Leserunde zu "Die einzige Zeugin" von Tove Alsterdal

Der spannende Pageturner aus Schweden
Cover-Bild Die einzige Zeugin
Produktdarstellung
(27)
  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

Tove Alsterdal (Autor)

Die einzige Zeugin

Kriminalroman

Beckomberga, Stockholm: Hier lag einst eine der größten psychiatrischen Anstalten Europas. Inzwischen ist auf dem Gelände eine exklusive Wohngegend entstanden. Hierhin zieht auch Svante Levander mit seiner neuen Liebe. Als er auf dem Heimweg hinterrücks ermordet wird, fällt der Verdacht auf seine Ex-Frau. Sie wird verhaftet. Aber ist sie schuldig? Nur eine Person könnte bezeugen, was wirklich vorgefallen ist: eine Frau, die in unmittelbarer Nähe saß und bettelte. Doch die ist spurlos verschwunden.

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 17.07.2019 - 06.08.2019
  2. Lesen 21.08.2019 - 10.09.2019
  3. Rezensieren 11.09.2019 - 24.09.2019

Bereits beendet

Bewerbt euch jetzt für die Leserunde zu "Die einzige Zeugin" von Tove Alsterdal und sichert euch die Chance auf eines von 30 kostenlosen Leseexemplaren!

Bei unserer Spannungs-Mittwoch-Leserunde startet jeden Mittwoch eine neue Bewerbungsphase für einen Titel aus dem Krimi- oder Thrillerbereich - für alle, die Nervenkitzel lieben und immer auf der Suche nach fesselndem Lesestoff sind!

Ihr wollt wissen, nach welchen Kriterien wir die Teilnehmer für eine Leserunde auswählen? Dann schaut in unseren FAQs vorbei, hier für euch der direkte Link zum Thema Leserunden. Erfahrt dort auch, was einen guten Leseeindruck ausmacht.

Hinweis: Das Buch nicht in Kapitel eingeteilt ist, geben wir hier nochmal die letzten Sätze der jeweiligen Leseabschnitte an:

Abschnitt 1, Seite 1 bis 179 (einschließlich "Dann macht er ein Feuer und isst, bis die Morgensonne
sich auf dem Wasser spiegelt.")

Abschnitt 2, Seite 180 bis 360 (einschließlich "Das ist alles, was sie über das Kind weiß, das sie gebären wird."

Abschnitt 3, Seite 361 bis Ende

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 12.09.2019

Kaum Spannung und langweiliger Mittelteil

0

Die Protagonistin Eva wird des Mordes an ihrem Ex-Mann Svante angeklagt und macht sich auf die Suche nach einer Zeugin, die ihre Unschuld beweisen kann und spurlos verschwunden ist. Und diese Suche macht ...

Die Protagonistin Eva wird des Mordes an ihrem Ex-Mann Svante angeklagt und macht sich auf die Suche nach einer Zeugin, die ihre Unschuld beweisen kann und spurlos verschwunden ist. Und diese Suche macht sich im Buch auch seeehr breit und gipfelt in einem Roadtrip quer durch Europa. Der Fokus liegt dabei aber eher auf einer sehr ausführlichen Beschreibung der derzeitigen Flüchtlings- Obdachlosen- und Romaproblematik, die sicher besteht, aber mit diesem sogenannten Krimi überhaupt nichts gemeinsam hat.

Eva verbindet ihre Suche auch mit einer Kontaktaufnahme zu ihrem Sohn und dem Versuch, ihr gestörtes Verhältnis zu verbessern. Auch dieses Problem war für den Hanlungsfortgang eher überflüssig.

Der Prolog, der meiner Meinung nach auch der spannendste Teil des Buches ist, hörte sich so vielversprechend an, spielte er doch auf dem Gelände einer ehemaligen Psychiatrie. Leider hat es dies Thema aber nicht über einen Nebenschauplatz hinaus geschafft und auch die ehemalige Krankenschwester Ulla taucht nur noch als Statistin auf. Sehr schade, denn sie war die einzige, für die ich Sympathie aufbringen konnte. Auch der Handlungsstrang um Niklas und die Jungen und die kurzen Szenen des "Verwirrten" haben keinen Spannungsbogen aufbauen können. Sie haben irgendwie nicht zum Gesamtbild gepasst.

Der Schluss war für mich dann komplett ernüchternd. Mit dem Ergebnis habe ich nicht gerechnet. Es war nicht schlüssig und Motiv sowie Hintergrund der Tat sind mir zu stiefmütterlich behandelt worden. Was mir aber - außer der Spannung - am meisten gefehlt hat, war die polizeiliche Ermittlungsarbeit. Die gehört für mich zu einem guten Krimi einfach dazu. Die paar Nebensätze aus der Vernehmung waren mir einfach zu wenig.

Der Schreibstil an sich war angenehm und lies sich flüssig lesen, soweit man den langweiligen Mittelteil mal außer Acht lässt, aber die Geschichte hat mich enttäuscht.

  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
Veröffentlicht am 12.09.2019

der Krimiteil blieb auf der Strecke

0

Beckomberga, Stockholm: Hier lag einst eine der größten psychiatrischen Anstalten Europas. Inzwischen ist auf dem Gelände eine exklusive Wohngegend entstanden. Hierhin zieht auch Svante Levander mit seiner ...

Beckomberga, Stockholm: Hier lag einst eine der größten psychiatrischen Anstalten Europas. Inzwischen ist auf dem Gelände eine exklusive Wohngegend entstanden. Hierhin zieht auch Svante Levander mit seiner neuen Liebe. Als er auf dem Heimweg hinterrücks ermordet wird, fällt der Verdacht auf seine Ex-Frau Eva. Sie wird verhaftet. Aber ist sie schuldig? Nur eine Person könnte bezeugen, was wirklich vorgefallen ist: eine Frau, die in unmittelbarer Nähe saß und bettelte. Doch die ist spurlos verschwunden.

Dieser Krimi beginnt ziemlich spannend. Der klare schnörkellose Schreibstil der Autorin gefällt mir. Die verschiedenen Handlungsstränge und Ereignisse sind gut beschrieben und ausgearbeitet. Die vielen Protagonisten sind sehr unterschiedliche Charakteren die man einerseits mag oder nicht. Eva, Ex-Frau von Svante, gerät ziemlich schnell unter Mordverdacht. Sie kann sich kaum an die Geschehnisse erinnern, da sie selbst niedergeschlagen wurde. Anlässlich der polizeilichen Verhöre verstrickt sie sich immer mehr in Lügen, die ihr kaum helfen. Ihr verwöhnter Sohn Filip will von seiner Mutter nichts wissen, obwohl sie förmlich seine Hilfe und Unterstützung erbettelt.

Nach den ersten paar Kapiteln, die mich einen spannenden Krimi erwarteten, ziehen sich die weiteren Kapiteln ziemlich in die Länge. Viele Eindrücke, Erklärungen und Dialoge zwischen den einzelnen Figuren sind zwar gut ausgearbeitet, haben jedoch direkt mit dem Krimi nichts zu tun. Der Mord an Svante wird zu stark den Rand gedrückt. Auch fehlen die Massnahmen, die seitens der Polizei unternommen werden.

Fazit: Ein Krimi der kein Krimi ist, eher ein Roman über die ehemalige psychiatrische Anstalt Beckomberga aus der damaligen Zeit und wie das Gelände heute genutzt wird. Die zwischenmenschlichen Beziehungen unter den Protagonisten sowie ein sehr ausführlicher Bericht über ausgegrenzte Ethnien wie Romas, Sintis und andere Flüchtlinge.

Aufgrund der Leseprobe erwartete ich einen nicht alltäglichen Krimi. Leider wurde ich enttäuscht.

  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren