Leserunde zu "Everything I Didn't Say" von Kim Nina Ocker

DER neue Stern am Himmel junger deutscher Autorinnen
Cover-Bild Everything I Didn't Say
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  • Gefühl
  • Charaktere

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Kim Nina Ocker (Autor)

Everything I Didn't Say

Meine Geschichte hat viele Happy Ends - viele Momente, in denen ich gerne auf Stopp gedrückt und den Augenblick für immer im Herzen eingeschlossen hätte. Und dann ging es weiter ...

Als Jamie und Carter sich zum ersten Mal gegenüberstehen, sprühen zwischen ihnen augenblicklich die Funken. Dabei wissen sie beide, dass sie unbedingt die Finger voneinander lassen müssen: Jamie hat gerade erst ihren Job als Dramaturgieassistentin angetreten, und Carter ist als Star der Show vertraglich dazu verpflichtet, sich nicht mit einer Frau an seiner Seite in der Öffentlichkeit zu zeigen. Doch mit jedem Tag, den sie miteinander verbringen, knistert es heftiger zwischen ihnen, bis sie der Anziehungskraft nachgeben - nicht ahnend, dass das ihre Leben gehörig durcheinanderbringen wird ...

Herzzerreißend, emotional und sexy: die neue New-Adult-Reihe von Kim Nina Ocker bei LYX!

Band 2 (EVERYTHING I EVER NEEDED) erscheint am 28.02.2020.

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 09.09.2019 - 29.09.2019
  2. Lesen 14.10.2019 - 10.11.2019
  3. Rezensieren 11.11.2019 - 24.11.2019
    Rezensieren

Bewerbt euch jetzt für die Leserunde zu "Everything I didn't say" und sichert euch die Chance auf eines von 40 kostenlosen Leseexemplaren!

INFO FÜR ALLE EBOOK-LESER: Hier ist nochmal die Aufteilung der Abschnitte mit Kapitel:

  • Abschnitt 1, KW 42, Seite 1 bis 128 (inkl. 1.7 August 2015, Carter)
  • Abschnitt 2, KW 43, Seite 129 bis 257  (inkl. 2.1 Jamie)
  • Abschnitt 3, KW 44, Seite 258 bis 382 (inkl. 2.10 Carter)
  • Abschnitt 4, KW 45, Seite 383 bis Ende 

Ihr wollt wissen, nach welchen Kriterien wir die Teilnehmer für eine Leserunde auswählen? Dann schaut in unseren FAQs vorbei, hier für euch der direkte Link zum Thema Leserunden. Erfahrt dort auch, was einen guten Leseeindruck ausmacht.

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 11.11.2019

Ein gemischtes Leseerlebnis

4

Everything I didn’t Say habe ich im Laufe der Leserunde von Lesejury gelesen. Das hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst und ich werde im Folgenden meine ehrlichen Gedanken zu dem Buch mit euch teilen.
Da ...

Everything I didn’t Say habe ich im Laufe der Leserunde von Lesejury gelesen. Das hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst und ich werde im Folgenden meine ehrlichen Gedanken zu dem Buch mit euch teilen.
Da mich damals die Leseprobe sehr angesprochen hat, musste ich mein Glück einfach versuchen und war wirklich happy, als ich Everything I didn’t Say dann endlich lesen konnte.
Im Buch werden Themen behandelt, die ich in diesem Genre bisher noch nicht oft gelesen habe und gerade deshalb bin ich sehr gespannt darauf gewesen. Insgesamt hat mir Everything I didn’t Say ganz gut gefallen, jedoch konnte es mich nicht wirklich umhauen oder überraschen, zudem gab es einige Kritikpunkte.

DER INHALT

Jamie bekommt einen Praktikumsplatz an einem Serienset und lernt dort den Schauspieler Carter kennen, der ihr vom ersten Augenblick an ins Auge fällt. Er wirkt auf sie arrogant und unnahbar, dennoch können die beiden nicht aneinander vorbei.
Sie wissen beide, dass das mit ihnen keine Zukunft haben kann: Denn Jamie ist auf den Praktikumsplatz angewiesen und Carter hat eine Vertragsklausel, die Beziehungen verbietet.
Doch mit jedem weiteren Tag fühlen sie sich mehr miteinander hingezogen und letztendlich geben sie ihrer Anziehungskraft nach – mit fatalen Folgen.

DIE CHARAKTERE

Zum einen haben wir da Jamie, die unbedingt diesen Praktikumsplatz benötigt und in der Theaterwelt durchstarten möchte, egal wie schwer das auch werden wird. Anfangs fand ich sie wirklich sympathisch und liebenswert. Leider hat sich das im Laufe der Geschichte geändert und es gibt Stellen, wo ich sie wirklich nervig gefunden habe und nur den Kopf über sie schütteln konnte.
Carter hingegen mochte ich das ganze Buch über mehr, auch wenn er sicherlich auch seine Schattenseiten hat und anfangs oft ein wenig arrogant auftritt. Doch er wird im Laufe des Buches erwachsener, verantwortungsbewusster und irgendwann habe ich ihn wirklich ins Herz geschlossen. Vor allem weil er mir aufgrund bestimmter Ereignisse an einigen Stellen wirklich leid tat.
Über die Nebencharaktere kann ich leider gar nicht so viel sagen. Die Bösen wurde kompromisslos böse hingestellt, die guten oft einfach nur durchgängig gut. Doch letztendlich habe ich einfach von den Nebencharakteren zu wenige Auftritte gelesen, dass ich gar nicht mit ihnen warm werden konnte. Ich hätte mir gewünscht, dass diese stärker ausgeprägt und oft nicht so 0815-mäßig wirken würden.

MEINE BEWERTUNG

Everything I didn’t Say zu bewerten, ist mir wirklich unheimlich schwer gefallen. Denn während mir das Buch anfangs wirklich super gefallen hat, kamen im Laufe der Geschichte immer mehr Punkte hinzu, die mich dann doch gestört haben. Im Folgenden werde ich euch sowohl meine positiven als auch negativen Punkte kurz präsentieren.

Was mir an Everything I didn’t Say gefallen hat:
• Der Anfang des Buches ist wunderbar gewählt worden. Es war kein langer Aufbau, sondern man wurde direkt in das Geschehen hineingeworfen und war direkt in der Geschichte drin. Das hat mir sehr gefallen.
• Es gab anfangs eine gute Menge an Informationen – man wird damit nicht überladen, lernt aber genug über Jamies Praktikum, die anderen Schauspieler und ihr Leben.
• Beide Hauptcharaktere fand ich am Anfang wirklich interessant. Sie werfen beide Fragen auf und man erfährt ein wenig etwas über ihre Familien, woraufhin ich echt neugierig auf weitere Informationen gewesen bin.
• Wirklich schön fand ich es auch, dass Carter nicht direkt der Star am Set ist, sondern erst noch dazu werden wird. Das wirkte realistisch und eher am echten Leben orientiert.
• Die Szenen in der Zukunft, die immer zwischen die eigentliche Geschichte gemischt wurden, haben mich sehr neugierig gemacht, was dazwischen passiert ist.

Was mir an Everything I didn’t Say nicht gefallen hat:
• Für mich persönlich hat es in dem Buch viel zu viele Sichtwechsel gegeben, oft auch innerhalb der Kapitel. Ich hätte es schöner gefunden, wenn zumindest jeweils ein Kapitel aus der gleichen Sicht geschrieben worden wäre. Das hätte auf mich runder gewirkt und man hätte nicht immer so schnell hin- und herspringen müssen. Vielleicht hätte ich dann auch eine größere Bindung zu den Nebencharakteren aufgebaut
• Die Zeitsprünge zwischen 2015 und 2019 fand ich zwar von der Idee her super, anfangs jedoch ein wenig verwirrend.
• Es gab mir insgesamt zu viel Drama. Mir kam es oft so vor, als hätte die Autorin absichtlich eine Bombe nach der anderen platzen lassen, alles verwendet, was sich nur irgendwie dazu geeignet hat. Leider kam mir das somit ein wenig gezwungen und oft auch zu dramatisch vor. Irgendwann haben die Bomben einen gar nicht mehr wirklich geschockt, der Schockeffekt hat nachgelassen und oft wusste man als Leser auch einfach schon, was das nächste Drama werden wird.
• Ich habe den Hauptcharakteren Jamie und Carter ihre Verliebtheit leider nie wirklich abgekauft. Zwischen den beiden sind anfangs zwar Funken gesprüht, aber wirkliche Nähe sowie Liebe habe ich zwischen ihnen im ganzen Buch leider nicht herauslesen können.
• Oft habe ich das Buch als zu klischeehaft und mit nicht genug Tiefe empfunden. Die Themen an sich sind wirklich super gewesen, manchmal ist es dort jedoch an der Umsetzung gescheitert. Durch das ganze Drama hatte ich oft das Gefühl, dass die wirklichen Thematiken zu kurz kamen. Ich hätte mir gewünscht, dass diese mehr ausgebaut gewesen wären.
• Manchmal gab es leider auch einige Logiklücken. Beispielsweise fliegt Jamie mit einer Gehirnerschütterung, wenn man eigentlich auch hätte fahren können. Außerdem wird in dem Buch gesagt, dass Jamie eine Zeit lang mehrmals pro Woche nach Chicago fliegt, was mehr als 3 Stunden von ihrem derzeitigen Wohnsitz entfernt ist und zudem sicherlich auch einiges an Geld kostet (was sie nicht hat).
• Ich hätte mir gewünscht, ein wenig mehr Informationen über die Arbeit am Filmset und Jamies genaue Tätigkeiten im Praktikum zu bekommen. Das kam mir leider ein wenig kurz.
• Mein größter Kritikpunkt ist es, dass man viele der Probleme einfach durch Reden hätte klären können. Die Hauptcharaktere (vor allem Jamie) haben sich oft einfach wie trotzige Teenager verhalten.
• Carter und Jamie – das war irgendwie ein zu langer Tanz mit viel zu viel Drama und viel zu wenig Kommunikation. Leider gab es in dem Buch ohnehin viel zu viel unnötiges Drama, dort hätte ich mir gewünscht, dass stattdessen andere Themen ausgebaut worden wären.

Wirklich schlecht fand ich Everything I didn’t Say auf keinen Fall, wirklich überzeugen konnte es mich letztendlich aber auch nicht. Es war ein schönes Leseerlebnis für zwischendurch. Band 2 werde ich wohl nicht lesen.
Letztendlich gebe ich Everything I didn’t Say 3,5 Sterne.

Veröffentlicht am 11.11.2019

Schöne Liebesgeschichte

3

Ich muss sagen, es ist nicht so leicht eine Rezension für dieses Buch zu schreiben, da ich dieses Buch über eine lange Zeitspanne gelesen habe, aber ich versuche es trotzdem mal so gut es geht.
Das Cover ...

Ich muss sagen, es ist nicht so leicht eine Rezension für dieses Buch zu schreiben, da ich dieses Buch über eine lange Zeitspanne gelesen habe, aber ich versuche es trotzdem mal so gut es geht.
Das Cover fand ich von Anfang an schön und es wäre auch Grund für einen reinen Coverkauf gewesen, also heißt das schon so einiges.
Ich fand die Geschichte ehrlich gesagt nicht schlecht, natürlich waren da ab und zu Klischees, aber denen läuft man so in einigen Büchern über den Weg. Ich fand die Idee toll, dass Jamie ans Set kommt und einen Schauspieler kennenlernt - endlich! Immer nur berühmte Musiker, aber so selten Schauspieler oder was anderes. Natürlich ändert es nicht die Tatsache, dass die Person dann berühmt ist, aber trotzdem ist die Geschichte wieder etwas anders. Ich mochte, dass hier auch bisschen mehr um Familie ging. Nicht nur die Liebesbeziehung, sondern auch die Liebe zum Kind. Das macht es in meinen Augen noch etwas schöner. Das Einzige, was mich gestört hat, war der Grund warum Jamie abgehauen ist. Ja, es war schlimm was Carter am Telefon gesagt hat, aber anstatt wie eine Erwachsene Frau mit Kind zu reagieren und die Sache durch Absprache zu klären, packt sie ihre 7 Sachen und verschwindet einfach. Für mich eher ein schlechter Grund, auch wenn ich verstehe, dass man am Ende bisschen Drama braucht, hätte man es anders machen können, aber das ist nur meine Meinung.
Was das Gefühl im Buch anging war es so la la. Ich muss zugeben, dass die Autorin nicht wirklich emotional schreibt. Die einzige Stelle, die mich etwas berührt hat, war wo Jamie die E-Mails von Carter liest, aber sonst war das auch leider alles.
Der Erzählstil war jetzt nicht wirklich besonders. Man kam gut voran, aber so richtig besonders war es jetzt auch nicht. Am Anfang haben mich auch die Kapitel etwas verwirrt, da ich die Zahlen mit dem Punkt dazwischen nicht ganz verstanden habe. Aber mit der Zeit hatte ich doch wieder den Überblick.
Die Charaktere fand ich auch gut. Ich fand Jamie sympathisch und auch Carter konnte ich nach einer Zeit ins Herz schließen. Zwar war er am Anfang ziemlich arrogant und ein Möchtegern Star, aber später wurde er immer vernünftiger und sympathischer. Auch sein bester Freund war auf seine abweisende und grobe Art mysteriös und nur oberflächlich, sodass man nie wirklich seine Gefühle lesen konnte, was gut ist, da ich umso mehr auf den nächsten Band gespannt bin.
Als Fazit kann ich sagen, dass das Buch mir Spaß gemacht hat und ich auch bisschen mitmachen, mitfühlen und mitfiebern konnte. Kein großes Meisterwerk, aber auf jeden Fall ein guter Roman für zwischendurch.

Veröffentlicht am 11.11.2019

Ich hatte mich leider mit zu großen Erwartungen ins Lesevergnügen gestürzt!

3

Chicago. Jamie Evans arbeitet hart für ihr Studium, denn sie möchte später als Dramaturgin am Theater arbeiten. Um Erfahrungen zu sammeln nimmt sie ein Praktikum als Regieassistentin im Filmgeschäft an, ...

Chicago. Jamie Evans arbeitet hart für ihr Studium, denn sie möchte später als Dramaturgin am Theater arbeiten. Um Erfahrungen zu sammeln nimmt sie ein Praktikum als Regieassistentin im Filmgeschäft an, genauer gesagt am Set der Seifenoper „Chicago Hearts“. Dort läuft ihr der Star der Serie, Carter Dillane, über den Weg und wie es der Zufall will, ist es um beide recht schnell geschehen. Leider verpflichtet sie ein Vertrag, Beziehungen am Set zu unterlassen. Trotzdem erliegen beide der Anziehungskraft und müssen mit den Konsequenzen leben, die turbulenter sind, als sie es sich je hätten erträumen lassen.

Dieses Buch musste ich unbedingt haben! Ich hatte mich sehr darauf gefreut, eine Story rund um das Filmgeschäft zu lesen, um damit etwas hinter die Kulissen schauen zu können, mit Akteuren, Regisseuren, Assistenten, Statisten, usw., dem Leben am Set, Intrigen, Liebesaffären und dem ganzen Pipapo. Leider wurde dieser Stoff überraschend knapp abgehandelt, letztendlich war es nur der Zugang zur eigentlichen Geschichte und nach einem überraschenden Wendepunkt kaum mehr relevant.
Wegen des anfänglichen Schauplatzes hatte mir der Einstieg in das Buch sehr gefallen, die Ausgangssituationen der Protagonisten waren für mich greifbar und durchaus interessant. Hier ließ Kim Nina Ocker ein Stückchen von Jamies und Carters Seele aufblitzen, deren Verhalten wurde damit nachvollziehbar. Diese Szenen, beispielsweise Carters Erinnerung an seine Kindheit, fand ich sehr stimmungsvoll und sie gaben mir etwas Gefühl für sein Wesen. Vor allem für Jamie, mit ihren allzu menschlichen Sorgen und Ängsten, konnte ich anfangs durchaus Sympathie aufbringen. Nach einem wichtigen Twist im Plot veränderten sich allerdings die Persönlichkeiten der Hauptfiguren, wobei mir deren Entwicklung dann weitreichend fehlte. Damit kippte mein Verständnis für die Charaktere und meine anfängliche Begeisterung.

Eine Verbundenheit zu den Figuren fehlte mir in diesem Buch gänzlich. Ich war eher ein Beobachter auf Distanz und konnte nicht richtig mitfühlen. Ich habe keine ehrliche Liebe zwischen Carter und Jamie wahrgenommen. Was die beiden zwischenmenschlich antrieb, war für mich nicht wirklich erkennbar.
Die Geschichte hätte meiner Meinung nach etwas runder gestaltet werden können, wenn die Nebencharaktere präsenter aufgetreten wären. Freunde und hilfreiche Personen wurden als Charakter nur angerissen, obwohl diese Menschen teilweise großen Einfluss auf den Verlauf der Handlung hatten.
Die Autorin hat zweifellos wichtige Themen angesprochen, diese für mich allerdings nur unzureichend verfolgt. (Welche dies sind, möchte ich hier nicht verraten / Spoiler.) Schade, denn dies hätte vielleicht zu mehr Tiefgründigkeit und Ernsthaftigkeit führen können.

Trotzdem fand ich den Schreibstil der Autorin authentisch, der Text lässt sich flüssig und angenehm lesen. Zeitsprünge in die Vergangenheit geben dem ganzen eine gewisse Spannung und lassen unweigerlich Neugier aufkommen.

Grundsätzlich aber war mir die Geschichte zu voll von künstlich erzeugtem Drama und das Verhalten der Protagonisten stellenweise überzogen und fragwürdig. Obwohl mir der Anfang des Buches wirklich gefallen hat, werde ich den zweiten Band wahrscheinlich nicht lesen. Von mir gibt`s leider nur schwache 3 Sterne.

Veröffentlicht am 11.11.2019

Für mich leider viel zu vorhersehbar und klischeehaft

3

Jamie ist 19 Jahre alt und hat einen Job als Praktikantin bei einer Fernsehserie erobert. Für sie ist das ein wichtiger Schritt zu ihrem großen Traum, am Theater zu arbeiten. An ihrem ersten Tag rennt ...

Jamie ist 19 Jahre alt und hat einen Job als Praktikantin bei einer Fernsehserie erobert. Für sie ist das ein wichtiger Schritt zu ihrem großen Traum, am Theater zu arbeiten. An ihrem ersten Tag rennt sie buchstäblich in Carter. Er ist einer der Schauspieler der Serie und hält sie für einen Fan. Jamie kennt ihn aber nicht, da sie die Serie selbst nicht ansieht und geigt ihm die Meinung. Es knistert gewaltig zwischen ihnen, aber Carter hat eine Klausel im Vertrag: er darf keine Beziehungen haben, sonst verliert er seinen Job. Doch beide können der Anziehungskraft nicht lange widerstehen und landen im Bett. Diese eine Nacht, die der Anfang von etwas sehr Schönem sein könnte, verändert ihrer beider Leben für immer.



Das Buch spielt im ersten Teil auf zwei Zeitebenen. 2015 und 2019. Die Handlung wechselt immer wieder und in den 2019-Kapiteln gibt es so viele Andeutungen darüber, was 2015 passiert ist und auch was das große Geheimnis ist, dass man es nur erraten konnte. Ich fand es schade, dass da zunehmend mit der Brechstange Hinweise auf den Leser eingehämmert werden.



Das Buch gefiel mir die ersten 25% sehr gut, aber dann hat es leider für mich spürbar nachgelassen. Mir war Carter am Anfang sympathisch, er war charmant, hat Jamie in gewisser Weise umsorgt und umworben, war aber natürlich auch, wie es sich für einen Schauspieler gehört arrogant. Die beiden haben sich viel gestritten, aber Jamie hat sich immer wieder behauptet, zwar als rote Tomate, aber immerhin.



Die zweiten 25% haben mir schon deutlich weniger gut gefallen. Die Art, wie Carter mit der gemeinsamen Nacht umging hat mich genervt. Ich kann verstehen, dass er Druck verspürte, aber er hätte auch einfach den Mund aufmachen und Klartext reden können, statt sich wie ein A... zu benehmen. Dieses Problem zieht sich auch durch das gesamte weitere Buch. 90% der Missverständnisse und Dramen hätten vermieden werden können, hätte einer von beiden – meistens Carter – einfach mal den Mund aufgemacht, oder der andere – meistens Jamie – keine voreiligen Schlüsse gezogen.



Bei mir hat Carter zunehmend verloren und ich konnte auch bis zum Schluss, als sich das wieder umkehren sollte, nicht mehr sonderlich mit ihm warm werden. Er hat sich in meinen Augen oft wie ein bockiges Kind verhalten, oder wie ein Teenie. Er übernimmt für nichts die Verantwortung, immer sind die anderen Schuld und er das Opfer.

Jamie fand ich am Anfang toll, doch ihr Dasein als Tomate war irgendwann einfach zu übertrieben. Niemand darf erfahren, dass etwas zwischen ihnen läuft und sie läuft rot an, wenn er nur an ihr vorbei geht oder sie anschaut?!

Die Jamie der Gegenwart gefiel mir da etwas besser, aber auch hier leider nur am Anfang. Bald fand ich auch ihr Verhalten kindisch. Sie könnte auch mal den Mund aufmachen und Klartext reden, aber nein, kaum trifft sie auf Carter spielt sie wieder Tomate, oder sie streiten sich.



Die Handlung war für mich leider total vorhersehbar. Mir war schon nach den ersten 25% klar, wo die Reise hingehen sollte und das ist auch alles eingetroffen, ebenso, wie die ganzen Missverständnisse und Dramen. Die haben sich alle lange angekündigt und sind dann auch genau so passiert.



Mich hat auch genervt, dass in einem Moment die Fetzen flogen und im nächsten Moment rumgemacht wurde und auch dieses aus dem Nichts „verliebt sein“ war für mich unglaubwürdig. Ebenso, wie die Handlungen beide Protagonisten in meinen Augen immer wieder unlogisch waren. Ich kann ihre Gefühle füreinander und auch andere betreffend oft einfach nicht nachvollziehen.

Mir war das alles oft einfach viel zu übertrieben. Ich mag ja eigentlich keine Anglizismen, aber hier muss es sein, mir war das Buch in vielen Bereichen „too much“ und „over the top“. Die Leseprobe und der Anfang waren wirklich gut, aber dann driftete das Buch immer mehr in die Richtung Teenie-Dauer-Missverständnis-pseudo-große-Romanze-Schiene ab – ich weiß einfach nicht, wie ich das besser beschreiben soll.



Fazit: Leider war das Buch für mich viel zu vorhersehbar. Der Anfang war super, danach ging es aber leider nur noch bergab. Es gab zwar auch schöne Szenen, aber insgesamt war die Handlung für mich von zu vielen Klischees durchsetzt, zu vorhersehbar und durch immer neue Dramen und Missverständnisse künstlich in die Länge gezogen. Aus der Story hätte wirklich etwas werden können, wenn das Buch nicht jedes Mal den altbekannten Weg genommen hätte.

Ich habe lange überlegt, wie ich dieses Buch bewerten soll. Ich habe zwischen 2 und 3 Sternen geschwankt und mich schließlich doch für 3 Sterne entschieden, aber es war wirklich knapp, ob es nicht doch 2,5 werden. Aber die schönen Szenen haben das Buch dann doch noch auf 3 Sterne gerettet, mehr ist für mich aber leider nicht drin.

Veröffentlicht am 12.11.2019

Ein New-Adult-Roman mal ganz anders!

2

Inhalt:

Jamie bekommt einen Praktikum bei einer Serienproduktion und hat das Gefühl endlich ihrem Traum einen Schritt näher zu sein. Doch dann lernt sie Carter, den arroganten und zugleich eingebildeten ...

Inhalt:

Jamie bekommt einen Praktikum bei einer Serienproduktion und hat das Gefühl endlich ihrem Traum einen Schritt näher zu sein. Doch dann lernt sie Carter, den arroganten und zugleich eingebildeten Schauspieler kennen und blickt hinter seine Fassade. Eigentlich wollte sie keine Gefühle für ihn entwickeln, denn sie will ihren Praktikumsplatz nicht riskieren, aber beide fühlen sich zueinander hingezogen und entwickeln mit der Zeit Gefühle. Doch nach einer gemeinsamen Nacht ist nichts mehr wie es vorher gewesen war…

Meinung:

„Everything I Didn’t Say“ ist der erste Band der neuen Reihe von Kim Nina Ocker und bald können wir uns sogar auf eine Fortsetzung, die am 28.02.2020 erscheint, freuen, die von dem besten Freund von Carter (Dexter) handelt. Der New-Adult-Roman unterscheidet sich deutlich von anderen Exemplaren aus diesem Genre, da es nicht den allzu typischen Verlauf hat und mal eine andere Geschichte erzählt. Für mich war es das erste Buch von Kim Nina Ocker - und meiner Erfahrung nach würde ich gerne auch ein paar von ihren anderen Büchern lesen. Der Schreibstil spielt dabei auch eine ganz große Rolle, da er sehr locker, lustig und fesselnd ist und einen beim Lesen hält. Das Cover ist ein absoluter Blickfang: Ein wunderschöner Farbverlauf, der sofort den Blick auf sich lenkt und einen sofort neugierig auf den Inhalt macht!

In „Everything I Didn’t Say“ erzählen jeweils die beiden Hauptprotagonisten abwechselnd aus ihrer Sicht, was mir ermöglicht hat, beide gut kennenzulernen und bei der Geschichte mitzufiebern. Außerdem wechselt es zwischen den Jahren 2015 und 2019, und erzählt uns, wie das Leben von Jamie und Carter am Anfang aussieht: Jamie liebt ihre Arbeit und hat feste Pläne für die Zukunft, will Dramaturgin werden und ist mir sofort ans Herz gewachsen, da sie nicht nur nett und schüchtern ist, sonder auch mal Kontra geben kann. Sie muss ein bisschen auf ihre finanzielle Lage achten, da sie nicht so viel Geld hat, aber sie kämpft für ihren Traum und lässt sich davon nicht aufhalten. In einigen Situationen war mir Jamie jedoch etwas zu kindisch und hätte durchaus erwachsener handeln können. Beispielsweise ist sie einfach abgehauen, als Carter mit Murray telefoniert hat, um herauszufinden, was sie wirklich gegen Jamie und Lila in der Hand haben. Doch anstatt wie eine erwachsene Frau zu handeln, ist sie einfach gegangen und wollte ihn nicht mal erklären lassen, was genau passiert ist.

Carter scheint der typische Schauspieler schlechthin zu sein: Bei seiner ersten Begegnung mit Jamie, denkt er, dass sie ein Fan sei und ein Autogramm wolle, aber sie wollte eigentlich nur zu ihrem Arbeitsplatz gehen. Das hat natürlich sehr an seine Ego gekratzt, weil sie ihn nicht mal ansatzweise erkannt hat. Aber unter dieser Schauspielerfassade versteckt sich ein ganz anderer Mensch: Er ist liebevoll, herzlich, nett und einfühlsam. Doch sein Vater macht ihm Druck, denn er will, dass er bald Erfolg hat ansonsten dreht er ihm den Geldhahn zu. Auch sein Agent Murray ist seinem Vater sehr ähnlich, denn er handelt in manchen Situationen unangemessen und es gab einige Dinge, mit denen Carter lieber nicht zu ihm hätte hingehen sollen. Insgesamt hat mir sein Charakter aber richtig gut gefallen, weil so viel mehr in ihm steckt, als man am Anfang dachte.

In dieser Geschichte kamen für mich keine überraschenden Wendungen und Anfangs ist es noch ein wenig trüb, aber dann wird die Geschichte immer spannender. Unter anderem liegt dies an den Zeitsprüngen, die es sehr interessant gemacht haben, denn man hat sich immer gefragt: Was ist da bloß passiert? und wollte es unbedingt herausfinden. Noch eine Besonderheit ist das Vorwort und die Dankaussagen. In ihnen steckt so viel Liebe und wahre Worte, dass man fasziniert davon ist. Es ist mal eine ganz andere Geschichte, die ich so noch nie gelesen habe und genau das ist das Besondere an diesem Buch. Als ich den Klappentext gelesen habe, habe ich schon die gesamte Handlung vor meinem Auge ablaufen sehen, aber die Geschichte ist in eine ganz andere, realistischere Richtung gegangen.

Fazit:

„Everything I Didn’t Say“ ist eine ganz andere New-Adult-Geschichte und war einfach angenehm zu lesen. Es war witzig und emotional und in manchen Situationen einfach nur süß! Carter hat mir besonders gut gefallen, da er einfach einer der liebsten Menschen war, die ich in diesem Buch kennenlernen durfte. Mein einziger Kritikpunkt ist Jamie, die in manchen Situationen hätte anders handeln können, da so nur Missverständnisse enstanden sind, die eigentlich nicht hätten sein müsse. Auch die Beziehung zwischen Carter und Jamie hätte noch etwas tiefer gehen können, denn sie kam mir etwas zu oberflächlich rüber. Dennoch fand ich die Geschichte sehr gut und freue mich schon auf den zweiten Band!