Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste

Leserunde zu "Tausend kleine Lügen" von Liane Moriarty

Große Gefühle und Spannung – ein Pageturner!

Drei Frauen geraten in einen Strudel von dunklen Geheimnissen, Lügen und Intrigen – und als dann noch ein Mann bei einem Elternschulfest tödlich verunglückt, stellt sich die Frage: War es ein Unfall oder Mord?

Ihr wollt wissen, nach welchen Kriterien wir die Teilnehmer für eine Leserunde auswählen? Dann schaut in unseren FAQs vorbei, hier für euch der direkte Link zum Thema Leserunden.

Die Bewerbungen, die ab dem 26.07. zu dieser Leserunde eingereicht werden, haben nur noch die Option "Manuskript" oder "E-Book". Da der Versand an manchen Stellen nicht so reibungslos verlief, wie wir uns das gewünscht hatten, werden wir hier die Option "Buch" rausnehmen. Alle die, die in ihren vorherigen Bewerbungen "Buch" ausgewählt haben, werden das "Manuskript" von uns erhalten. Wie bisher erhalten dann alle Manuskript-Leser im Anschluss an die Leserunde und bei aktiver Teilnahme das Buch separat per Post zugesandt. Wenn ihr noch Fragen dazu habt, meldet euch gern bei uns, am besten schreibt ihr dazu eine E-Mail an lesejury@luebbe.de!

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 10.07.2017 - 30.07.2017
  2. Lesen 14.08.2017 - 10.09.2017
  3. Rezensieren 11.09.2017 - 24.09.2017
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Cover-Bild Tausend kleine Lügen
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Liane Moriarty (Autor)

Tausend kleine Lügen

Roman

Sylvia Strasser (Übersetzer)

Jane flieht vor ihrer Vergangenheit. Seit der Geburt ihres Sohnes vor fünf Jahren hat sie es nirgendwo länger ausgehalten. Nun ist sie im idyllischen australischen Küstenstädtchen Pirriwee gestrandet und scheint endlich angekommen zu sein. Schnell schließt sie Freundschaft mit der lebhaften Madeline und der schönen Celeste. Doch plötzlich geraten die drei Frauen in den Strudel von dunklen Geheimnissen, Lügen und Intrigen. Als bei einem Elternschulfest ein Mann tödlich verunglückt, bezweifeln einige, dass es ein Unfall war ...

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 11.09.2017

Drei Frauen und ein Todesfall

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Dieser Roman beginnt gewissermaßen mit einem Knalleffekt: Während eines Quizabends für die Eltern der Grundschule im australischen Städtchen Pirriwee kommt es zu mehreren Körperverletzungen und einem Todesfall. ...

Dieser Roman beginnt gewissermaßen mit einem Knalleffekt: Während eines Quizabends für die Eltern der Grundschule im australischen Städtchen Pirriwee kommt es zu mehreren Körperverletzungen und einem Todesfall.
Nach diesem spannungsgeladenen Auftakt werden die letzten sechs Monate vor den dramatischen Ereignissen geschildert, wobei immer klarer wird, dass hinter den Kulissen dieser idyllischen Schule viele Streitigkeiten und Intrigen ablaufen.
Drei Frauen stehen im Mittelpunkt der Handlung, aus deren Perspektive abwechselnd erzählt wird: Die 24jährige Jane ist erst vor kurzem nach Pirriwee gezogen. Sie versucht, ihrem Sohn Ziggy eine gute Mutter zu sein und sich in die Schul-Gemeinschaft einzufügen, doch ihre diversen Unsicherheiten sowie ein traumatisches Erlebnis aus ihrer Vergangenheit belasten sie. Madeline ist fast das genaue Gegenteil. Sie ist offen und kommunikativ, geht aber auch keiner Konfrontation aus dem Weg. Und in solche wird sie häufig verwickelt, hat sie doch nicht nur mit Schwierigkeiten innerhalb ihrer Patchwork-Familie zu kämpfen, sondern zeigt auch immer großen Einsatz, wenn es darum geht, ihren Freunden beizustehen. Die wunderschöne Celeste scheint dagegen nach außen hin ein perfektes Leben zu führen, in ihrer Ehe liegt jedoch Einiges im Argen.
In den Text, vor allem am Ende vieler Kapitel, werden Ausschnitte aus Interviews eingefügt, die mit einigen der Beteiligten nach dem Quizabend geführt wurden. Diese geben neue Einblicke ins Geschehen, zeigen insbesondere, wie unterschiedlich dieselbe Situation von verschiedenen Leuten interpretiert werden kann, und bauen mit geschickt eingestreuten Andeutungen einige Spannung auf.

So entsteht ein flott geschriebener und unterhaltsamer Frauenroman, der mit ein paar kriminalistischen Elementen gewürzt ist. Dass man zu Beginn nicht weiß, was passieren wird und wer das Opfer ist, animiert zum Miträtseln. Die Auflösung ist zwar teilweise vorhersehbar, enthält aber auch einige überraschende Wendungen.
Die Protagonistinnen wirken sehr sympathisch. Es sind interessante Charaktere, die alle ihre eigenen Stärken und Schwächen haben, und mit vielerlei Problemen kämpfen müssen. Obwohl ich nicht jede ihrer Verhaltensweisen nachvollziehen konnte, fiel es mir - auch aufgrund des lebendigen Erzählstils - leicht, mich in sie hineinzuversetzen.
Außerdem gelingt es der Autorin sehr gut, den Mikrokosmos einer Grundschule darzustellen, mit all den Interaktionen und Reibereien zwischen den Eltern, bei denen allzu oft vor allem das eigene Ego im Vordergrund steht.

So bietet dieses Buch fesselndes Lesevergnügen von der ersten bis zur letzten Seite, weshalb ich es nur weiterempfehlen kann!

Veröffentlicht am 11.09.2017

Eine australische Schule in Aufruhr

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Jane ist gerade mit ihrem fünfjährigen Sohn Ziggy in einen kleinen australischen Ort gezogen. Ziggy geht in die Vorschule Pirriwee Public School. Jane scheint einer wenigen recht jungen Mütter zu sein. ...

Jane ist gerade mit ihrem fünfjährigen Sohn Ziggy in einen kleinen australischen Ort gezogen. Ziggy geht in die Vorschule Pirriwee Public School. Jane scheint einer wenigen recht jungen Mütter zu sein. Die Mütter der anderen Kinder sind eher Karrierefrauen oder Ehefrauen von Karrieremännern. Jane lernt Madeline und Celeste bei Madelines vierzigsten Geburtstag kennen. Madeline ist von ihrem ersten Mann Nathan getrennt, denn er ist kurz nach der Geburt deren gemeinsamer Tochter Abigail abgehauen. Abigail ist mittlerweile ein Teenager, die lieber bei Papa und seiner neuen Frau Bonnie und ihrer gemeinsamen Tochter Skye. Madeline heiratete in einer neuen Beziehung Ed, mit dem sie die Kinder Chloe und Fred hat. Celeste lebt in einer Ehe mit Perry, mit dem sie die Zwillinge Max und Josh. Nach einer Infoveranstaltung bezichtigt ein Mädchen namens Amabella den kleinen Ziggy, dass Ziggy angeblich das Mädchen wehgetan haben soll. Ziggy bestreitet gegenüber seiner Mutter sowie der Lehrerin und Schuldirektorin, dass er dem Mädchen wehgetan hat. Nur Amabellas Mutter Renata und andere Mütter sind felsenfest überzeugt, dass Ziggy ihrer Tochter etwas angetan hat. Somit gerät Ziggy in den Mittelpunkt der Klasse und Schule, und seine Mutter Jane ebenso. Janes Leben und Erziehung wird in Frage gezogen, vor allem, weil Ziggy ohne Vater aufwächst. Denn Jane macht anfangs ein Geheimnis daraus, wer Ziggys Vater ist. Ein anstehender Quizabend bringt die Schule in Aufruhr.
Liane Moriarty gelang ein unterhaltsamer und spannender Roman, in dem vor allem Mütter im Mittelpunkt stehen. Denn man stellt fest, wie unterschiedlich Mütter sein können zwischen Karriere, Hausfrau Dasein und Kindererziehung. Jede Mutter und Ehefrau stellt Probleme dar, die entweder im Laufe der Ehe entstanden sind, oder aufgrund von Umständen zu Problemen führen. Die einzelnen Charaktere sind nachvollziehbar, weil jede Figur auf ihre Art polarisiert. Dabei sind die Kinder eher Mittel zum Zweck, weil sie der verlängerte Arm der Konflikte darstellen. Stellenweise wirkt der Roman eher wie ein Kriminalroman, weil sich herausstellen wird, dass ein Opfer zu beklagen ist. Der Roman wird stellenweise rückwirkend erzählt, indem die Eltern rückwirkend über den Quizabend sprechen. Ebenso wird angezeigt, wie viele Monate und Tage noch bis zum Quizabend anstehen bevor etwas Einschneidendes passiert.
Dieser Roman zeigt nicht nur ein einladendes Buchcover, sondern zieht einen auch in den Bann der Geschichte. Man fühlt mit den Figuren mit, vor allem mit Jane und Ziggy, aber auch mit den anderen Müttern, die sich immer wieder neuen Herausforderungen stellen müssen. In der Zukunft würde ich weitere Romane der Autorin lesen wollen, weil ich mir erhoffe, dass diese ebenso gut geschrieben sind.

Veröffentlicht am 22.09.2017

Spannend wie Dallas oder Melrose Place

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Zuerst einmal: Ich liebe dieses Buch und bin restlos begeistert!
Wenn ich es nicht im Rahmen einer Leserunde gelesen hätte, hätte es mir wahrscheinlich eine schlaflose Nacht bereitet, indem ich es in einem ...

Zuerst einmal: Ich liebe dieses Buch und bin restlos begeistert!
Wenn ich es nicht im Rahmen einer Leserunde gelesen hätte, hätte es mir wahrscheinlich eine schlaflose Nacht bereitet, indem ich es in einem Rutsch durchgelesen hätte.

Wer auf Rätselraten, Geheimnisse und kleine Intrigen, attraktiv verpackt in eine Vorstadt-Vorschul-Hölle steht, ist mit diesem Buch definitiv perfekt beraten.

Als Jane mit ihrem kleinen Sohn Ziggy in die Vorstadt an die Küste zieht, ahnt sie noch nicht, wie sich ihr Leben in den folgenden Wochen ändern wird:
Sie lernt neue Freundinnen kennen, macht sich aber, aufgrund eines Vorfalls in der Vorschule, auch schnell ungewollt Feinde. Und wie man das aus dem Fernsehen ja schon kennt, schaukeln die Emotionen schnell hoch und aus einer kleinen Mücke wird ein Elefant, der im Haifischbecken der Vorschulhölle riesengroße Wellen schlägt!

Das Buch überzeugt allerdings nicht nur durch seinen fabelhaften Plot, sondern lebt vor allem durch seine Figuren und die Geschichten, die hinter ihnen stehen. Alle haben ihr Päckchen zu tragen, und wachsen einem aber auch deshalb sehr schnell ans Herz.

Der Erzählstil ist an sich nichts besonderes, aber die Kapitel nehmen einen durch ihre Kürze und ihren ausgefallenen Aufbau gefangen. Es gibt keinen Erzähler, stattdessen wechselt die Perspektive zwischen den Hauptfiguren. So gewinnt die Geschichte zusätzlich an Spannung.

Fazit:
Wer etwas erfrischend Neues sucht oder sich an alte Fernsehzeiten erinnern möchte, ist hier genau richtig!

Veröffentlicht am 19.09.2017

Ein erfrischend subtiler und humorvoller Roman

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Als Jane mit ihrem fünfjährigen Sohn Ziggy in das idyllisch gelegene Küstenstädtchen Pirriwee zieht, hofft sie endlich sesshaft zu werden. Schließlich wird Ziggy in diesem Jahr eingeschult und so kommt ...

Als Jane mit ihrem fünfjährigen Sohn Ziggy in das idyllisch gelegene Küstenstädtchen Pirriwee zieht, hofft sie endlich sesshaft zu werden. Schließlich wird Ziggy in diesem Jahr eingeschult und so kommt es, dass Jane gleich auf Anhieb eine ganze Reihe von Frauen kennenlernt. Wie Madleine, der sie am Vorstellungstag aus der Patsche hilft oder die wunderschöne Celeste, die schwerwiegende Eheprobleme hat. Und dann sind da noch die blonden Bobs, die mit ihrem Eifer alles beherrschen und Renata, deren Tochter Amabella gemobbt und misshandelt wird. Eine bunte Mischung, die für ausreichend Aufregung sorgt und die letztendlich verantwortlich dafür ist, dass ein Mann zu Tode kommt.

„Tausend kleine Lügen“ ist ein turbulenter Roman, der die Verhaltensweisen überfürsorglicher Mütter an den Pranger stellt. Beginnend mit der scheuen und geheimnisvollen Jane, über die forsche und gerechtigkeitsliebende Madleine, bis hin zur kriecherisch veranlagten Harper werden alle beteiligten Frauen und ihre Freunde und Familienangehörigen vorgestellt und mehr oder weniger in das ereignisreiche Geschehen eingebunden. So lernt der Leser ihre Lebensumstände und Charakterzüge im Verlaufe der Handlung immer besser kennen und erfährt wichtige Details über gut gehütete Geheimnisse und gemeine Intrigen, über den sich stetig ausbreitenden Klatsch sowie über die wirklichen Probleme, die ihnen zu schaffen machen. Kein Wunder, dass es bei ihrem täglichen Zusammentreffen zu Querelen kommt und die Gesamtsituation immer angespannter wird.

Liane Moriarty versteht es, mit einem humorvollen Schreibstil, mit wunderbar erdachten Figuren und einem gelungenen Handlungsaufbau den Leser an das Geschehen zu fesseln. Dabei wird schnell klar, dass sie eine ausgezeichnete Beoachtungsgabe besitzt, die sie mit treffenden Beschreibungen versehen, in das Buch und die verwendeten Charaktere einfließen lässt. Deshalb erscheint das fiktive Geschehen wunderbar real und der Leser entdeckt viele Dinge und Szenen wieder, die er so oder ähnlich aus seinem eigenen Leben kennt. Hinzu kommt, dass ausgehend von einem verhängnisvollen Quizabend, an dem einer der Beteiligten stirbt, die vorangegangenen Ereignisse über einen Zeitraum von 6 Monaten rückblickend erzählt werden. Dadurch erhält der Leser einen guten Einblick in die fatale Kette von Ereignissen, die verantwortlich dafür sind, dass ein gemütliches Beisammensein zu einem todbringenden Fiasko wird

Fazit:
„Tausend kleine Lügen“ ist ein erfrischend subtiler und humorvoller Roman, der von den Charakterschwächen seiner Figuren lebt und von geschickt getarnten Geheimnissen, die bald schon keine mehr sind.

Veröffentlicht am 17.09.2017

Intrigen

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Das Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen. Besonders die drei Hauptakteurinnen sind mir sehr ans Herz gewachsen und ihre Geschichte, die sie miteinander erleben. Das Buch zeigt, dass aus alltäglichen ...

Das Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen. Besonders die drei Hauptakteurinnen sind mir sehr ans Herz gewachsen und ihre Geschichte, die sie miteinander erleben. Das Buch zeigt, dass aus alltäglichen Begebenheiten heraus eine überaus spannenden und fesselnde Story entstehen kann. Der Schreibstil hat mich sehr begeistert. Mir ihm kam man schnell in die Geschichte hinein und fand einen roten Faden, aber er sorgt auch dafür, dass das Buch zu keiner Zeit langweilig wurde. Die Figuren sind meisterhaft ausgearbeitet, haben Tiefe und man kann sich als Leser sehr gut mit ihnen identifizieren. Auch das Cover passt sehr schön dazu. Ich werde das Buch auf alle Fälle meinen Freunden empfehlen.