmal anstrengend und man würde sie am liebsten anschreien, doch mal das oder das zu machen. Erst am Ende entwickelt sie dann den Biss, der ihr viel öfters gut gestanden hätte.

Schwieriger wird es schon bei der Liebesgeschichte zwischen Ash und November. Ich weiß nicht, warum das immer noch so ein Must Have in Jugendbüchern ist, zumal in so einer komplexen Welt, in der es um ganze andere Aspekte gehen sollte, gar nicht genug Zeit ist, eine wirklich überzeugende Liebesgeschichte zu entwickeln. Deswegen funktioniert diese hier für mich auch nicht. Ich habe nichts gegen Ash, aber ich hätte auch wunderbar damit leben können, wenn die beiden einfach eine enge Freundschaft geknüpft hätten. Wie gut das zwischen Layla und November passte und vor allem wie natürlich sich das entwickelt hat, konnte man ja auch mit eigenen Augen sehen. Am Ende reizt mich vor allem die dargestellte Welt. Ich finde die Idee dahinter spannend, muss aber definitiv sagen, dass aus einem so riesigen Potenzial viel mehr hätte rausgeholt werden können. Alleine der Internatsalltag sowie die faszinierenden Fächer hätten mehr verdient gehabt. Vielleicht ist es da ganz gut, dass Band 2 diese Welt wohl hinter sich lassen wird, denn so kann sich die Autorin anderswo austoben, vielleicht ja überzeugender im Worldbuilding. Die Geschichte hat ja ihr Potenzial, aber auch sie muss natürlich sinnvoll fortgeführt werden.

Fazit: „Killing November“ ist definitiv mit viel Potenzial in der Geschichte gesegnet, aber viele Vorschusslorbeeren verpuffen zwischendurch leider. Neben logischen Löchern hätte ich mir beim World Building mehr Liebe zum Detail gewünscht. Dennoch hat mich die Handlung insgesamt angefixt und ich werde bei Band 2 an Bord sein.

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