Leserunde zu "Die geliebte des Kaisers" von Peter Dempf

Ein sterbender Kaiser, seine mutige Geliebte, eine gefahrvolle Mission
Cover-Bild Die Geliebte des Kaisers
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Peter Dempf (Autor)

Die Geliebte des Kaisers

Historischer Roman

Ein packender historischer Roman um einen sterbenden Kaiser, seine mutige Geliebte und eine gefahrvolle Mission





Rom, im Jahr 1001. Otto III., römisch-deutscher König und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, liegt im Sterben. Es ist Winter, und er und seine Getreuen sind auf der Flucht aus Rom, wo Unruhen ausgebrochen sind. Ottos letzte Bitte an seine Geliebte Mena: Sie soll dafür sorgen, dass sein Herz nach Augsburg gelangt. Der Grund: Sie trägt sein ungeborenes Kind unter dem Herzen, den letzten Spross und Erben seiner Linie, und das Herz ist ihr einziger Beweis.


Mit dem Mut der Verzweiflung schließt sich Mena einem Trupp wagemutiger Kaufleute an, die mit Schlitten dem Winter trotzen und als Erste im Jahr die Alpen zu überqueren versuchen. Doch sie wird gejagt, denn der Kampf um Ottos Nachfolge hat begonnen und ihre Gegner sind unberechenbar ...

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 02.12.2019 - 29.12.2019
  2. Lesen 13.01.2020 - 02.02.2020
  3. Rezensieren 03.02.2020 - 16.02.2020

Bereits beendet

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Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Abschnitt 2, KW 4, Seite 156 bis 306 (inkl. Kapitel 27)

Profilbild von Gelinde

Gelinde

Mitglied seit 02.05.2016

Veröffentlicht am 20.01.2020 um 16:55 Uhr

Hallo darf ich wieder den Anfang machen ☻

In diesem Abschnitt ist jetzt endlich was los.

ABER:
Es gibt sehr viel Zufälle und die Handlungen sind sehr widersprüchlich und teilweise für mich auch unlogisch.

Mena trifft auf Gor, bzw. der findet sie. Endlich ein Mensch der nur Gutes tun will. Er gefällt mir sehr, wie er mit seinen Hunden im Einklang mit der Natur lebe.

Ewalt will Mena und die Urne an Mattheis und Girgl ausliefern.
Und immer spielt der Zufall Ewalt in die Hände. Und jetzt in Innsbruck treibt es auf die Spitze. Jetzt zeigt er seine schlechte Seite.

Auch so ein Widerspruch.
Ewalt ist bei seiner Verfolgung genauso schnell (sogar schneller) als die Hunde und der geübte Gor?? Im tiefen Schnee??
Und was sind das für Schneeschuhe die Gor hat? Runde Pfannen? Aber wieso kann er mit ihnen so schnell gleiten??

Und was sind denn Schneeschuhe für Pferde? Was muss ich mir darunter vorstellen? Und warum kaufen oder machen sich Mattheis nicht auch solche für ihr Pferd, wenn es damit einfacher ist?

Tja Mattheis und Girgl, die sind echt das allerletze. Wie sie Andri behandeln und hintergehen, dann töten sie Urban – hoffentlich kriegen die ihr Fett noch ab.

Aber da bin ich zuversichtlich, da Gor es sich ja anders überlegt hat und zu Mena zurückkehrt.
Auch Ewalt wird sich warm anziehen müssen

Profilbild von HannaK89

HannaK89

Mitglied seit 05.07.2019

„Lesen heißt durch fremde Hand träumen.“ – Fernando Pessoa

Veröffentlicht am 20.01.2020 um 20:31 Uhr

Auch ich finde den zweiten Teil deutlich spannender und temporeicher als Teil 1. Das ist auf jeden Fall positiv!

Ich finde die Winterlandschaft ist wirklich gut beschrieben und Mena zeigt mir einmal mehr, dass sie eine mutige, starke Frau ist. Hochschwanger eine Alpenüberquerung zu machen - Respekt. Sie hat einen sehr starken Willen und möchte alles tun, um ihr Ziel zu erreichen.
Allerdings zeigt sie mir oft zu wenig Emotionen, als Beispiel nenne ich hier mal die Szene mit Gertruds Tod. Irgendwie fällt es mir deshalb immer noch ein wenig schwer, Sympathie zu ihr aufzubauen. Szenen wie die Verabschiedung von Gor finde ich da viel besser, weil sie hier endlich einmal ihre Gefühle zeigt. Die Szenen zwischen ihnen in Gors Hütte und auf der gemeinsamen Wanderung haben mir auf jeden Fall sehr gut gefallen.

Gor hingegen finde ich übrigens sehr sympathisch und könnte mir sogar vorstellen, dass aus ihm und Mena vielleicht noch mehr wird. Ich bin gespannt.

Ewalt ist mir immer noch zutiefst unsympathisch. Er ist nur auf seinen eigenen Vorteil aus und kennt keine Freunde. Er denkt nur an die Urne und wie er Mena in Innsbruck behandelt, ist dann endgültig die Krönung.
Genauso Mattheis und Girgl. Intrigant und selbstsüchtig.

Hat sich eigentlich an irgendeiner Stelle geklärt, wie Ewalt an die Urne kam vor oder während der Lawine? Oder habe ich das überlesen? Sie stand ja plötzlich neben ihm. Das würde mich nämlich noch interessieren.
Und die Wölfe, die Ewalt ständig angreifen: Jagen die nicht eigentlich im Rudel? Da ja irgendwie nicht. Das sind so die Unstimmigkeiten gewesen, die mir aufgefallen sind.

Wie gefällt euch eigentlich, dass die Kapitel oft mit einem Cliffhanger bei einer Person enden, das nächste Kapitel dann aber erst einmal eine andere Person behandelt, bevor dann erst im übernächsten Kapitel die Auflösung erfolgt? Ich meine, es erzeugt natürlich Spannung, ich finde es aber auch irgendwie nervig. Bei so etwas neige ich für gewöhnlich zum querlesen, vor allem, wenn das Kapitel dazwischen eher weniger spannend ist.

Insgesamt fand ich Teil 2 auf jeden Fall aufgrund seiner Spannung deutlich besser gelungen als Teil 1.

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HannaK89

Mitglied seit 05.07.2019

„Lesen heißt durch fremde Hand träumen.“ – Fernando Pessoa

Veröffentlicht am 20.01.2020 um 20:32 Uhr

Zitat von Gelinde

Ewalt ist bei seiner Verfolgung genauso schnell (sogar schneller) als die Hunde und der geübte Gor?? Im tiefen Schnee??



Das fand ich auch unlogisch.

Profilbild von Deidree

Deidree

Mitglied seit 23.07.2016

„Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie.“ --- J. Daniel ---

Veröffentlicht am 20.01.2020 um 21:12 Uhr

Gefühlt besteht der gesamte Teil aus der Überquerung des Passes. Ja klar, ein wichtiger Teil. Und voller Gefahren. Doch irgendwie waren es mir dann doch zu viele Wölfe, wann und wie die umkamen hat mit Mena nicht wirklich direkt zu tun. Vor allem tauchen mir die irgendwie zu oft einzeln auf. Dachte das sind Rudeltiere?

Von Mena habe ich in diesem Teil erfahren, dass sie müde und hungrig ist, dass sie sich (logischerweise) immer beschwerlicher fortbewegen kann und dass sie Gor vertraut, ohne ihn zu kennen. Doch Gor ist bisher der erste Mensch, dem gegenüber Mena Gefühl zeigt. Das ist schön.

Ewalt wird mir zunehmend unsympathischer. Ich kann nicht mehr glauben, dass es auch nur ein Fünkchen Zuneigung für Mena empfindet. Er denkt nur an seinen Vorteil, an die Urne. Das finde ich schlimmer als die Bayern, von denen weiß Mena wenigstens, dass sie auf der anderen Seite stehen.

Gor ist ein Segen für Mena. Ihn hat wahrlich der Himmel geschickt. Aber warum mag er das Heer von Heinrich nicht. Was gibt es da für ein Geheimnis? Mich hat etwas verwundert, dass er Mena einfach bei Ewalt gelassen hat, obwohl er ihn anscheinend verdächtigt und durchschaut hat. Wenn ihm Mena was wert war, hätte er dann nicht gleich bei ihr bleiben können? Er hätte um das Heer ja vielleicht irgendwie einen Bogen machen können.

Der Kaufmann spielt in diesem Abschnitt nur soweit eine Rolle, dass durch ihn eben die Bayern über den Pass kommen. Aber er dürfte sie durchschaut haben. Dachte mir im letzten Teil, dass er eine größere Rolle spielen wird. Naja, einen Teil haben wir ja noch. Bin gespannt, wie es bei den einzelnen Strängen weitergeht. Noch ist Mena ja lange nicht in Augsburg.

Achja, und die Nonne wird im Personenverzeichnis auch aufgeführt, ob die weiterhin eine Rolle spielt?

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Deidree

Mitglied seit 23.07.2016

„Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie.“ --- J. Daniel ---

Veröffentlicht am 20.01.2020 um 21:16 Uhr

Zitat von Gelinde

Ewalt ist bei seiner Verfolgung genauso schnell (sogar schneller) als die Hunde und der geübte Gor?? Im tiefen Schnee??



Ja stimmt. Vorher war die Rede dass Gor mit diesen "Schneeschuhen" fast gleiten kann und jetzt ist Ewalt ihnen ohne solche nachgekommen, obwohl er eine Nacht in der Stadt verbracht hat. Mena dürfte ja die meiste Zeit am Schlitten verbricht haben, also um soviel langsamer wird Gor mit ihr nicht gewesen sein, als normalerweise. Denke ich jetzt mal.



Zitat von HannaK89

Wie gefällt euch eigentlich, dass die Kapitel oft mit einem Cliffhanger bei einer Person enden, das nächste Kapitel dann aber erst einmal eine andere Person behandelt, bevor dann erst im übernächsten Kapitel die Auflösung erfolgt? Ich meine, es erzeugt natürlich Spannung, ich finde es aber auch irgendwie nervig. Bei so etwas neige ich für gewöhnlich zum querlesen, vor allem, wenn das Kapitel dazwischen eher weniger spannend ist.



Ich muss sagen, dass mich das jetzt weniger stört. Das habe ich schon bei einigen Büchern so vorgefunden.

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Gelinde

Mitglied seit 02.05.2016

Veröffentlicht am 21.01.2020 um 08:46 Uhr

Zitat von HannaK89

Gor hingegen finde ich übrigens sehr sympathisch und könnte mir sogar vorstellen, dass aus ihm und Mena vielleicht noch mehr wird. Ich bin gespannt.



Das hoffe ich irgendwie auch.

Zitat von HannaK89

Ewalt ist mir immer noch zutiefst unsympathisch. Er ist nur auf seinen eigenen Vorteil aus und kennt keine Freunde. Er denkt nur an die Urne und wie er Mena in Innsbruck behandelt, ist dann endgültig die Krönung.
Genauso Mattheis und Girgl. Intrigant und selbstsüchtig.



Ja die drei sind richtige KOtzbrocken

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Gelinde

Mitglied seit 02.05.2016

Veröffentlicht am 21.01.2020 um 08:52 Uhr

Zitat von HannaK89

Hat sich eigentlich an irgendeiner Stelle geklärt, wie Ewalt an die Urne kam vor oder während der Lawine? Oder habe ich das überlesen?



Ich glaube du hast nichts überlesen.
Ich für mich habe das so interpretiert:
Ewalt hat die Urne gefunden und wollte sich mit der alleine (ohne nach Mena und Gor zu suchen) aus dem Staub machen. Nur der Angriff des Wolfes hat ihn zurückgehalten.



Zitat von Deidree

Vor allem tauchen mir die irgendwie zu oft einzeln auf. Dachte das sind Rudeltiere?



Es werden ja immer weni
Und ich denke wenn die so richtig ausgehungert sind, schlagen sie auch alleine zu wenn sich eine geringe Chance bietet

Zitat von Deidree

Achja, und die Nonne wird im Personenverzeichnis auch aufgeführt, ob die weiterhin eine Rolle spielt?



Die könnte noch interessant werden

Profilbild von Gelinde

Gelinde

Mitglied seit 02.05.2016

Veröffentlicht am 21.01.2020 um 08:54 Uhr

Zitat von Deidree

Ja stimmt. Vorher war die Rede dass Gor mit diesen "Schneeschuhen" fast gleiten kann und jetzt ist Ewalt ihnen ohne solche nachgekommen, obwohl er eine Nacht in der Stadt verbracht hat. Mena dürfte ja die meiste Zeit am Schlitten verbricht haben, also um soviel langsamer wird Gor mit ihr nicht gewesen sein, als normalerweise. Denke ich jetzt mal.



Stimmt, diese Scheeschuhe zum gleiten kann ich mir irgendwie auch nicht vorstellen

Zitat von Deidree

Ich muss sagen, dass mich das jetzt weniger stört. Das habe ich schon bei einigen Büchern so vorgefunden.



Stimmt, ich auch, das ist gängig um Spannung zu erzeugen und hir finde ich geht es noch

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Florentine

Mitglied seit 11.03.2018

Immer ein Buch dabei haben und wichtig immer ein Buch in griff Nähe haben

Veröffentlicht am 21.01.2020 um 10:11 Uhr

Ich hänge in dem Gedanken fest wie das alles zeitlich passt, es ist kalt Schnee ohne Ende und sie damalige Kleidung, Schuhe wie können Sie da die Distanzen bewältigen? Die Wanderung spielt ja in nur 2 Monaten Anfang Januar und Februar.........

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MarySophie

Mitglied seit 01.07.2017

Bücherliebe ist ansteckend!

Veröffentlicht am 21.01.2020 um 11:26 Uhr

Leider konnte mich der zweite Abschnitt auch nicht richtig packen. Ich weiß selbst nicht recht, weshalb ich mich mit dem Buch so schwer tue. Aber ich komme gefühlt nicht voran und fühle mich nicht sonderlich gut unterhalten.
Dazu ist manches für mich etwas unverständlich. Zum Beispiel die Schneeschuhe von Gor. Was sind das bitte für Objekte? Ich kann mir darunter nichts vorstellen und frage mich, was genau das für Fortbewegungsmittel sind.
Zudem frage ich mich, wie Ewalt Gor und Mena so fix folgen konnte. Gor kennt sich eindeutig besser aus, zudem scheint das Gespann viel schneller zu sein. Und gefühlt schneit es ja auch ständig, sodass sie Spuren eigentlich nicht ewig sichtbar sein dürften...

Die Szenen im Schnee sind mir zu viel. Ich kann mir die Dimensionen nicht vorstellen, es its mir zu weitläufig und vielleicht habe ich auch dadurch meine Probleme, ein zeitliches Gefühl zu erhalten. Wie viele Tage waren Gor, Mena und Ewalt nun unterwegs? Angefühlt hat es sich wie mindestens 10, am Ende schienen es ja viel weniger zu sein.

Ich habe auch einige Probleme, mir die Protagonisten vorzustellen, sodass sie lebendiger erscheinen. Bei Gor sehe ich nur einen Bären, bei Mena habe ich lediglich eine Frau mit leuchtend roten Haaren vor Augen, die aber kein Gesicht hat und Ewalt ist nur ein Umriss. Finde ich sehr schade.
Ich denke, dass Gor und Mena noch einiges verbinden wird und sie am Ende sogar als Paar aus der Geschichte gehen könnten. Irgendwie passt zwischen den Beiden vieles und ich würde ihnen eine glückliche Zukunft wünschen.

Mittlerweile habe ich auch so meine Bedenken, dass das Kind ein Junge wird. Zwar ist Mena felsenfest davon überzeugt und es kann ja durchaus sein, dass die werdende Mutter ein bestimmtes Gefühl dafür hat. Aber sie zieht ja gar nicht die Möglichkeit in Betracht, dass es auch ein Mädchen werden könnte.

Dieses Hin und Her zwischen Mattheis, Girgl und Ewalt wird mir langsam zu viel. Sie scheinen wie schlechte Ganoven zu sein, die einen Streich planen, der am Ende amüsant in die Hosen geht. Mich erinnern die beiden Panzerreiter tatsächlich an die zwei Gauner aus „Kevin allein zu Haus“. Vom Aussehen stelle ich sie mir ähnlich vor und ab und an zeigen sie auch eine dusselige Art, wobei Mattheis noch intelligenter wirkt, genau wie Harry... :)

Mir tat Gertruds Tod leid. Ihr war ja schon klar, dass sie den Weg nach Deutschland nicht überleben wird und ein Stück weit konnte man sich da schon denken, dass dies auch so eintreffen wird. Doch so einen einsamen Tod hatte ich nicht erwartet, eher, dass sie im Schlaf für immer die Augen schließt oder Mena anwesend ist und diese vielleicht noch einen guten Tipp oder Hinweise erhält, die ihr nützen könnten.

Ich verstehe ja, dass Mena die Urne nicht aus den Augen lassen mag. Wahrscheinlich würde jeder in ihrer Situation so handeln. Doch mir ist der Umgang damit fast schon zu obsessiv. Dadurch nimmt auch ihre Figur Züge an, die ich nicht so recht mag. Die Mena vom Anfang der Geschichte war mir deutlich sympathischer.
Zudem scheint sie immer noch keine richtige Liebe oder richtiges Interesse an ihrem noch ungeborenen Kind zu verspüren. Hauptsache es lebt, ansonsten merkt man keine Zuneigung von Mena an dem Wesen.