Leserunde zu "Tell me three things" von Julie Buxbaum

Manchmal reicht eine kleine Prise Glück!
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Julie Buxbaum (Autor)

Tell me three things

Wenn das Glück in deinem Postfach liegt ...

Anja Malich (Übersetzer)

An ihrem ersten Tag an der neuen Highschool geht für Jessie Holmes einfach alles schief. Und dabei ist ihr Leben gerade sowieso schon kompliziert genug. Da bekommt sie eine anonyme E-Mail mit Ratschlägen, wie sie den Schulalltag überstehen kann. Sie hat zwar keine Ahnung, wer dahintersteckt, aber trotzdem beschließt sie, die Tipps zu befolgen. Und Nachricht für Nachricht verliebt sie sich mehr in den Absender. Doch wer ist der Unbekannte, der ihr Herz immer wilder schlagen lässt?

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 14.05.2018 - 10.06.2018
  2. Lesen 25.06.2018 - 15.07.2018
  3. Rezensieren 16.07.2018 - 29.07.2018

Bereits beendet

Nach ihrer ersten Woche an der Privat-Highschool in Los Angeles zweifelt Jessie daran, dass sie hier hingehört. Ihr scheint einfach nichts zu gelingen. Doch da ekommt sie eine E-Mail von jemanden, der sich Mr. Glück nennt ...

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Ihr wollt wissen, nach welchen Kriterien wir die Teilnehmer für eine Leserunde auswählen? Dann schaut in unseren FAQs vorbei, hier für euch der direkte Link zum Thema Leserunden. Erfahrt dort auch, was einen guten Leseeindruck ausmacht.

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 21.07.2018

Nette locker leichte Story :)

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An ihrem ersten Tag an der neuen Highschool geht für Jessie Holmes einfach alles schief. Und dabei ist ihr Leben gerade sowieso schon kompliziert genug. Da bekommt sie eine anonyme E-Mail mit Ratschlägen, ...

An ihrem ersten Tag an der neuen Highschool geht für Jessie Holmes einfach alles schief. Und dabei ist ihr Leben gerade sowieso schon kompliziert genug. Da bekommt sie eine anonyme E-Mail mit Ratschlägen, wie sie den Schulalltag überstehen kann. Sie hat zwar keine Ahnung, wer dahintersteckt, aber trotzdem beschließt sie, die Tipps zu befolgen. Und Nachricht für Nachricht verliebt sie sich mehr in den Absender. Doch wer ist der Unbekannte, der ihr Herz immer wilder schlagen lässt?
Genau das wollte ich auch herausfinden und habe deshalb an der Leserunde zu „Tell me Three Things“ von Julie Buxbaum teilgenommen und vorweg schon einmal: ich habe es nicht bereut.
Jessie hat es wirklich alles andere als einfach. Ihre Mutter ist verstorben und nun ist sie ungefähr ein Jahr später gezwungen ihre Heimat zu verlassen und zu der neuen Freundin ihres Vaters und deren Sohn zu ziehen. Dies bedeutet natürlich auch, dass sie an eine komplett neue Schule muss und dort kennt sie wirklich niemanden, doch dann beginnt sie anonyme E-Mails von „SN“ zu bekommen, der ihr Tipps für den Alltag in der neuen Schule gibt. Langsam entwickelt sie dann Gefühle für den Unbekannten und versucht herauszufinden um wen es sich handelt. Doch auch die Jungs im echten Leben lassen Jessie nicht ganz kalt, doch ob es ihr gelingt aufzudecken wer SN ist und was sich alles noch so entwickelt, das müsst ihr selber lesen.
Mir hat das Buch alles in allem wirklich gut gefallen. Jessie war mir ein sehr sympathischer Charakter und ich mochte ihre total langen und manchmal auch ziemlich verrückten Gedankengänge. Julie Buxbaum hat es geschafft, dass ich mich absolut in Jessie und ihre Gefühllagen hineinversetzen konnte, auch wenn ihre Situation natürlich alles andere als alltäglich ist. Auch die weiteren Charaktere in dem Buch waren sehr gut ausgearbeitet und jeder hatte ganz bestimmte Charakterzüge, die immer mal wieder auftauchten, was die Geschichte für mich noch authentischer gemacht hat. Im Allgemeinen bin ich nur so durch das Buch geflogen, denn der Schreibstil ist wirklich sehr locker und leicht und man möchte immer weiterlesen, um endlich das Geheimnis um SN zu lösen.
Allerdings hat mich eine Sache an dem Buch auch ein wenig gestört und das war mehr oder weniger der letzte Teil des Buches. Auf einmal hat Jessie sich für mich ein wenig verloren und ich konnte ihre ganzen Handlungen nicht mehr ganz nachvollziehen und hab nicht verstanden, wieso sie nicht einfach auf ihr Herz hört (ich möchte nicht zu viel Spoilern, deshalb nicht mehr). Außerdem fand ich die letzte Szene im IHop etwas zu abgedreht und herbeigezogen.
Aber ansonsten hatte ich wirklich viel Spaß mit dem Buch und kann es jedem empfehlen, der eine locker, leichte Liebesgeschichte für zwischendurch sucht. Von mir gibt es 4 Sterne dafür!

Veröffentlicht am 20.07.2018

»Tell me three things« von Julie Buxbaum

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Die Protagonistin Jessie hat es an ihrer neuen Schule nicht leicht. Alle scheinen sich schon seit Kindheitstagen zu kennen und sie hat das Gefühl, in diese Lebenswelt nicht hineinzupassen. Julie Buxbaum ...

Die Protagonistin Jessie hat es an ihrer neuen Schule nicht leicht. Alle scheinen sich schon seit Kindheitstagen zu kennen und sie hat das Gefühl, in diese Lebenswelt nicht hineinzupassen. Julie Buxbaum lässt Jessie humorvoll und sympathisch die ersten Tage an der neuen Schule meistern und so lernen wir mit Jessie die neue Umgebung kennen. Es werden viele Themen angegangen, so hat z. B. Jessie ein paar Vorurteile den anderen gegenüber, die sich teils, teils nicht bestätigen, wird gemobbt und muss sich mit ihrer neuen Familie arrangieren, aber auch irgendwie den Tod ihrer Mutter verarbeiten. Die Autorin schafft es wunderbar, diese verschiedenen Themen ernst und glaubwürdig rüberzubringen, auch wenn Jessie sich in manchen Situationen für mein Empfinden etwas extrem oder sehr sturköpfig verhalten hat. Sie muss vieles lernen und wird im Verlauf der Geschichte deutlich erwachsener.
Aber auch die (erste) Liebe darf in einem Jugendroman natürlich nicht fehlen. Und hier kommen verschiedene Charaktere ins Spiel, allen voran aber der anonyme Mail-Schreiber Somebody Nobody (SN), der Jessie anfangs eigentlich nur helfen will, sich in der Schule zurechtzufinden. Als sie in der Schule und bei der Arbeit in einer Buchhandlung drei verschiedene Jungs kennenlernt (nein, es entwickelt sich kein Liebesdreieck), fängt sie mit der Zeit an, sich zu fragen, ob vielleicht einer der Drei SN ist, in den sie sich mehr und mehr verliebt.
Die Gespräche zwischen Jessie und SN sind prägend für den Verlauf der Geschichte, weil SN nach und nach nicht mehr nur Helfer in Schulbelangen ist, sondern zum Ansprechpartner und Freund in allen Lebensbelangen wird. Die Chats haben mir mit am besten am Buch gefallen. Jessie und SN fangen an, sich immer wieder drei Dinge übereinander zu erzählen, die teilweise niemand über sie weiß. Daher auch der Titel »Tell me three things«. Eine weitere Anspielung auf das Cover finden wir ebenfalls im Text: Jessie liebt Waffeln. Nicht nur die Speise, sondern auch dass das Wort waffeln früher mal so viel wie schwafeln o. ä. hieß. Diese beiden Aspekte fand ich großartig, denn wie oft sind finden sich schon Titel und Coverabbildung so absolut passend im Buch wieder?
Das Rätseln mit Jessie, wer SN ist, war amüsant, aber auch anstrengend, als sie sich total auf eine Person versteift, von der mir klar war, dass sie es nicht sein kann. Ansonsten hab ich mir relativ zeitnah denken können, wer SN wohl ist, weil es auch wunderbar im Text versteckte Hinweise gibt. Ich fand es allerdings nicht schlimm, so früh zu wissen, wer es ist, weil es einfach schön war, mit Jessie zu rätseln und jede andere Person im Endeffekt komisch gewesen wäre. Mir hat sehr gut gefallen, auf diese Weise die Person beim Schreiben und im echten Leben kennenzulernen.
Leider fand ich nicht alles wunderbar. so hat mir Jessie als Charakter grundsätzlich gut gefallen, sie ist humorvoll, taff, unsicher im Bezug auf sich selbst, was als Teenager wohl völlig normal ist, und loyal, denn sie bleibt weiterhin mit ihrer Freundin Scarlett in Kontakt. Aber in der Mitte des Buches verhält sie sich meiner Meinung nach völlig überzogen und reagiert über, als ihr jemand eigentlich nur helfen will. Deswegen hat sie mich einige Zeit ein bisschen genervt, aber zum Glück hat sich das gegeben und die Probleme haben sich geklärt.
Was ich auch schade fand: am Ende klärt sich auf witzige Weise, wer SN ist, und dann endet das Buch etwas abrupt. Hier hätte ich mir ein etwas ausführlicheres, runderes Ende gewünscht.

Fazit:
Julie Buxbaums »Tell me three things« ist ein süßer, flüssig geschriebener Jugendroman, in dem typische Probleme – Mobbing, Unsicherheit, Liebe, Freundschaft – und weniger alltägliche Dinge – Tod, Umzug, neue Familie – behandelt werden. Die Autorin hat sympathische Charaktere erschaffen, die mich auch zum größten Teil überzeugen konnten.
1,5 Sterne Abzug gibt es, weil mir Protagonistin Jessie eine Weile auf den Geist ging und mir das Ende zu abrupt war.

Veröffentlicht am 19.07.2018

Ein toller Young-Adult-Roman mit starken Charakteren!

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Für mich ist der Schreibstil von Autorin Julie Buxbaum ein großes Plus und der Grund, weshalb mir Tell Me Three Things so gut gefallen hat. Vieles muss - oder eher darf - gewiss der Übersetzerin Anja Malich ...

Für mich ist der Schreibstil von Autorin Julie Buxbaum ein großes Plus und der Grund, weshalb mir Tell Me Three Things so gut gefallen hat. Vieles muss - oder eher darf - gewiss der Übersetzerin Anja Malich angerechnet werden. Denn immer, wenn ein Buch in eine andere Sprache übertragen wird, geht irgendwo zwischen den Zeilen die originelle Stimme des Autors verloren. Es gibt Werke, denen bricht es das Genick. Für Tell Me Three Things war Frau Malich Gold wert! Sie hat es für mich geschafft, dem Roman einen John-Green-Vibe zu verpassen. Da ich den Autor vergöttere, flogen die Seiten beim Lesen nur so dahin. Damit möchte ich keinesfalls die Arbeit von Julie Buxbaum entwerten. Nur finde ich, gehört es zu einer Schreibstil-Analyse dazu, die Arbeit der Übersetzer*innen genauso zu beurteilen.

Tell Me Three Things ist kein neues Buch. Auch, wenn es der ONE Verlag in der vorliegenden Form Ende Juni veröffentlichte, feierte Julie Buxbaums Erstlingswerk bereits Ende 2016 seine Markteinführung. Damals unter dem einfallslosen Titel Absender Glück, welcher überhaupt nicht zur Geschichte passt, finde ich. Wenn Ihr die Möglichkeit habt, sucht euch im Internet das alte Cover und vergleicht es mit TMTT. Da liegen ungelogen Welten dazwischen!

Kommen wir nun zur Handlung, dem wichtigsten Punkt einer Rezension. Es ist eine Geschichte über ein junges Mädchen, das in einer neuen Umgebung versucht, seinen Weg zu finden. Nicht mehr und nicht weniger passiert in diesem Buch eigentlich. Was es dann aber zu etwas Außergewöhnlichem macht, sind die kleinen und großen Steine, die Protagonistin Jessie auf ihrer Reise zu beseitigen hat. Besonders berührt hat mich Jessies Vergangenheit. Den Tod ihrer Mutter vor knapp zwei Jahren hat sie immer noch nicht richtig überwunden und muss ab sofort mit der Anwesenheit einer Stieffamilie klarkommen.

Das belastet nicht nur die Beziehung zu ihrem Vater. Gleichzeitig fällt es ihr schwer, sich Stiefmutter Rachel und Stiefbruder Theo zu öffnen.Vor allem mit letzterem gerät Jessie am Anfang des Öfteren aneinander. Doch die Wogen glätten sich und die beiden kommen ziemlich schnell miteinander aus. Was nicht zuletzt auch an den Eheproblemen von Rachel und Jessies Vater liegt! Das ist auch so ein Punkt, der mich überrascht hat. In wenigen Young-Adult-Romanen (mir fällt gerade ehrlich gesagt keiner ein) liegt der Fokus auf einmal so stark auf den Erwachsenen.

Eine willkommene Abwechslung. Die jugendlichen Figuren leben nicht mehr nur in ihrer eigenen Welt. Sie bekommen mit, was um sie herum außerdem geschieht. Das sorgt zusätzlich für Konfliktpotential und Spannung, hält die Handlung am Leben und den eventuellen Ausgang der Geschichte offen!

Es gibt, um ehrlich zu sein, wenig, was ich an Tell Me Three Things zu kritisieren habe. Als unnötig in die Länge gezogen empfand ich den Zusatz eines dritten love interests für Jessie. Neben Ethan und Liam kommt im Verlauf der Story noch Caleb dazu, ein Freund von Liam. Das hinterließ bei mir den Eindruck, als wollte Julie Buxbaum mit diesem Twist für ein bisschen mehr Spannung im Rätselraten um SNs Identität sorgen. Meiner Auffassung nach vergeblich.

Ich hätte mir vielleicht gewünscht, dass die Chats, wenigstens die zwischen Jessie und SN, in eigenen Kapiteln gestanden hätten, ähnlich, wie in Becky Albertallis Simon vs. the Homo Sapiens Agenda.

Zur Identität von SN möchte in dieser Rezension kein Wort verlieren, das sollte jeder Leser für sich alleine in Erfahrung bringen. Nur so viel: Die Autorin macht wirklich kein Staatsgeheimnis daraus. Nicht nur ich, sondern auch andere Rezensenten haben die Figur hinter Somebody Nobody bereits zu Beginn des Buches schnell erraten können. Diesen doch sehr wichtigen Handlungspunkt hätte Julie Buxbaum deutlich mehr ausreizen und ein größeres Rätsel daraus machen sollen.

Tell Me Three Things - Wenn das Glück in deinem Postfach liegt … ist vom Schreibstil her ein leichtes Buch, bietet dem Leser nichtsdestotrotz an einigen Stellen tiefgründigere Unterhaltung, als man es von einem Young-Adult-Roman möglicherweise erwarten würde. Vor allem Fans von John Green könnten sich bestimmt in dieser Geschichte verlieren und würden sich bestens aufgehoben fühlen.

Veröffentlicht am 18.07.2018

Cover, Klappentext, Inhalt - 3 Gründe dieses Buch zu lesen

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Zuerst der Blick auf das Cover - ja, macht einen definitiv neugierig. Man findet schließlich nicht alle Tage Waffeln auf einem Jugendroman.

Der zweite Blick geht auf den Klappentext. Man fühlt sich direkt ...

Zuerst der Blick auf das Cover - ja, macht einen definitiv neugierig. Man findet schließlich nicht alle Tage Waffeln auf einem Jugendroman.

Der zweite Blick geht auf den Klappentext. Man fühlt sich direkt verbunden, denn jeder kennt doch diese Tage, an denen einfach alles schief geht. Aber dann Hilfe von einem anonymen E-Mail-Absender zu bekommen? Definitiv nicht alltäglich und sehr mysteriös.

Also fängt man an das Buch zu lesen. Und ist erstmal über die E-Mails beziehungsweise später auch Chat-Verläufe überrascht, denn sie sind so unglaublich gut geschrieben. Man erfährt innerhalb kürzester Zeit so viel über die Charakter und es vergeht kaum eine Nachricht in der man nicht mindestens schmunzeln muss. Allgemein ist der Schreibstil locker-leicht und wirklich angenehm zu lesen.

Die Geschichte ist wirklich schön aufgebaut. Nicht zwangsläufig etwas neues, aber vielleicht in dieser Zusammensetzung. Man kann sich gut in die Welt einleben, da sie total realistisch geschrieben ist und man immer wieder etwas aus seinem eigenen Leben entdeckt.

Die Charaktere sind einem recht schnell sympathisch oder eben nicht - je nachdem, was die Autorin für die jeweilige Figur vorsieht. Bei den Nebencharakteren dauert es zwar etwas länger, bis dass man sie näher kennenlernen darf, aber auch das lohnt sich sehr.
Die Gefühle der Protagonistin Jessie sind wirklich immer sehr gut beschrieben. An manchen Stellen war es jedoch ein wenig störend, dass sie komplett unreif gewirkt hat - was aber wirklich nur eine kurze Phase war.
Und natürlich geht von Anfang an das Rätselraten los, wer denn der heimliche E-Mail-Helfer ist. Man selbst verdächtigt innerhalb kürzester Zeit so ziemlich jede Person, die auch nur erwähnt wird und wenn man alle durch hat beginnt man eben wieder von vorne. Genauso tut es unsere Protagonistin, was wirklich sehr amüsant ist. Und ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen: Die Auflösung ist wirklich kreativ gelöst worden, wenngleich man sich wünschen würde, dass das Buch noch ein bisschen mehr ausklingen würde.

Alles in allem ist es ein wirklich schöner Liebesroman für jüngere Leser, der perfekt in den Sommerurlaub passt - vorausgesetzt man hat nichts dagegen, das er zu einem großen Teil in der Schule spielt. Es lässt sich wirklich schnell lesen, da der Schreibstil und die Geschichte sehr erfrischend sind. Wie bei jedem Buch gibt es natürlich ein paar Ecken und Kanten, aber letztendlich konnte man dann doch darüber hinwegsehen.

Veröffentlicht am 17.07.2018

Kann das Glück wirklich so einfach im Postfach liegen?

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Tell me three Things ist ein wunderschöner Jugendroman aus der Feder von Julie Buxbaum und dreht sich um das alltägliche Leben eines Teenagers mit all seinen Problemen. Es ist ein E-Mail/Chatroman und ...

Tell me three Things ist ein wunderschöner Jugendroman aus der Feder von Julie Buxbaum und dreht sich um das alltägliche Leben eines Teenagers mit all seinen Problemen. Es ist ein E-Mail/Chatroman und doch wieder nicht ganz, also quasi genau das, was ich mir gewünscht hatte, weshalb es sofort mein Interesse geweckt hat. Dazu stand "Mein Herz in allen Einzelteilen" von der Autorin ebenfalls sehr weit oben auf meiner Wunschliste und die Leseprobe hat mich absolut überzeugen können, es war quasi Liebe auf den ersten Blick. Und dabei bleibt es nicht nur!

Das Cover finde ich sehr gelungen. Es drückt gleich aus, dass es ein Jugendbuch ist durch die Farben und einfach das Design. Die Waffeln, jeweils zwei Hälften, die zu einem Ganzen werden, haben eine wunderbare Bedeutung, die schnell aufgelöst wird und machen das ganze Cover verspielt und einfach süß. Im Hintergrund sieht man Sätze, die auf die ganzen Gedanken und Chatgespräche von Jessie hindeuten und auch super passen. Am besten gefällt mir aber wirklich der Titel: "Tell me three things", also "Erzähl mir drei Dinge". Es trifft den Kern des Romans einfach super genau und gut!

Jessie muss sich der grausamen Wirklichkeit stellen: Nach dem Verlust ihrer geliebten Mutter hat ihr Vater aus heiterem Himmel heimlich geheiratet und nun ziehen die beiden von Jessies geliebten Chicago nach L.A. zu ihrer reichen Stiefmutter und ihrem Sohn. Für Jessie eher ein Albtraum: Neue Schule, neuer Familie, neuer Ort. Sie muss ihre Freunde und ihr gewohntes Terrain verlassen. Und dazu noch die berühmte Stadt Los Angeles ziehen, die für ihre Berühmtheiten und Divas bekannt ist. Jessie besucht von nun an die Wood Valley-Highschool und prompt fühlt sie sich auch schon ausgeschlossen in dieser Welt der Reichen und Hübschen. Schlimmer könnte es kaum für sie sein, bis sie auf einmal nach ihrem ersten Schultag eine E-Mail von einem fremden Mister Somebody Nobody bekommt. Und auch wenn Jessie kaum etwas über SNs Identität weiß, entspinnt eine wunderbare Freundschaft, die Jessie bald nicht mehr missen möchte... Aber kann es wirklich so einfach sein? Kann das Glück einfach so im Postfach liegen? Wer ist nur SN? Und so nimmt das neue Chaos in Jessies Leben ihren Lauf...

Der Schreibstil von Julie ist einfach so toll. Ich habe mich direkt in ihn verliebt, denn er ist wunderbar humorvoll, was wirklich eines der besten Aspekte im Buch ist. Jessies Humor ist manchmal unschlagbar und der Schreibstil ist immerzu sehr flüssig, leicht und locker zu lesen, jugendlich und man muss manchmal einfach mit Jessie leiden, die es in ihrem Leben echt nicht einfach hat. Am liebsten gefällt mir ja, dass es kein gänzlicher E-Mail/Chatroman ist, sondern Nachrichten und Mails mit der normalen Erzählform verbunden sind und somit einem die Charaktere und deren Gedanken sehr gut näher bringen können. Diesen Wechsel fand ich einfach wunderbar erfrischend und hat es mir total gut gefallen! Ebenso schleichen sich auch tiefgründige Gedanken ein, die sich sehr gut einfügen und einen nachdenken lassen.

Jessie weiß eins ganz sicher: Sie hasst ihr neues Leben in L.A. Sie musste ihre beste Freundin Scarlett zurücklassen und ihre neue Familie ist eher nervig und kalt als eine Hilfe. Und von der Wood Valley will sie gar nicht erst anfangen. Eine Welt, in die sie einfach nicht gehört. Alle Schüler dort sind überdurchschnittlich. Überdurchschnittlich gutaussehend, schön und überdurchschnittlich intelligent und engagiert. Für Jessie, die nur normaler Durchschnitt ist und kein großes Selbstbewusstsein hat, der blanke Horror. Doch vielleicht ändern sich die Dinge mit der Zeit, denn Hass und Liebe liegen nah beieinander. Vor allem als sie unerwartet eine Mail bekommt...

Ich habe Jessie schon vom ersten Moment an super gemocht. Ich konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren, auch wenn sie mir durchaus leid getan hat, da sie mit so vielen neuen Eindrücken umgehen musste und von einem Fettnäpfchen ins nächste getreten ist. Ich hätte sie aber auch manchmal gerne geschüttelt, denn sie ist ein wunderbares Mädchen mit tollem Humor und sehr stark und daher braucht sie sich gar nicht zu schämen. Sie ist so gut wie sie ist. Sie ist eben ein typischer Teenager, der jedoch schon einiges erleben und erleiden musste. Ich hoffe ja, dass es hoffentlich von nun an besser für sie sein wird.

Wen ich auch besonders mochte war SN. Man weiß eigentlich kaum etwas über ihn, gleichzeitig hat man das Gefühl, man hätte ihn schon ewig als Freund. Er und Jessie sind auf einer perfekten Wellenlänge und natürlich war es super spannend und interessant miträtseln, wer sich hier Somebody Nobody, dem humorvollen virtuellen Jungen, stecken könnte. Jedoch waren auch die Nebencharaktere gut gelungen und die Autorin hat einen doch bis zum Schluss zappeln lassen!

Für mich ist "Tell me three things" ein super tolles Jugendbuch, das einem sehr schöne Stunden bereitet, mit sehr liebevollen Charakteren, einem wunderbaren Humor und einer schönen Storyline. Ich mag sowas eben einfach, auch wenn das Ende für manche vielleicht klischeehaft sein mag, so habe ich es sehr gemocht und war begeistert von diesem Buch. Nicht sehr anspruchsvoll, aber dafür umso amüsanter und daher perfekt für heiße Sommertage und Jugendbuchliebhaber, die Chatromanen nicht abgeneigt sind. Ein vollkommener Genuss für mich mit einem wunderschönen Cover und einer genauso wunderschönen Geschichte. Definitiv ein Lieblingsbuch! Die Autorin wird definitiv von mir weiterverfolgt, ich freue mich schon auf "Mein Herz in allen Einzelteilen" von ihr. Ich vergebe wundervolle 5*****!