Leserunde zu "Crushing" von Genevieve Novak

"Crushing" führt durch die Höhen und Tiefen des Singlelebens
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Genevieve Novak (Autor)

Crushing

Roman | Eine humorvolle und warmherzige Geschichte von den Tücken moderner Romantik

Babette Schröder (Übersetzer)

Single? Nein, Hauptperson!

Die selbsterklärte Serien-Monogamistin Marnie steht an einem Wendepunkt: Nach Jahren gescheiterter Beziehungen und zahlloser Versuche, die »perfekte« Partnerin zu sein, beschließt sie, dass es genug ist. Für immer. Keine Beziehungen mehr. Keine Kompromisse. Keine vergeblichen Liebesmühen. Ausgerechnet da taucht Isaac auf - ein Traumtyp und der einzige Mann, der sie wirklich versteht. Aber das ist okay, sie sind nur Freunde, und er ist schon vergeben. Außerdem hat Marnie wichtigere Fragen zu klären: Wer ist sie wirklich, was will sie vom Leben, und wie konnte sie sich so lange in Beziehungen verlieren, die ihr nichts gegeben haben?

Mit coolem Humor navigiert Genevieve Novak durch die Tücken moderner Romantik

Für alle, die aus den Rollen der »perfekten Partnerin« und »idealen Freundin« ausbrechen wollen

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 04.08.2025 - 24.08.2025
  2. Lesen 08.09.2025 - 21.09.2025
  3. Rezensieren 22.09.2025 - 05.10.2025

Bereits beendet

Schlagworte

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Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 27.09.2025

Aufstehen, abklopfen und weiter!

2

Stellt euch vor, ihr habt zehn Jahre lang Beziehungen hinter euch, die euch mehr Kraft geraubt als gegeben haben – und plötzlich beschließt ihr: So, jetzt reicht’s. Ich bin raus aus diesem Spiel. Genau ...

Stellt euch vor, ihr habt zehn Jahre lang Beziehungen hinter euch, die euch mehr Kraft geraubt als gegeben haben – und plötzlich beschließt ihr: So, jetzt reicht’s. Ich bin raus aus diesem Spiel. Genau da setzt „Crushing“ an. Genevieve Novak nimmt uns mit in das Leben von Marnie, einer Frau Ende zwanzig, die beschließt, Single nicht als Makel, sondern als Chance zu sehen. Hauptperson statt Nebendarstellerin.
Die Protagonistin Marnie ist Ende zwanzig und – wie sie selbst sagt – keine Singlefrau, sondern die Hauptperson. Allein dieser Gedanke hat mir schon gefallen, weil er so viel Empowerment und Trotz in sich trägt. Nach einer endlosen Reihe gescheiterter Beziehungen beschließt sie, dass Schluss ist mit dem Drama. Keine Kompromisse mehr, keine Anpassung, kein „Plan B“-Gefühl. Und natürlich, wie könnte es anders sein, läuft ihr genau dann jemand über den Weg, der alles durcheinanderwirbelt: Isaac. Traumtyp, Seelenverwandter – nur leider nicht zu haben.
Was mich an dem Roman sofort begeistert hat, war dieser Tonfall, der gleichzeitig ironisch und verletzlich ist. Marnie macht sich nichts vor: Sie hat Jahre damit verbracht, so zu sein, wie ihre Partner sie gern gehabt hätten. Chamäleonartig, anpassungsfähig, aber im Kern unzufrieden. Ich habe mich oft wiedergefunden in ihren Gedanken, diesem Mix aus Selbstkritik, Sehnsucht und der leisen Wut darüber, warum das Leben nicht so läuft, wie man es sich immer ausgemalt hat.
Novak versteht es, die großen Themen – Selbstliebe, Selbstfürsorge, Co-Abhängigkeit, Einsamkeit, Freundschaft – in einen lockeren, humorvollen Erzählstil zu packen. Ich habe beim Lesen oft laut gelacht, manchmal die Stirn gerunzelt und an anderen Stellen innegehalten, weil die Worte so sehr ins Herz getroffen haben. Besonders gelungen finde ich, dass nicht nur Marnie lebendig und glaubwürdig wirkt, sondern auch die Menschen um sie herum: Nicola, die Schwester, die sich im Muttersein fast verliert, Claud, die in ihrer Beziehung mehr gibt, als sie zurückbekommt, und natürlich Isaac, der als Figur genau den richtigen Grad an „zu schön, um wahr zu sein“ hat, ohne dabei unglaubwürdig zu wirken.
Ein kleiner Kritikpunkt für mich war der hohe Alkoholkonsum, der hier schon sehr beiläufig und fast wie ein Lifestyle-Accessoire dargestellt wird. Das hätte für meinen Geschmack nicht so verherrlicht werden müssen, weil es das Gesamtbild ein wenig trübt. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, denn die Geschichte funktioniert auch ohne diesen Aspekt.
Am Ende ist „Crushing“ für mich ein Roman über Aufbruch und Selbstbestimmung. Er zeigt, dass es okay ist, gescheitert zu sein, dass man sich neu erfinden darf und dass die wichtigste Beziehung, die man im Leben führt, immer die zu sich selbst ist. Aufstehen, abklopfen und weiter!
Fazit: Es macht Mut, bringt zum Lachen und regt zum Nachdenken an. Für alle, die keine Lust mehr auf die Rolle der perfekten Partnerin haben und stattdessen endlich die Hauptfigur in ihrem eigenen Leben spielen wollen.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Entwerder man mag es oder nicht.

4

. Hast du Lust auf einen Roman, der trotz oder gerade wegen seiner realistischen Darstellung von Beziehungen und Singleleben einfach nur Spaß macht?
Voller Emotionen und mit viel Humor hat Novak einen ...

. Hast du Lust auf einen Roman, der trotz oder gerade wegen seiner realistischen Darstellung von Beziehungen und Singleleben einfach nur Spaß macht?
Voller Emotionen und mit viel Humor hat Novak einen Roman geschrieben, der unsere heutige Liebeswelt sehr gut wiederspiegelt!
4,5/5 ⭐️

. Worum geht es genau…
Marnie steht an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Nach jahrelangen Springen von einer Beziehung zur nächsten möchte sie nun Single bleiben und sich auf sich konzentrieren. Sich selbst richtig kennenlernen! Den eine der größten Fragen in ihrem Leben ist immernoch die Frage „Wer bin ich?“!

. In „Crushing“ begleiten wir Marnie als Erzählerin durch ihr Leben. Wir lernen sie und ihre Gedankenwelt in einer Zeit des Umbruchs sehr gut kennen! Jeder Gedanke wird sozusagen vor uns ausgebreitet. Marnie reflektiert in diesem Roman ihr bisheriges Leben, vor allem ihr Liebesleben und sieht nur die Möglichkeit etwas zu ändern. Doch Marnie merkt schnell diese Veränderungen werden nicht so einfach über Nacht geschehen. Ebenso sieht Marnie nun auch das Leben der Frauen in ihrem Leben anders und möchte diese auch dazu bewegen etwas zu ändern.
Die Themen wie Abhängigkeit, Einsamkeit, Selbstliebe und Selbstverwirklichung werden hier mit der richtigen Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit behandelt.
Gleichermaßen wirft „Crushing“ ein wichtiges Licht auf das Thema „Freundschaft“.
Ich empfinde „Crushing“ als sehr realistischen und gesellschaftskritischen Roman. Novaks Protagonistinnen wirken, wie aus dem Leben genommen. Sie haben ihre Fehler und dies macht sie so sympathisch.

Sie feiern zu viel, sie trinken zu viel, sie nehmen sich selbst nicht ernst genug, sie geben zu schnell nach, sie vergessen sich und verlieren sich dabei.
Man könnte jetzt sagen, die Frauen in diesem Buch werden schrecklich Männerabhängig dargestellt, aber in der Realität ist all das, was diese Frauen durchmachen für gut 85% der Frauen Realität. Ich glaube viele Frauen werden sich in den Protagonistinnen wiederfinden. Ich habe es auf jeden Fall getan.
Auch die Romantisierung des Alkoholkonsums ist schrecklich, aber leider wahr. Und genau wegen all dieser realistischen Missstände, die auf den ersten Blick nicht, wie Missstände wirken regt dieser Roman zum nachdenken an.
Ein Roman, der einen Teil der Probleme unserer Gesellschaft widerspiegelt.
Jedoch hätte ich mir sehr gewünscht die Entwicklung von Marnie intensiver mitzuerleben. Ein paar Zeilen mehr hätten der Geschichte gut getan.
Nichtsdestotrotz ein wirklich gelungener Roman mit Witz und Emotionen, der mich unerwarteterweise sehr gut unterhalten hat.
Was wohl auch sehr an dem locker leichten modernen Schreibstil Novaks und der tollen Übersetzung lag.

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Veröffentlicht am 04.10.2025

Humorvolle Selbstfindung

0

Nachdem Marnie von ihrem Freund verlassen wurde, beschließt sie, Männern jetzt erstmal abzuschwören und sich auf sich selbst zu konzentrieren. Zu oft wurde sie von Männern sitzengelassen und muss rückblickend ...

Nachdem Marnie von ihrem Freund verlassen wurde, beschließt sie, Männern jetzt erstmal abzuschwören und sich auf sich selbst zu konzentrieren. Zu oft wurde sie von Männern sitzengelassen und muss rückblickend feststellen, dass sie sich für jeden Typen verändert und angepasst hat - und trotzdem hat das offenbar nicht gereicht, um genug zu sein. Also lässt sie die Suche nach dem perfekten Freund nun sein und konzentriert sich auf sich selbst. Als sie dem attraktiven Isaac gegenübersteht, kommt ihr Vorhaben kurz ins Wanken. Doch glücklicherweise ist Isaac bereits vergeben, und nur auf freundschaftlicher Ebene an Marnie interessiert, was ja super ist - oder vielleicht doch nicht?

Ich habe von Genevieve Novak bereits "No hard feelings" gelesen und ihren humorvollen und unterhaltsamen Schreibstil sehr genossen. Auch in "Crushing" mochte ich den Schreibstil und die Untertöne sehr gern. Marnie ist eine selbstbewusste junge Frau, die um keine Antwort verlegen ist, was in verschiedenen Situationen zu einem witzigen Schlagabtausch führt Auch die anderen weiblichen Figuren, Schwester Nora und Freundin Claud, mochte ich jede auf ihre Art. Was alle drei Frauen gemeinsam haben: Sie machen sich von Männern abhängig, richten ihr Leben danach aus und sind auf dem Weg zu sich selbst und einer stärken Selbstwirkung und Unabhängigkeit von ihrem Partner.
Der Anfang des Buches hat klargemacht, wo Marnie steht und dass der Weg zur Freiheit und Selbstbestimmung in einem Leben ohne Männer ein weiter und mühsamer Weg ist. Daher hatte ich Abweichungen und Rückschläge erwartet. Allerdings hatte ich nicht mit Isaac gerechnet und kann sagen, dass ich seine Figur immer unsympathischer fand. Grundsätzlich konnte ich alle Entwicklungen, Gedanken und Handlungen von Marnie, Nora und Claud nachvollziehen - auch wenn ich manche zunächst nicht gänzlich glaubwürdig fand, im Gesamtkontext passte alles.

"Crushing" ist ein unterhaltsamer Roman, der viele wichtige Themen von jungen Frauen auf der Suche nach Liebe, sich selbst oder dem Sinn im Leben sind, thematisiert und dabei ein hohes Maß an Authentizität hat.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Zwischen Selbstfindung und der Suche nach Liebe

2

Marnie ist allein, schon wieder. Auch diese Beziehung ist gescheitert und das macht ihr enorm zu schaffen. Doch diesmal beschließt sie, sich selbst zur Hauptperson zu machen, die Männer sind zweitrangig. ...

Marnie ist allein, schon wieder. Auch diese Beziehung ist gescheitert und das macht ihr enorm zu schaffen. Doch diesmal beschließt sie, sich selbst zur Hauptperson zu machen, die Männer sind zweitrangig. Was in ihrem Entschluss am Anfang des Buches so stark rüberkam verpufft du jedoch direkt bei ihrem nächsten Crush, der nicht lange auf sich warten lässt. An sich behandelt das Buch super wichtige Themen, doch es bleibt ein wenig auf der Strecke. Wo Marnie sich hätte Hilfe holen müssen, um wirklich alte Muster zu durchbrechen, ertränkt sie ihren Kummer lieber in Alkohol und Selbstmitleid. Das fand ich enorm schade, weil das Buch echt Potenzial hatte. Thema Top, leider nicht ideal umgesetzt.

Der Schreibstil hingegen ist richtig klasse, so dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin, genau das sieht auch dafür, dass ich den Buch noch 4 Sterne geben. Denn trotz meiner Probleme mit der Protagonistin und so machen red Flags, hat die Geschichte mich unterhalten.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Marnies Weg zum Glück

2

Marnie ist am Boden zerstört. Sie hat alles verloren, ihren Freund, ihre Wohnung und auch ihren Hund. Ihre "Freundinnen" wenden sich nach der Trennung von ihr ab und da sie sonst keine andere Wahl hat, ...

Marnie ist am Boden zerstört. Sie hat alles verloren, ihren Freund, ihre Wohnung und auch ihren Hund. Ihre "Freundinnen" wenden sich nach der Trennung von ihr ab und da sie sonst keine andere Wahl hat, zieht sie kurzfristig zu ihrer großen Schwester Nicola.
Eines ist ihr jedoch klar, so wie jetzt, möchte sie sich nie wieder fühlen und das schafft sie nur, wenn sie sich in Zukunft von Männern und Beziehungen fernhält.
Nach und nach findet sie mehr zu sich.
Sie hat ein neues Zimmer in einer WG und in ihrer Mitbewohnerin Claud hat sie eine gute Freundin gefunden und sie macht nur noch Dinge, die sie wirklich tun will.
Doch dann trifft sie auf Isaac und ihre Vorsätze geraten ins Wanken.

Crushing ist mein zweites Buch der Autorin nach "No Hard Feelings", was mir damals sehr gut gefallen hat.
Auch Crushing konnte mich wieder überzeugen.

Marnie ist nicht perfekt. Sie hat ihre Macken und sie hat Fehler gemacht, die sie manchmal auch erst spät eingesehen hat.
In meinen Augen hat sie das sehr authentisch und auch menschlich gemacht.
In Büchern gibt es oft Charaktere, die ganz doll an der Perfektion kratzen und die dann einen einzigen Fehler haben, aber so sind echte Menschen nicht.
Die Autorin hat es geschafft Marnie als eine Person darzustellen, der man morgen spontan über den Weg laufen könnte, weil sie ein ganz normales Leben führt, wie alle anderen auch.
Mit all den Schwierigkeiten, aber auch den schönen Momenten.

Das gilt auch für die übrigen Charaktere, die zwar mal mehr mal weniger sympathisch waren, aber dennoch wie "echte Menschen" gewirkt haben.
Speziell die weiblichen Figuren waren hier toll ausgearbeitet, da alle ganz verschieden waren und auch verschiedene Lebenswege von Frauen dargestellt haben.

Was mich jedoch etwas gestört hat, war die starke Verherrlichung von dem Alkoholkonsum mancher Figuren.
Teilweise wird dieser als positive Eigenschaft betitelt.
Das vermittelt für mich ein falsches Bild, gerade für jüngere Leser:innen, auch wenn das Buch nicht unbedingt für diese Altersklasse geschrieben worden ist.

Die Handlung war eine Achterbahn der Gefühle.
Marnie erlebt so einiges in dieser Zeit, aber sie durchlebt auch viele Emotionen.
In vielen Situationen habe ich mich selbst erkennen können, was gleichzeitig schmerzlich, aber auch aufregend war, weil diese Themen meistens nicht in Büchern besprochen werden.
Durch Marnie konnte ich lernen, dass alle Gefühle ihre Berechtigung haben, man muss nur lernen sie richtig einzuordnen und nicht vorschnell zu urteilen, ohne vorher das Gesamtbild gesehen zu haben.
Mir hat ihre Entwicklung insgesamt gut gefallen und sie hat auch zu der Geschichte gepasst.
Manche Dinge gingen mir zum Ende hin jedoch etwas zu schnell, da hätte ich mir mehr Aufarbeitung gewünscht.

Fazit: Eine Empfehlung für alle Leser:innen die sich wie Marnie in den eigenen 20ern befinden und denen manchmal der Durchblick fehlt. Eine tolle und ehrliche Geschichte.

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