Leserunde zu "Truly Madly Guilty" von Liane Moriarty

Platz 1 der NEW-YORK-TIMES- und der australischen Bestsellerliste

Manchmal dauert es nur einen Augenblick - und das Leben gerät völlig aus den Fugen.

Der neue Roman von Liane Moriarty erscheint im Mai und ihr könnt ihn hier schon vor allen anderen lesen! Bewerbt euch jetzt für die Leserunde zu "Truly Madly Guilty" von Liane Moriarty und sichert euch die Chance auf eines von 40 kostenlosen Leseexemplaren!

Ihr wollt wissen, nach welchen Kriterien wir die Teilnehmer für eine Leserunde auswählen? Dann schaut in unseren FAQs vorbei, hier für euch der direkte Link zum Thema Leserunden. Erfahrt dort auch, was einen guten Leseeindruck ausmacht.

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 09.04.2018 - 29.04.2018
  2. Lesen 14.05.2018 - 10.06.2018
  3. Rezensieren 11.06.2018 - 24.06.2018

Bereits beendet

Cover-Bild Truly Madly Guilty
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Liane Moriarty (Autor)

Truly Madly Guilty

Jede Familie hat ihre Geheimnisse. Roman

Sylvia Strasser (Übersetzer)

In der Familie ihrer Freundin Clementine fand Erika stets Halt und Geborgenheit, in ihrem eigenen Zuhause nicht. Auch heute ist Clementine ihr Zufluchtsort, und nun hofft Erika in einem delikaten Fall auf Hilfe: Sie und ihr Mann Oliver sind ungewollt kinderlos, und sie möchte die Freundin um einen mehr als großen Gefallen bitten. Als Erika das Thema bei einem gemütlichen Barbecue anspricht, nehmen Ereignisse ihren Lauf, die in eine Katastrophe münden. Ist ihre Freundschaft stark genug, um diese zu überstehen?

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 12.06.2018

Freundschaft ist nicht immer gleich Freundschaft

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Erika und Clementine sind seit der Schulzeit Freundinnen. Clementine hat alles was sich Erika im Moment wünscht... Kinder. Hiervon weiß Clementine allerdings nichts, da sie immer davon ausging, dass Clementine ...

Erika und Clementine sind seit der Schulzeit Freundinnen. Clementine hat alles was sich Erika im Moment wünscht... Kinder. Hiervon weiß Clementine allerdings nichts, da sie immer davon ausging, dass Clementine keine Kinder will, bis zu jenem Sonntag, an dem Erika und ihr Ehemann Oliver Clementine und ihren Mann Sam sowie die Kinder zum Tee einladen und die alles entscheidende Frage stellen. Erika und Oliver möchten, dass Clementine ihnen ein Ei spendet, damit auch sie ein Kind bekommen können.

Die Frage bleibt unbeantwortet und der Schock sitzt bei Clementine und ihrem Mann Sam tief. Dass sie sogleich alle gemeinsam zu einer Grillparty bei Erikas Nachbarn Vid und Tiffany eingeladen sind, macht es nicht unbedingt besser.

Es wird viel getrunken, sogar Erika, die ansonsten keinen Alkohol trinkt, gönnt sich nach diesem Gespräch das ein oder andere Glas, was bei ihr zu einem teilweisen Blackout führt, da sie parallel noch Tabletten eingenommen hat. Auch bei den anderen geht es feuchtfröhlich zu, bis ein schreckliches Unglück passiert, was das Leben aller an dieser Grillparty teilnehmenden Personen für immer verändert und auch jede einzelne Beziehung gründlich durchleuchtet und auf die Probe stellt.

Das Cover gefällt mir sehr gut und auch den Schreibstil finde ich hervorragend. Ich habe in diesem Stil bislang noch kein Buch gelesen. Die Grillparty und das Ereignis sind der Mittelpunkt der Geschichte und die Autorin erzählt um die Grillparty herum, was vorher geschah, teilweise was während der Grillparty geschah und dann auch noch aus den jeweils einzelnen Perspektiven der Charaktere. Anfangs war es ein wenig schwer reinzukommen, aber sobald man einmal drin ist, macht es genau dieser Stil so spannend und es ist toll, dass man wirklich aus jeder Perspektive lesen kann.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Allerdings lies die Spannung nach der Auflösung des Geschehnisses auf der Grillparty rapide nach. Trotzdem möchte man wissen, wie es ausgeht und wie sich die Charaktere danach weiterentwickeln.

Alles in Allem ist es ein sehr gelungenes Buch und ich kann es guten Gewissens weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 24.06.2018

Psychologische Betrachtung

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Erika und Clementine sind seit der Schulzeit Freundinnen. Scheinbar. Denn viel Neid und negative Gefühle spielen in ihrer Beziehung eine Rolle – woher das rührt erfährt der Leser im Verlauf der Geschichte. ...

Erika und Clementine sind seit der Schulzeit Freundinnen. Scheinbar. Denn viel Neid und negative Gefühle spielen in ihrer Beziehung eine Rolle – woher das rührt erfährt der Leser im Verlauf der Geschichte. Der Dreh- und Angelpunkt in dieser Geschichte sind Kinder. Clementine hat zwei Töchter, Erika wünscht sich mit ihrem Partner Oliver sehnlichst Kinder.
Als Erika und Oliver Clementine und deren Ehemann Sam um eine Eizellspende bitten nimmt die Geschichte ihren Lauf. Es geht um Schuld, um Rache und um die Aufgaben, die man als Eltern erfüllen muss.
Die Geschehnisse werden im Rückblick geschildert, so dass man als Leser immer nur langsam, Stück für Stück erfährt, was die alles entscheidende Frage nach der Eizellspende ausgelöst hat. So wird die Spannung enorm gesteigert, teilweise wirkte dies für mich aber nach einem künstlichen Spannungserhalt und hat etwas genervt.
Nachdem der Leser erfahren hat, was geschehen ist, sind die Gedanken und Gefühle der Akteure jedoch wunderbar einfühlsam beschrieben. Die Akteure selbst machen Entwicklungen durch, die nachvollziehbar und reinigend zugleich sind.

Alles in allem ein gutes Buch mit einer interessanten Thematik, die vom Gesichtspunkt der Psyche der beiden Freundinnen aus behandelt wird.

Veröffentlicht am 24.06.2018

Unerwartete Wendung

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Es wird die Geschichte zweier Familien erzählt, bei der die Mütter Clementine und Erika Freundinnen sind.

Allerdings ist es am Anfang etwas langatmig und ich konnte das Bucht gut zur Seite legen, obwohl ...

Es wird die Geschichte zweier Familien erzählt, bei der die Mütter Clementine und Erika Freundinnen sind.

Allerdings ist es am Anfang etwas langatmig und ich konnte das Bucht gut zur Seite legen, obwohl mir der Schreibstil gut gefällt.

Der Titel und das Cover passen sehr gut zur Handlung.

Die beteiligten Personen waren mir sympathisch und ich konnte mich gut in Sie hineinversetzen.

Dass irgend etwas geschehen ist, darauf wurde meiner Meinung nach zu lange hingearbeitet. Es zog sich wie Kaugummi. Erst als zu lesen war was geschehen ist konnte ich mich richtig hineindenken, dies war ganz unerwartet und ab da hat mir das Buch gut gefallen.

Sehr schön fand ich, dass man die Gedanken der einzelnen Personen miterlebt hat und daduch tief in die Gefühlswelt der Beteiligten eintauchen konnte.

Das Ende war klasse.

Alles in allem ein guter Roman, über Freundschaft und Gefühle.

Veröffentlicht am 23.06.2018

Ein verhängnisvoller Grillabend

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Cover:
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Das Cover wirkt ein bisschen mysteriös mit den dunklen Farben im Hintergrund und der zerrissenen Gänseblümchenkette als Symbol für eine zerrissene Freundschaft. Das passt zwar gut ...

Cover:
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Das Cover wirkt ein bisschen mysteriös mit den dunklen Farben im Hintergrund und der zerrissenen Gänseblümchenkette als Symbol für eine zerrissene Freundschaft. Das passt zwar gut zum Inhalt, wirkt auf mich jedoch wenig anziehend. Mir hätte das US-Cover mit dem Haus, über dem ein Gewitter schwebt und einer Glasglocke viel besser gefallen. Für mich ein gutes Beispiel, dass eine Änderung des Covers für einen anderen Markt nicht immer vorteilhaft ist.

Inhalt:
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Drei Pärchen treffen sich zu einem Grillabend: Erika und Oliver, die sich Kinder wünschen, aber keine bekommen können. Clementine, Erikas beste Freundin aus Kindheitstagen mit ihrem Mann Sam samt ihrer Kinder Ruby und Holly. Und als drittes Tiffany und Vid mit ihrer Tochter Dakota. Der Abend entwickelt sich zu einem Desaster und die vorher scheinbar heile Welt beginnt nach und nach zu bröckeln. Es werden viele Geheimnisse offenbart, es gibt ein Unglück und einen mysteriösen Todesfall. Danach ist nichts mehr so, wie es vorher zu sein schien.

Mein Eindruck:
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Nachdem ich "Tausend kleine Lügen" verschlungen hatte, war ich sehr gespannt auf dieses Werk. Vom Stil ist sich die Autorin treu geblieben: es gibt einen Toten, dessen Tod nicht eindeutig geklärt ist, es gibt einen geheimnisvollen Event, von dem abwechselnd mit dem Geschehen der Gegenwart in den einzelnen Kapiteln erzählt wird. Soweit nichts Neues. Durch eine Vielzahl von Andeutungen und dem ständigen Rückwärts-Vorwärts-Spulen der Handlung entsteht auch hier ein gewisses Knistern, eine Spannung. Man liest einfach weiter, weil man das Bedürfnis hat, zu erfahren, was genau passiert ist. Wie bereits bei "Tausend kleine Lügen" hat Liane Moriarty für ihren Roman ein bestimmtes zentrales Thema gewählt, um das sie die vielen kleinen Handlungen ihrer Figuren herum strickt und dabei geschickt weitere, gesellschaftliche Nebenthemen darin einfließen lässt. In diesem Fall steht das Thema Angehörige von Messies im Vordergrund, begleitet von Freundschaft, Ehe und der Bedeutung von Kindern für eine Paarbeziehung.

Wieder einmal mochte ich die Sprache, mal blitzt ein leichter Humor auf, mal wird es tragisch und ernst und manchmal auch poetisch:

"Wenn man Kinder hatte, wurde man zu einer kleineren, rudimentären, primitiven Ausgabe seiner selbst: Talente, Ausbildung oder berufliche Erfolge - das alles zählte nicht mehr. Aber kein Mensch sagte einem das." (S. 72)

"Und dann gab es Augenblicke, in denen sie sich fragte, ob sie sich das alles nur einbildete, ob sie mal wieder viel zu melodramatisch wegen etwas ganz Normalem und Unvermeidlichem war. Dass die Beziehung fade und langweilig wurde, passierte schließlich jedem. Das nannte man »Ehe«. (S. 288)

"Hatte nicht jeder ein anderes Leben im Ärmel, das ihn vielleicht glücklich gemacht hätte?" (S. 216)

Moriarty schafft es, durch kleine Einstreuungen den Leser nachdenklich zu machen und beweist damit eine scharfe Beobachtungsgabe der Menschen und ihres Alltags. Wieder einmal geht es um Geheimnisse, die so unterschiedlich sind, wie die Protagonisten selbst und die wie bei einer Zwiebel schichtweise enthüllt werden. Die Kapitel sind aus wechselnder Sicht der Figuren beschrieben, so dass der Leser ein umfassendes Bild jeder Person und letztendlich des gesamten Geschehens bekommt. Im Vergleich zu "Tausend kleine Lügen" liest sich diese Buch nicht ganz so spannend, das verhängnisvolle Ereignis betreffend. Dafür fokussiert er sich mehr auf die zwischenmenschlichen Konflikte und besonders ab der zweiten Hälfte auf den Umgang der Personen mit diesem Ereignis und ihrer Veränderung hierdurch. Das Ende des Roman ist hoffnungsvoll und versöhnlich und fühlte sich für mich rund an.

Fazit:
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Ein Todesfall, ein tragisches Ereignis und jede Menge Geheimnisse - Wieder mal zeigt Moriarty ihre scharfe Beobachtungsgabe und einen pointierten Sprachstil, lässt aber in der Spannung etwas nach

Veröffentlicht am 23.06.2018

Eine Welt voller Familie, auf jede nur erdenkliche Art

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Ein Roman über Familie, Beziehungen, Freundschaften, über Eltern, Kinder und all die kleinen Geheimnisse, die man so mit sich trägt, durchs Leben.
Clementine und Erika sind Freundinnen, seit Kindertagen. ...

Ein Roman über Familie, Beziehungen, Freundschaften, über Eltern, Kinder und all die kleinen Geheimnisse, die man so mit sich trägt, durchs Leben.
Clementine und Erika sind Freundinnen, seit Kindertagen. Es ist eine sehr spezielle etwas schwierige Freundschaft, die Clementines Mutter nahezu erzwungen hat, um die kleine Erika aus ihrem schwierigen Umfeld zu holen und sie so durch Kindheit und Jugend zu bringen. Beide sind verheiratet und Clementine hat zwei süße Mädchen, zu denen Erika, die, wie man glaubt, keine eigenen Kinder haben möchte, eine sehr herzliche Beziehung hat. An einem ganz normalen Nachmittag treffen sich die beiden Familien bei einem Nachbarn zu Grillen. Vid, Tiffany und ihre Tochter Dakota sind die Gastgeber und es scheint ein sehr angenehmes unbeschwertes Beisammensein zu werden, bis es zu einem Vorfall kommt, der alles verändert, die Fundamente ihres Lebens ins Wanken und vielleicht sogar zum Einsturz bringt.
Ein ungeheure Spannung erzeugender Erzählstil, kunstvoll mit ständigen Vor- und Rückblenden langsam auf das eigentliche Ereignis zusteuernd, macht diesen Roman zu einem den Leser geradezu in die Geschichte hineinziehenden Drama, einem Drama, wie das Leben nun mal so spielt. Doch wenn man denkt, mit der 'Enthüllung' dessen, was dann letztendlich passiert,
fällt die Spannung in sich zusammen, liegt falsch. Ohne wirklich auf ein neues großes Ziel zuzusteuern, legt sich eine erneute Intensität auf die weitere Handlung, die einen erst gar nicht zum Durchatmen kommen lässt. Wobei Handlung vielleicht schon etwas zu viel gesagt ist, es ist einfach nur das Leben, das man uns Leser hier mit erleben lässt und das uns am Ende mit jeder Menge eigener Gedanken darüber zurücklässt.
Ein tolles Buch, das jede Menge Leben zwischen seinen Seiten verbirgt.