Leserunde zu "Denn das Leben ist eine Reise" von Hanna Miller

Manchmal ist das Glück nur eine kleine Reise entfernt
Cover-Bild Denn das Leben ist eine Reise
Produktdarstellung
(26)
  • Cover
  • Geschichte
  • Gefühl
  • Erzähstil
  • Figuren

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

Hanna Miller (Autor)

Denn das Leben ist eine Reise

Roman

Einfach alles hinter sich lassen und anderswo frei sein, geht das?

Nie hätte Aimée Thaler gedacht, dass sie jemals wieder in ihren alten VW-Bus steigen würde. Sie hatte geglaubt, ihr altes Leben zusammen mit dem Bulli in der Garage eingemottet zu haben. Doch sie hält es nicht mehr aus mit Per, der ihren gemeinsamen Sohn Len ablehnt. Und so tut sie es doch, fährt eines Tages mit Len einfach los - wie früher, als sie mit ihrer Mutter im Wohnmobil lebte.
Im windgepeitschten St. Ives an der Küste Südenglands will Aimée neu anfangen. Doch ihr altes Leben holt sie ein: Auf dem kleinen Zeltplatz über dem Meer steht plötzlich Daniel, ihre Jugendliebe, vor ihr. Aimée muss sich der Vergangenheit stellen - damit sie endlich bei sich selbst ankommen kann.

Eine berührende Geschichte über Familie, die Kraft der Sehnsucht und die große Liebe

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 02.03.2020 - 22.03.2020
  2. Lesen 06.04.2020 - 26.04.2020
  3. Rezensieren 27.04.2020 - 10.05.2020

Bereits beendet

Bewerbt euch jetzt für die Schnell-Leserunde zu "Denn das Leben ist eine Reise" und sichert euch die Chance auf eines von 30 kostenlosen Leseexemplaren!

Wenn ihr wissen möchtet, wie eine Leserunde funktioniert und auf welche Kriterien wir bei der Auswahl der Teilnehmer achten, schaut doch mal hier vorbei.

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 03.05.2020

Eine schön beschriebene Reise, die doch nicht voll überzeugt

3

Aimee verlässt mit ihrem Sohn Len ihr altes Leben und geht mit dem alten Bulli nach England. Dort fängt sie neu an. Beschrieben werden Erinnerungen, Geflechte in Familien und wie einen die Vergangenheit ...

Aimee verlässt mit ihrem Sohn Len ihr altes Leben und geht mit dem alten Bulli nach England. Dort fängt sie neu an. Beschrieben werden Erinnerungen, Geflechte in Familien und wie einen die Vergangenheit einholen kann.
Das Buch fällt mit seinem bunten, farbenfrohen Cover doch auch ins Auge.
Und das Buch fängt gut an. Die ersten Seite fallen durch zum Teil sehr gute Wortwahl auf, die Autoren beschreibt (vor allem Landschaften) wirklich prima!
Der Schreibstil ist elegant und lässt sich wirklich nicht schlecht lesen.
Die Geschichte beginnt vielversprechend, es gibt aber Makel: Es gibt viele Rückblenden und viele verschiedene Zeiten, daraus ergibt sich eine gewisse Unübersichtlichkeit. Auch der Sinn der Rückblenden erschließt sich nicht immer ganz.
Doch dann ergibt sich auch relativ fix das erste Mal der mit gravierenste Minuspunkt: Die Entwicklungen von Entscheidungen und Charakteren sind zum Teil sehr unklar. Hier wird ein Charakter völlig anders beschrieben, als man ihn kennenlernt. Für diesen Umschwung wird sich gefühlt eine halbe Seite genommen, für die Beschreibung von Bäumen hingegen deutlich mehr.
Die Protagonisten sind hingegen durchaus lebensnah gestaltet, man irdentifiziert man sich durchaus mit ihnen und ihrer Denkweise.
Doch mit der Zeit kommen viel zu viele "Zufälle", die zwar zu so einer Geschichte irgendwie dazugehören, aber zum Teil ist das so übertrieben, dass es schon fast witzig ist.
Und die Geschichte kommt, außer weiter durch schöne Beschreibungen, nicht immer so voran.
Gefühl kommt bei der Geschichte schon rüber, nicht übermäßig, aber das ist schon okay.
Im Endeffekt fehlt leider ziemlich die Frage, ob man denn nun einfach alles hinter sich lassen kann, ob man weglaufen kann vor der Vergangenheit. Das wird zwar durch das Auftauchen aller Figuren der Vergangeheit versucht, anzureißen, aber es wird viel Potenzial nicht augeschöpft.
Für das Cover gibt es gute 4 Sterne, es ist recht ansprechend.
Die Geschichte zieht sich doch auch oft und überzeugt nur sehr bedingt. Es gibt 2 Sterne für den guten Beginn.
Der Erzählstil sticht bezüglich der Beschreibungen noch mal heraus, sonst ist das Buch aber nur mäßig gelungen, da gibt es bessere Beispiele, die sich mit ähnlichem Thema beschäftigen. Leider bin ich etwas enttäuscht, ich gebe für den Stil und dafür, dass der Anfang gelungen ist, noch 2,5 Sterne.

  • Cover
  • Geschichte
  • Gefühl
  • Erzähstil
  • Figuren
Veröffentlicht am 30.04.2020

Vom Suchen und Finden des eigenen Platzes im Leben

2

Aimée Thalers Kindheit war alles andere als einfach: Ihre Mutter Marilou hielt es an keinem Ort wirklich lange aus, die beiden lebten im Wohnwagen an verschiedensten Plätzen und zogen immer weiter, wenn ...

Aimée Thalers Kindheit war alles andere als einfach: Ihre Mutter Marilou hielt es an keinem Ort wirklich lange aus, die beiden lebten im Wohnwagen an verschiedensten Plätzen und zogen immer weiter, wenn ihnen der Sinn danach stand. So außergewöhnlich und lustig das für die kleine Aimée war, umso schwieriger wurde es im Laufe der Zeit. Marilou musste sesshaft werden und gestaltete dies auf ihre eigene Art und Weise – indem sie sich einer Kommune anschloss, Trödel verkaufte und alkoholabhängig wurde. Glücklicherweise hatte Aimée Daniel, den Sohn aus dem Nachbarwagen, auf den sie sich immer verlassen konnte. Mit 18 schenkten ihr die Kommunenmitglieder einen alten VW Bulli, in dem sie fortan alleine wohnen konnte. Eines Tages besucht Per den Trödelverkauf und es war um Aimée geschehen – er konnte ihr alles bieten, was sie sich immer wünschte: Sicherheit und ein Zuhause. Hals über Kopf verlässt sie die Kommune, heiratet Per und bekommt einen Sohn mit ihm, Len. Doch auch hier wird sie nicht glücklich… Einige Jahre später eskaliert die Situation mit Per so sehr, dass sich Aimée Len schnappt und gemeinsam mit ihm wieder mit dem alten Bulli auf Reisen geht – auf eine Reise in die Vergangenheit, in der sie wieder Daniel und Marilou begegnet und mit dem Leben konfrontiert wird, dem sie eigentlich entfliehen wollte…

„Denn das Leben ist eine Reise“ befasst sich intensiv mit familiären Konstellationen: Aimée hat ein sehr schwieriges, gestörtes Verhältnis zu ihrer eigenen Mutter; in der Vergangenheit ist Schreckliches geschehen, dass sie ihr nicht verzeihen kann. All das möchte sie bei ihrem eigenen Kind besser machen und ist Len eine großartige Mutter. Sie selbst als Protagonistin wurde mir sehr sympathisch, auch wenn ihr ihre impulsive Reaktion, einfach mit Len auf und davon zu verschwinden, nicht wirklich nachvollziehen konnte und dies auf mich etwas überstürzt wirke. Len ist ein ganz fantastischer, sensibler Junge, den man sofort ins Herz schließt und beschützen möchte. Die Mutter-Sohn-Beziehung wird als absolut liebevoll beschrieben, die enge Verbindung und die gegenseitigen Gefühle werden spürbar und haben mich emotional berührt. Schade fand ich nur, dass sich Aimée am Ende dann doch nicht als so selbständig und emanzipiert herausgestellt hat, wie es zuvor den Anschein erweckt hat – das hätte besser zu der Protagonistin gepasst, die sich im Laufe der Geschichte entwickelte.

Insgesamt herrscht in dem Buch eine eher melancholische Stimmung. Mir wurde lange nicht klar, was Aimées Ziel ist und worauf die Geschichte eigentlich hinaus will. Zu Beginn wurden viele Passagen aus Aimées Leben beschrieben und es ging eher gemächlich voran. Im letzten Drittel überschlagen sich dann die Ereignisse, eine dramatische lebensverändernde Situation jagt die nächste und gipfelt in einem Happy End, das einfach zu harmonisch ist, um wahr zu sein. Die plötzliche heile Welt kam noch dazu viel zu schnell und allumfassend, um noch realistisch zu sein. Leider wirkte das Buch auch in anderen Punkten konstruiert und war deshalb leider wenig glaubwürdig. Besonders gestört hat mich, das viele Szenen absolut vorhersehbar waren und mich nicht mehr überraschen konnten.

Was mir ausgesprochen gut gefallen hat ist der Schreibstil der Autorin. Hanna Miller gelingt es ganz fabelhaft, auf subtile und anschauliche Art und Weise Atmosphären und Bilder zu erschaffen und gefühlvoll Einblicke in die Beziehungsgeflechte der Personen untereinander zu geben. Dieser schöne Umgang mit Worten, welche liebevoll und bewusst gewählt wirken, geben dem Buch trotz melancholischer Stimmung eine gewisse Leichtigkeit beim Lesen. Deutlich wird das zu Beginn eines jeden Kapitels, die mit kurzen Gedanken oder Erinnerungen aus Aimées Kindheit eingeleitet werden. Die Aneinanderreihung der Kapitel folgt keiner festen Chronologie, teilweise finden größere Zeitsprünge statt, an die man sich erst etwas gewöhnen musste. Ich persönlich fand es aber toll, dass man als Leser jedes Mal mitdenken und "raten" konnte, in welcher von Aimeés Lebensphasen man sich im jeweiligen Kapitel befindet. Insbesondere an diesen Rückblenden in Aimées Kindheit, die von einem locker-fröhlichem Leben unterwegs und einem liebevollen und unkonventionelle Mutter-Tochter-Verhältnis erzählen, erkennt man, dass Aimée permanent auf der Suche nach dem Platz ist, an den sie gehört. Sie versucht der eigenen Vergangenheit zu entfliehen um dann zu merken, dass ohne Vergangenheit keine Zukunft möglich ist und sich die Herkunft nicht verleugnen lässt – und diese auch nicht gezwungenermaßen schlecht sein muss.

Fazit:

„Denn das Leben ist eine Reise“ beschreibt gefühlvoll die Suche einer Frau nach einem Zuhause, um endlich irgendwo anzukommen, wo sie als der Mensch akzeptiert wird, der sie ist. Das Buch widmet sich dabei insbesondere dem nicht immer leichten Thema der familiären Beziehungen. Trotz der spürbaren Melancholie ist es sehr angenehm zu lesen, durch die bildhaften Worte der Autorin wird der Leser regelrecht durch die Seiten getragen. Auch wenn mir das Buch in vielen Stellen zu vorhersehbar war habe ich es gerne gelesen und kann es weiterempfehlen.

  • Cover
  • Geschichte
  • Gefühl
  • Erzähstil
  • Figuren
Veröffentlicht am 06.05.2020

Schön zu lesen und gut fürs Herz

1

Das Leben von Aimée verläuft nicht ganz reibungslos. Nach einer schwierigen Kindheit mit ihrer Mutter in einer Kommune hat sie sich in ein spießiges Eheleben geflüchtet - und ist dort doch nicht glücklich. ...

Das Leben von Aimée verläuft nicht ganz reibungslos. Nach einer schwierigen Kindheit mit ihrer Mutter in einer Kommune hat sie sich in ein spießiges Eheleben geflüchtet - und ist dort doch nicht glücklich.

Um ihren Sohn zu schützen verlässt sie ihren Mann und macht sich auf die Reise. Eine Reise in die Vergangenheit, die gleichzeit auch die Zukunft eröffnet.

Sie begegnet sich selbst, ihrer Mutter und ihrer Jugendliebe Daniel, als sie zu einer Beerdigung nach England fährt.

Ich finde den Roman gut zu lesen, von der Handlung her zwar ein bisschen klischeehaft, aber dennoch nehme ich etwas für mein Leben mit: wenn du losfährst und machst dich auf in dein Leben, dann regelt sich alles für dich.

Die Leserin klappt also das Buch mit einem glücklichen Seufzer zu und ist fast ein bisschen neidisch auf dei Hauptfigur.

  • Cover
  • Geschichte
  • Gefühl
  • Erzähstil
  • Figuren
Veröffentlicht am 04.05.2020

Jeder braucht mal ein Neuanfang

1

Jeder Mensch braucht mal einen Neuanfang so auch Aimée die mit ihrem kleinen Sohn ihren Ehemann verlässt mit dem sie keine Glückliche Ehe mehr hatte.
So beginnt die Reise mit ihrem VW Bus nach England.
Dort ...

Jeder Mensch braucht mal einen Neuanfang so auch Aimée die mit ihrem kleinen Sohn ihren Ehemann verlässt mit dem sie keine Glückliche Ehe mehr hatte.
So beginnt die Reise mit ihrem VW Bus nach England.
Dort begegnet sie ihre Jugendliebe aus frühern Zeiten wieder und alte Gefühle kommen wieder hoch.

Meine Meinung dazu:

Ich hatte es nicht schwer gehabt in das Buch einzutauchen der Schreibstil ist schön und spannend, doch leider gab es Abschnitte die waren einfach zu viel mit Dramen gespickt das ich mir nur dachte und was kommt jetzt?
Ich bin kein Fan davon wenn alles auf einmal schief geht, denn wie oft im Leben passiert das schon?

Die Protogensten waren gut dargestellt, bei einiges konnte ich nicht nachvollziehen wieso die Person das gemacht hat, aber gut so sind Menschen nun mal, kein offenes Buch :D

Alles in einem ist es eine gute Geschichte und sie unterhält einem, die aber auch Ausbaufähig ist.

  • Cover
  • Geschichte
  • Gefühl
  • Erzähstil
  • Figuren
Veröffentlicht am 02.05.2020

Alles hinter sich lassen

1

Im Buch "Denn das Leben ist eine Reise" geht es um eine junge Frau, Aimée Thaler, auf Suche nach einem Neuanfang, ein Platz wo sie und ihr kleiner Sohn Len zu Hause sind. Schon als Kind gab es für sie ...

Im Buch "Denn das Leben ist eine Reise" geht es um eine junge Frau, Aimée Thaler, auf Suche nach einem Neuanfang, ein Platz wo sie und ihr kleiner Sohn Len zu Hause sind. Schon als Kind gab es für sie kein Ort ,dass sie ihr zu Hause nennen konnte, da sie mit ihrer Mutter Marilou im Wohnmobil umherzog. So wuchs Aimée in einer Gruppe einer Kommune von Trödlern auf , was alles andere als enfach war.Konflikte mit der Mutter führten dazu das Aimée in ein anderes zu Hause flüchtete , das mit Per. Doch auch bei Ihm hat sie nicht das Gefühl zu Hause zu sein, er lehnt ihren gemeinsamen Sohn Len ab und auch sonst läuft es in ihrer Partnerschaft alles andere als gut. So fährt sie und Len eines Tages mit Ihrem VW-Bus , der längst vergessen schien und mit ihrem alten Leben abgehakt, in der Garage stand, los.
Ihr Weg führt sie nach St.Ives, eine Küstenstadt in Südengland , wo sie mit Len auf ein neues zu Hause hofft. Wäre da nicht die Vergangenheit- der Aimée sich stellen muss ,und dann ist da auch noch Daniel , ihre Jugendliebe.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, eine berührende manchmal schon fast traurige Geschichte. Der Klapptext war schon sehr aussagekräftig, was den Leser erwartet. Die Autorin hat zudem einen angenehmen Schreibstil, Personen, Orte und Handlungen sind detailiert , man könnte auch sagen bildlich beschrieben.
Es wird aus der Sichtweise Aimée´s erzählt, stets ein Wechsel aus Vergangenheit und Gegenwart. Kapitel für Kapitel erfährt man mehr aus Aimée´s Leben. Der Spannungsbogen bleibt recht konstant, lediglich im letzten Drittel des Buches überschlagen sich die Ereignisse etwas.
Mir persönlich hätte es allerdings besser gefallen , wenn man mehrere Sichtweisen eingebaut hätte, um doch etwas mehr auch über die anderen Charakteren zu erfahren.
Mein letzter Kritikpunkt , Aimée´s Jugendliebe Daniel, irgendwie war mir das zu wenig, nur so beiläufig hinzugefügt. Aber gut vieleicht sollte die große Liebe nicht ganz so ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte sein, sondern nur ob Aimée ihr Ziel , ihr neues zu Hause findet.


  • Cover
  • Geschichte
  • Gefühl
  • Erzähstil
  • Figuren