Leserunde zu "Die letzte Dichterin" von Katharina Seck

Von der einzigartigen Magie des Geschichtenerzählens
Cover-Bild Die letzte Dichterin
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Katharina Seck (Autor)

Die letzte Dichterin

Roman

"Katharina Seck öffnet uns das Tor zu einer Metropole der Märchen und der Kunst, in der die Magie des Erzählens beim Wort genommen wird" Kai Meyer

Die Magie in Phantopien ist verschwunden. Nur in der Stadt Fernab gibt es noch Magie. Einmal hier aufzutreten - davon hat die Dichterin Minna Fabelreich immer schon geträumt. Aber Fernab darf nur betreten, wer eine Einladung besitzt. Minna kann ihr Glück daher kaum fassen, als sie eines Tages eine Einladung zu einem Dichterwettstreit bekommt. Zusammen mit dem Schatzsucher Finn macht sie sich auf den Weg. Doch in Fernab entdecken die beiden, dass ausgerechnet die Königin hinter der kunstvollen Fassade der Stadt eine dunkle Kraft verbirgt, die ganz Phantopien bedroht. Und Minna und Finn sind die einzigen, die sich der Gefahr entgegenstellen können.

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 13.01.2020 - 02.02.2020
  2. Lesen 17.02.2020 - 08.03.2020
  3. Rezensieren 09.03.2020 - 22.03.2020

Bereits beendet

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Wir freuen uns sehr, dass die Autorin die Leserunde begleitet. Unter "Fragen an Katharina Seck" könnt ihr euch direkt an sie wenden.

Wenn ihr wissen möchtet, wie eine Leserunde funktioniert und auf welche Kriterien wir bei der Auswahl der Teilnehmer achten, schaut doch mal hier vorbei.

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 11.03.2020

Die letzte Dichterin

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Die Autorin Katharina Seck war mir bereits ein Begriff, habe ich von ihr bereits „Tochter des dunklen Waldes“ gelesen habe. Daher war ich sehr auf ihr neustes Werk „Die letzte Dichterin“ gespannt. Dieses ...

Die Autorin Katharina Seck war mir bereits ein Begriff, habe ich von ihr bereits „Tochter des dunklen Waldes“ gelesen habe. Daher war ich sehr auf ihr neustes Werk „Die letzte Dichterin“ gespannt. Dieses Fantasy- Buch ist bisher ein eigenständiges Werk.

Klappentext:
Die Magie in Phantopien ist verschwunden. Nur in der Stadt Fernab gibt es noch Magie. Einmal hier aufzutreten - davon hat die Dichterin Minna Fabelreich immer schon geträumt. Aber Fernab darf nur betreten, wer eine Einladung besitzt. Minna kann ihr Glück daher kaum fassen, als sie eines Tages eine Einladung zu einem Dichterwettstreit bekommt. Zusammen mit dem Schatzsucher Finn macht sie sich auf den Weg. Doch in Fernab entdecken die beiden, dass ausgerechnet die Königin hinter der kunstvollen Fassade der Stadt eine dunkle Kraft verbirgt, die ganz Phantopien bedroht. Und Minna und Finn sind die einzigen, die sich der Gefahr entgegenstellen können.

Ich hatte im Vorfeld bereits die Leseprobe zu diesem Buch gelesen. Mein Interesse war sofort geweckt gewesen. Die Grundidee hat mir sofort zugesagt und auch der Schreibstil konnte mich begeistern. Jedoch konnten meine Erwartungen an dieses Buch nicht vollständig erfüllt werden.
Der Schreibstil von Seck ist sehr märchenhaft und poetisch, sie schreibt sehr bildhaft und schafft es gekonnt, eine packende Atmosphäre zu erschaffen. Mit ihrem Schreibstil konnte mich die Autorin sofort überzeugen. Ich kannte diesen bildgewaltigen Erzählstil bereits aus ihrem anderen Fantasy- Buch, welches ich von ihr gelesen hatte, und auch dieses Mal konnte sie mich mit ihrem Erzähltalent überzeugen. Er war wie ein Sog, welcher mich in eine magische Welt gezogen hat. Zu gerne habe ich ihren Ausführungen und Ideen gelauscht und bin immer tiefer in dieses Abenteuer abgetaucht. Das System der Magie hat mir auch gefallen. Diese wurde durch die Künste und dessen Pflege in der Welt Phantopien erschaffen. Werte wie Poesie oder auch die Malerei sind Beispiele für diese Künste, welche die Magie in dieser Welt gebracht haben. Doch leider sind diese nicht mehr von großer Bedeutung, sie geraten immer mehr in Verruf, nur wenige wissen solche Talente zu schätzen oder genießen sogar solche Künste oder führen sie selber aus. Daher verschwindet die Magie immer mehr aus Phnatopien, es gibt nur noch wenig von ihr. Das Konzept der Magie hat mir persönlich gefallen, trägt es doch auch eine tiefere Bedeutung. Die Idee der Autorin hat einen leichten sozialkritischen Ton. Dennoch finde ich es schade, dass wir von der Magie selber recht wenig erfahren. An sich wird nur erzählt, wie diese in die Welt gefunden hat, wie sie erhalten werden kann. Aber über die Auswirkungen der Magie wird nicht viel erzählt. Dies fand ich schade, geht so doch das magische Etwas in diesem Fantasy- Buch verloren und wirkte auf mich persönlich auch etwas unausgereift.
Erzählt wird dieses Werk aus mehreren Perspektiven. Dadurch bekommt der Leser einen vielseitigen Einblick in die Geschehnisse, hat nicht nur einen einseitigen Blickwinkel in die Handlung. Mir hat dies gut gefallen, erhält man so auch einen tieferen Einblick in die unterschiedlichen Charaktere. Auch wird durch den Perspektivenwechsel Spannung generiert und bringt Tempo in die Handlung. Die Charaktere haben alle ihre Ecken und Kanten, ihre eigene Geschichte, welche man teilweise auch erst entdecken muss. Dennoch sind sie mir nicht wirklich ans Herz gewachsen. Ich konnte leider nicht richtig mit ihnen mit fiebern oder habe um sie gebangt, wenn sie in Gefahr waren. Ich konnte leider keine tiefere Verbindung zu ihnen aufbauen. Ich habe ihre Abenteuer gebannt gelesen. Hatte dabei aber immer das Gefühl, dass ich ihnen eher über die Schulter blicke – ein geduldeter Zuschauer bin – und nicht selber mit ihnen diese Abenteuer erlebe. Der berühmte Funke ist einfach nicht übergesprungen. Auch die weibliche Protagonistin Minna wirkte auch mich eher distanziert, viel hat man über sie nicht erfahren. Nur dass sie von zu Hause geflohen ist, dass sie aus ihrem gewohnten Umfeld ausgebrochen ist, um sich ihrer Liebe für Poesie zu widmen. Dabei wirkte sie auf mich wie ein ungeschliffener Diamant. Etwas schade fand ich auch, dass ihr männlicher Gegenpart Finn auf mich unausgereift gewirkt hat. Seine Verbindung zu der Elster hätte man besser in die Handlung einbauen können – für mich war er in dieser Geschichte eher Mittel zum Zweck. Er war Minnas Reisebegleiter, der ausgeholfen hat, wenn sie Hilfe brauchte. Gut gefallen hat mir hier hingegen die Königin, sie macht im Verlauf der Handlung eine große Wandlung durch. Ihre Person wirkte auf mich ausgereifter. Stück für Stück erfahren wir mehr über sie, über ihre Vergangenheit aber auch über ihre Gedanken. Am Anfang wirkt sie nur wie der böse Gegenpart, aber man lernt sie immer besser kennen und auch verstehen. Auch Valerian, der Gabensucher, hat mir persönlich gefallen. Ein dramatischer Charakter in diesem Fantasy- Buch, der mit seinem derzeitigen Leben hadert und ein schweres Packet schultern muss. Allgemein wirkten die Protagonisten auf mich etwas unausgereift. Hier hätten ein paar Ausführungen oder Interaktionen miteinander dem Buch gut getan.
Positiv möchte ich erwähnen, dass „Die letzte Dichterin“ ohne große Lovestory auskommt. Es werden ein paar Liebelein in die Handlung mit eingebaut, aber sie sind nicht der wesentliche Handlungsstrang. Sie sind zwar wichtig für den Verlauf der Geschichte, aber nicht der Hauptaspekt des Buches.
Die Reise nach Fernab ist leider so ein Minuspunkt für mich. Es wurde im Vorfeld betont, wie schwer es ist, diese Stadt zu finden. Für mich ging die Suche danach einfach zu problemlos, zu geradlinig. Man hätte diese Reise nutzen können, um mehr von dieser fantastischen Welt zu erfahren, Potential war auf jeden Fall vorhanden. Doch meiner Meinung nach wurde dies einfach nicht genutzt. Schade.
Das Ende hingegen konnte mich wieder überzeugen, auch eine unerwartete Wendung hält es parat. Es gibt kein klassisches Happy End. Dennoch wirkte es auch mich stimmig und hat mich als zufriedenen Leser zurückgelassen.

Insgesamt hat die Autorin Katharina Seck mit „Die letzte Dichterin“ ein solides Fantasy- Werk geschaffen. Doch leider hat es in meinen Augen ein paar Schwachpunkte. Manchmal hätten ein paar Ausführungen mehr dem Buch gut getan, hier wurde meiner Meinung nach etwas Potential nicht genutzt. Dennoch konnte es mich gut unterhalten. Hierfür möchte ich 3,5 Sterne vergeben.

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  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Fantasie
Veröffentlicht am 09.03.2020

Märchenhaftes Buch das etwas weiter in die Tiefe hätte gehen können.

1

:spoiler: enthält ein wenig Spoiler :spoiler:

Worte. Geschichten. Sie konnte nicht verstehen, wie Menschen sie nicht lieben konnten. Sie waren Tore zu anderen Welten, in andere Länder, in die Fantasie ...

:spoiler: enthält ein wenig Spoiler :spoiler:

Worte. Geschichten. Sie konnte nicht verstehen, wie Menschen sie nicht lieben konnten. Sie waren Tore zu anderen Welten, in andere Länder, in die Fantasie anderer Menschen, Wie konnte man da nicht atemlos vor Begeisterung sein? (Kapitel 25)

Inhalt:

Die Magie in Phantopien ist verschwunden. Nur in der Stadt Fernab gibt es noch Magie. Einmal hier aufzutreten - davon hat die Dichterin Minna Fabelreich immer schon geträumt. Aber Fernab darf nur betreten, wer eine Einladung besitzt. Minna kann ihr Glück daher kaum fassen, als sie eines Tages eine Einladung zu einem Dichterwettstreit bekommt. Zusammen mit dem Schatzsucher Finn macht sie sich auf den Weg. Doch in Fernab entdecken die beiden, dass ausgerechnet die Königin hinter der kunstvollen Fassade der Stadt eine dunkle Kraft verbirgt, die ganz Phantopien bedroht. Und Minna und Finn sind die einzigen, die sich der Gefahr entgegenstellen können.

Wie ich zu dem Buch kam:

~"Katharina Seck öffnet uns das Tor zu einer Metropole der Märchen und der Kunst, in der die Magie des Erzählens beim Wort genommen wird" Kai Meyer~

Wegen genau diesem Satz ist das Buch für mich sehr interessant geworden. Kai Meyer (mein absoluter Lieblingsautor) hat das Buch als großartig befunden, von daher war es ja schon fast Pflicht es zu lesen. Mir hat natürlich auch das Cover auf den ersten Blick gefallen. Das Buch hat ein Märchen versprochen und eine Welt die etwas magisches an sich hat.

Meinung:

Cover:

Das Cover sieht aus wie ein richtig schönes Märchenbuch. Es ist düster und kraftvoll. Mir gefällt es wahnsinnig gut. Außerdem liebe ich Bücher die eine Landkarte enthalten.

Schreibstil:

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, das Buch hat sich flüssig hintereinander weg lesen lassen. Was auch an den kurzen Kapiteln liegt. Mir persönlich hat das gut gefallen. Ich lese leider drei kurze Kapitel als ein ewig langes. Mir haben auch die kleinen Sätze am Anfang eines jedes Kapitels sehr gut gefallen, so wusste man immer schon so ein bisschen was einen erwartet.

Figuren/Charaktere:

Die Figuren die aufgetreten sind fand ich klasse. Ich fand es sehr schön das jeder der Figuren eine Entwicklung durch macht.

Minna war mir von Anfang an sehr sympathisch. Sie ist eher ein ruhiger und unscheinbarer Charakter, außer wenn sie eine Geschichte erzählt, dann wächst sie über sich hinaus und genau das macht auch ihre Magie aus.

Finn ist auch eine Klasse für sich. Ein Dieb (oh Pardon ich meinte Schatzsucher) mit einer verkrüppelten Hand und einer treuen Elster, den alle Welt unterschätzt. Das klang wirklich vielversprechend. Leider war er zu Beginn der Geschichte doch nur ein einfacher Dieb. Allerdings konnte ich seine Beweggründe immer sehr gut nachvollziehen. Er wollte endlich frei sein und sein Leben selbst in die Hand nehmen.

Finn und Minna erleben im Laufe der Geschichte (besonders in Fernab) ihre Gaben intensiver als je zuvor.
Finn wird endlich zu dem Schatzsucher der er immer schon sein wollte. Minna macht eine andere Wandlung durch und wird von einer manchmal doch sehr blauäugigen Dichterin zu einer starken selbstbewussten Frau. Sie glaubt aber nach wie vor an das gute im Menschen und geht bei jedem immer vom besten aus.

Die Königin (die insgeheim meine liebste Figur ist) macht bei weitem die größte Wandlung von allen durch. Sie ist nicht durch und durch böse, was meiner Meinung nach bei genauem lesen auch sehr früh zu erkennen ist. Sie will eigentlich nur das besten für Phantopien. Ihr Weg das zu errichen was sie sich vorgenommen hat ist bestimmt nicht der beste aber sie versucht wenigstens die Magie zu retten.
Die Königin ist mächtig und geheimnisvoll aber auch unsicher was sie meiner Meinung nach sehr viel menschlicher macht.
Als sie begreift das sie ganze Zeit von ihrem Hofdichter belogen und ausgenutzt wurde wandelt sie sich um 180 Grad. Sie schafft es ihre dunkle Seite hinter sich zu lassen und gesteht sich ihre eigenen Fehler ein, was wirklich von einem großen Charakter zeugt.

Valerien (der Gabensucher) ist der Königin verpflichtet. Er wird von ihr erpresst damit er gehorcht, aber man merkt auch schnell das da noch was anderes zwischen den beiden ist oder besser gesagt das da mal was anderes zwischen den beiden war...
Auch Valerien macht eine Entwicklung durch. Vom Mann der immer alle Befehle ausführt (obwohl der weiß das er damit Menschen verletzt) zum Mann der bereit ist Hochverrat zu begehen um jemand unschuldigen zu retten.

Handlung:

Ich fand es gut das die Geschichte schnell Fahrt aufnimmt und nicht lange um den heißen Brei herum geredet wird. Außerdem war die Handlung leicht und gut verständlich.
Es gab ein paar unlogische Stellen über die man hinwegsehen können sollte. Jetzt mal ehrlich niemand würde mit jemandem eine Reise ins Ungewisse antreten der vorher versucht hat einen zu bestehlen oder?
Die Geschichte mit dem Spiegel die Minna im ersten Gasthaus vorgetragen hat kam mir sehr bekannt vor. Ich hatte die Geschichte schon mal gehört, eine andere Leserin hat mir dann auch die Sprünge geholfen, die Geschichte kam in der Serie „Haus des Geldes“ vor. Ich fand das allerdings nicht groß schlimm das sich die Autorin davon hat Inspirieren lassen. Man muss ja auch nicht immer das Rad noch mal neu erfinden.
Jedenfalls geht das Buch mit einer Reise nach Fernab weiter. Fernab ist die Hauptstadt von Phantopien in der die Königin residiert und die letzte Stadt in der es noch Magie gibt. Außerdem ist Fernab versteckt. Keiner weiß genau wo es liegt, außer man ist schon einmal dort gewesen. Die Geschichte rund um Fernab fand ich richtig faszinierend. Die Idee das eine ganze Stadt versteckt ist und nur von bestimmte Leuten gefunden werden kann fand ich brillant. Und er der Verschwindefluch hat wirklich was geniales an sich. Eigentlich eine einfache Idee die aber brillant eingefügt und umgesetzt worden ist.
Unter der Oberfläche gibt es eine zweite Stadt. Eine Spiegelstadt, der staubige, dunkle und doch faszinierende Untergrund Fernabs. Leider erfährt man nicht so viel über die Unterstadt wie man gern möchte. Meiner Ansicht nach hätte es hier zu ruhig noch mehr Infos geben können.
Finn und Minna schaffen es jedenfalls nach Fernab. Die Stadt an sich fand ich auch gut beschreiben, man merkt das es eine Stadt ist die Kunst noch groß schreibt und durch die glaube ich jeder Bücherfreund gern mal schlendern würden.
Dann kommt es zum großen Dichterwettstreit. Dieser hat mir sehr gut gefallen. Auch das er aus Sicht der Königin beschrieben war fand ich gut gemacht.
Leider hat mir der Beitrag von Minna jetzt nicht so gut gefallen, aber das lag einfach daran, dass ich mit Gedichten in der Regel eh nicht so viel am Hut habe.
Nach dem Dichterwettstreit beginnt der große Showdown und der war für mich wirklich das Highlight des Buches.
Alles was im Palast spiel fand ich richtig spannend und faszinierend. Besonders erwähnenswert fand ich auch die Bibliothek der Königin. Den diese ist magisch. Es gibt zwar normale Bücher die von Menschen geschrieben wurden, aber es gibt auch über jeden Einwohner von Fernab ein Buch oder zumindest ein Kapitel in einem Buch. Das ist die Magie der Bibliothek die sich die Königin zu nutze macht.
Das Buch hat kein Happy End im klassischen Sinne aber es fügt sich alles einfach gut zusammen. Ich glaube ein „normales“ Happy End hätte auch einfach nicht gepasst und sich nicht richtig angefühlt. Schade fand ich allerdings das Minna und Finn nach all dem was sie zusammen erlebt haben wieder getrennte Wege gehen. Das hat mich dann doch auch ein Stück weit überrascht.

Fazit:

Ich fand das Buch zu Anfang leider etwas flach. Das hat sich aber im laufe des Buches sichtlich gebessert. Die Grundidee ist so zauberhaft. Ich finde allerdings man hätte hier und da noch mehr raus hohlen können. Das Buch hätte gut und gern noch 100 bis 200 Seiten mehr haben können, einfach um bei manchen Sachen noch ein bisschen mehr in die Tiefe gehen zu können.
Ich finde trotzdem das das Buch rundum gut gelungen ist. Es hat Spaß gemacht es zu lesen und in die Welt rund um Fernab eintauchen zu können. Ich denke gerade für junge Leser ist der Buch auf jeden Fall empfehlenswert.

Lieblingszitate:

„Traditionen sind wichtig, findest Ihr nicht auch?“ „Ja und nein. Traditionen verbinden Menschen. Aber manchmal verhindern sie auch, dass etwas neues Großartiges entstehen kann.“ (Kapitel 17)

Worte. Geschichten. Sie konnte nicht verstehen, wie Menschen sie nicht lieben konnten. Sie waren Tore zu anderen Welten, in andere Länder, in die Fantasie anderer Menschen, Wie konnte man da nicht atemlos vor Begeisterung sein? (Kapitel 25)

Die wahre Richtung des Herzens ist dort, wohin deine Füße dich tragen, wenn du aufhörst zu denken. (Kapitel 25)

Alte Gewohnheiten legt man nicht ab. Selbst wenn man fest daran glaubt, besser zu sein, sie abzustreifen wie einen alten Mantel, dem man entwachsen ist, so kommt man irgendwann an den kritischen Punkt, an dem einen diese alten Gewohnheiten wider einholen, an dem man nach ihnen greift, weil sie wie vertraute Werkzeuge in der Hand sind. (Kapitel 40)

Warum zwingen sie alle einen dazu, etwas zu tun, das man nicht will? Wir haben nur dieses eine Leben. Lasst uns doch die Freiheit, aus eigener Kraft zu fallen und wieder aufzustehen. (Kapitel 41)

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Veröffentlicht am 22.03.2020

Die letzte Dichterin

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Mina Fabelreich ist Dichterin und Geschichtenerzählerin aus Leidenschaft und hofft darauf, eines Tages in Fernab, jener Stadt in Phantopien, in der die letzte Magie des Landes zu Hause ist, auftreten zu ...

Mina Fabelreich ist Dichterin und Geschichtenerzählerin aus Leidenschaft und hofft darauf, eines Tages in Fernab, jener Stadt in Phantopien, in der die letzte Magie des Landes zu Hause ist, auftreten zu können. Zu ihrer Freude erhält sie tatsächlich eine Einladung zum Dichterwettstreit, den Königin Malwine Wüstenherz ausrichtet. Lediglich finden muss sie die Stadt, die für alle Fremden unsichtbar ist. Der jungen Frau wird bald klar, dass sie ihr Ziel nur in Begleitung von Schatzsucher Finn Minengräber, der seine eigenen Träume hat, gelangen kann und macht sich gemeinsam mit ihm auf den Weg. Werden sich in Fernab die Wünsche der beiden erfüllen?


„Die letzte Dichterin“ von Katharina Seck ist eine fantastische Geschichte, die einen durch die Schilderung aus wechselnden Blickpunkten von Anfang an in das Geschehen einbindet, obwohl sie im Großen und Ganzen eher mit leisen Tönen daherkommt und erst im letzten Drittel mit überraschenden, lebhaften und intensiven Szenen aufwartet.

Die Autorin beweist mit ihrer Idee eines Phantopiens, dem die Magie verloren geht, Kreativität. Die Veranschaulichung einer Welt und ihrer Bewohner, zeugt von Vielfalt, hätte allerdings durchaus ab und an umfassender gestaltet werden können. Es ist jedoch eine Freude, der detaillierten, bildintensiven und stimmungsvollen Erzählweise zu folgen, die sich in einem poetischen und atmosphärischen Rahmen nicht nur ihrer Heldin Minna widmet.

Hervorzuheben sind die sorgfältig entwickelten Charaktere der Geschichte, zu denen insbesondere die ehrgeizige Königin gehört, die anfangs mit einer Darstellung als das personifizierte Böse auftritt und im Verlauf des Geschehens aufschlussreiche Facetten offenbart.

Daneben begeistert Minna mit ihrer Leidenschaft und ihrem Enthusiasmus für das Dichten, ihrer Zurückhaltung und ihrem Bestreben, mit ihrer Kunst bei den Menschen etwas zu auszulösen. Sie kann ihre Zuhörer in den Bann ziehen, weil sie über eine besondere Form von „Magie“ verfügt. Für ihren Begleiter Finn verkörpert sie die Hoffnung, dass die alten Werte Phantopien nicht gänzlich untergegangen sind. Dass es noch Menschen gibt, denen es Ansehen und Reichtum nicht wichtig sind, denen es gleich ist, ob ihr Spiegelbild attraktiv oder unvollkommen ist, die nicht mitleidig auf verkrüppelte Menschen wie ihn herabsehen. Minna zeigt, dass Geschichten und alte Bücher bedeutsamer sind als Goldkugeln und Diamantschmuck, dass man auch den sternfernen Träumen folgen und an seinen Überzeugungen festhalten kann und nicht an den Werten festhalten muss, die Gewohnheit und Misstrauen vor Veränderung vorgeben.

Finn und seine Elster Schwarzklaue erobern schnell das Herz. Der junge Mann mit seiner verkrüppelten Hand ist einer jener Menschen, die nicht perfekt sind und ihren Platz im Leben noch nicht gefunden haben. Auf der Suche danach verläuft nicht alles glatt, und viele Stolperfallen kreuzen seinen Weg. Aber Finn möchte wie Minna seine Träume verwirklichen, und darum agieren die beiden auch mit einer gewissen vorwärtstreibenden Kraft miteinander.

„Die letzte Dichterin“ von Katharina Seck besticht mit einem fantasievollen, durchdachten Plot und ausgezeichneten Charakterstudien, wodurch in der Gesamtbetrachtung ein Lesevergnügen der besonderen Art geboten wird.

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Veröffentlicht am 22.03.2020

Vom Schwinden der Magie

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Phantopien war einst ein reiches Land , voller Magie und Künstler. Doch mit dem Schwinden der Wertschätzung für die Künste schwand auch die Magie. Die Königin Malwine Wüstenherz, die in verborgenen Stadt ...

Phantopien war einst ein reiches Land , voller Magie und Künstler. Doch mit dem Schwinden der Wertschätzung für die Künste schwand auch die Magie. Die Königin Malwine Wüstenherz, die in verborgenen Stadt Fernab residiert, in der noch die Künste geschätzt werden, hat einen Plan diese Magie zurückzuholen, allerdings zu einem hohen Preis. Währenddessen zieht Minna Fabelreich eine der letzten Dichterinnen, durch das Land und versucht ihren Lebensunterhalt dadurch zu bestreiten, dass sie abends in Gaststätten Geschichten erzählt, bekannte und selbst erdachte. In einer dieser Gaststätten trifft sie auf Finn Minengräber, den Sohn eines bekannten Schatzsuchers, der seinem Vater seine Fähigkeiten beweisen soll. Für beide ist die Stadt Fernab ein unerreichbares Wunschziel, doch dann erhält Minna eine Einladung, die ihr den Zugang ermöglicht.
Diese drei bilden die Hauptpersonen der Handlung., die dann auch abwechselnd weitgehend aus diesen drei Perspektiven geschildert wird, wobei das Hauptaugenmerk auf Finn und Minna liegt. Dieser Perspektivewechsel ermöglicht es dem Leser sich gut mit den Hauptcharakteren zu identifizieren und bringt zusätzlich noch Abwechslung ins Geschehen.
Wie man an den drei Beispielen sieht, sind die Namen recht plakativ gewählt, man weiß sofort um die Eigenschaften der betreffenden Person. Ein Personenverzeichnis ist daher auch nicht nötig.
Obwohl die sonst üblichen Elemente eines Fantasyromans wie Elben, Drachen oder ganz allgemein magische Wesen hier fehlen, würde ich doch die Bezeichnung Fantasyroman unterstreichen.
Mir hat die märchenhafte Konstruktion des Romans sehr gut gefallen, die Beschreibungen waren gut fürs Kopfkino geeignet, die Hauptcharaktere Minna und Finn waren mir sympathisch und die zeitweise ruhige Handlung bot dennoch genug Spannung und Abwechslung.
Von mir 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung, die sich auch an Jugendliche richtet

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Veröffentlicht am 20.03.2020

Magisch, märchenhaft, fantastisch

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Rezension zu: Die letzte Dichterin

Die Magie in Phantopien ist verschwunden. Nur in der Stadt Fernab gibt es noch Magie. Einmal hier aufzutreten - davon hat die Dichterin Minna Fabelreich immer schon ...

Rezension zu: Die letzte Dichterin

Die Magie in Phantopien ist verschwunden. Nur in der Stadt Fernab gibt es noch Magie. Einmal hier aufzutreten - davon hat die Dichterin Minna Fabelreich immer schon geträumt. Aber Fernab darf nur betreten, wer eine Einladung besitzt. Minna kann ihr Glück daher kaum fassen, als sie eines Tages eine Einladung zu einem Dichterwettstreit bekommt. Zusammen mit dem Schatzsucher Finn macht sie sich auf den Weg. Doch in Fernab entdecken die beiden, dass ausgerechnet die Königin hinter der kunstvollen Fassade der Stadt eine dunkle Kraft verbirgt, die ganz Phantopien bedroht. Und Minna und Finn sind die einzigen, die sich der Gefahr entgegenstellen können.


In dem Buch die letzte Dichterin begleiten wir vor allem die junge Protagonistin Minna auf ihrer Reise durch Phantopie auf der Suche nach der Stadt Fernab, um dort an einem Dichterwettstreit teilzunehmen. Doch dieser Dichterwettstreit bürggt mehr Gefahren als Minna sich jemals hätte träumen lassen.

Die Gesichte ist in drei Teile aufgeteilt und aus der Sicht der wichtigsten handelnden Personen verfasst und führt den Leser so durch mehrere Handlungsstränge, die sich an einigen Stellen immer wieder treffen. So wird dem Leser auch immer ein anderen Einblick in die märchenhafte Welt von Phantopien gegeben. Aber so Märchenhaft, wie die Welt am Anfang scheint, ist sie leider nicht, was von der Autorin seht gut beschrieben und stilistisches umgesetzt wurde. Immer wieder gibt es Wendungen, neue Ereignisse und dunkle Geheimnisse, die aufgedeckt werden.
Dieses Buch über Magie, und vor allem über die Magie der Worte und der schönen Künste ist unglaublich spannend und packend geschrieben. Es reißt einen von der ersten bis zu letzte Zeile mit und gerade, dass das Buch aus mehren Perspektiven erzählt wird, hat mir besonders gut gefallen.

Vor allem hat mir auch der Schreibstil der Autorin zugesagt. Wie auch Minna, die Protagonistin, versteht sie es, mit Worten zu spielen und den Leser in die von ihr mit viel Liebe geschaffenen Welt zu entführen.

Die letzte Dichterin bekommt von mir 5/5 Sterne.

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