Das Cover des Buches finde ich richtig schön. Ich mag die dunkle Farbgebung, dass auch der Wald hier dargestellt ist, der im Buch eine größere Rolle zu spielen scheint und auch die Abbildung Maevyth gefällt mir hier sehr und hat mich richtig neugierig machen können. Zudem passt das Cover sehr gut zur Atmosphäre der Geschichte.
Bereits "Nocticadia" von Keri Lake habe ich gelesen und fand es gut, aber bei "Anathema" fand ich alleine schon die Leseprobe noch stärker und war von der ersten Seite absolut in der Geschichte gefangen. Durch den Glossar, die Karte und alle weiteren Hintergrundinformationen hat man schon einen guten Eindruck von der Welt bekommen können, was mir sehr gefallen hat und den Einstieg für mich auch sehr leicht gemacht hat. Ich war wirklich super schnell durch die Leseprobe durch und hätte am liebsten auch direkt weitergelesen. Somit hat mir der Schreibstil von Keri Lake hier komplett begeistern können.
Maevyth finde ich richtig toll. Sie ist eine Frau, die im Grunde keine Entscheidung allein treffen kann, sondern auf Männer in ihrem Leben angewiesen ist, was sie abgrundtief hasst und absolut verständlich ist. Es ist schlimm, dass mit ihrer Ankunft in dem Dorf so viele schlechte Dinge passiert sind und sie dafür verantwortlich gemacht wird, was sie in gewisser Weise zur Außenseiterin macht und mir richtig leid für sie getan hat. Ich bin schon sehr gespannt, wo ihr Weg sie hinführen und welche Entwicklung sie durchmachen wird.
Zevander konnte man hier bisher nur als Baby kennenlernen und das hat mir ehrlich gesagt sehr das Herz gebrochen. Aus der Perspektive der Mutter zu lesen, was aus zweiter Hand ihrem ältesten Sohn angetan wurde und dann direkt mitzuverfolgen, wie ihr jüngstes Kinds so grausam behandelt wird, war unglaublich schwer und emotional. Ich bin somit auch schon sehr gespannt zu sehen, wie Zevander als Erwachsener ist und wie er mit Maevyth umgehen wird. Ich hoffe, dass wir in ihm noch einiges an Menschlichkeit sehen werden, gerade in seinem Umgang mit Maevyth oder zumindest wie er in diesem Buch auch schon eine Entwicklung durchmacht.
Die Welt gefällt mir bisher richtig gut. Ich fand es wirklich toll, wie viele Hintergrundinformationen man bereits bekommen hat. Die Raben, der Wald, der Torbogen all das hat sehr gut zu der düsteren und packenden Atmosphäre beigetragen, die mich komplett in ihren Bann ziehen konnte.
Was den weiteren Verlauf der Handlung angeht, so bin ich vor allem gespannt zu sehen, wie das erste aufeinandertreffen von Maevyth und Zevander verlaufen wird. Warum braucht Zevander auch ausgerechnet Maevyth und warum begibt sich diese in den Wald? Ist das vielleicht ihr letzter Ausweg um einer Zwangsheirat zu entkommen? Auch möchte ich unbedingt herausfinden, was es mit dem Brief und den Raben auf sich hat. Warum standen auf dem Brief plötzlich ganz andere Worte und wo kamen diese her?
Außerdem würde ich mich auch sehr darüber freuen, Maevyths Schwester kennenzulernen, da ich sehr möchte welche Art von Beziehung sie zueinander haben. Aus der Leseprobe schien dies doch eher positiv zu sein, aber trotzdem würde ich die beiden gerne miteinander interagieren sehen.
Ebenfalls würde mich interessieren, was mit Zevanders Eltern und seinem Bruder passiert ist.
Da es sich um den ersten Band einer Dilogie handelt, bin ich auch gespannt, was für ein Cliffhanger uns hier erwarten wird.