Leserunde zu "Everything I Didn't Say" von Kim Nina Ocker

DER neue Stern am Himmel junger deutscher Autorinnen
Cover-Bild Everything I Didn't Say
Produktdarstellung
(10)
  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Gefühl
  • Charaktere

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

Kim Nina Ocker (Autor)

Everything I Didn't Say

Meine Geschichte hat viele Happy Ends - viele Momente, in denen ich gerne auf Stopp gedrückt und den Augenblick für immer im Herzen eingeschlossen hätte. Und dann ging es weiter ...

Als Jamie und Carter sich zum ersten Mal gegenüberstehen, sprühen zwischen ihnen augenblicklich die Funken. Dabei wissen sie beide, dass sie unbedingt die Finger voneinander lassen müssen: Jamie hat gerade erst ihren Job als Dramaturgieassistentin angetreten, und Carter ist als Star der Show vertraglich dazu verpflichtet, sich nicht mit einer Frau an seiner Seite in der Öffentlichkeit zu zeigen. Doch mit jedem Tag, den sie miteinander verbringen, knistert es heftiger zwischen ihnen, bis sie der Anziehungskraft nachgeben - nicht ahnend, dass das ihre Leben gehörig durcheinanderbringen wird ...

Herzzerreißend, emotional und sexy: die neue New-Adult-Reihe von Kim Nina Ocker bei LYX!

Band 2 (EVERYTHING I EVER NEEDED) erscheint am 28.02.2020.

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 09.09.2019 - 29.09.2019
  2. Lesen 14.10.2019 - 10.11.2019
  3. Rezensieren 11.11.2019 - 24.11.2019
    Rezensieren

Bewerbt euch jetzt für die Leserunde zu "Everything I didn't say" und sichert euch die Chance auf eines von 40 kostenlosen Leseexemplaren!

INFO FÜR ALLE EBOOK-LESER: Hier ist nochmal die Aufteilung der Abschnitte mit Kapitel:

  • Abschnitt 1, KW 42, Seite 1 bis 128 (inkl. 1.7 August 2015, Carter)
  • Abschnitt 2, KW 43, Seite 129 bis 257  (inkl. 2.1 Jamie)
  • Abschnitt 3, KW 44, Seite 258 bis 382 (inkl. 2.10 Carter)
  • Abschnitt 4, KW 45, Seite 383 bis Ende 

Ihr wollt wissen, nach welchen Kriterien wir die Teilnehmer für eine Leserunde auswählen? Dann schaut in unseren FAQs vorbei, hier für euch der direkte Link zum Thema Leserunden. Erfahrt dort auch, was einen guten Leseeindruck ausmacht.

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 11.11.2019

Ein gemischtes Leseerlebnis

3

Everything I didn’t Say habe ich im Laufe der Leserunde von Lesejury gelesen. Das hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst und ich werde im Folgenden meine ehrlichen Gedanken zu dem Buch mit euch teilen.
Da ...

Everything I didn’t Say habe ich im Laufe der Leserunde von Lesejury gelesen. Das hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst und ich werde im Folgenden meine ehrlichen Gedanken zu dem Buch mit euch teilen.
Da mich damals die Leseprobe sehr angesprochen hat, musste ich mein Glück einfach versuchen und war wirklich happy, als ich Everything I didn’t Say dann endlich lesen konnte.
Im Buch werden Themen behandelt, die ich in diesem Genre bisher noch nicht oft gelesen habe und gerade deshalb bin ich sehr gespannt darauf gewesen. Insgesamt hat mir Everything I didn’t Say ganz gut gefallen, jedoch konnte es mich nicht wirklich umhauen oder überraschen, zudem gab es einige Kritikpunkte.

DER INHALT

Jamie bekommt einen Praktikumsplatz an einem Serienset und lernt dort den Schauspieler Carter kennen, der ihr vom ersten Augenblick an ins Auge fällt. Er wirkt auf sie arrogant und unnahbar, dennoch können die beiden nicht aneinander vorbei.
Sie wissen beide, dass das mit ihnen keine Zukunft haben kann: Denn Jamie ist auf den Praktikumsplatz angewiesen und Carter hat eine Vertragsklausel, die Beziehungen verbietet.
Doch mit jedem weiteren Tag fühlen sie sich mehr miteinander hingezogen und letztendlich geben sie ihrer Anziehungskraft nach – mit fatalen Folgen.

DIE CHARAKTERE

Zum einen haben wir da Jamie, die unbedingt diesen Praktikumsplatz benötigt und in der Theaterwelt durchstarten möchte, egal wie schwer das auch werden wird. Anfangs fand ich sie wirklich sympathisch und liebenswert. Leider hat sich das im Laufe der Geschichte geändert und es gibt Stellen, wo ich sie wirklich nervig gefunden habe und nur den Kopf über sie schütteln konnte.
Carter hingegen mochte ich das ganze Buch über mehr, auch wenn er sicherlich auch seine Schattenseiten hat und anfangs oft ein wenig arrogant auftritt. Doch er wird im Laufe des Buches erwachsener, verantwortungsbewusster und irgendwann habe ich ihn wirklich ins Herz geschlossen. Vor allem weil er mir aufgrund bestimmter Ereignisse an einigen Stellen wirklich leid tat.
Über die Nebencharaktere kann ich leider gar nicht so viel sagen. Die Bösen wurde kompromisslos böse hingestellt, die guten oft einfach nur durchgängig gut. Doch letztendlich habe ich einfach von den Nebencharakteren zu wenige Auftritte gelesen, dass ich gar nicht mit ihnen warm werden konnte. Ich hätte mir gewünscht, dass diese stärker ausgeprägt und oft nicht so 0815-mäßig wirken würden.

MEINE BEWERTUNG

Everything I didn’t Say zu bewerten, ist mir wirklich unheimlich schwer gefallen. Denn während mir das Buch anfangs wirklich super gefallen hat, kamen im Laufe der Geschichte immer mehr Punkte hinzu, die mich dann doch gestört haben. Im Folgenden werde ich euch sowohl meine positiven als auch negativen Punkte kurz präsentieren.

Was mir an Everything I didn’t Say gefallen hat:
• Der Anfang des Buches ist wunderbar gewählt worden. Es war kein langer Aufbau, sondern man wurde direkt in das Geschehen hineingeworfen und war direkt in der Geschichte drin. Das hat mir sehr gefallen.
• Es gab anfangs eine gute Menge an Informationen – man wird damit nicht überladen, lernt aber genug über Jamies Praktikum, die anderen Schauspieler und ihr Leben.
• Beide Hauptcharaktere fand ich am Anfang wirklich interessant. Sie werfen beide Fragen auf und man erfährt ein wenig etwas über ihre Familien, woraufhin ich echt neugierig auf weitere Informationen gewesen bin.
• Wirklich schön fand ich es auch, dass Carter nicht direkt der Star am Set ist, sondern erst noch dazu werden wird. Das wirkte realistisch und eher am echten Leben orientiert.
• Die Szenen in der Zukunft, die immer zwischen die eigentliche Geschichte gemischt wurden, haben mich sehr neugierig gemacht, was dazwischen passiert ist.

Was mir an Everything I didn’t Say nicht gefallen hat:
• Für mich persönlich hat es in dem Buch viel zu viele Sichtwechsel gegeben, oft auch innerhalb der Kapitel. Ich hätte es schöner gefunden, wenn zumindest jeweils ein Kapitel aus der gleichen Sicht geschrieben worden wäre. Das hätte auf mich runder gewirkt und man hätte nicht immer so schnell hin- und herspringen müssen. Vielleicht hätte ich dann auch eine größere Bindung zu den Nebencharakteren aufgebaut
• Die Zeitsprünge zwischen 2015 und 2019 fand ich zwar von der Idee her super, anfangs jedoch ein wenig verwirrend.
• Es gab mir insgesamt zu viel Drama. Mir kam es oft so vor, als hätte die Autorin absichtlich eine Bombe nach der anderen platzen lassen, alles verwendet, was sich nur irgendwie dazu geeignet hat. Leider kam mir das somit ein wenig gezwungen und oft auch zu dramatisch vor. Irgendwann haben die Bomben einen gar nicht mehr wirklich geschockt, der Schockeffekt hat nachgelassen und oft wusste man als Leser auch einfach schon, was das nächste Drama werden wird.
• Ich habe den Hauptcharakteren Jamie und Carter ihre Verliebtheit leider nie wirklich abgekauft. Zwischen den beiden sind anfangs zwar Funken gesprüht, aber wirkliche Nähe sowie Liebe habe ich zwischen ihnen im ganzen Buch leider nicht herauslesen können.
• Oft habe ich das Buch als zu klischeehaft und mit nicht genug Tiefe empfunden. Die Themen an sich sind wirklich super gewesen, manchmal ist es dort jedoch an der Umsetzung gescheitert. Durch das ganze Drama hatte ich oft das Gefühl, dass die wirklichen Thematiken zu kurz kamen. Ich hätte mir gewünscht, dass diese mehr ausgebaut gewesen wären.
• Manchmal gab es leider auch einige Logiklücken. Beispielsweise fliegt Jamie mit einer Gehirnerschütterung, wenn man eigentlich auch hätte fahren können. Außerdem wird in dem Buch gesagt, dass Jamie eine Zeit lang mehrmals pro Woche nach Chicago fliegt, was mehr als 3 Stunden von ihrem derzeitigen Wohnsitz entfernt ist und zudem sicherlich auch einiges an Geld kostet (was sie nicht hat).
• Ich hätte mir gewünscht, ein wenig mehr Informationen über die Arbeit am Filmset und Jamies genaue Tätigkeiten im Praktikum zu bekommen. Das kam mir leider ein wenig kurz.
• Mein größter Kritikpunkt ist es, dass man viele der Probleme einfach durch Reden hätte klären können. Die Hauptcharaktere (vor allem Jamie) haben sich oft einfach wie trotzige Teenager verhalten.
• Carter und Jamie – das war irgendwie ein zu langer Tanz mit viel zu viel Drama und viel zu wenig Kommunikation. Leider gab es in dem Buch ohnehin viel zu viel unnötiges Drama, dort hätte ich mir gewünscht, dass stattdessen andere Themen ausgebaut worden wären.

Wirklich schlecht fand ich Everything I didn’t Say auf keinen Fall, wirklich überzeugen konnte es mich letztendlich aber auch nicht. Es war ein schönes Leseerlebnis für zwischendurch. Band 2 werde ich wohl nicht lesen.
Letztendlich gebe ich Everything I didn’t Say 3,5 Sterne.

Veröffentlicht am 11.11.2019

Ich hatte mich leider mit zu großen Erwartungen ins Lesevergnügen gestürzt!

1

Chicago. Jamie Evans arbeitet hart für ihr Studium, denn sie möchte später als Dramaturgin am Theater arbeiten. Um Erfahrungen zu sammeln nimmt sie ein Praktikum als Regieassistentin im Filmgeschäft an, ...

Chicago. Jamie Evans arbeitet hart für ihr Studium, denn sie möchte später als Dramaturgin am Theater arbeiten. Um Erfahrungen zu sammeln nimmt sie ein Praktikum als Regieassistentin im Filmgeschäft an, genauer gesagt am Set der Seifenoper „Chicago Hearts“. Dort läuft ihr der Star der Serie, Carter Dillane, über den Weg und wie es der Zufall will, ist es um beide recht schnell geschehen. Leider verpflichtet sie ein Vertrag, Beziehungen am Set zu unterlassen. Trotzdem erliegen beide der Anziehungskraft und müssen mit den Konsequenzen leben, die turbulenter sind, als sie es sich je hätten erträumen lassen.

Dieses Buch musste ich unbedingt haben! Ich hatte mich sehr darauf gefreut, eine Story rund um das Filmgeschäft zu lesen, um damit etwas hinter die Kulissen schauen zu können, mit Akteuren, Regisseuren, Assistenten, Statisten, usw., dem Leben am Set, Intrigen, Liebesaffären und dem ganzen Pipapo. Leider wurde dieser Stoff überraschend knapp abgehandelt, letztendlich war es nur der Zugang zur eigentlichen Geschichte und nach einem überraschenden Wendepunkt kaum mehr relevant.
Wegen des anfänglichen Schauplatzes hatte mir der Einstieg in das Buch sehr gefallen, die Ausgangssituationen der Protagonisten waren für mich greifbar und durchaus interessant. Hier ließ Kim Nina Ocker ein Stückchen von Jamies und Carters Seele aufblitzen, deren Verhalten wurde damit nachvollziehbar. Diese Szenen, beispielsweise Carters Erinnerung an seine Kindheit, fand ich sehr stimmungsvoll und sie gaben mir etwas Gefühl für sein Wesen. Vor allem für Jamie, mit ihren allzu menschlichen Sorgen und Ängsten, konnte ich anfangs durchaus Sympathie aufbringen. Nach einem wichtigen Twist im Plot veränderten sich allerdings die Persönlichkeiten der Hauptfiguren, wobei mir deren Entwicklung dann weitreichend fehlte. Damit kippte mein Verständnis für die Charaktere und meine anfängliche Begeisterung.

Eine Verbundenheit zu den Figuren fehlte mir in diesem Buch gänzlich. Ich war eher ein Beobachter auf Distanz und konnte nicht richtig mitfühlen. Ich habe keine ehrliche Liebe zwischen Carter und Jamie wahrgenommen. Was die beiden zwischenmenschlich antrieb, war für mich nicht wirklich erkennbar.
Die Geschichte hätte meiner Meinung nach etwas runder gestaltet werden können, wenn die Nebencharaktere präsenter aufgetreten wären. Freunde und hilfreiche Personen wurden als Charakter nur angerissen, obwohl diese Menschen teilweise großen Einfluss auf den Verlauf der Handlung hatten.
Die Autorin hat zweifellos wichtige Themen angesprochen, diese für mich allerdings nur unzureichend verfolgt. (Welche dies sind, möchte ich hier nicht verraten / Spoiler.) Schade, denn dies hätte vielleicht zu mehr Tiefgründigkeit und Ernsthaftigkeit führen können.

Trotzdem fand ich den Schreibstil der Autorin authentisch, der Text lässt sich flüssig und angenehm lesen. Zeitsprünge in die Vergangenheit geben dem ganzen eine gewisse Spannung und lassen unweigerlich Neugier aufkommen.

Grundsätzlich aber war mir die Geschichte zu voll von künstlich erzeugtem Drama und das Verhalten der Protagonisten stellenweise überzogen und fragwürdig. Obwohl mir der Anfang des Buches wirklich gefallen hat, werde ich den zweiten Band wahrscheinlich nicht lesen. Von mir gibt`s leider nur schwache 3 Sterne.

Veröffentlicht am 11.11.2019

Für mich leider viel zu vorhersehbar und klischeehaft

1

Jamie ist 19 Jahre alt und hat einen Job als Praktikantin bei einer Fernsehserie erobert. Für sie ist das ein wichtiger Schritt zu ihrem großen Traum, am Theater zu arbeiten. An ihrem ersten Tag rennt ...

Jamie ist 19 Jahre alt und hat einen Job als Praktikantin bei einer Fernsehserie erobert. Für sie ist das ein wichtiger Schritt zu ihrem großen Traum, am Theater zu arbeiten. An ihrem ersten Tag rennt sie buchstäblich in Carter. Er ist einer der Schauspieler der Serie und hält sie für einen Fan. Jamie kennt ihn aber nicht, da sie die Serie selbst nicht ansieht und geigt ihm die Meinung. Es knistert gewaltig zwischen ihnen, aber Carter hat eine Klausel im Vertrag: er darf keine Beziehungen haben, sonst verliert er seinen Job. Doch beide können der Anziehungskraft nicht lange widerstehen und landen im Bett. Diese eine Nacht, die der Anfang von etwas sehr Schönem sein könnte, verändert ihrer beider Leben für immer.



Das Buch spielt im ersten Teil auf zwei Zeitebenen. 2015 und 2019. Die Handlung wechselt immer wieder und in den 2019-Kapiteln gibt es so viele Andeutungen darüber, was 2015 passiert ist und auch was das große Geheimnis ist, dass man es nur erraten konnte. Ich fand es schade, dass da zunehmend mit der Brechstange Hinweise auf den Leser eingehämmert werden.



Das Buch gefiel mir die ersten 25% sehr gut, aber dann hat es leider für mich spürbar nachgelassen. Mir war Carter am Anfang sympathisch, er war charmant, hat Jamie in gewisser Weise umsorgt und umworben, war aber natürlich auch, wie es sich für einen Schauspieler gehört arrogant. Die beiden haben sich viel gestritten, aber Jamie hat sich immer wieder behauptet, zwar als rote Tomate, aber immerhin.



Die zweiten 25% haben mir schon deutlich weniger gut gefallen. Die Art, wie Carter mit der gemeinsamen Nacht umging hat mich genervt. Ich kann verstehen, dass er Druck verspürte, aber er hätte auch einfach den Mund aufmachen und Klartext reden können, statt sich wie ein A... zu benehmen. Dieses Problem zieht sich auch durch das gesamte weitere Buch. 90% der Missverständnisse und Dramen hätten vermieden werden können, hätte einer von beiden – meistens Carter – einfach mal den Mund aufgemacht, oder der andere – meistens Jamie – keine voreiligen Schlüsse gezogen.



Bei mir hat Carter zunehmend verloren und ich konnte auch bis zum Schluss, als sich das wieder umkehren sollte, nicht mehr sonderlich mit ihm warm werden. Er hat sich in meinen Augen oft wie ein bockiges Kind verhalten, oder wie ein Teenie. Er übernimmt für nichts die Verantwortung, immer sind die anderen Schuld und er das Opfer.

Jamie fand ich am Anfang toll, doch ihr Dasein als Tomate war irgendwann einfach zu übertrieben. Niemand darf erfahren, dass etwas zwischen ihnen läuft und sie läuft rot an, wenn er nur an ihr vorbei geht oder sie anschaut?!

Die Jamie der Gegenwart gefiel mir da etwas besser, aber auch hier leider nur am Anfang. Bald fand ich auch ihr Verhalten kindisch. Sie könnte auch mal den Mund aufmachen und Klartext reden, aber nein, kaum trifft sie auf Carter spielt sie wieder Tomate, oder sie streiten sich.



Die Handlung war für mich leider total vorhersehbar. Mir war schon nach den ersten 25% klar, wo die Reise hingehen sollte und das ist auch alles eingetroffen, ebenso, wie die ganzen Missverständnisse und Dramen. Die haben sich alle lange angekündigt und sind dann auch genau so passiert.



Mich hat auch genervt, dass in einem Moment die Fetzen flogen und im nächsten Moment rumgemacht wurde und auch dieses aus dem Nichts „verliebt sein“ war für mich unglaubwürdig. Ebenso, wie die Handlungen beide Protagonisten in meinen Augen immer wieder unlogisch waren. Ich kann ihre Gefühle füreinander und auch andere betreffend oft einfach nicht nachvollziehen.

Mir war das alles oft einfach viel zu übertrieben. Ich mag ja eigentlich keine Anglizismen, aber hier muss es sein, mir war das Buch in vielen Bereichen „too much“ und „over the top“. Die Leseprobe und der Anfang waren wirklich gut, aber dann driftete das Buch immer mehr in die Richtung Teenie-Dauer-Missverständnis-pseudo-große-Romanze-Schiene ab – ich weiß einfach nicht, wie ich das besser beschreiben soll.



Fazit: Leider war das Buch für mich viel zu vorhersehbar. Der Anfang war super, danach ging es aber leider nur noch bergab. Es gab zwar auch schöne Szenen, aber insgesamt war die Handlung für mich von zu vielen Klischees durchsetzt, zu vorhersehbar und durch immer neue Dramen und Missverständnisse künstlich in die Länge gezogen. Aus der Story hätte wirklich etwas werden können, wenn das Buch nicht jedes Mal den altbekannten Weg genommen hätte.

Ich habe lange überlegt, wie ich dieses Buch bewerten soll. Ich habe zwischen 2 und 3 Sternen geschwankt und mich schließlich doch für 3 Sterne entschieden, aber es war wirklich knapp, ob es nicht doch 2,5 werden. Aber die schönen Szenen haben das Buch dann doch noch auf 3 Sterne gerettet, mehr ist für mich aber leider nicht drin.

Veröffentlicht am 08.11.2019

Enttäuschte Erwartungen...

1

Liebe Daisy,
wie du weißt, habe ich bisher kaum New Adult Bücher gelesen, obwohl sie gerade so beliebt sind. Um so mehr habe ich mich gefreut, Teil der Leserunde von Lesejury zu diesem Buch zu werden: ...

Liebe Daisy,
wie du weißt, habe ich bisher kaum New Adult Bücher gelesen, obwohl sie gerade so beliebt sind. Um so mehr habe ich mich gefreut, Teil der Leserunde von Lesejury zu diesem Buch zu werden: Everything I Didn’t Say von Kim Nina Ocker, das letzten Monat bei LYX erschienen ist. Ich fand sowohl das Cover ansprechend als auch den Klappentext vielversprechend und konnte es gar nicht abwarten, mein Manuskript in die Finger zu bekommen.

Der Roman erzählt die Geschichte von Jamie, einer jungen Amerikanerin, die davon träumt, Dramaturgin an einem Theater zu werden, und Carter, einem Schauspieler der Vorabendserie Chicaco Hearts. Wie es der Zufall so will, bekommt Jamie eine Praktikumsstelle als Dramaturgieassistetin (entgegen dem Klappentext, der von einer Regieassistenz spricht) am Set ebendieser. Die beiden treffen aufeinander und vom ersten Moment an, ist die Spannung zwischen ihnen spürbar – doch es gibt genug Dinge, die gegen die beiden sprechen; nicht zuletzt eine Klausel in Jamies Künstlervertrag…

Kim Nina Ockers Schreibstil war mir allgemein sehr sympathisch: er liest sich flüssig und authentisch. Einzig bei den Passagen im Präsens hatte ich manchmal meine Schwierigkeiten (wie oft bei dieser Erzählzeit), weil sie mir zu reflektiert dafür waren, dass behauptet wird, die Figuren würden es gerade so erleben (vgl. z.B.: S. 341/S. 362). Dafür war ich sehr positiv vom Format dieses Buches überrascht. Es ist eine Ich-Erzählung, die zwischen den Perspektiven der Protagonisten alterniert; somit etablieren sich schnell zwei klare Figuren. Die Chemie zwischen den ProtagonistInnen wird dadurch greifbarer, da wir in beide Köpfe schauen und die jeweiligen Unsicherheiten und Konflikte beobachten können
Zusätzlich wird im ersten Drittel des Buches zwischen zwei zeitlichen Ebenen gesprungen: 2015, das Jahr in dem die beiden sich kennenlernen, und 2019. Dies wird durch die verschiedenen Erzählzeiten (Perfekt/Präsens) betont. Natürlich nehmen die Dinge, die in der späteren zeitlichen Ebene passieren, manches vorweg, doch ich fand es sehr spannend als Leserin zu überlegen, wie die Figuren wohl dorthin gekommen sein könnten – zumal sie einander 2015 gerade erst begegnet sind. Schade (wenn auch bis zu einem gewissen Grad verständlich) fand ich, dass diese Struktur sich nicht durch das ganze Buch gezogen hat, sondern wir ab einem gewissen Punkt nur noch von den Geschehnissen im Jahr 2019 erfahren haben. Ab diesem Zeitpunkt hat der Roman leider einiges von seinem Facettenreichtum eingebüßt und somit etwas an Reiz verloren.


Ich muss auch sagen, dass ich das Buch als sehr vorhersehbar empfunden habe. Ich hatte rasch raus, was zwischen 2015 und 2019 passiert war; aber auch, was der große Konflikt am Ende sein und wie er sich auflösen würde. Das war somit kein großer Spannungsfaktor mehr. Ich fand es auch schade, dass wesentliche Konflikte so schnell aufgelöst wurden: etwa die Frage, wer die Information an die Presse weitergegeben hat oder die Auflösung des finalen Konfliktes. Letzterer hat sich leider extrem nach Deus-Ex-Machina angefühlt. Ich bin mir bewusst, dass sich ein Verweis auf die Lösung dieses bereits im Titel findet, aber ich hätte mir an dieser (wie auch an manchen anderen) Stellen gewünscht, dass die Autorin früher Hinweise gestreut hätte.
Was mich jedoch überrascht hat war, die Relevanz der im Klappentext angesprochenen Berufsfelder. Egal ob jetzt Regie, Dramaturgie oder Schauspiel, ich hatte große Hoffnungen, dass diese Berufe einen wesentlichen Bestandteil des Buches ausmachen würden. Sie wurden jedoch von Anfang an mehrheitlich nur behauptet. Ab dem Zeitsprung im ersten Drittel werden Jobs, wenn überhaupt, bloß noch am Rande erwähnt. Etwas, das ich sehr bedauerlich fand.

Ich habe schon erwähnt, dass sich durch die wechselnden Perspektiven schnell zwei Figuren etablieren. Ich konnte mit diesen nur leider nicht viel anfangen. Carter war mir extrem unsympathisch: er ist verwöhnt und hat einen absurden Luxusanspruch (z.B.: S. 195), er ist furchtbar unsensibel (z.B.: „Du siehst beschissen aus“ (S. 215) – ist das romantisch?), oberflächlich (vgl. z.B.: S. 246) und stellt unangebrachte Besitzansprüche in Bezug auf Jamie (vgl. z.B.: S. 156). Mit Jamie selbst konnte ich nicht unbedingt mehr anfangen: sie ist überdramatisch („Meine Probleme sind endlos.“ (S. 256)) und verhält sich kindisch (vgl. S. 257). Beide reagieren schnell über und sind teilweise inkonsequent geschrieben; sie springen wiederholt innerhalb weniger Sätze zwischen emotionalen Extrema (Jamie z.B.: S. 241, Carter z.B.: S. 247).
Die Beziehung von Jamie und Carter habe ich, bis auf einzelne schön etablierte Situationen, wie die auf dem Sofa (S. 318ff) und auf dem Basketballplatz (S. 334ff)), ehrlich gesagt auch nicht wirklich verstanden. Vielleicht liegt es am Genre, mit dem ich noch nicht ganz warm geworden bin, aber sie beschränken sich für meinen Geschmack etwas zu sehr auf körperliche Aspekte. Die beiden haben einmal (im betrunkenen Zustand) etwas miteinander und das soll so prägend gewesen sein, dass sie der „Beziehung“ vier Jahre später noch immer nachtrauern (vgl. S. 220)? Zumal sie in der Zeit, in der sie zusammen gearbeitet haben, kaum miteinander gesprochen haben – wenn überhaupt, dann haben sie einander angebockt; oder sich ein Gespräch gewünscht, es aber nicht umgesetzt, obwohl die Gelegenheit da gewesen wäre (vgl. S. 154). Eine Gelegenheit, die sie zugunsten körperlicher Lust verstreichen haben lassen. Etwas, das sogar benannt wird: „Das hier war tausendmal besser als Reden.“ (S. 157). Ich konnte mich einfach nicht damit identifizieren, dass ihre aufkeimende Beziehung scheinbar eine rein körperliche Komponente im Zentrum hat. Jamie sorgt sich etwa: „Ich habe mich nur gefragt, ob du zurzeit […] mit jemandem schläfst.“ (S. 414). Und auch Carter scheint rein den Sex mit ihr vermisst zu haben (vgl. S. 438). Solche Beziehungen haben ganz gewiss auch ihre Daseinsberechtigung, ich persönlich konnte nur relativ wenig damit anfangen.

Du merkst schon: weder die Geschichte, noch die Figuren (bzw. deren Beziehungen zu einander) konnten mich wirklich überzeugen. Die Leserunde hat trotzdem sehr viel Spaß gemacht und ich war sehr gerne dabei. Das war ein wunderbarer Anreiz immer weiter zu lesen. Mal sehen, ob ich mich noch einmal in das Genre New Adult traue, oder ob ich es vielleicht einfach bei diesem Buch belassen sollte.

Falls doch nicht, gebe ich dir jedenfalls Bescheid.

Deine Daffy

Veröffentlicht am 11.11.2019

Schöne Liebesgeschichte

0

Ich muss sagen, es ist nicht so leicht eine Rezension für dieses Buch zu schreiben, da ich dieses Buch über eine lange Zeitspanne gelesen habe, aber ich versuche es trotzdem mal so gut es geht.
Das Cover ...

Ich muss sagen, es ist nicht so leicht eine Rezension für dieses Buch zu schreiben, da ich dieses Buch über eine lange Zeitspanne gelesen habe, aber ich versuche es trotzdem mal so gut es geht.
Das Cover fand ich von Anfang an schön und es wäre auch Grund für einen reinen Coverkauf gewesen, also heißt das schon so einiges.
Ich fand die Geschichte ehrlich gesagt nicht schlecht, natürlich waren da ab und zu Klischees, aber denen läuft man so in einigen Büchern über den Weg. Ich fand die Idee toll, dass Jamie ans Set kommt und einen Schauspieler kennenlernt - endlich! Immer nur berühmte Musiker, aber so selten Schauspieler oder was anderes. Natürlich ändert es nicht die Tatsache, dass die Person dann berühmt ist, aber trotzdem ist die Geschichte wieder etwas anders. Ich mochte, dass hier auch bisschen mehr um Familie ging. Nicht nur die Liebesbeziehung, sondern auch die Liebe zum Kind. Das macht es in meinen Augen noch etwas schöner. Das Einzige, was mich gestört hat, war der Grund warum Jamie abgehauen ist. Ja, es war schlimm was Carter am Telefon gesagt hat, aber anstatt wie eine Erwachsene Frau mit Kind zu reagieren und die Sache durch Absprache zu klären, packt sie ihre 7 Sachen und verschwindet einfach. Für mich eher ein schlechter Grund, auch wenn ich verstehe, dass man am Ende bisschen Drama braucht, hätte man es anders machen können, aber das ist nur meine Meinung.
Was das Gefühl im Buch anging war es so la la. Ich muss zugeben, dass die Autorin nicht wirklich emotional schreibt. Die einzige Stelle, die mich etwas berührt hat, war wo Jamie die E-Mails von Carter liest, aber sonst war das auch leider alles.
Der Erzählstil war jetzt nicht wirklich besonders. Man kam gut voran, aber so richtig besonders war es jetzt auch nicht. Am Anfang haben mich auch die Kapitel etwas verwirrt, da ich die Zahlen mit dem Punkt dazwischen nicht ganz verstanden habe. Aber mit der Zeit hatte ich doch wieder den Überblick.
Die Charaktere fand ich auch gut. Ich fand Jamie sympathisch und auch Carter konnte ich nach einer Zeit ins Herz schließen. Zwar war er am Anfang ziemlich arrogant und ein Möchtegern Star, aber später wurde er immer vernünftiger und sympathischer. Auch sein bester Freund war auf seine abweisende und grobe Art mysteriös und nur oberflächlich, sodass man nie wirklich seine Gefühle lesen konnte, was gut ist, da ich umso mehr auf den nächsten Band gespannt bin.
Als Fazit kann ich sagen, dass das Buch mir Spaß gemacht hat und ich auch bisschen mitmachen, mitfühlen und mitfiebern konnte. Kein großes Meisterwerk, aber auf jeden Fall ein guter Roman für zwischendurch.