Leserunde zu "Crushing" von Genevieve Novak

"Crushing" führt durch die Höhen und Tiefen des Singlelebens
Cover-Bild Crushing
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Genevieve Novak (Autor)

Crushing

Roman | Eine humorvolle und warmherzige Geschichte von den Tücken moderner Romantik

Babette Schröder (Übersetzer)

Single? Nein, Hauptperson!

Die selbsterklärte Serien-Monogamistin Marnie steht an einem Wendepunkt: Nach Jahren gescheiterter Beziehungen und zahlloser Versuche, die »perfekte« Partnerin zu sein, beschließt sie, dass es genug ist. Für immer. Keine Beziehungen mehr. Keine Kompromisse. Keine vergeblichen Liebesmühen. Ausgerechnet da taucht Isaac auf - ein Traumtyp und der einzige Mann, der sie wirklich versteht. Aber das ist okay, sie sind nur Freunde, und er ist schon vergeben. Außerdem hat Marnie wichtigere Fragen zu klären: Wer ist sie wirklich, was will sie vom Leben, und wie konnte sie sich so lange in Beziehungen verlieren, die ihr nichts gegeben haben?

Mit coolem Humor navigiert Genevieve Novak durch die Tücken moderner Romantik

Für alle, die aus den Rollen der »perfekten Partnerin« und »idealen Freundin« ausbrechen wollen

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 04.08.2025 - 24.08.2025
  2. Lesen 08.09.2025 - 21.09.2025
  3. Rezensieren 22.09.2025 - 05.10.2025

Bereits beendet

Schlagworte

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Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 01.10.2025

Hab’s sehr geliebt

1

Ich habe schon lange nicht mehr so viele Stellen markiert, wie in „Crushing“… oh mein Gott, war das ein Highlight. Und das besondere hier war, dass mir das bis zum Schluss nicht einmal klar war. Wer „No ...

Ich habe schon lange nicht mehr so viele Stellen markiert, wie in „Crushing“… oh mein Gott, war das ein Highlight. Und das besondere hier war, dass mir das bis zum Schluss nicht einmal klar war. Wer „No hard feelings“ von der Autorin gelesen hat, weiß, dass Genevieve Novak gerne Charaktere schreibt, die ihre Fehler haben, die erst noch lernen müssen und rausfinden müssen, was sie wollen und wer sie sind. Das war auch bei Marnie so, die nach einer Trennung beschließt, das war’s jetzt, ich habe keinen Bock mehr auf Beziehungen und will einfach frei sein. Aber was das frei bedeutet und dass es auch bedeutet, erst mal mit sich selbst klarzukommen, das muss Marnie auch erst noch lernen und auf diesem Weg begleiten wir sie.

Unvergleichlich war wieder der Humor der Autorin, die Marnie mit einer Schlagfertig ausstattet, dass ich beim Lesen höllisch Spaß hatte. Vor allem die Schlagabtausche mit ihrem Chef Kit haben besonders viel Spaß gemacht, aber auch Nicola, Marnies Schwester und ihre neue Freundin Claud sind nicht auf den Mund gefallen. Alle drei Frauen haben Männer in ihrem Leben, die ihre Fehler haben und wie sie damit umgehen, ist in gewisser Weise Kern der Geschichte. Aber nicht nur, denn auch Freundschaft, Zusammenhalt und ganz viel Selbstfindung sind Thema. Marnie lernt Isaac kennen, den sie ganz interessant findet, aber nachdem sie Beziehungen abgeschworen hat und Isaac außerdem eine Freundin hat, werden sie nur gute Freunde. Zumindest beschließen sie das und wie gut das funktioniert müsst ihr selbst lesen. Ich kann nur sagen, dass die Geschichte an einen Punkt kommt, den ich mir irgendwie anders gewünscht hätte, bis ich gecheckt habe, dass einfach nichts anderes jetzt passen würde. Wie Marnie sich entwickelt, ihre Erkenntnisse und wie sie ihren eigenen Weg findet, fand ich unglaublich beeindruckend erzählt. Wie erwachsen sie am Ende mit all ihren Problemen umgeht und die Message, die dahinter steckt, haben das Buch für mich zum Highlight werden lassen.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Wege aus einer Lebenskrise

5

Ich mag Genevieve Novak in ihrer Art Geschichten zu erzählen sehr gern. Bereits mit ihrem Debütroman ‘No Hard Feelings‘ begeisterte sie mich in meiner Leselust. ‘Crushing‘, ihr aktueller Roman, erschienen ...

Ich mag Genevieve Novak in ihrer Art Geschichten zu erzählen sehr gern. Bereits mit ihrem Debütroman ‘No Hard Feelings‘ begeisterte sie mich in meiner Leselust. ‘Crushing‘, ihr aktueller Roman, erschienen beim Pola Verlag, ein Verlagsimprint aus dem Hause Bastei Lübbe, hat bei mir einmal mehr lebhaftes Interesse ausgelöst.
Wieder geht es um junge Frauen und ihr Lebenskonzept, um die Entwicklung ihrer ganz privaten Sicht auf ihre Lebensumstände, eine Reflexion ihrer Gedanken und Gefühle, um Chancen wahrzunehmen zur Steigerung des Selbstwertgefühls und gleichzeitig um das Finden und Ausfüllen des Platzes im Leben, der den Wohlfühlfaktor in den Mittelpunkt stellt.
Die Autorin überzeugt mich durch ihre witzige, unbekümmerte Art, aktuelle Themen wie die Möglichkeiten der Selbstliebe, Eigenwahrnehmung, positiver Umgang mit stark empfundener Einsamkeit, Nichtbeachtung, Zurückweisung, Co-Abhängigkeit und die schrittweise Entwicklung einer zukunftsorientierten, bewussten Gestaltung des eigenen Lebens für ein erfülltes Dasein, aufzugreifen, diese spannend und unterhaltend mit einer Portion Gesellschaftskritik zu verpacken. Sie lässt ihre achtundzwanzigjährige Protagonistin Marnie aus ihrer Krisenstimmung heraus erzählen, die sich seit Jahren immer wieder aus ihren gescheiterten Beziehungen heraus erklären lassen und deren Ursachen sie nicht zu erkennen vermag. Dabei scheint um sie herum, die Welt in Sachen gleichberechtigter Partnerschaft auch nicht unbedingt reibungslos zu funktionieren. Aber man arrangiert sich. Und nun fragt sie sich warum ihr dieses Kunststück nicht gelingt? Als sie den äußerst sympathischen, gutaussehenden Isaac auf einer Party kennenlernt, glaubt sie in freundschaftlicher Verbundenheit zu ihm, zumindest ihr Mitteilungsbedürfnis befriedigen zu können. Doch nichts ist wie es scheint, denn Isaac hat eine Freundin, die er nicht verschweigt. Sorgt er damit für Konfliktpotenzial?
Die Gegenwartsliteratur zeigt sich mit diesem Roman einmal mehr als Spiegel unserer Gesellschaft.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Mitreißender Roman darüber, sich selbst zu finden

6

Nach ihrer fünften Trennung innerhalb von 10 Jahren stellt Marnie sich selbst in Frage: Hat sie ihre 20er damit vergeudet, immer panisch auf der Suche nach einem Freund zu sein? Hat sie sich darüber selbst ...

Nach ihrer fünften Trennung innerhalb von 10 Jahren stellt Marnie sich selbst in Frage: Hat sie ihre 20er damit vergeudet, immer panisch auf der Suche nach einem Freund zu sein? Hat sie sich darüber selbst verloren?
Rückblickend erscheint es so, denn als sie sich dazu entschließt, erst einmal nicht mehr zu daten, muss sie zunächst herausfinden, wer sie denn eigentlich ist.

Mit ihrer neuen Mitbewohnerin Claud findet sie Halt, Orientierung und Spaß und als dann auch noch Isaac in ihr Leben stolpert, mit dem sie ewige Gespräche führen kann, scheint sie wieder auf die Füße zu kommen.
Doch bei ihren beiden Bezugspersonen funkt bald ein Partner dazwischen und Marnie muss sich viel mit sich selbst auseinandersetzen.

"Crushing" ist ein wirklich toller Einblick in die Lebensrealität vieler Frauen Ende 20, die, obwohl man in diesem Alter ja eigentlich schon längst erwachsen ist, immer noch ein bisschen verloren sind.
Für mich war es bereits das zweite Buch von Genevieve Novak und mir gefallen ihr Erzählstil und ihre Figuren wirklich gut!

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Interessanter, humorvoller und tiefgründiger Roman

8

Der Roman „Crushing“ erzählt die Geschichte der 28- jährigen Marnie, die sich nach vielen gescheiterten Beziehungen fragt, warum sie zehn Jahre ihres Lebens verschwendet hat, um wie ein Chamäleon so zu ...

Der Roman „Crushing“ erzählt die Geschichte der 28- jährigen Marnie, die sich nach vielen gescheiterten Beziehungen fragt, warum sie zehn Jahre ihres Lebens verschwendet hat, um wie ein Chamäleon so zu sein, wie ihre Ex- Partner sich eine Partnerin gewünscht haben. Zunächst frustriert, traurig und wütend beginnt sie, sich ein Leben aufzubauen, in dem sie nicht Single ist, sondern die Hauptrolle spielt und erkennt, dass Selbstliebe und Selbstfürsorge wichtiger ist, als sich zu verbiegen, sich anzupassen und für Jemanden der Plan B zu sein.

Der Roman hat mich unglaublich begeistert. Marnies Leben wird ungeschönt und ehrlich beschrieben. Die Erzählung wird aus ihrer Perspektive in der Ich-Form geschildert, was uns tief in ihre Gedanken und Gefühle eintauchen lässt. Der Schreibstil ist cool, frech und sowie lebensnah und es hat mir sehr viel Freude bereitet, das Buch zu lesen. In der Geschichte werden unglaublich vielfältige Themen eines Coming-of Age Romans angesprochen. Es geht um Selbstliebe, Selbstfürsorge, Identität, Liebeskummer, Einsamkeit, Freundschaften und toxische Beziehungen. Nicht nur die Tücken moderner Romantik werden unglaublich humorvoll und mit viel Wortwitz dargestellt, sodass ich oft lachen musste, sondern auch alle anderen Themen aus der Welt des Erwachsenwerdens und -seins. Der Roman ist dabei wirklich tiefgehend sowie herzberührend und hat mich sehr zum Nachdenken über die Rolle der Frau gebracht. Das Buch ist darüber hinaus so mitreißend geschrieben, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte.

Marnie, ihre Mutter, ihre Schwester Nicola, eine überforderte und gestresste Mutter, die sich in ihrer Mamarolle selbst verloren hat sowie Marnies Freundin Claud waren mir allesamt so sympathisch und spiegeln die Lebensphasen und deren Probleme wider, die eine Frau im Laufe ihres Lebens durchlaufen kann. Ich konnte mich in alle sehr hineinfühlen und ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen. Vor allem Marnies charakterliche Entwicklung hat mir sehr gut gefallen. Einziger Kritikpunkt ist, dass in dem Buch sehr viel Alkohol konsumiert wird und daher der Eindruck entsteht, dass das Leben nur mit Alkohol auszuhalten ist. Das finde ich irreführend und auch sehr schade!

Letztendlich geht es in dem Buch um die Entwicklung hin zu einer Frau, die sich selbst akzeptiert und mit sich im Reinen ist, wie sie nun mal ist, ohne sich für andere zu verstellen. Es geht darum, über sich hinauszuwachsen und sich aus Co-Abhängigkeiten zu lösen, die einem nicht gut tun. Es geht darum, unser Leben nach unseren Vorstellungen und Zielen zu gestalten und diese zu verfolgen, anstatt nur das Anhängsel von Jemandem zu sein und dies im Rahmen einer hochemotionalen Reise zu sich Selbst und seinen Wünschen.

Fazit: Ein kluges und humorvolles Buch mit viel Women Empowerment und starken Botschaften. Sehr empfehlenswert für alle Frauen, die auf der Suche nach dem wichtigsten Menschen in ihrem Leben sind. Sich selbst.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Weil wir alle im Rampenlicht unseres eigenen Lebens stehen sollten

3

Nachdem ich "No hard Feelings" sooo geliebt habe, habe ich mich enorm gefreut, dass Genevieve Novak ein neues Buch rausgebracht hat: "Crushing". Vermutlich war meine Erwartungshaltung daher etwas höher ...

Nachdem ich "No hard Feelings" sooo geliebt habe, habe ich mich enorm gefreut, dass Genevieve Novak ein neues Buch rausgebracht hat: "Crushing". Vermutlich war meine Erwartungshaltung daher etwas höher als sie normalerweise gewesen wäre...

Das Thema dieses Buches ist eins, was uns alle etwas angeht und (hoffentlich) der ein oder anderen Person über die Vergangenheit oder sogar die Gegenwart ein wenig die Augen öffnet. Denn das hat die Autorin wieder wunderbar hinbekommen: Die Realität, über die kaum gesprochen wird, zu erfassen und in einen humorvoll und sympathisch geschriebenen Roman zu verpacken. Es geht darum, dass wir uns selbst als die Hauptperson in unserem Leben benehmen, die wir alle sind. Wir sind nicht die beste Freundin / der beste Freund oder die Partnerin / der Partner von jemandem, sondern wir sind eine eigenständige Person. Wir müssen uns nicht anpassen, wir müssen uns nicht verbiegen, sondern schauen, wie und ob die andere Person in unser Leben passt. All das bekommt die Autorin perfekt rübergebracht - unterstützt von vielen schönen und humorvollen Momenten.

Und obwohl ich das Buch sehr gerne gelesen haben, gibt es trotzdem ein paar Kleinigkeiten, die mich stören. Die Nebencharaktere sind mir manchmal zu kurz gekommen. Vielleicht waren sie einfach alle so sehr mit ihrem eigenen Leben beschäftigt, dass wir sie durch die Augen der Protagonistin einfach nicht ausreichend kennen lernen konnten... Und auch wenn das Thema des Buches klar ist und auch schlussendlich so vermittelt wird, hat dies leider nicht - wie erwartet - den Großteil des Buches ausgemacht. Vielleicht ist es aber auch einfach nicht so leicht und dieser Weg geht mit vielen Rückschlägen und einer ganzen Menge an Geduld sich selbst und den Mitmenschen gegenüber einher, sodass die Beschreibung das Thema nur so realistisch rüberbringen konnte. Und obwohl ich mir diese Aspekte anders gewünscht hätte, scheinen sie wohlüberlegt zu sein und dabei zu helfen, die Story noch realitätsnaher zu machen, als sie sowieso schon wäre. Auch wenn ich die Intention aus dem Buch mitnehmen werde, mich selbst als Hauptperson zu betrachten - und das kann jede*r, egal ob Single oder in einer Beziehung, so gehe ich doch nicht ganz so gestärkt und motiviert aus diesem Buch raus, wie anfangs gehofft (was vielleicht auch einfach an der viel zu hohen Erwartungshaltung lag)

Daher gibt es trotzdem eine große Empfehlung, egal ob ihr gerade in einer Beziehung seid oder nicht - man kann und sollte sich immer zur Hauptperson in seinem eigenen Leben machen. Und Marnies Reise kann uns dafür den eventuell notwendigen Anstupser geben. Aber auch abgesehen von der Message ist das Buch eine große Empfehlung, ich habe es sehr gerne gelesen.

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