Leserunde zu "Das Lied des Nordwinds" von Christine Kabus

Atmosphärisch, emotional und mitreißend geschrieben

Christine Kabus zog schon als Kind der hohe Norden, den sie zunächst durch die Bücher von Astrid Lindgren und Selma Lagerlöf kennenlernte, in seinen Bann. Vor allem die ursprüngliche, mythische Landschaft Norwegens beflügelte ihre Fantasie. Heraus kommen dabei wunderbar atmosphärische Norwegenromane über große Gefühle und dunkle Geheimnisse.

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Timing der Leserunde

  1. Bewerben 12.02.2018 - 04.03.2018
  2. Lesen 19.03.2018 - 15.04.2018
  3. Rezensieren 16.04.2018 - 29.04.2018
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Christine Kabus (Autor)

Das Lied des Nordwinds

Norwegenroman

Zwei Frauen, ein Geheimnis und eine unverhoffte Reise

Norwegen, 1905. Das Jahr, in dem das Land um seine Unabhängigkeit ringt, markiert auch für zwei sehr unterschiedliche Frauen einen Wendepunkt:

In Stavanger tritt Liv, ein Mädchen aus ärmsten Verhältnissen, eine Stelle als Dienstmagd an und muss schon bald die schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen: Darf sie sich gegen ihren Dienstherren stellen, um einem kleinen Jungen zu helfen, den ein trauriges Schicksal erwartet? Auch für die junge Gräfin Karoline im fernen Schlesien steht ihre Existenz auf dem Spiel. Der Familienbesitz würde an einen entfernten Verwandten gehen, wenn ihr schwerkranker Mann ohne Erben stirbt. Als sie erfährt, dass er kurz vor der Hochzeit in Norwegen ein Kind gezeugt hat, schmiedet sie einen abenteuerlichen Plan.


Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 23.04.2018

Starke Frauen

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Das Buch von Christine Kabus beschreibt die Entwicklung von 2 jungen Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Liv ist Hausangestellte einer norwegischen Familie und stammt aus einfachsten Verhältnissen. ...

Das Buch von Christine Kabus beschreibt die Entwicklung von 2 jungen Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Liv ist Hausangestellte einer norwegischen Familie und stammt aus einfachsten Verhältnissen. Karoline ist eine Tochter aus gutbürgerlichem, reichen Haus, die in eine Adelsfamilie eingeheiratet hat und lebt auf einem schlesischen Schloss. Beide sind sehr fremdbestimmt und erfahren sich ohnmächtig gegenüber ihrer Familie und den gesellschaftlichen Anforderungen.
Große Teile der Handlung spielen in Norwegen, dessen Landschaften sehr eindrucksvoll geschildert werden. Auch die kulinarischen Genüsse kommen nicht zu kurz!

Die Geschichten der beiden Frauen werden abwechselnd geschildert. Man ahnt früh, welchen Bezugspunkt es gibt, aber bis zur letzten Seite wird dadurch eine große Spannung aufgebaut. Beide Frauen werden sehr authentisch beschrieben und wachsen dem Leser schnell ans Herz mit ihren Nöten und Ängsten. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, aber doch so bildreich, dass man die dargestellten Landschaften vor Augen hat.

Obwohl keine wichtigen historischen Persönlichkeiten mitspielen, empfehle ich das Buch allen, die gerne historische Romane mit starken Frauenpersönlichkeiten lesen. Die Unabhängigkeit Norwegens und der Kampf um die Rechte der Frauen in Nordeuropa spielen eine Nebenrolle. Außerdem werden die damaligen Zustände im Alltag der Menschen und die Arten zu reisen sehr detailreich dargestellt.

Veröffentlicht am 23.04.2018

Eine Reise durch Norwegen

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Karoline von Blankenburg-Marwitz, lebt abgeschottet im Schloss Katzbach mit ihren Schwiegereltern Gräfin Alwina und Graf Herrmann. Sie müsste doch eigentlich glücklich sein, denn ein lang gehegter Traum ...

Karoline von Blankenburg-Marwitz, lebt abgeschottet im Schloss Katzbach mit ihren Schwiegereltern Gräfin Alwina und Graf Herrmann. Sie müsste doch eigentlich glücklich sein, denn ein lang gehegter Traum ist für sie doch in Erfüllung gegangen. Sie hätte ja nicht ahnen können, dass ihre Einheirat in ein adeliges Haus sie so isolieren würde. Ihr Mann Moritz hat nichts besseres zu tun als durch die Gegend zu reisen und seine Ehefrau zu ignorieren. In den kurzen Besuchen zu Hause gibt er sich auch keine Mühe, sondern er lässt Karoline spüren, dass er sie nicht aus Liebe geheiratet hat. Er und seine Eltern waren lediglich an der guten Mitgift interessiert. So kommt es, dass Karoline sich selbst immer mehrt isoliert und sich in Romane träumt.
Moritz kehrt nach Hause zurück und ist schwer erkrankt. Niemand möchte Karoline Auskunft geben. Sie wird von dem Hausarzt abgepasst, der ihr Fragen zu ihrem Befinden stellt. Diese Fragen öffnen Karoline die Augen und sie muss erkennen, dass ihr Mann an einer Geschlechtskrankheit erkrankt ist, die nun sein Herz angreift. Karoline wird klar, dass sie nicht der Grund ist für das Ausbleiben einer Schwangerschaft . Die Familie droht alles zu verlieren, sollte Moritz sterben, da es eine alte Familienfehde gibt und Karoline noch keinen Erben zur Welt gebracht hat. Im Streit um die Zeugungsfähigkeit von Moritz verspricht sich Alwina, welches Karoline aufhorchen lässt. Das, was Alwina gesagt hat, lässt ihr keine Ruhe und als sich Karoline alleine wähnt, schleicht sie sich in das Zimmer von Alwina, um der Sache auf den Grund zu gehen. Dort findet sie einen an Moritz adressierten Brief. Der Inhalt gibt Preis, dass er eine junge Norwegerin geschwängert hat. Alwina erwischt Karoline und schmeißt diese raus. Sie bittet sie für ein paar Tage zu ihrer Familie zu fahren, da sie Karoline nicht mehr sehen möchte. In Karoline reift der Plan nach Moritz Kind in Norwegen zu suchen. Sie beginnt ihre Reise bei ihrer alten Schulfreundin Ida, denn von dort kann sie ihre abenteuerliche Reise planen.

Liv Svale, die aus ärmlichen Verhältnissen kommt, tritt eine neue Anstellung bei der Familie Treske an. Bei ihrer Ankunft wird sie Zeugin einer Auseinandersetzung zwischen Oddvar Treske und seinem Sohn Elias. Elias hat sich aus dem Haus geschlichen und Herr Treske, der Missionarslehrer ist, alles andere als erfreut darüber. Nachdem die Beiden im Haus verschwunden sind, schleicht sich Liv in den Stall, denn sie möchte wissen, wieso sich Elias dort hin geschlichen hat und somit Ärger mit seinem Vater in Kauf genommen hat. Sie entdeckt dort eine Dohle mit gebrochenem Flügel und ein Gefäß mit Essen. Elias wollte wohl den kranken Vogel versorgen. Liv kümmert sich darum und tritt dann ihren ersten Dienst an. In dem christlichen Haus wird Liv Zeugin von nicht gerade christlichen Verhalten Elias gegenüber und beschließt sich um ihn zu kümmern. Während ihrer Zeit bei den Treskes lernt sie den Missionar Halvor Eik, der zu Besuch aus Madagaskar da ist, kennen. Sie versucht sich von ihm fernzuhalten, da seine Nähe ihr unangenehm ist. Zu Liv Aufgaben gehört auch Elias zur Schule zu bringen. Auf dem Weg, um ihn abzuholen, wird sie von Bjarne begleitet, den sie zuvor schon bei einem Vortrag von Halvor Eik begegnet ist. Sie verstehen sich gut und Liv fängt an für ihn zu schwärmen. Bjarne muss allerdings kurze Zeit später verreisen und so werden sie sich eine Zeit lang nicht sehen können. Halvor Eik setzt sich in den Kopf Liv zu heiraten, ohne sie zu fragen. Als Herr Treskes Elias in seinem Büro erwischt, sperrt dieser ihn kurzerhand in den Keller und will ihn in ein Heim schicken. Liv, die schon eine enge Bindung zu Elias entwickelt hat, schleicht sich ebenfalls in das Büro von Herrn Treske, um zu finden, wonach Elias gesucht hat. Als sie die Papiere gefunden hat, die Elias gesucht hat, beschließt sie mit ihm zu fliehen.

Das Buch ist unterteilt in zwei Erzählsträngen. Der eine Teil handelt von Karoline und der andere von Liv. Die Abstände der jeweiligen Stränge ist kurz gehalten, so dass man immer noch genau weiß, was man im vorherigen Teil gelesen hat. Die Beschreibungen in diesem Buch sind sehr detailliert. Für Manche könnte diese zu sehr ausgeschmückt sein. Ich denke, das ist Geschmacksache. Ich persönlich fand es sehr schön, weil ich mir dann alles genau vorstellen konnte. Zudem lernt man dort sehr viele geschichtliche Aspekte kennen. Es ist eine sehr schöne Geschichte. Ich persönlich hätte es schöner gefunden, die Geschichte nur aus einer Perspektive zu lesen und dann dafür die Handlungen etwas ausgeschmückter. Das Buch lässt sich sehr gut lesen und es ist schön, dass die Autorin norwegische Zeilen mit reingebracht hat und diese gleich übersetzt hat. Auch wenn sie bestimmt norwegische Speisen oder Begriffe mit reingebracht hat, hat sie gekonnt eine Beschreibung hinzugefügt. So musste man nicht erst das Lesen unterbrechen, um rauszufinden, um was es da eigentlich geht. Deswegen bin ich persönlich ein Freund davon, Dinge detailliert zu beschreiben, denn man kann ja nicht alles kennen. Dieses war mein erstes Buch dieser Autorin und ich werde sicherlich noch andere Werke von ihr lesen.

Veröffentlicht am 22.04.2018

Eine Reise in ein Norwegen der vergangenen Zeit

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Klappentext:

Zwei Frauen, ein Geheimnis und eine unverhoffte Reise

Norwegen, 1905. Das Jahr, in dem das Land um seine Unabhängigkeit ringt, markiert auch für zwei sehr unterschiedliche Frauen einen ...

Klappentext:

Zwei Frauen, ein Geheimnis und eine unverhoffte Reise

Norwegen, 1905. Das Jahr, in dem das Land um seine Unabhängigkeit ringt, markiert auch für zwei sehr unterschiedliche Frauen einen Wendepunkt:

In Stavanger tritt Liv, ein Mädchen aus ärmsten Verhältnissen, eine Stelle als Dienstmagd an und muss schon bald die schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen: Darf sie sich gegen ihren Dienstherren stellen, um einem kleinen Jungen zu helfen, den ein trauriges Schicksal erwartet? Auch für die junge Gräfin Karoline im fernen Schlesien steht ihre Existenz auf dem Spiel. Der Familienbesitz würde an einen entfernten Verwandten gehen, wenn ihr schwerkranker Mann ohne Erben stirbt. Als sie erfährt, dass er kurz vor der Hochzeit in Norwegen ein Kind gezeugt hat, schmiedet sie einen abenteuerlichen Plan.


Meine Bewertung:

Zum Cover: Das Cover gefällt mir besonders gut und zieht einen direkt in den Bann. Es ist zwar nur eine Landschaftsdarstellung, doch genau so denke ich mir sehen Teile Norwegens aus, weshalb das Cover an die Geschichte angepasst ist.

Zum Inhalt: Inhaltlich geht es in diesem Roman um zwei verschiedene Frauen: Karoline und Liv. Karoline heiratet den Adligen Moritz in Schlesien, doch nach der Hochzeit glänzt dieser mit Abwesenheit und Desinteresse. Nachdem Moritz schwer erkrankt, befürchtet Karoline, dass sie nach dessen Tod mittellos dastehen würde. Daraufhin begibt sie sich auf eine Suche nach den Sohn von Moritz. In Norwegen muss Liv eine Stelle als Dienstmagd annehmen, um ihre Familie zu unterstützen. Thematisiert werden auch die Frauenbewegung und die politische Lage und die Unabhängigkeitsbestrebungen Norwegens.

Zum Schreibstil: Dieser Roman hat zwar insgesamt 620 Seiten, doch diese verfliegen einfach nur so dahin und man kann gar nicht mehr aufhören zu lesen.
Die Autorin Christine Kabus hat einen flüssigen, leichten und klaren Schreibstil.
Die Geschichte wird in der Perspektive von Karoline und Liv erzählt. Beide Handlungsstränge sind interessant, verlaufen doch sehr unterschiedlich. Die Erzählung springt zwischen dem Leben von Karoline und Liv hin und her. Eindrucksvoll beschreibt die Autorin das Leben der beiden, ihre Schwierigkeiten und Kämpfe.
Doch auch die Nebenfiguren sind sehr gut und detailliert dargestellt.
Auch ist die Landschaft umwerfend beschrieben worden und macht definitiv Lust auf mehr. Ebenso wurde ein guter Überblick über die politische Lage beider Länder der damaligen Zeit gegeben.
Was mir aßerdem genau so gefallen hat, war die Darstellung der einzelnen Kapitel. Durch sehr genaue Überschriften mit Ort, Monat, Jahreszahl sowie den Namen des Charakters gab es einen guten Überblick, der einem einen guten Leseverlauf ermöglichte.


Mein Fazit:

Dieser Roman ist mein erstes Buch der Autorin Christine Kabus und auch mein erster Norwegenroman. Es ist ein schöner Roman über zwei sehr starke Frauenfiguren, die sich in schweren Zeiten durchsetzen und vielen Frauen der damaligen Zeit ein großes Stück voraus sind.

Ich hatte definitiv schöne und angenehme Lesestunden! Dementsprechend spreche ich eine klare Leseempfehlung aus und gebe diesem Norwegenroman 5 von 5 Sterne!!
Danke an lesejury.de für die Bereitstellung des Rezensionexemplares!

Veröffentlicht am 21.04.2018

Das Lied des Nordwinds

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Karoline ist unglücklich verheiratet. Ihr Mann Moritz ist fast nur unterwegs und die wenigen Tage, die er zu Hause ist, ignoriert er seine Frau fast nur. Die Ehe ist kinderlos und diesen Makel hält Gräfin ...

Karoline ist unglücklich verheiratet. Ihr Mann Moritz ist fast nur unterwegs und die wenigen Tage, die er zu Hause ist, ignoriert er seine Frau fast nur. Die Ehe ist kinderlos und diesen Makel hält Gräfin Alwina, Karolines Schwiegermutter, der jungen Frau regelmäßig vor. Als Moritz schwer erkrankt und Karoline erfährt, dass er offensichtlich mit einer anderen Frau ein Kind gezeugt hat, sieht sie darin ihre Rettung und begibt sich auf eine Reise.

Liv ist in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen und froh im Haushalt der Eheleute Treske eine Arbeit gefunden zu haben, mit der sie ihre Familie unterstützen kann und auch selbst ihr eigenes Leben besser erleben kann als zuvor. Auch wenn die Treskes ihr wohl gesonnen sind, so ist Liv dort nicht ganz glücklich. Insbesondere bedauert sie den Sohn Elias Treske, der von seinem Vater nur mit harter Hand geführt wird. Doch schon bald entdeckt Liv den Grund dafür und wagt es, die Retterin für den Jungen zu spielen.

Die Autorin Christine Kabus schildert in zwei Handlungssträngen die Geschichten der beiden jungen Fauen Karoline und Liv. Beide Erzählungen sind für sich betrachtet spannend, interessant und bergen eine Menge an Informationen über die politische und gesellschaftliche Lage in Norwegen, Dänemark und Deutschland um 1900 herum. Hier werden die Unterschiede zwischen arm und reich, Frau und Mann und vieles mehr dargelegt und vertieft.

Beide Frauen durchleben eine große Entwicklung und gehen auch durch Unterstützung anderer Personen gestärkt und sehr selbstständig durchs Leben. Ihre Wege kreuzen sich nur indirekt und doch sehr intensiv.

Wer die Vorgängerbücher der Autorin kennt, wird feststellen, dass in dieser Geschichte Personen vorkommen, die man von vorher kennt. Wer die Vorgängerbücher nicht kennt, wird aber nichts vermissen.

„Das Lied des Nordwinds“ ist intensiv und spannend und romantisch zugleich. Der Roman geht ans Herz und macht Geschichte lebendig, über die man sich sonst wohl kaum Gedanken gemacht hätte.

Copyright © 2018 by Iris Gasper

Veröffentlicht am 21.04.2018

Das Lied des Nordwinds

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Ein wunderbarer skandinavischer Roman, der den Leser total in seinen Bann zieht. Das Buch besteht aus zwei Handlungssträngen, die dann am Ende zu einer Geschichte zusammenführen. Schon das zauberhafte ...

Ein wunderbarer skandinavischer Roman, der den Leser total in seinen Bann zieht. Das Buch besteht aus zwei Handlungssträngen, die dann am Ende zu einer Geschichte zusammenführen. Schon das zauberhafte Cover lädt den Leser zum Träumen ein. Durch Berge zwängt sich ein Fluß. Natur pur. Karoline, eine Industriellentochter, ist mit Max, Graf von Blankenburg-Marwitz in Schlesien verheiratet. Sie bewohnen das alte Schloß Katzbach. Karoline wird von der Schwiegermutter nicht akzeptiert, die Heirat fand nur dadurch statt, dass die Braut eine hohe Mitgift in das verarmte Schloß mirbrachte. Moritz befindet sich ständig auf Reisen und vergnügt sich mit anderen Frauen. Leider blieb die Ehe bisher kinderlos. Moritz erkrankt schwer und durch Zufall findet Karoline einen Brief, wonach ihr Mann eine Frau in Norwegen geschwänger haben soll. Karoline will dieses Kind nun finden. Gestärkt durch ihre Freundin Ida nimmt sie die Stelle einer Gesellschafterin bei einer älteren Dame und, die sie auf ihrer Reise nach Norwegen begleiten soll. Beim nächsten Handlungsstrang geht es um die junge Liv.Ihre Eltern sind total verarmt und können ihre Kinder nicht mehr ernähren. Deswegen kommt sie in Stellung zu dem Ehepaar Reske, die zwei Kinder haben. Sie hat dort viel zu tun, zumal Herr Treske ein sehr strenger Mann ist. Besonders seinen älteren Sohn behandelt es sehr schlecht. Er bestraft ihn wegen jeder Kleinigkeit, sperrt ihn in den Keller und droht ihm mit dem Erziehungsheim. Da beschließt Liv, mit Jungen zu fliehen. Die Autorin versteht es geschickt, den Leser immer in Spannung zu halten. Trotz der 600 Seiten liest sich das Buch recht flott. Die Sprache ist leicht verständlich und auch die Liebe kommt hier ins Spiel. Wir erfahren viel über die politische Situation im Jahr 1905 und über die Frauenbewegung in dieser Zeit. Auch die Naturbeschreibungen führen den Leser direkt nach Norwegen, lassen einen die Fjorde und die klare Luft spüren. Mich hat das Buch total fasziniert und das wird nicht das letzte sein, das ich von dieser Autorin gelesen habe. Sehr gefallen hat mir auch das Namensverzeichnis, denn dadurch lernt man die Personen schnell kennen. Ich muß bei der Bewertung alle 5 Punkt vergeben.