Leserunde zu "Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherkrieg" von Akram El-Bahay

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Cover-Bild Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherkrieg
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Akram El-Bahay (Autor)

Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherkrieg

Roman

Der ehemalige Dieb Sam und die Gelehrtentochter Kani sind erleichtert: Die Fabelwesen konnten erfolgreich aus ihrem Gefängnis - der unterirdischen Bibliothek von Mythia - befreit werden! Doch sie wissen auch, dass sich die dunkle Wüstenhexe Layl nicht so leicht geschlagen gibt. Mit dem Buch der geheimen Namen der Fabelwesen könnte sie ein neues Gefängnis bauen. So schmieden Sam und seine Gefährten einen Plan: Während der Flügelmann Nusar mit seiner Armee die Stadt angreift, soll Sam das Buch stehlen. Doch niemand weiß, wo die Wüstenhexe es versteckt hat ...

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 12.08.2019 - 01.09.2019
  2. Lesen 16.09.2019 - 06.10.2019
  3. Rezensieren 07.10.2019 - 20.10.2019
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Bewerbt euch jetzt für die Leserunde zu "Bücherkrieg" und sichert euch die Chance auf eines von 30 kostenlosen Leseexemplaren!

Hinweis: Bei dem Buch handelt es sich um den dritten Band einer Reihe. Um an der Leserunde teilzunehmen, sollten ihr die ersten zwei Bücher gelesen haben.

Wir freuen uns sehr, dass der Autor bei der Leserunde dabei sein wird. Unter "Fragen an Akram El-Bahay" könnt ihr euch direkt an ihn wenden.

Ihr wollt wissen, nach welchen Kriterien wir die Teilnehmer für eine Leserunde auswählen? Dann schaut in unseren FAQs vorbei, hier für euch der direkte Link zum Thema Leserunden. Erfahrt dort auch, was einen guten Leseeindruck ausmacht.

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 07.10.2019

Ein Fantasy-Epos endet wieder in einem Highlight.

7

Akram El-Bahay – Bücherkrieg

Die Fabelwesen konnten erfolgreich aus Paramythia befreit werden und sind nun mit Kani, Nusar und Sam am „Tor des Himmels“ um den Rat von Thalia, den drei Hexen, einzuholen. ...

Akram El-Bahay – Bücherkrieg

Die Fabelwesen konnten erfolgreich aus Paramythia befreit werden und sind nun mit Kani, Nusar und Sam am „Tor des Himmels“ um den Rat von Thalia, den drei Hexen, einzuholen. Während Kani in die Geheimnisse der Vergangenheit eingeweiht wird, müssen Sam und Nusar zurück nach Mythia, um dort einen Krieg zu verhindern und das Buch der geheimen Namen von Layl zu stehlen. Doch der weiße König und seine Sahira Layl haben andere Pläne und der Krieg ist unausweichlich. Während Mythias Untergrund zum Kampf rüstet bleibt auch Nusar und Sam nicht unttätig und versuchen die Fabelwesen zu vereinen.
Kani muss sich ihrer Vergangenheit und der Zukunft stellen, denn nur eine Sahira kann eine andere Sahira aufhalten.

Nach „Bücherstadt“ und „Bücherkönig“ findet die Reihe um den Dieb Samir, der zur königlichen Garde wollte um sein altes Leben hinter sich zu lassen, nun sein Ende mit „Bücherkrieg“.
Auch im dritten Teil der Fantasyreihe konnte der Autor mit seinen bildreichen, detaillierten und epischen Inszenierungen der Story sowie seinen zahlreichen fantastischen Wesen und den wunderbar beschriebenen Schauplätze punkten.
Wer bereits Bücher von Akram El Bahay gelesen hat, weiß, dass der Autor alle Register in seinen Büchern zieht und die Story durch den flüssigen, modernen Schreibstil sowie der spannenden, fesselnden und vor allem mitreißenden Geschichte schnell zum Pageturner wird und wie jedes mal, konnte ich auch diesmal wieder das Buch kaum aus der Hand legen.
Der Abschluß der Trilogie ist sehr viel düsterer durch den aufziehenden Krieg, die Atmosphäre ist fast schon erdrückend, jeder Krieg bringt leider Opfer, und so war ich schon traurig, dass wir uns von dem einen oder anderen liebgewonnen Charakter trennen mussten, was die Story an sich nur noch glaubhafter erscheinen ließ.
Obwohl der Autor die beklemmende Fantasy-Geschichte immer wieder mit teils witzigen Dialogen auflockerte, war die Anspannung aller Beteiligten deutlich zu spüren. Auch hier wirken sämtliche Charaktere wieder lebendig und facettenreich ausgearbeitet.
Obwohl Kani eine der Hauptfiguren ist, ist sie in großen Abschnitten des Buches gar nicht so präsent, wie zum Beispiel Samir, der an allen Fronten zu kämpfen scheint. Trotzdem hat sie mit eine der wichtigsten Aufgaben und konnte mich auch hier wieder von sich überzeugen.
Sam kämpft nicht nur Seite an Seite mit Nusar, versucht seinem Vater Vicente gerecht zu werden und liebt Kani von ganzen Herzen, sondern hat sich auch im Verlauf der Reihe sehr positiv entwickelt und jetzt zum Ende kann ich sagen, aus ihm ist ein richtig tapferer Mann geworden, der aus seinen Fehlern lernt und diese sogar nutzt, um ein besserer Mensch zu sein.
Auch Nusar, der Asfur, der ehemals schwarze König, den man nun unter Bücherkönig kennt, hat mich wieder von sich überzeugen können. Er und besonders Shagyra sind mir bereits im ersten Teil ans Herz gewachsen.

Ich möchte nicht spoilern, aber das Ende hat mich ein klein wenig enttäuscht, und doch war es passend für die Geschichte gewählt. Wie in einem Krieg üblich, bekommt man nicht immer alles was man sich wünscht, und das hat mich traurig gemacht.

Dennoch ist auch dieses Buch wieder eines meiner Highlights in diesem Jahr und die Reihe möchte ich allen Fantasyliebhabern empfehlen.
Der Autor schafft es gekonnt Mythen und Märchen in einer wunderbaren Geschichte zu vereinen und mich in eine Welt voller Geheimnisse, Überraschungen und fremdartiger Wesen zu entführen, die so perfekt aufeinander abgestimmt ist, das selbst die „Bösen“ zu begeistern wissen.
Auch diese Geschichte war wieder sehr kurzweilig und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite überraschen, aber auch traurig machen können. Lesegenuss pur, auch wenn es nicht ganz an die ersten beiden Bände heranreicht, trotzdem ist „Bücherkrieg“ ein Highlight.

Das Cover passt sehr schön zur Reihe, das Buch, welches am Anfang noch geschlossen ist, hat sich nun geöffnet.

Fazit: Ein Fantasy-Epos endet wieder in einem Highlight. Knappe 5 Sterne.

Veröffentlicht am 09.10.2019

Außergewöhnlich mit ruhigem Ende

5

Allgemein:

Bücher wie "Herzenmacher", "Wortwächter" oder die Reihe um die "Flammenwüste" entstanden durch die Feder des bekannten Fantasyautors Akram El-Bahay. Mit "Der Bibliothek der flüsternden Schatten" ...

Allgemein:

Bücher wie "Herzenmacher", "Wortwächter" oder die Reihe um die "Flammenwüste" entstanden durch die Feder des bekannten Fantasyautors Akram El-Bahay. Mit "Der Bibliothek der flüsternden Schatten" erschuf er eine fulminante Trilogie, die 2019 mit "Bücherkrieg" beim Bastei Lübbe - Verlag ihr Ende fand. Nachdem die eingesperrten Fabelwesen aus der Bücherstadt Paramythia geflohen sind, sehen sich der ehemalige Dieb Sam und die nicht mehr namenlose Dienerin Kani einer neuen Bestimmung entgegen. Ein Kampf gegen den König Mythias und der dunklen Wüstenhexe Layl steht bevor. Werden sie ihn bestehen und den Fabelwesen ein neues, echtes Leben schenken?

Mein Bild:

1 Jahr ist es jetzt her, dass ich den 2. Band "Bücherkönig" lesen dürfte und ich freute mich riesig darauf, endlich das Finale in den Händen zu halten. Wer hofft, die Bücher einzeln lesen zu können, den muss ich enttäuschen. Die jeweiligen 350 bis 400 Seiten könnten ohneeinander nicht existieren. Die Storyline, das Setting, die Figuren leben von einer Intensität, die man erst erfasst, wenn man alle Bücher gelesen hat und selbst darüber hinaus gäbe es Dank Akram El-Bahays Art Geschichten zu erzählen noch genügend Stoff, um Paramythia wachsen zu lassen.

Nichtsdestotrotz bin ich dem Autor wahnsinnig dankbar, dass er mir den Einstieg wieder so leicht gemacht hat. Im Verlauf werden kleine, aber hilfreiche Rückblenden eingebaut. Sei es um Gefühle, Gedanken oder Déjà-vus näher zu erörtern oder gar einen Witz zu reißen. Der Aha-Effekt war bei mir immer spürbar und so wichtig, um diesem komplexen Werk zumindest meistens folgen zu können. Wenn man bedenkt, dass es ein Jugendbuch ist, holla, die Waldfee, es hat Anspruch. Beispielsweise sind die Historie der fabelhaften Könige Nusar und des "weißen Königs" langwierig und voller Geschehnisse, die Stück für Stück ans Tageslicht kommen, so dass der ein oder andere Zusammenhang sich erst später vollkommen erschließt. Noch komplizierter empfand ich die Verbindung, die Rolle und die Möglichkeiten der Sahiras, also der Wüstenhexen, in der Welt. Für mich war es eine eigene Mythologie und nur schwer vergleichbar mit anderen Geschichten dieser Art. Akrams Ideen scheinen schier unendlich.

Doch sein zauberhaft, eleganter Schreibstil, der Märchen aus 1001 Nacht in nichts nachsteht und zudem noch eine ordentlich Portion Humor mitbringen kann, war einer der Punkte, die mich darüber hinwegtrösteten, dass ich vielleicht nicht alles 100%ig verstand. Zudem sind mir sämtliche Figuren und ihre authentische Entwicklung ans Herz gewachsen. Gott, sie sind auf so viele verschiedene Arten nahbar und ehrlich, selbst die Bösen unter ihnen. Der Bibliothekar Jacobus, die schrullige Alte Umm, der Fürst der Diebe Vicente... Sie trieben mir oft ein Lächeln ins Gesicht. Gespannt verfolgte ich ihre Handlungen und die unserer Protagonisten Kani und Sam, die sich seit dem 1. Band so verändert haben, weil sie sich bewusst entschieden haben einen bestimmten Weg zu gehen.

Und genau das ist für mich die Botschaft der Geschichte: Man hat eine Wahl! Man kann selbst bestimmen, wer man ist! Niemand ist von grund auf böse oder ein Held. Man sollte sich nicht von Vorurteilen blenden lassen und die Augen öffnen. Ansonsten bleibt man sich selbst und anderen fremd. Besonders auffallend zeigt das die Ausgrenzung der Fabeltiere innerhalb der Geschichte. Für den Menschen existierten diese bisher nur in Märchen und auf einmal sind sie lebendig, stiften Unruhe, beeinflussen das Leben einer großen Stadt und sind stärker als jeder bisherige Bewohner. Angst und Unwissen sind gefährlich, das macht beeinflussbar. Das ist ein Statement, aktueller denn je, oder nicht?

Der Plot selbst beinhaltete darüber hinaus verschiedene Handlungsstränge, die alle zu einem Ziel führten: Der unausweichlichen Konfrontation, die alle entscheidet. Die Wege dorthin gefielen mir um einiges besser als das Ende selbst. Sie waren so unterschiedlich wie die führenden Charaktere: Kämpferisch, erhaben, witzig, abenteuerlustig, traurig, dramatisch und ganz oft für eine Überraschung gut. So wie sich Wege trennten, liefen sie wieder zusammen, doch ganz ehrlich, der titelgebende Bücherkrieg blieb für mich aus. Es blieb bei einzelnen Duellen, die zwar spannend und auflösend waren, jedoch abseits einer tobenden Schlacht. Allerdings muss ich zugeben, so ruhig die Auflösung erschien, so richtig fühlte sie sich für die Figuren an. Wie man sich denken kann, ich bin dahingehend nach wie vor im Zwiespalt.

Fazit:

Der imposante, finale Band einer orientalisch-märchenhaften Reihe, die mit eigener Mythologie punkten kann. Für High Fantasy - Leser, die klassische Welten verlassen, weil sie mit Spaß und Anspruch Neues erleben wollen.

Veröffentlicht am 07.10.2019

Ein spektakuläres Finale

5

Inhaltsangabe:

Der ehemalige Dieb Sam und die Gelehrtentochter Kani konnten die Fabelwesen aus der Bibliothek Mythia befreien, aber dies ist nur ein Teilerfolg. Die größte Herausforderung steht den beiden ...

Inhaltsangabe:

Der ehemalige Dieb Sam und die Gelehrtentochter Kani konnten die Fabelwesen aus der Bibliothek Mythia befreien, aber dies ist nur ein Teilerfolg. Die größte Herausforderung steht den beiden noch bevor, denn sie müssen das Buch mit den geheimen Namen finden. Nur so wird eine neue Ära in Mythia beginnen können. Allerdings liegt dieses Buch an einem geheimen Ort und diesen kennt nur eine: die Wüstenhexe Layl. Wird es Sam und Kani gelingen Layl auszuschalten und das Buch finden? Die nächste Herausforderung kann kommen….



Bücherkrieg - Die Bibliothek der flüsternden Schatten ist der dritte und letzte Teil dieser Trilogie. Vor knapp einem Jahr habe ich den zweiten Teil dieser Reihe mit großer Begeisterung gelesen und wie immer endete dieser mit einem Cliffhanger, der mich neugierig auf das Finale zurückließ. Nun ist er erschien, aber ich habe dieses Buch mit einem lachenden und weinenden Auge gelesen. Zum einem geht die Geschichte um Sam und Kani endlich weiter, aber zum anderen wird dieses Bücherstadt - Kapitel geschlossen werden. Schade, denn mir gefielen die Abenteuer rund die Bibliothek.



Der flüssige und leichte Schreibstil des Autors ist geblieben. Allerdings brauchte ich wieder einmal ein paar Seiten, um mich in die Geschichte hineinzulesen. Dieses Problem war, dank der kleinen Rückblicke, schnell aus der Welt geschaffen und so konnte ich auf die Geschehnisse von Kani und Sam konzentrieren. Wie auch schon bei den vorherigen Bänden merkte ich, mit wieviel Liebe zum Detail diese Geschichte entstanden ist. Der bildhafte und detaillierte Erzählstil von Akram El- Bahay schafft es erneut, mich in die Welt der Bücherstadt Maythia ein- und abtauchen zu lassen. Alle Charaktere mit ihren mysteriösen Fabelwesen, die so facettenreich gestaltet worden sind, wurden im Kopf lebendig. Hinzu kam auch noch die spektakuläre Kulisse in der sich Sam und Co sich bewegen durften. Während des Lesens hatte ich das Gefühl, dass ein Film ablief.

Wo der zweite Band aufhört, gehen die neuen Abenteuer von Sam und Kani nahtlos weiter und wer die ersten beiden Bände nicht gelesen hat, wird diese Handlung nicht verstehen. Für den Quereinsteiger ist diese Reihe absolut ungeeignet.

Wie bisher ist der Handlungsort die Bücherstadt von Paramythia, wo Sam und Co wieder mit dem einen oder anderen spannenden und lebensgefährlichen Abenteuer auseinander setzten muss. Je weiter ich in diese Geschichte versank, desto weniger wollte ich dieses Buch aus den Händen legen. Der Spannungsbogen war zum Zerreißen nah. Vielleicht lag es auch ein wenig daran, dass ich wusste, dass diese Geschichte sich dem Höhepunkt näherte und ich wissen wollte, wie es mit Sam und Kani endet. Das Ende werde ich natürlich nicht verraten, aber eines ist gewiss: der Autor schafft es auch in diesem Teil, den Leser in seinen Bann zu ziehen und ihn erst wieder loszulassen, wenn das Buch beendet ist. Dieses Talent haben nur wenige Autoren und deshalb großes Kompliment an Akram El-Bahay. Er weiß wie er sein Potenzial ausschöpfen kann und nutzt dies auch.

Das Ende dieser Geschichte ist perfekt ausgearbeitet worden. Nichts wirkt gehetzt oder gar unlogisch. Für mich war es stimmig und ich konnte mich mit dem Ausgang sehr gut anfreunden.



Bücherkrieg – die Bibliothek der flüsternden Schatten ist ein mystisches und spannungsgeladenes Finalbuch, dass diese Trilogie perfekt abschließt. Ich habe diese Reihe geliebt und eines weiß ich jetzt schon: dies werden nicht die letzten Bücher des Autors sein. Danke für dieses Bücherhighlight.
5 von 5 Sternen und ein MUSS für alle Bücher- und Fantasy Freunde!!!

Veröffentlicht am 07.10.2019

spannender Abschluss eines märchenhaften Fantasy-Abenteuers

5

„Bücherkrieg“, der dritte Band aus Akram El-Bahays Reihe um „Die Bibliothek der flüsternden Schatten“, bietet einen spannenden Abschluss der Trilogie.
Die Handlung schließt direkt an das Ende des Vorgängerbandes ...

„Bücherkrieg“, der dritte Band aus Akram El-Bahays Reihe um „Die Bibliothek der flüsternden Schatten“, bietet einen spannenden Abschluss der Trilogie.
Die Handlung schließt direkt an das Ende des Vorgängerbandes „Bücherkönig“ an. Die Fabelwesen, die erfolgreich aus der Gefangenschaft in der Bücherstadt Paramythia befreit wurden, sind in der Nähe des Berges, der auch „Tor zum Himmel“ genannt wird, versammelt und beraten über ihre Zukunft und ihr weiteres Vorgehen, während Kani Thalia, die steinerner Wüstenhexe auf dem Gipfel des Berges, um Rat fragt. Noch befinden sich die Fabelwesen nicht in Sicherheit, denn die dunkle Sahira Layl ist im Besitz des Buches mit den Geheimen Namen, das sie befähigt, die Fabelwesen in neue Büchergefängnisse hinein lesen zu lassen und der Herrschaft des Weißen Königs zu unterstellen. Sam wird als ehemaliger Dieb dazu bestimmt, in die Stadt einzudringen, um das Buch an sich zu bringen, während der Bücherkönig Nusar mit seiner Armee die Stadt Mythia angreift. Dieser Plan klingt simpel, doch Layls Macht und Gerissenheit stellt die Verbündeten auf eine große Probe.
Wie schon in den ersten beiden Bänden haben mich auch hier wieder die bildhafte Sprache und die märchenhafte Welt, die Akram El-Bahay mit seinen Worten erschaffen hat, restlos begeistert. Die Geschichte ist sehr komplex, es hat den Einstieg in den Abschlussband erleichtert, dass auf den ersten Seiten ein paar Rückblenden eingebaut wurden, die die Erinnerung an die Vorgeschichte aufleben lassen. Während insbesondere im ersten Band viele Beschreibungen das Buch dominieren, in dem die märchenhafte Welt zum Leben erweckt wird, überwiegen hier die Aktionen und Hintergrundinformationen, die wichtig sind, um die Geschichte der Fabelwesen und das Wirken der Sahiras zu verstehen. Aber auch hier entfachen die Beschreibungen der vielfältigen Kreaturen und fremdartigen Szenerien immer wieder das Kopfkino und haben vor meinem inneren Auge faszinierende Bilder aufleben lassen.
Die Stimmung ist zum Teil düster und bedrückend entsprechend der sich zuspitzenden Lage der Fabelwesen aber auch der Bewohner Mythias. Mir hat es auch hier wieder gefallen, wie lebendig die Charaktere wirken und wie diese Raum bekommen, sich weiter zu entwickeln. Viele Dialoge und auch trotz der überwiegend ernsten Situation ein paar humorvolle Elemente lockern die Geschichte auf, neben spannenden Szenen gibt es viele nachdenkliche Momente. Das Miteinander der verschiedenen Kreaturen lässt sich durchaus auf unsere multi-kulturelle Gesellschaft projizieren.
Das Ende wirkt einerseits abgerundet, ist in meinem Augen allerdings ein wenig zu märchenhaft positiv gestaltet. Ansonsten hat mich hat dieses epische Fantasy-Abenteuer rundum überzeugt.

Veröffentlicht am 10.10.2019

Bücherkrieg - Rezension - Ein Krieg mit Worten

4

"Der ehemalige Dieb Sam und die Gelehrtentochter Kani sind erleichtert: Die Fabelwesen konnten erfolgreich aus ihrem Gefängnis – der unterirdischen Bibliothek von Mythia – befreit werden! Doch sie wissen ...

"Der ehemalige Dieb Sam und die Gelehrtentochter Kani sind erleichtert: Die Fabelwesen konnten erfolgreich aus ihrem Gefängnis – der unterirdischen Bibliothek von Mythia – befreit werden! Doch sie wissen auch, dass sich die dunkle Wüstenhexe Layl nicht so leicht geschlagen gibt. Mit dem Buch der geheimen Namen der Fabelwesen könnte sie ein neues Gefängnis bauen. So schmieden Sam und seine Gefährten einen Plan: Während der Flügelmann Nusar mit seiner Armee die Stadt angreift, soll Sam das Buch stehlen. Doch niemand weiß, wo die Wüstenhexe es versteckt hat ..."



Eine einfach Dienerin und ein Dieb, der nicht lesen kann, stürzen in das wohl größte Abenteuer aus Worten. Und auch der letzte Teil der "Die Bibliothek der flüsternden Schatten"-Reihe, verspricht ein mehr als aufregendes Erlebnis.

Es passierte viel im zweiten Teil und wer hier Angst hat, nicht in die Geschichte reinzukommen, den kann ich gleich einmal beruhigen.

Dank kleiner Rückblicke, wird das Gedächtnis aufgefrischt und man wird nochmal über die letzten Ereignisse informiert. Das macht den Einstieg einfach nur super erfrischend. Wer den dritten Teil gleich nach dem zweiten liest, muss keine Angst haben, gelangweilt zu werden. Denn Akram hat das Maß an Auffrischung perfekt getroffen und nur so viel "nochmal" erzählt, wie man braucht um wieder den Faden zu finden.

Dennoch muss man unbedingt die ersten beiden Teile zuvor lesen, um der Geschichte auch vollständig folgen zu können. Und ich würde sogar sagen, dass es am besten ist, wenn man die Reihe relativ zeitnah liest um wirklich alle Informationen behalten zu können.



Die Geschichte startet mit dem Zusammentreffen der befreiten Fabelwesen auf dem Berg bei Thalia. Zwar konnten Kani, Sam, Nusar und Shagyra zusammen mit der Hilfe von Umm und Jacobus, vielen Fabelwesen aus den Bücher raus helfen, aber die Freiheit konnten sie ihnen damit noch nicht ganz schenken.

Natürlich nimmt der Name des Buches eines schon vorweg:

Ein Krieg steht bevor.

Doch Wie sieht ein Bücherkrieg aus?

Denn Krieg ist nicht gleich Krieg. Vorallem nicht, wenn er zwischen den Seiten spielt.


Wer mit einer großen, langen oder kurzen, blutigen Schlacht rechnet, wird hier überrascht. Denn hier steht nicht die Schlacht im Vordergrund.

Wer nur nach blutigen Kämpfen sucht ist hier falsch. Akram zeigt schon in den beiden Teilen davor, dass seine Charaktere zwar durchaus bereit sind, zu kämpfen, auch wird teilweise Blut vergossen und Leben werden genommen, aber am Ende ist es immer ein Kampf mit Worten.

Und so bleiben auch in diesem Teil, Worte, die mächtigste Waffe.

Ein großer Teil des Buches handelt davon, Grenzen zu überwinden, Verbündete zu gewinnen und Geheimwaffen zu finden. Das ist alles andere als langweilig und mich fasziniert es immer wieder, wie Akram selbst in ruhigen Momenten, so eine Spannung aufkommen lassen kann und den Leser geschickt an die Seiten fesselt.

Auf einmal arbeiten Feinde zusammen und das Buch zeigt, dass die Frage nach gut und böse nicht einfach beantwortet werden kann. Hier kann man nie sicher sein, wer noch alles seine Finger mit im Spiel hat und die ein oder andere Rückblick-Geschichte, wird einen noch ordentlich überraschen.

Was mir besonders an diesem Band und der ganzen Reihe gefallen hat, ist die Liebe fürs Detail. Hier gibt es keine Nebencharaktere, denn jedem einzelnen von ihnen, wird so viele Liebe geschenkt, dass man sie alle mit ins Herz schließt. Umm, Jacobus, Majid, sie alle spielen eine Rolle in dieser Geschichte.

Das Ende des Buches bleibt sehr offen. Zwar gibt es einen Abschluss der Geschichte, aber dieser endet hier nur auf dem Papier und lässt viel Raum, für das Weiterleben der Charaktere und die Zukunft Paramythias.
So ist der Abschied meiner Lieblingsreihe, nicht ganz so schwer.