Cover-Bild Ein Lächeln sieht man auch im Dunkeln

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13,00
inkl. MwSt
  • Verlag: cbt
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 464
  • Ersterscheinung: 14.09.2020
  • ISBN: 9783570313374
Adriana Popescu

Ein Lächeln sieht man auch im Dunkeln

Drei Jugendliche, die Spuren der Vergangenheit und die Frage nach der Zukunft

Irgendwas hat dieser Neue, Samuel, an sich, das Marie von Anfang an fasziniert. Und Samuel geht es genauso. Wie Magnete bewegen sie sich aufeinander zu, stoßen einander aber auch immer mal wieder ab, wenn sie sich von der falschen Seite nähern. Und mitten in diesem Spannungsfeld bewegt sich Theo, Maries jüngerer Bruder, der seit einem schrecklichen Ereignis vor über einem Jahr immer noch mit seinen Ängsten ringt – und in der Schule mit seinem Mobber Andi. Marie, Samuel, Theo – ihr Aufeinandertreffen bedeutet für alle drei einen Neubeginn, aber auch, sich den Geschehnissen ihrer Vergangenheit zu stellen, denn Samuel trägt ein Geheimnis mit in diese neue Freundschaft ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.10.2020

eine rührende Geschichte

1

Theos Leben wird kontrolliert von seiner durch ein Trauma ausgelöste Angst. Doch unter dem Trauma leidet nicht nur Theo sondern seine ganze Familie - Vor allem seine Schwester Marie, die von ihren Eltern ...

Theos Leben wird kontrolliert von seiner durch ein Trauma ausgelöste Angst. Doch unter dem Trauma leidet nicht nur Theo sondern seine ganze Familie - Vor allem seine Schwester Marie, die von ihren Eltern vernachlässigt wird und Theo beschützt. Und dann gibt es da auch noch den neuen Schüler Samuel, der mit seinem ganz eigenen Schicksal zu kämpfen hat…

Protagonisten des Romans sind Theo, seine Schwester Marie und der neue Schüler Samuel.
Theo ist sehr passiv und verschlossen. Dies liegt vor allem an seinem Trauma und der daraus resultierenden Angst.
Marie ist überfürsorglich und macht es Theo dadurch zum Teil zu leicht. Hierdurch erschwert sie es ihm aber unbewusst, sein Trauma zu überwinden.
Und dann gibt es noch Samuel, der selbst nicht so wirklich weiß, wer er eigentlich sein will.
Leider konnte ich mich mit keinem der Protagonisten wirklich anfreunden. Zwar sind sie alle glaubhaft dargestellt, jedoch handeln sie oft irrational, was mich doch zum Teil genervt hat. Auch sind sie alle sehr verschlossen, wodurch es noch schwerer war, eine Bindung zu ihnen auf zu bauen.

Erzählt wird die Geschichte abwechselt aus Sicht der drei Protagonisten.
An sich hat mir dies gut gefallen. Jedoch war Theos Sicht oft überflüssig.
Dieses Gefühl hatte ich zu Beginn auch bei den anderen beiden Protagonisten. So hat sich das Buch für mich in zwei Teile geteilt.
Die ersten Hälfte hat sich gezogen und zwischenzeitlich war es wirklich ein Kampf, überhaupt weiterzulesen, da kaum etwas passiert ist.
Im der zweiten Hälfte ändert sich dies zum Glück. Die Charaktere öffnen sich und es werden Emotionen vermittelt. Man erfährt mehr über die Umstände von Theos Trauma und über Samuel früheres Leben, wodurch ich auch ihr Handeln besser nachvollziehen konnte.
Dass im Buch auch das Thema „zweite Chancen“ angesprochen wird, hat mir gut gefallen, da es sehr passend und glaubwürdig eingebaut wurde. Auch die Beziehung von Samuel und Marie, die sich schnell entwickelt, war eine nette Ergänzung.

Alles in allem eine rührende Geschichte über Trauma, Vergebung und zweite Chancen, der aber zum Teil die Emotionen gefehlt haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.09.2020

Humorvoll und emotional, #musstread

1

Ich bin in den Genuss gekommen und das im wahrsten Sinne des Wortes, dieses Buch vorab lesen zu dürfen. Und was soll ich sagen? ⁣
Eins der schönsten Jugendbücher, die ich bisher gelesen habe. #allage⁣

Zum ...

Ich bin in den Genuss gekommen und das im wahrsten Sinne des Wortes, dieses Buch vorab lesen zu dürfen. Und was soll ich sagen? ⁣
Eins der schönsten Jugendbücher, die ich bisher gelesen habe. #allage⁣

Zum Inhalt:⁣

Irgendwas hat dieser Neue, Samuel, an sich, das Marie von Anfang an fasziniert. Und Samuel geht es genauso. Wie Magnete bewegen sie sich aufeinander zu, stoßen einander aber auch immer mal wieder ab, wenn sie sich von der falschen Seite nähern. Und mitten in diesem Spannungsfeld bewegt sich Theo, Maries jüngerer Bruder, der seit einem schrecklichen Ereignis vor über einem Jahr immer noch mit seinen Ängsten ringt – und in der Schule mit seinem Mobber Andi. Marie, Samuel, Theo – ihr Aufeinandertreffen bedeutet für alle drei einen Neubeginn, aber auch, sich den Geschehnissen ihrer Vergangenheit zu stellen, denn Samuel trägt ein Geheimnis mit in diese neue Freundschaft ...⁣

Eigene Meinung:⁣

3 tolle und starke Charaktere, die wie gewohnt von der Autorin, von Beginn an,  einem nahe sind. Das hat sie einfach drauf. Vor allem auf emotionaler Ebene.⁣
Dass das volle Mitleid schon bei denen liegt,  denen was Schlimmes widerfahren ist, bringt die Situation ja mit sich, aber was ist mit den anderen, die eigentlich ein ganz normales Leben führen könnten? Die vielleicht nur die Schwester des Opfers sind?⁣
In dem Fall ist das Marie, die mir deswegen unglaublich leid tat. Mit ihr habe ich am meisten gelitten, weil sie sich aufgeopfert und dabei immer hinten angestellt hat. So ein starker Charakter verdient meinen vollsten Respekt. ⁣
Aber diese Geschichte lebt ohnehin vom Gefühlschaos, was die Empathie der einzelnen Protagonisten angeht. Selten war ich so sprunghaft wie hier. ⁣
Dadurch, dass man nicht wusste,  was Theo passiert ist, war es außerdem noch sehr spannend. ⁣
Selbst nach 100 Seiten wird der Spannungsbogen immer noch aufrecht erhalten. Man bekommt zwar nach und nach ein paar Brocken vorgeworfen,  aber das ganze Ausmaß kommt erst viel später. Zudem beschlich mich irgendwann ein mulmiges Gefühl,  was dieses Ereignis angeht. Die Spannung war deswegen kaum auszuhalten. ⁣
Am Ende angekommen, war ich zwar happy mit dem Ausgang  der Geschichte und mein Gefühl hat mich auch nicht betrogen, aber gleichzeitig war ich auch traurig, dass ich Samuel, Theo & Marie nun wieder ziehen lassen musste. ⁣

Fazit:⁣

Prädikat Lieblingsbuch unter den Jugendbüchern und zusätzlich⁣
Prädikat Lieblingsautorin, denn ihre lockere, humorvolle, aber auch tiefgründige Art zu schreiben gefällt mir unheimlich gut! ⁣
Unbedingt lesen!!!⁣
Mehr braucht man nicht zu wissen. Genießt es einfach!⁣

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.10.2020

Drei Seelen, die ineinander halt finden!

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Meine Meinung:

Ein wirklich schönes Buchcover! Zum Schreibstil ist zu sagen, dass ich ihn als sehr flüssig empfand und ich das Buch schwer aus der Hand legen konnte. Die Geschichte rund um Sam, Marie ...

Meine Meinung:

Ein wirklich schönes Buchcover! Zum Schreibstil ist zu sagen, dass ich ihn als sehr flüssig empfand und ich das Buch schwer aus der Hand legen konnte. Die Geschichte rund um Sam, Marie und Theo war die erste und sicher auch nicht die letzte, die ich von der Autorin gelesen habe. Sie fokussiert sich beim Schreiben auf das Wesentliche und zieht die Handlung nicht unnötig in die Länge.

In „Ein Lächeln sieht man auch im Dunkeln“ wird uns die Geschichte jeweils aus der Sicht von Marie, Samuel und Theo erzählt. Die Wahl der Autorin finde ich wirklich gut, da sie dem Leser dadurch ermöglicht alle drei Charaktere besser kennenlernen und deren Verhaltensweisen sowie Gedankengänge besser nachvollziehen zu können.

Der Roman beschäftigt sich mit wichtigen Themen wie u.a. Mobbing, Ängsten und Panikattacken. Leider ist „Mobbing“ an Schulen aber auch am Arbeitsplatz immer noch ein sehr aktuelles und vor allem sehr ernstes Thema. Anhand Theo, einem der Hauptprotagonisten, zeigt Adriana Popescu ganz deutlich, wie Mobbing sich auf die Betroffenen auswirkt. Das Leben wird ihnen zur Hölle gemacht. Ich habe mich bewusst dafür entschieden nicht das Wort „Opfer“ zu verwenden! Menschen, die von Mobbing betroffen sind, sind definitiv keine „Opfer“. Es sind tolle Menschen, denen meist aus Gründen von z.B. Neid, „Dummheit“ und|oder Langeweile von anderen Menschen das Leben schwer gemacht wird. Mobbing muss gestoppt werden! Es sollte nicht totgeschwiegen sondern offen angesprochen werden! Jeder Mensch ist etwas Besonderes und hat es verdient ein glückliches Leben leben zu dürfen!

Theo muss soviel „Mist“ über sich ergehen lassen. Marie ist wie eine Löwin und „kämpft“ für ihren Bruder und auch Samuel, der Neue, setzt sich für Theo ein.

Die Autorin achtete darauf die ernsten Szenen durch z.B. süße Momente, die das Herz zum schmelzen bringen, aufzulockern. Die Stimmung während des Lesens war somit nicht permanent betrübt. Der Wechsel der verschiedenen Stimmungen spiegelte auch gut das wahre Leben wieder. Denn im echten Leben ist man auch nicht immer nur glücklich oder nur traurig. Es gibt gute und schlechte Momente. 
 
Fazit: Ich kann für „Ein Lächeln sieht man auch im Dunkeln“ eine klare Leseempfehlung aussprechen. Eine wirklich tiefgründige Geschichte mit authentischen Charakteren und ernsten aber vor allem wichtigen Themen!

Anmerkung: Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals beim Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars bedanken. Diese Tatsache beeinflusste meine Meinung jedoch keinesfalls!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2020

Ein Lächeln sieht man auch im Dunkeln

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Titel: Ein Lächeln sieht man auch im Dunkeln
-
Autorin: Adriana Popescu
-
Genre: Jugendbuch
-
Verlag: cbt
-
Erscheinungsdatum: 14. September 2020
-
Seitenzahlen: 464


Klappentext:
Drei Jugendliche, die ...


Titel: Ein Lächeln sieht man auch im Dunkeln
-
Autorin: Adriana Popescu
-
Genre: Jugendbuch
-
Verlag: cbt
-
Erscheinungsdatum: 14. September 2020
-
Seitenzahlen: 464


Klappentext:
Drei Jugendliche, die Spuren der Vergangenheit und die Frage nach der Zukunft.
Irgendwas hat dieser Neue, Samuel, an sich, das Marie von Anfang an fasziniert. Und Samuel geht es genauso. Wie Magnete bewegen sie sich aufeinander zu, stoßen einander aber auch immer mal wieder ab, wenn sie sich von der falschen Seite nähern. Und mitten in diesem Spannungsfeld bewegt sich Theo, Maries jüngerer Bruder, der seit einem schrecklichen Ereignis vor über einem Jahr immer noch mit seinen Ängsten ringt – und in der Schule mit seinem Mobber Andi. Marie, Samuel, Theo – ihr Aufeinandertreffen bedeutet für alle drei einen Neubeginn, aber auch, sich den Geschehnissen ihrer Vergangenheit zu stellen, denn Samuel trägt ein Geheimnis mit in diese neue Freundschaft ...


Rezension:

"Er kann mir nicht wehtun. Er kann auch nichts kaputt machen, aber das weiß er nicht, weil er ohnehin nicht wirklich hinschaut. Wie will man etwas kaputt machen, das schon längst in Scherben liegt?" - Ein Lächeln sieht man auch im Dunkeln

Aufbau/ Schreibstil:
Man lernt in diesem Buch Samuel, Marie und Theo kennen, drei Teenager, die unterschiedlicher nicht sein können und doch verbindet sie etwas – die Frage nach der Zukunft. Alle drei Sichten haben mir sehr gut gefallen, weil sie eben so vielfältig, interessant, informativ und unglaublich authentisch waren. Der Schreibstil von Adriana Popescu ist einfach toll gewesen und da es mein erstes Buch von ihr war, konnte es mich sehr überzeugen. Sie schreibt sehr bildhaft und detailliert, aber dennoch bleibt das Hauptthema im Fokus und ist immer verständlich und flüssig geschrieben. Dank der ständigen Sichtwechsel hatte man einen tieferen Einblick in die Gedanken und Gefühle der Protagonisten und besonders der Wandel jeder einzelnen Figur war dadurch gut erkennbar.



Protagonisten:
Samuel ist der Neue an der Schule und versucht sich im Hintergrund zu halten, möglichst nicht aufzufallen und vor allem sich nicht in fremde Angelegenheiten einzumischen. Das funktioniert nicht sehr gut, denn seine Vergangenheit holt ihn immer wieder ein – seine alten Freunde, von denen er sich nicht fernhalten kann, seine alte Heimat, zu der er immer wieder zurückfindet und alte Muster, in die er droht zu rutschen. Samuel ist im ersten Moment geheimnisvoll und mutig, er setzt sich für diejenigen ein, die sich nicht selbst wehren können und schon früh findet man heraus, was es damit auf sich hat. In Samuels Leben gab es schon einige einschneidende Momente und eine Zeit, die er am liebsten hinter sich lassen möchte. Man vermutet bereits, dass etwas geschehen sein muss, was ihm die Augen geöffnet hat und weshalb er sich ändern möchte. Er lebt jetzt bei seiner Mutter, hat einige Einschränkungen und muss sich an einige Regeln halten, denn davon hängt so einiges ab. Er wirkt durch das gesamte Buch hin selbstbewusst und mutig, aber auch auf ihm lastet ein Schatten und eine verletzliche Seite, die er mithilfe von Gedankenspaziergängen versucht hinter sich zu lassen – wenigstens für einen kurzen Moment.

Marie und Theo sind Geschwister, während Marie sehr liebevolle, verständnisvoll, hilfsbereit und selbstbewusst ist, ist ihr Bruder Theo sensibel, in sich gekehrt, traumatisiert und ängstlich. Beide sind wahnsinnig authentisch und mir während des Lesens immer mehr ans Herz gewachsen. Es ist offensichtlich, dass in dieser Familie nicht alles richtig läuft, Marie fühlt sich ausgeschlossen, nicht beachtet und die ganze Aufmerksamkeit dreht sich immer nur um Theo. Obwohl sie ihren Bruder bedingungslos liebt und seine Situation nachvollziehen kann, erdrückt sie die momentane Familienlage doch sehr, sodass sie sich nur nach wenigen Minuten Freiheit sehnt, denn ihre Welt steht schon seit langem still. Marie belügt auf Wunsch von Theo ihre Eltern, wahrt dem Schein, dass alles in Ordnung ist und verliert dadurch immer mehr sich selbst. Sie muss mit 17 sehr viel Verantwortung übernehmen und sehr viel unter einen Hut bringen, aber nichts ist mehr, wie es vor dem Vorfall war. Erst durch Samuel erwacht ihre Freude am Leben erst wieder und sie beginnt sich Gedanken über ihre Zukunft zu machen.

Theo kämpft mit seinen Erinnerungen, die ihm ständig Panikattacken verursachen und Ängste auslösen. Seine Dämonen verfolgen ihn und lassen ihn an allem Zweifeln – am Leben, am Glücklichsein, am Normalsein. Am liebsten verbringt er Zeit in seinem Zimmer, schließt die Welt aus und versucht einfach durch den Alltag zu kommen, ohne Opfer einer weiteren Mobbingattacke seiner Mitschüler zu werden. Er hat es nicht leicht, aber er kann sich auch nicht dagegen wehren, weshalb Marie seine größte Unterstützung ist. Seit neustem ist da aber auch Samuel, der sich für ihn einsetzt und seit langem der Erste, der Theo versteht und akzeptiert so, wie er ist.



Story:
Drei Teenager, drei schlimme Schicksale, drei unterschiedliche Leben, drei Charaktere, die ihren Platz in der Gesellschaft suchen und die Hoffnung auf eine Zukunft haben, in der sie sein können, wer sie wirklich sind.

Alles beginnt ziemlich unscheinbar, es wird der typische Schulalltag beschrieben, man lernt Samuel kennen und es entwickelt sich schon langsam eine zarte Liebesgeschichte zwischen ihm und Marie. Sie versucht ihr letztes Jahr an der Schule zu bewältigen, was nicht sehr einfach zu sein scheint, weil sie eine große Last auf ihren Schultern trägt. Man erwartet von ihr, dass sie immer funktioniert und das Richtige tut, aber nie erfährt man etwas über ihre eigentlichen Interessen oder Pläne, nie hört man davon, dass sie sich mit Freunden trifft oder ihren eigenen Weg geht, was ich ziemlich schade fand. Schnell wird deutlich, dass das Ganze eine andere Richtung annimmt und viel mehr Tiefgang beinhaltet als man auf den ersten Blick vermuten würde. Denn alle Protagonisten haben eine mehr oder weniger unschöne Vorgeschichte, die immer noch auf ihnen lastet und unglücklicherweise hängen einige Dinge unweigerlich miteinander zusammen. Viele Geheimnisse stecken hinter der unscheinbaren Fassade, die langsam ans Licht kommen. Es ist eine Teufelsspirale, die nie endet, äußere Einflüsse, Menschen, die einen beeinflussen und Mobbing, das Menschen verändert und im Inneren komplett zerstört, sowie unsichtbare Narben hinterlässt, die nie heilen. Vor allem das Ende hat eine dramatische Wendung genommen und so einiges offenbart. Trotzdem hätte ich gerne noch einige Einblicke in das Leben der drei bekommen, nachdem sich alles aufgelöst hat. Das Buch ist einfühlsam, authentisch und nachvollziehbar geschrieben und hat mich sehr berührt. Es werden wichtige Themen behandelt, wie Mobbing, toxische Freundschaften, Kriminalität, Familie und die Frage nach der Zukunft. Sie alle wollen einen Neuanfang, einen Ausweg und sind auf der Suche nach einer zweiten Chance.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.10.2020

Ein Lächeln sieht man auch im Dunkeln

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Dieses Buch hat mich vollkommen abgeholt. Warum?

Es wird aus drei Sichten erzählt:

Marie: Aufgeweckt, höflich, hiflsbereit und gute Zuhörerin. Was auch kommen mag, sie hält zu ihrem Bruder und ist jede ...

Dieses Buch hat mich vollkommen abgeholt. Warum?

Es wird aus drei Sichten erzählt:

Marie: Aufgeweckt, höflich, hiflsbereit und gute Zuhörerin. Was auch kommen mag, sie hält zu ihrem Bruder und ist jede einzelne Sekunde für ihn da. Doch das ist nicht immer leicht und manchmal auch sehr anstrengend. Da sie immer auf Theo aufpasst und ihn beschützt, hat sie keine Zeit sich selbst zu entfalten und zu Leben so wie sie es gerne möchte.

Theo: Verschlossen, ängstlich, zurückhaltend und zerbricht sich über alles den Kopf. Theo ist überaus glücklich seine Schwester Marie zu haben, die ihm jederzeit zur Seite steht. Doch auch er merkt, dass es so nicht weitergehen kann. Es muss sich grundlegend etwas ändern. Das ist nach der einen Sache leichter gesagt als getan.

Samuel: nach außen hin sehr selbstbewusst, nachdenklich, hilfsbereit und der Neue an Maries Schule. Er hat ein Geheimnis. Ein ziemlich großes sogar. Kann er es Marie sagen, ohne das sie sich von ihm abwendet, so wie jeder andere?

Immer wenn ich Dinge über Theo gelesen habe, hätte ich oftmals einfach nur weinen können. Seine Gedanken taten einem richtig weh und das was ihm geschehen ist ebenso. Aber auch Marie tat mir unglaublich Leid. Es dreht sich in ihrer Familie alles nur um Theo. Und was ist mit ihr? Warum interessiert sich keiner für ihr Leben und ihre Wünsche? Doch genau da erscheint Samuel auf der Bildfläche. Er interessiert sich für Marie und sie sich auch für ihn. Doch Samuel hat ein Geheimnis und ein Leben hinter sich, über das er nur ungern sprechen mag. Früher oder später muss er es Marie aber erzählen.

Diese drei Schicksale verbinden sich im Laufe des Buches immer mehr miteinander. Es geht in diesem Buch um Mobbing, Akzeptanz und eine zweite Chance, die man bei vielen Leuten nicht bekommt. Adriana hat dies so unglaublich real beschrieben, dass man während des Lesens einfach nur fassunglos da saß und den Kopf über die Menschen geschüttelt hat, die wie immer einfach nur wegsehen um so nicht selbst in die Schusslinie zu geraten. Für mich ist es jetzt schon ein Jahreshighlight.

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