eBook-Leserunde zu "Kaltes Verlangen" von Natalie Tielcke

Ein Thriller mit einer außergewöhnlichen Heldin.

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 13.01.2017 - 12.02.2017
  2. Lesen 20.02.2017 - 12.03.2017
  3. Rezensieren 13.03.2017 - 26.03.2017

Bereits beendet

Cover-Bild Kaltes Verlangen
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(25)
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  • Figuren
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  • Spannung
Mit Autoren-Begleitung

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Natalie Tielcke (Autor)

Kaltes Verlangen

Sie ist von dir besessen. Sie beobachtet dich und jeden deiner Schritte. Sie will dir nah sein. Immer und überall. Am Tag schleicht sie sich als Patientin in deine Praxis. Nachts sitzt sie vor deinem Fenster und blickt in deine Wohnung. Wartet dort, bis du schlafen gehst. Das ist ihr Geheimnis.

Aber was, wenn dein eigenes Geheimnis viel schlimmer ist?

Ein außergewöhnlicher Thriller, bei dem wenig so ist, wie es scheint und der in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele führt.

"Es gehört einfach zu der Natur des Menschen, sich und die Welt zu zerstören. Ein Zwang, ein Drang, ein Trieb, der vorhanden ist, noch bevor man geboren wird."

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 18.03.2017

Guter Beginn, dann jedoch zu absurd und unrealistisch

3 0

Zum Inhalt:
Kim hat ein ganz besonderes Hobby: Stalking. Das neueste Objekt ihrer Begierde heißt Anna, duftet nach Vanille und ist mit dem Psychologen Max liiert. Da trifft es sich perfekt, dass Kim ein ...

Zum Inhalt:
Kim hat ein ganz besonderes Hobby: Stalking. Das neueste Objekt ihrer Begierde heißt Anna, duftet nach Vanille und ist mit dem Psychologen Max liiert. Da trifft es sich perfekt, dass Kim ein Trauma hat, welches sich zur Behandlung durch Max anbietet. Die folgende Annäherung gerät fast zu gut und stellt Kims Leben mehr auf den Kopf, als sie in ihren kühnsten Träumen vermutet hätte.

Mein Eindruck:
Nach einem sehr guten Beginn, welcher zur gelungenen Abwechslung die Tätersicht des Stalkings zum Thema hat, nutzt die Autorin ihr erzählerisches Können und den guten Schreibstil leider mehr und mehr dazu, ein immer unglaubwürdigeres und abstruses Szenario zu entwerfen. Die Hauptcharaktere zeichnen sich allesamt durch psychische Störungen aus und auch die Nebenfiguren agieren - gelinde gesagt - unorthodox. Das ist noch gut unter "künstlerische Freiheit" einzuordnen. Als wirklich störend empfand ich jedoch die Handlungen und Begebenheiten, die bei allem Wohlwollen, welches fiktiven und abenteuerlichen Texten entgegenzubringen ist, nicht stimmig waren: Figuren verhalten sich komplett wider ihre Natur, entwickeln übermenschliche Fähigkeiten oder dilettieren in ihrem Beruf. Das nahm viel vom bis zur Mitte vorhandenen Lese-Vergnügen.

Mein Fazit:
Guter Beginn, schöner, eingängiger Stil, leider am Schluss für eine absurde Story verschenkt.

Veröffentlicht am 31.05.2017

Auch wenn es (k)einer versteht

1 0

Das Cover ist interessant und hat sofort mein Interesse geweckt. Der Titel in roter Schrift passt sehr gute zum kalten, blauen Cover.

Das Buch beginnt mit einem interessanten Zitat: Es gehört einfach ...

Das Cover ist interessant und hat sofort mein Interesse geweckt. Der Titel in roter Schrift passt sehr gute zum kalten, blauen Cover.

Das Buch beginnt mit einem interessanten Zitat: Es gehört einfach zu der Natur des Menschen, sich und die Welt zu zerstören.
Der Thriller beginnt am 4. Jänner 2016. Durch die sehr kurzen Kapitel kommt man beim Lesen schnell und einfach voran. Die Tagebucheinträge zwischendurch haben mich immer zum Rätseln gebracht aber oft auch verwirrt. Man stellt sich bis zur Aufklärung Fragen darüber - das finde ich von der Autorin sehr gut gestaltet. Die Figuren erscheinen am Anfang interessant und vielschichtig entwickeln sich für meinen Geschmack im letzten Drittel aber viel zu skurril und unwirklich - speziell Kim verhält sich total abgedreht und nicht passend dazu wie wir sie in den ersten zwei Dritteln kennen gelernt haben. Also wäre sie auf einmal eine komplett andere Person... Das gibt definitiv Abzüge in der Bewertung! Bei Max erklärt sich sein Verhalten etwas - dadurch ist das beim ihm irgendwie (noch) okay. Aber das die zwei mit allem so einfach davon kommen kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, bzw. wie sie sich gegenüber einander verhalten - das ist enttäuschender Weise für mich nicht stimmig. Es klärt sich leider nicht alles auf und manches ist mir am Ende betrachtet (viel) zu schräg. Der Anfang war gut aber leider baut die Geschichte im letzten Drittel sehr stark ab - als wäre das ganze Pulver in den ersten zwei Dritteln verschossen worden, deswegen muss ich weitere Sterne abziehen.

Nach wie vor bleibt mir, trotz Erklärung der Autorin, die Strukturierung der Geschichte ein Rätsel. Die Aufteilung beinhaltet einen Prolog, drei Teile und einen Epilog plus zusätzlich sind die Teile noch in Kapitel unterteilt - diese Einteilung mit den drei Teilen hätte man meiner Meinung nach weglassen können ist aber vermutlich Geschmackssache. Vielmehr allerdings stört mich der dritte Teil selbst. Ich kann für dieses Buch leider keine Leseempfehlung abgeben, zumindest nicht mit gutem Gewissen. Der Thriller konnte mich, sehr zu meinem Bedauern, am Ende nicht überzeugen, dabei hat die Inhaltsangabe doch so viel versprechend geklungen und die Leseprobe sowie auch mehr als die erste Hälfte waren sehr interessant. Am besten man spart sich das letzte Drittel bzw. den dritten Teil - wobei dann bleibt man mit noch mehr Fragen als tatsächlich zurück aber man erspart sich die nach meinem Geschmack sehr skurrile und total schräge (Teil-)Aufklärung...

Veröffentlicht am 13.03.2017

Thriller mit Schwächen

1 0

Der Anfang startet rasant, man ist gleich mittendrin im Geschehen.
Kim erblickt eine Frau (Anna) die ihr gefällt und geht ihr hinterher. Somit trifft sie auch ihren Lebensgefährten Max. Für Kim ist klar: ...

Der Anfang startet rasant, man ist gleich mittendrin im Geschehen.
Kim erblickt eine Frau (Anna) die ihr gefällt und geht ihr hinterher. Somit trifft sie auch ihren Lebensgefährten Max. Für Kim ist klar: die beiden will sie näher kennenlernen. Also heftet sie sich an ihre Fersen. Sie findet heraus wo sie wohnen, begibt sich bei Max (er ist Psychotherapeut) in Behandlung und findet so einiges über sie heraus.

Als eines Tages ein Gerüst vor dem Haus in der sich die Wohnung von Max und Anna befindet errichet wird, ist dies die Chace für Kim einen Blick in die Wohnung zu werfen.
Was sie allerdings hier sieht hätte sie nicht vermutet. Und der Drang alles herauszufinden verändert ihr Leben.

Natalie Tielcke´s Buch kaltes Verlangen ist gespickt mit ungewöhlichen Menschen, die psychisch "nicht so ganz normal" ticken.

Der Anfang hat mich begeistert, leider ließ diese zum Ende des Buches immer mehr nach. Für mich waren einfach ein paar Dinge dabei die zu unrealistisch waren. Auch das Ende finde ich persönlich passt nicht unbedingt zum Verlauf der Geschichte.
Toller Anfang, schwaches Ende.

Veröffentlicht am 13.03.2017

Stalken - mehr als ein Hobby

1 0

Wer sich schon mal als hormongesteuert erlebt hat und sich dabei zuweilen selbst fremd wurde, der kann vielleicht erahnen, wie es sein muss, wenn eine psychische Krankheit das Tun und Handeln bestimmt. ...

Wer sich schon mal als hormongesteuert erlebt hat und sich dabei zuweilen selbst fremd wurde, der kann vielleicht erahnen, wie es sein muss, wenn eine psychische Krankheit das Tun und Handeln bestimmt. Permanent.

Nathalie Tielckes „Kaltes Verlangen“ ist ein moderner Psychothriller, geschrieben aus der Sicht einer Stalkerin.

Hier werden Einblicke in das Innenleben, die Denkprozesse und Dynamiken der jungen Kim gegeben, die davon besessen ist, Menschen zu beobachten, ihnen unbemerkt näher zu kommen und die dafür auch zunehmend bereit ist, Risiken einzugehen und Gesetze zu brechen. Geheimnisvolle Tagebucheinträge unterbrechen die Handlung und berichten über düstere Geschehnisse aus der Vergangenheit.

Kim ist anfangs eine wunderbare Informationsquelle, da Kim alles in sich aufsaugt: ihre Umgebung, die Menschen um sie herum. Sie stellt dabei Fragen, die dem Leser selber auf der Zunge liegen. Doch schon bald muss man feststellen, dass es über das normale Maß hinausgeht.

Ein starker Anfang, doch leider baut die Geschichte im weiteren Verlauf stark ab.

Einige Passagen lassen sich mit Kopfschütteln lesen, andere geben Rätsel auf und wieder andere halten überraschende Wendungen parat. Langweilige Charaktere gibt es nicht. Genauso wenig welche, denen nicht mindestens eine kleine psychische „Macke“ unterstellt werden darf. Sind wir eben nicht alle ein bisschen verrückt? Liegt der einzige Unterschied vielleicht nur darin, wie angepasst an die Gesellschaft der Einzelne mit seinen Verrücktheiten leben kann?

Trotz viel Fantasie und einigen angedachten Thriller-Momenten vermochte mir persönlich das Buch nicht einmal ein Schaudern zu entjagen, da es gleichzeitig häufig ins Unwahrscheinliche bis Unmögliche abdriftete, was die Glaubwürdigkeit der Geschichte zu stark beeinträchtigte. Auch bleiben offene Fragen zurück, die mich unbefriedigt zurücklassen. Zusammengefasst ist der Roman in seiner Abgehobenheit genauso irrwitzig wie seine Charaktere.

Veröffentlicht am 26.03.2017

Kim ist einzigartig

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Gleich von Beginn an gelingt es der Autorin den Leser zu fesseln. Besonders ist, dass man die Sichtweise der Protagonistin Kim hat. Die Protagonistin Kim sieht eine oder mehrere Personen, die sie besser ...

Gleich von Beginn an gelingt es der Autorin den Leser zu fesseln. Besonders ist, dass man die Sichtweise der Protagonistin Kim hat. Die Protagonistin Kim sieht eine oder mehrere Personen, die sie besser kennen lernen möchte und setzt dann alles daran um das umzusetzen und stalkt hierzu die entsprechende Person.
Man kann zunächst mit Kim mitfiebern, obwohl das ein oder andere falsch ist, aber zumindest ist Ihre Handlung noch nachvollziehbar. Später ändert sich das leider. Kim handelt ohne wirkliche Gefühle für Ihre Taten zuzulassen.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und besonders die Tagebucheinträge habe ich sehr gerne gelesen, auch wenn zunächst nicht klar war, wer diese geschrieben hat, aber wird später dann deutlich.
Das Ende konnte mich nicht komplett überzeugen, denn waren dann doch etwas zu viel dass ich als nicht komplett stimmig erfunden hatte.

Insgesamt haben die weiteren Charaktere David, Max und Anna auch etwas Spezielles und sind schon ganz gut ausgereift und ist ein spannendes Buch, dass durch viele Wendungen den Leser immer wieder neu fesselt.