Leserunde zu "Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht" von Sabaa Tahir

Die lang erwartete Fortsetzung
Cover-Bild Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht
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Sabaa Tahir (Autor)

Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht

. Band 2

Barbara Imgrund (Übersetzer)

Das Schicksal hat Elias und Laia zusammengeführt und sie im Widerstand gegen das Imperium vereint. Gemeinsam fliehen sie aus Schwarzkliff, um im Gefängnis von Kauf Laias inhaftierten Bruder aus seiner Zelle zu befreien. Mit seinem Wissen könnte er von großem Wert sein für die Rebellen. Doch werden Elias und Laia es schaffen, sich unbemerkt bis ans andere Ende des Landes durchzuschlagen? Immerhin ist ihnen Helena dicht auf den Fersen. Und als rechte Hand des Imperators hat sie einen klaren Auftrag: Die beiden Verräter zu finden - und zu töten ...

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 08.09.2016 - 09.10.2016
  2. Lesen 24.10.2016 - 20.11.2016
  3. Rezensieren 21.11.2016 - 04.12.2016

Bereits beendet

Elias, der Krieger, der die Maske des Imperiums ein für alle Mal abgelegt hat, um für seine Freiheit zu kämpfen.
Laia, die Sklavin, die ihre Angst überwunden hat und dem Imperium die Stirn bietet.

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 02.12.2016

Eine faszinierende Geschichte

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Das Imperium ist wirklich eine faszinierende Welt. Das Cover des zweitel Teils finde ich genauso ansprechend, wie beim ersten Teil. Da ist wirklich ein sehr großes Lob für den Grafiker angebracht.

Ich ...

Das Imperium ist wirklich eine faszinierende Welt. Das Cover des zweitel Teils finde ich genauso ansprechend, wie beim ersten Teil. Da ist wirklich ein sehr großes Lob für den Grafiker angebracht.

Ich hatte das Glück, den 2. Teil der Masken-Reihe in einer Leserunde der Lesejury lesen zu können. Es macht immer sehr viel Spaß, mit anderen Leserinnen und Lesern über den Verlauf des Geschehens zu reden und zu spekulieren, was wohl alles passieren wird.

Nun zum Inhalt und den Personen. ACHTUNG – TEIL 2! (Bitte nicht weiterlesen, falls ihr Teil 1 noch nicht kennt!)

Das Schicksal hat Elias und Laia zusammengeführt. Elias, der seine Maske abgelegt hat und Laia, das Kundigenmädchen, das so viel Stärke beweist.
Die Masken des Imperiums unterdrücken die Kundingen des Landes und verbreiten Angst und Schrecken.
Teil 1 endete ja damit, dass Laia Elias vor der Hinrichtung bewahrte und er ihr im Gegenzug versprach, sie aus der Stadt zu bringen und nach Kauf zu führen, zu dem Gefängnis, in dem ihr Bruder eingesperrt ist.
Gemeinsam begeben sie sich also auf einen abenteuerlichen Weg, auf dem viele Gefahren lauern.
Währenddessen wird Marcus Imperator und Helena muss ihrer Aufgabe als Blutgreif nachkommen.

Diese Buchreihe ist an Spannung und unerwarteten Wendungen kaum zu übertreffen.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Man wird richtig hineingezogen in die Flucht und in Laias und Elias‘ Gefühlswelt.

Nachdem ich den 1. Teil schon vor einer Weile gelesen hatte, hat es etwas gedauert, bis ich mich wieder in der Welt des Imperiums zurecht gefunden habe.

Ein wirklich toller 2. Teil mit einem offenen Ende. Ich hoffe, es gibt noch einen 3. Teil.

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Veröffentlicht am 30.11.2016

Was für eine Dynamik, was für eine Dramatik! Weiter so!

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Klappentext:
Das Schicksal hat Elias und Laia zueinander geführt und im Kampf gegen das Imperium geeint. Laia hat Elias vor der Hinrichtung bewahrt, und als Gegenleistung hilft Elias ihr, durch die Tunnel ...

Klappentext:
Das Schicksal hat Elias und Laia zueinander geführt und im Kampf gegen das Imperium geeint. Laia hat Elias vor der Hinrichtung bewahrt, und als Gegenleistung hilft Elias ihr, durch die Tunnel unterhalb von Schwarzkliff zu fliehen. Der Plan: Sie wollen die Stadt verlassen und den weiten Weg durch die Wüste bis nach Kauf einschlagen. Dort sitzt Laias Bruder im Gefängnis. Um ihn zu befreien, braucht Laia Elias‘ Hilfe. Auf ihrer Flucht bleibt kaum Zeit für die Frage, was sie außer dem gemeinsamen Feind noch miteinander teilen. Doch noch immer ist da dieses Gefühl, das sie vom ersten Moment zueinander hingezogen hat …

Erster Eindruck:
Wie haben sie uns so schnell gefunden?

Inhalt:
Flucht. Flucht und Darin retten hat oberste Priorität. Das Imperium und die Kommandantin sind hinter Elias und Laia her. Sie können keinem vertrauen, jeder könnte sie verraten und dann wäre alles aus. Darin ist die einzige Hoffnung auf die Rettung der Kundigen. Eine waghalsige Reise beginnt, aussichtlos denn keiner weiß ob er überhaupt noch lebt und wenn doch in welcher Verfassung er sich befindet. Hilfe erhalten die beiden von unerwarteter Seite… und dann ist da noch Helena. Helena nun Blutgreif des Imperators, hat die Aufgabe Elias zu finden und hinzurichten. Ihren besten Freund, ihre große Liebe. Ob sie ihn finden wird, ob sie sich behaupten kann in ihrer neuen Position und ob sie es schließlich übers Herz bringen kann Elias zu töten, weiß Helena selbst nicht, was sie weiß ist aber das sie eine Aquilla ist, getreu bis zum Ende.

Zitat:
>> Wo Leben ist, ist Hoffnung. <<
(Leitspruch von Elias & Laia in den dunkelsten Momenten)

Meinung:
Der Roman gehört definitiv zu meinen Highlights dieses Jahr. Die Autorin hat sich mit dem 2. Band noch einmal übertroffen. Die Geschichte ist noch dynamischer, dramatischer, emotionaler und brutaler als Band 1.

Die Charaktere sind meiner Meinung nach ziemlich authentisch und auch irgendwie so berechenbar und das meine ich nicht in einem Schlechten Sinn. Da ist Elias absolutes Gewissen, er bleibt seiner Linie einfach treu, das richtige zu tun. Kein Leben sinnlos zu opfern und wenn dann nur sich selbst. Er ist sieht das sogenannte große Ganze, hat so viel Weitsicht und würde alles, einfach alles für die Menschheit opfern. Helena mit ihrer unglaublichen Loyalität dem Imperium gegenüber, hat mich oft die Haare raufen lassen. Aber so ist sie nun mal und das macht sie auch so stark. Laia, ach Laia auf ewig so unsicher. Hier spüre ich das meiste Entwicklungspotenzial und ich bin so gespannt wie sie sich noch entwickeln wird, besonders nach dem Finale.

Der Schreibstil ist unglaublich realistisch. Das Leid der Kundigen, Stammesleute, es war als lebte man auch in dieser Welt und man wird richtig mitgerissen, will kämpfen. Von Anfang bis Ende packt die Autorin den Leser und lässt ihn einfach nicht mehr weg. Ich habe auch ein paar Tränen vergossen, so nah ging mir der Roman.
Das Cover ist goldrichtig. Es ist ein Jugendroman und genauso wirkt es auch. Besonders gut finde ich das Mädchen getroffen, der Roman ist orientalisch angehaucht und so sieht es auch einfach aus.

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Veröffentlicht am 30.11.2016

Spannend-Atmosphärisch-Gigantisch

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Wer hätte gedacht, dass Band 2 wirklich an den grandiosen 1. Band herankommt?
Ich war anfangs recht kritisch, ob der zweite Band der Reihe so gut sein wird, wie Band . Diesen habe ich vor circa 1 Jahr ...

Wer hätte gedacht, dass Band 2 wirklich an den grandiosen 1. Band herankommt?
Ich war anfangs recht kritisch, ob der zweite Band der Reihe so gut sein wird, wie Band . Diesen habe ich vor circa 1 Jahr gelesen und war einfach nur durch und durch begeistert. Von da an habe ich wie verrückt auf den 2. Band hingefiebert.
Ich kann zum Glück aber sagen: Ich wurde ganz und gar nicht enttäuscht!

Das wirklich tolle an dem Buch ist die Atmosphäre, mit der jede einzelne Seite umwabert ist und die für ein unglaubliches Leseerlebnis sorgt, da man sich in die Welt hineingesogen fühlt. Dieser Aspekt hat mich schon beim ersten Band fasziniert und auch dieses Buch war atmosphärisch auf einem wirklich hohen Nivau.
Selten werde ich von Büchern so mitgerissen, wie mit Elias und Laia, was ich wirklich als eine richtig schöne Eigenschaft empfinde, die ich mir bei jedem Buch, das ich lese wünschen würde.
Ich habe mich den Charakteren mitgelitten, einfach jedes Gefühl mitgefühlt.
Das mit dem Leiden war so eine Sache... Die Brutalität, die das Buch mitbringt ist atemraubend. Ich persönlich mag Gewalt in Büchern, weil sie etwas mit dem Leser macht: Sie schockiert, bewegt und nimmt den Leser auf eine Reise, die er selbst (hoffentlich) nie in einem so schrecklichen Ausmaß erleiden muss. Die Energie, die solche gewaltätige Szenen mit sich bringen, reißen den Leser mit und er vergisst wo er sich befindet, weil er so in Bann gehalten wird.

Was mich richtig begeistert hat, waren die vielen Fantasy-Elemente die in dieses Buch hineingeflossen sind und ganz besonders toll war für mich das Worldbuilding! In Band 1 hat man nur einen kleinen Teil der Welt kennengelernt, doch in Band 2 begleitet man die Charaktere auf eine Reise durch das Land. Ich muss sagen, dass ich immer völlig von der Kreativität der Autorin geflasht war, das diese ganzen Orte anging, die im Buch erwähnt oder Besucht worden sind.
Wirklich eine Glanzleistung, meiner Meinung nach.

Die Charaktere von Band 2 sind eine gesunde Mischung aus alten und neuen interessanten Charakteren. Unsere Protagonisten machen wirklich tolle Entwicklungen durch und sind am Ende ein Stückchen Anders als zu Beginn.
Der Perpektivenwechsel ist sehr intelligent gemacht und jedes Kapitel hat mit den unterschiedlichen Personen von denen es erzählt wird seinen eigenen Charme und bringt seine eingene Atmosphäre mit.
Alle Charaktere hatten sowohl posive als auch negative Eigenschaften, was ich persönlich immer sehr wichtig finde. Jeder einzelne ist wunderbar ausgearbeitet und hat seine persönliche Vorgeschichte, die erklären warum sie so sind wie sie sind.

Fazit:
Band 2 kann Band 1 ganz locker das Wasser reichen. Das Buch war eines meiner Jahreshighlights und ich freue mich schon soooo sehr auf Band 3!

An dieser Stelle bedanke ich mich noch einmal ganz herzlich bei lesejury.de dafür, dass ich an der Leserunde teilnehmen durfte. Es war wirklich eine tolle Erfahrung.

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Veröffentlicht am 30.11.2016

Nicht ganz meinen Erwartungen entsprechend

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Auf der Flucht vor den Fängen des Imperiums. Mit der Angst im Nacken, dass in jeder Sekunde die Kommandantin oder der Blutgreif Elias und Laia einholen und vor die Pforte des Todes stellen, reisen sie ...

Auf der Flucht vor den Fängen des Imperiums. Mit der Angst im Nacken, dass in jeder Sekunde die Kommandantin oder der Blutgreif Elias und Laia einholen und vor die Pforte des Todes stellen, reisen sie quer durchs Land, um die einzige Hoffnung auf einen Wandel zu retten. Laias Bruder Darin.

Nach dem überaus dramatischen Ende und mega Cliffhanger aus dem ersten Buch Elais und Laia – Die Herrschaft der Masken war es eigentlich nur eine logische Konsequenz, dass die Autorin Sabaa Tahir diese Geschichte weiterführt. Umso gespannter war ich natürlich, als es dann endlich hieß, dass es einen zweiten Teil gibt. Meine Meinung darüber, dass es jetzt ein Vierteiler werden soll, ist sehr durchwachsen. Bereits beim ersten Teil hatte ich hier und da so kleine Tiefen mit dem Erzählstil. In diesem zweiten Band war das wieder der Fall und nachdem ich das Buch nun ausgelesen habe, verspüre ich nicht so stark den Drang weiterlesen zu wollen, wie beim letzten Mal.

Ich habe damals Elias und Laia angefangen zu lesen, weil ich dachte, es wäre endlich mal eine fantastische, andere Geschichte, die eben auch im Einzelband besteht. Die Ernüchterung folgte kurz darauf beim Lesen. Aber jetzt zu wissen, dass diese ganze Welt, die Handlung über vier Bände gestreckt wird. Ich bin da eher gegen. Das ist wie eine richtig gute Rotweinsoße zu strecken. Mit Wasser. Irgendwann sind die Konzentration und der Geschmack so verwässert. Es schmeckt mehr nach Wasser als Rotwein, trägt aber immer noch den Titel.

Aber kommen wir zum Buch. Zu der Geschichte um Elias & Laia – Die Fackel im Dunkel der Nacht.

Dieser Band hätte kaum rasanter starten können. Von Sekunde Eins an platscht man ins Geschehen und kommt erst ca. 100 Seiten später dazu, einen tiefen Luftzug zu holen. Denn es ist hochgradig spannend. Das habe ich so nicht erwartet und dem entsprechend hat es mich mit voller Wucht mitgezogen. Wir begleiten Elias und Laia bei der Flucht aus Schwarzkliff und darüber hinaus über das halbe Land. Und immer wieder begegnen wir mit den beiden Widrigkeiten und überwinden Hindernisse. Manchmal glauben wir auch nur, wir hätten Hindernisse überwunden, um später eines besseren belehrt zu werden. Es ist großartig, wie Sabaa Tahir den Leser auf Fährten lockt, die mal so sicher sind, wie sie eben scheinen – und auch nicht.

Wer den ersten Band bereits kennt, weiß, dass Sabaa Tahir ihren Lesern keine geschönte Welt vorsetzt. Sie beschreibt wunderschön, aber eben auch eiskalt. Es gibt so manche Szenen, wo sie die Brutalität und Gewalt einer willkürlichen Diktatur mehr als offen beschreibt, die sich als so großen Kontrast zu dieser fast märchenhaften Exotik der Geschichte erweist. Ich bin ehrlich gesagt, noch immer ein wenig fasziniert, wie sie gleichzeitig leichte, magische Momente und Szenen und dazu diese sehr gewalttätigen, krassen Szenen in dieses Buch packen konnte. Ohne, dass sich das falsch anfühlt oder deplatziert wirkt.

Deplatziert habe ich mich als Leserin trotzdem hier und da gefühlt. Denn in dem Buch fehlt es gnadenlos an Rückblenden. Das muss man nicht missen, wenn man die Ereignisse und Verhältnisse noch vom ersten Band sehr gut im Kopf hat (z. B. durch das Lesen des ersten Bandes oder einige der letzten Kapitel, besonders wenn da so eine lange Pause wie bei mir – knapp ein Jahr – zwischen lag). Aus diesem Grund ist es auch sehr zu empfehlen mit Band eins tatsächlich anzufangen. Das Hintergrundwissen erleichtert einem enorm das Schritthalten mit der Handlung. Denn durch das sehr hohe Erzähltempo, welches fast durchweg das ganze Buch über trägt, bleiben kaum Pausen zum Innehalten. Wie bereits im ersten Band habe ich es nämlich so empfunden, dass diese Welt, die Umgebung, das ganze Setting so komplex wie vielfältig ist. Was absolut nicht negativ gemeint ist. Aber dadurch prasseln viele Eindrücke auf den Leser ein und dann noch der eigentlichen Handlung zu folgen, empfand ich manchmal dann doch als etwas ermüdend. An manchen Stellen hatte ich sogar das Gefühl, dass trotz der vielen Ereignisse wiederum auch nichts passiert. Bemerkenswerterweise fand ich die Aktionen und Entwicklungen der Protagonisten sogar fast noch ermüdender, obwohl die Autorin diesem Part mehr Raum gegeben hat im Vergleich zum ersten Band.

Und wenn ich mir als Leserin die Protagonisten ansehe, entdecke ich zweifellos eine Entwicklung. Die bei der einen Figur enorm ist, bei der anderen irgendwie leider rückschrittig.

Die Rede ist von Helena und Elias.
Helena, einst beste Freundin von Elias und derzeit Blutgreif und somit verlängerter Arm des Imperators, mausert sich ungemein in diesem Band. War sie mir im letzten Band irgendwie schrecklich unsympathisch und schwierig erschienen, ist sie durch diese Herausforderungen, die sie meistern muss, sehr ans Herz gewachsen. Sie ist authentisch, zwiegespalten, vom Schicksal und ihrer Macht und den damit verbundenen Entscheidungen und Konsequenzen gebeutelt. Aber sie wächst daran. Und das Sahnehäubchen ist, wir dürfen das alles aus ihrer Perspektive erleben. Denn die Autorin hat es in diesem Band möglich gemacht, nicht nur aus der Sicht von Elias und Laia zu lesen, sondern eben auch aus Helenas. Wie ich finde, eine große Bereicherung für den Storyverlauf, da sie dank ihrer Position als Blutgreif Züge und Handlungen des Imperiums verkörpert, uns Sneek Peaks gibt, was die Geschichte angeht und damit eine wechselwirkende Spannung kreiert.

Elias hingegen ging mir irgendwie dezent auf den Keks. Ich will es knapphalten bei seiner Person. Aber so viel sei gesagt: Sich im Selbstmitleid suhlen und den altruistischen Märtyrer spielen, das kann er. Trotzdem fand ich seine Person ungemein wichtig. Denn seine Figur ist so stark und präsent mit allen Zweigen der Geschichte verknüpft. Es ist erstaunlich, wie er sich bei mir im Kopf, den Platz als eigentliche Hauptfigur erschlichen hat. Dachte ich doch noch im letzten Buch, dass es Laia wäre. Doch zu der komm ich jetzt auch noch.

Leider? Zum Glück? Ich weiß es nicht. Denn Laia war den größten Teil der Geschichte für mich eine Nebenfigur. Sie ging zwischen Helenas und Elias‘ Erzählungen gnadenlos unter. Sie war schwach, sie war unschlüssig und naiv bis zum Messanschlag. Ihre Rolle bedarf eventuell starker Vorarbeit, weswegen die Autorin vielleicht nur hier und da wichtige Momente und Eigenschaften von Laia detaillierter beschrieben hat. Dennoch haben mich diese Charakterteaser nicht so gepackt, dass ich mir denke, dass es sich tatsächlich lohnt, Laias Geschichte weiterzuverfolgen.

Der Abschluss von Eine Fackel im Dunkel der Nacht ist runder als beim ersten Band, lässt dennoch viele Fragen offen, Optionen und Potential gibt es in Hülle und Fülle und tatsächlich darf man wohl gespannt sein, wie die Autorin die Geschichte weiterspinnt. Bis dahin müssen wir uns aber noch ein Weilchen gedulden.

Fazit
Das Buch hat mich nur so mittelmäßig überzeugt. Große Pluspunkte sind das Erzähltempo, die Spannung und die großartige Entwicklung von Helena. Dennoch habe ich mich an manchen Punkten von der Erzählart ebenso auch etwas überfordert gefühlt, fast schon erschlagen. Außerdem hat das Buch kleine Schlaglöcher in der Erzählung, die mich immer wieder aus der Spannung herausgespuckt und das Lesen anstrengend gemacht haben. Kurzum, Anfang und Ende waren super, der Mittelteil war eher ein so lala. Für eingefleischte Fans des ersten Bandes ist das sicher ein Must-Read, darüber hinaus kann ich es wegen seiner Spannung und Action empfehlen, aber mit einer gewissen Zurückhaltung im Hinblick auf gewisse Charakterentwicklungen.

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Veröffentlicht am 28.11.2016

Sehnsüchtig erwartet, aber...

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Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und wollte unbedingt wissen wie es mit Elias und Laia weiter geht. Darum war ich am strahlen als ich endlich mit dem Lesen beginnen konnte. Zu Beginn hatte ich ...

Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und wollte unbedingt wissen wie es mit Elias und Laia weiter geht. Darum war ich am strahlen als ich endlich mit dem Lesen beginnen konnte. Zu Beginn hatte ich noch etwas Mühe hineinzufinden, denn der erste Band lag doch schon eine Weile zurück. Die Autorin lässt zwar vereinzelt kleine Rückblicke einfließen, doch die sind für mich doch ein wenig zu gering gewesen. Auch wenn ich kein Fan von ewig langen Rückblicken bin. Daher empfehle ich wirklich hier diesen Teil direkt im Anschluss an Teil 1 zu lesen. Nach einer gewissen Weile war ich dann jedoch drin und hatte auch richtig Spaß am Lesen. Alte Charaktere wieder zu treffen und neue kennen zu lernen war wirklich schön. Wir lernen in diesem Teil Helena auch besser kennen, denn sie bekommt einen eigenen Handlungsstrang. Das rundete die Geschichte wunderbar ab, denn nun haben wir drei Handlungsperspektiven. Sie ist mir auch im Laufe der Geschichte sehr ans Herz gewachsen und ich habe ganz neue Seiten an ihr kennengelernt.
Elias und Laia machen sich zunächst gemeinsam auf den Weg nach Kauf und dieser Weg birgt viele Gefahren und Überraschungen. Sabaa Tahir hält hier auch einige Wendungen für uns bereit. Allerdings war mir der gesamte Weg etwas zu langatmig und ich hatte das Gefühl, dass sich diese Reise ewig hinzieht. Auf den letzten hundert Seiten geht es dann jedoch Schlag auf Schlag und man rauscht nur so durch die Seiten. Denn dann werden Entscheidungen getroffen, die Ereignisse überschlagen sich und die Handlung erhält ein paar interessante Wendungen. Ich muss aber auch gestehen, dass das Ende jetzt keine allzu große Überraschung in sich birgt und ich es schon in gewisser Weise so erwartet hattet. Aber die Autorin hat hier eine würdigen Abschluss des Bandes hervorgezaubert und trotz manch negativer Aspekte werde ich den dritten Band sicher ebenfalls lesen. Ich hoffe dann noch einiges mehr über den ein oder anderen Charakter zu erfahren und bin gespannt was die Fortsetzung für Überraschungen mit sich bringt.

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