Leserunde zu "Das Lied des Vogelhändlers" von Ralf H. Dorweiler

Von Kreuzrittern, Minnesang und einem herzlosen Verrat
Cover-Bild Das Lied des Vogelhändlers
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Mit Autoren-Begleitung

Ralf H. Dorweiler (Autor)

Das Lied des Vogelhändlers

Historischer Roman. Ein spannender historischer Roman aus der Zeit des deutschen Thronstreits - für alle Mittelalterfans

Von Kreuzrittern, Minnesang und einem herzlosen Verrat - Ralf H. Dorweilers spannender historischer Roman aus der Zeit des deutschen Thronstreits

1190. Auf dem dritten Kreuzzug rettet die heilkundige Franziska von Hellenau das Leben des Markgrafen von Baden. Als sie zehn Jahre später aus dem Heiligen Land in die Heimat zurückkehrt, richten die Söhne des Kreuzritters gerade ein großes Turnier aus. Auch der Vogelhändler Wigbert ist angereist. Er hat seltenes Gefieder im Gepäck und hofft darauf, mit den reichen Gästen gute Geschäfte zu machen. Minnesänger Walther von der Vogelweide hat als Gesandter des Königs jedoch anderes mit ihm im Sinn: Wigbert soll helfen, einen gefährlichen Spion zu entlarven. Zusammen mit Franziska stellen sie sich lebensgefährlichen Ränken und einem undurchsichtigen Machtkampf entgegen. Es geht um nicht weniger als den Sturz des Königs ...

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 30.06.2025 - 20.07.2025
  2. Lesen 18.08.2025 - 31.08.2025
  3. Rezensieren 01.09.2025 - 14.09.2025

Bereits beendet

Schlagworte

Historische Abenteuer Mittelalter Kaiser und Könige Kreuzzüge Intrigen und Verrat Abenteuer spannend dritter Kreuzzug Geheimnis Minnesang Walther von der Vogelweide Verschwörung Hochmittelalter rasant 13. Jahrhundert 1200 Reichstag deutscher Thronstreit Hochburg Emmendingen Vogelhandel Falknerei Historische Romane

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 14.09.2025

Eine aufregende und spannende Zeitreise!

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Was für ein fesselnder und unterhaltsamer Roman über Kreuzritter, Minnesang und einen herzlosen Verrat!

Der Autor nimmt seine Leser mit in längst vergangene Zeiten um 1190. Wir lernen Walter von der Vogelweide ...

Was für ein fesselnder und unterhaltsamer Roman über Kreuzritter, Minnesang und einen herzlosen Verrat!

Der Autor nimmt seine Leser mit in längst vergangene Zeiten um 1190. Wir lernen Walter von der Vogelweide kennen, gehen auf Kreuzzug und bekommen Einblicke in die Welt der Vogelhändler.

Erzählt wird anfangs aus zwei verschiedenen Perspektiven und Zeiten, bis beide Stränge zusammenlaufen.
Franziska von Hellenau und der Vogelhändler Wigbert spielen neben ein paar anderen Figuren die Hauptrollen dieser Geschichte. Beide sind interessante Charaktere und haben mich gleich in ihren Bann gezogen. Es war aufregend sie zu begleiten und mit ihnen die damalige Zeit gemeinsam zu erleben.

Der Autor hat einen tollen Schreibstil, der einen direkt mitnimmt und Bilder im Kopf zaubert. Die Einbindung realer Personen und Geschehnisse in diesem fiktivem Roman ist gut gelungen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, einiges an Wissen vermittelt und aufregende Lesestunden beschert.
Es ist eines von denen, die ich auf jeden Fall später noch einmal lesen werde!

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Spannend und historisch

1

Das Lied des Vogelhändlers reiht sich in die Reihe der großartigen Romane von Ralf H. Dorweiler ein. Was ich h besonders an ihm mag, ist das jeder seiner Romane ein neues spannendes historischen Thema ...

Das Lied des Vogelhändlers reiht sich in die Reihe der großartigen Romane von Ralf H. Dorweiler ein. Was ich h besonders an ihm mag, ist das jeder seiner Romane ein neues spannendes historischen Thema hat. So lernt man in jedem Buch einen ganz anderen Teil der Geschichte kennen,.

Diesesmal geht es in das Jahr 1190, also mitten hinein ins Mittelalter. Wir begleiten den Vogelhändler Wigbert und seine junge Begleiterin Almut kennen, die Beiden wiederum treffen auf Walther von der Vogelweide und damit auf eine Person die wirklich gelebt hat. Außerdem lernen wir Franziska kennen und mit ihr begeben wir uns ein paar Jahre zurück und auf die Kreuzzüge. Als die Drei aufeinandertreffen sind sie schnell mitten drin in Machtkämpfe und Intriege rund um einen Markgrafen.

Spannend wird hier eine Geschichte erzählt die immer wieder Fragen aufwirft und uns mitten ins Mittelalter führt. Ich mag es besonders wie die einzelnen Figuren dargestellt werden. Mit Liebe zum Detail entsteht ein Querschnitt durch die Bevölkerung der Zeit, ob nun Gut oder Böse oder halt irgendwas dazwischen. Dazu fällt die perfekte Recherche auf, die das Mittelalter lebendig werden lässt.
Ich war wieder einmal begeistert.

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Veröffentlicht am 09.09.2025

Facettenreicher Mittelalterroman

4

Der neue historische Roman des Autors Ralf H. Dorweiler spielt im Hochmittelalter, genauer gesagt im Jahr 1190. Die junge Franziska ist eine von vielen Menschen, die den dritten Kreuzzug unter der Führung ...

Der neue historische Roman des Autors Ralf H. Dorweiler spielt im Hochmittelalter, genauer gesagt im Jahr 1190. Die junge Franziska ist eine von vielen Menschen, die den dritten Kreuzzug unter der Führung Kaiser Barbarossas begleiten. Als sie dem Markgrafen von Baden das Leben rettet, verändert dies ihr Leben auf schicksalhafte Weise. Zehn Jahre später reist sie zur Burg Hachberg, wo die Söhne des Markgrafen ein Fest ausrichten und lernt dort den Vogelhändler Wigbert kennen.

Was Ralf H. Dorweilers Romane auszeichnet ist, dass man kaum Zeit braucht, um im Buch anzukommen. Man ist einfach von Seite eins an mittendrin und fühlt sich bis zur letzten Seite bestens unterhalten.
Die Geschichte um Franziska von Hellenau und den Vogelhändler Wigbert findet zunächst auf unterschiedlichen Zeitebenen in zwei Erzählsträngen statt. Diese werden dann im weiteren Verlauf geschickt miteinander verbunden.
Das Schicksal der tatkräftigen Franziska hat mich besonders angesprochen.
Nach dem Tod ihres Onkels ist sie ganz auf sich allein gestellt und das mitten im riesigen Tross des dritten Kreuzzuges fern von der Heimat. Doch sie gibt nicht auf, geht dem Bader zur Hand und erwirbt dadurch wertvolle Fertigkeiten, die ihre Zukunft sichern.
In diesem Erzählstrang erfährt man viel über die Widrigkeiten, denen die Menschen während des dritten Kreuzzuges ausgesetzt sind, was mir wirklich gut gefallen hat.

Auf der anderen Ebene spielt der Vogelhändler Wigbert die Hauptrolle. Durch Zufall trifft er auf den Minnesänger Walther von der Vogelweide und gemeinsam, doch mit zunächst unterschiedlichen Absichten, reisen sie zum großen Turnier auf Burg Hachberg. Hier geht es um Machtkämpfe, Verrat und Mord.
Das Vogelthema wird immer wieder sehr kreativ aufgegriffen, sei es als Kapitelüberschrift oder als kleine Anekdote zwischendurch.

Fazit
„Das Lied des Vogelhändlers“ ist wieder einmal ein facettenreicher, spannender und einfach wunderbar zu lesender Roman des Autors Ralf H. Dorweiler.

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Machtkämpfe

5

1190. Franziska von Hellenau befindet sich mit auf dem Kreuzzug ins Heilige Land. Dort lernt sie die Heilkunde näher kennen und rettet dem Markgrafen von Baden das Leben. Zehn Jahre später als sie aus ...

1190. Franziska von Hellenau befindet sich mit auf dem Kreuzzug ins Heilige Land. Dort lernt sie die Heilkunde näher kennen und rettet dem Markgrafen von Baden das Leben. Zehn Jahre später als sie aus dem Heiligen Land zurückkehrt, richten seine Söhne gerade ein großes Turnier aus. Zu Gast ist dort auch der Vogelhändler Wigbert, der hofft, dass er seine seltenen Gefieder gut an die Besucher verkaufen kann und damit gute Geschäfte macht. Als Gesandter des Königs hat Minnesänger Walther von der Vogelweide jedoch etwas anderes mit Wigbert im Sinn. Er soll helfen einen Spion zu entlarven, den der König dort vermutet. Zusammen mit Franziska müssen sie sich einem undurchsichtigen Machtkampf entgegenstellen.

Die Handlung wird in zwei spannenden Handlungsstränge erzählt, die auf unterschiedlichen Zeitebenen spielen: einer während des dritten Kreuzzugs, der andere zehn Jahre später auf Burg Hachberg beim Turnier. Beide Erzählstränge sind packend und lebendig erzählt. Nach und nach werden sie schlüssig zusammengeführt.

Die authentische Darstellung des historischen Settings, gepaart mit detaillierten Beschreibungen von Figuren, Schauplätzen und Ereignissen, lässt die Story lebendig werden.
Jedes Kapitel war einem Vogel gewidmet und hatte ihn dann als entsprechende Kapitelüberschrift. Das hat dem Buch nochmal poetische Note verliehen und unterstreicht die kreative Erzählweise.

Die Charaktere – allen voran Franziska von Hellenau und der Vogelhändler Wigbert – sind sympathisch und glaubwürdig gezeichnet. Man hat regelrecht mit ihnen mitgefiebert und gebangt, weil man sehr schnell eine Verbindung zu ihnen aufbauen konnte.

Durch den bildhaften und angenehm flüssigen Schreibstil, fliegt man förmlich durch die Seiten dahin. Die Szenen werden sehr detailliert dargestellt, ohne dass es überladen wirkt. Somit gibt es in der Story auch einige grausame Szenen, die nichts für schwache Nerven sind. Sie wirken nie übertrieben, sondern spiegeln die Grausamkeit und die Härte der damaligen Zeit wieder.

Mein Fazit:
Ein atmosphärischer, spannender und hervorragend geschriebener historischer Roman, der mit lebendigen Figuren, einem originellen Aufbau und einer fesselnden Handlung überzeugt. Man taucht tief in eine faszinierende Welt des Mittelalters ab, in der Intrigen, Machtkämpfe und persönliche Schicksale kunstvoll miteinander verwoben sind. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und somit ist es für mich eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Minnesang und Kreuzzug

3

Das Lied des Vogelhändlers von Ralf H. Dorweiler

„Das ist also die Kunst der Dichter“, bemerkte Wigbert. „Ihr denkt euch ein Lied aus, das eine Geschichte erzählt, die aber noch mehr bedeutet.“
„Gute ...

Das Lied des Vogelhändlers von Ralf H. Dorweiler

„Das ist also die Kunst der Dichter“, bemerkte Wigbert. „Ihr denkt euch ein Lied aus, das eine Geschichte erzählt, die aber noch mehr bedeutet.“
„Gute Dichtung tut das, Vogelhändler. Aber es gibt auch einfache Lieder, die man so verstehen kann, wie sie geschrieben sind. Manchmal sind das gar die schwierigeren.“
„Wird man Euch auf Burg Hachberg mit eigenen Dichtungen hören?“
„Wenn man mich dazu auffordert, tue ich das gern“, sagte Walther. S.78/79

Der historische Abenteuerroman deckt zwei Zeitebenen ab. Beginnend im Jahr 1200 befinden sich der Vogelhändler Wigbert und sein Mündel Almut auf dem Weg zur Burg Hachberg. Die Söhne von Herman IV., Markgraf von Baden richten ein Turnier auf der Burg aus. Unter den geladenen Gästen befinden sich Anhänger des Gegenkönigs Otto IV. und ein intrigantes Spiel läuft im Hintergrund ab. Der Minnesänger Walther von der Vogelweide, als Gesandter König Philipps, kreuzt den Weg des Vogelhändlers und der Vogelsprache mächtigten Almut. Sie erklimmen zusammen das letzte Stück des Wegs zum gemeinsamen Ziel.

Im zweiten Erzählstrang entführt uns der Autor ins Jahr 1190 ins Heilige Land. Ein Kreuzzug unter Barbarossa zieht gen Osten. Franziska von Hellenau sowie eine handvoll Nonnen zu Kloster Bingen reisen mit ihnen. Hier entspinnen sich neben dem Kriegsgetümmel eine Intrige und eine Liebesgeschichte mit Folgen, die ihren Höhepunkt im Jahr 1200 im Markgräflichen Hof auf Burg Hachberg findet.

Diese lebendig geschriebene Geschichte hat mir außerordentlich lesenswerte Stunden beschert. Der Autor schreibt in gewöhnt lebhafter und anschaulicher, der Zeit entsprechender Sprache. Das ist wohl einer gelungenen Recherche und Ortskenntnis geschuldet. Wie gewohnt aus den Romanen des Autors entdeckt man die damaligen Tätigkeitsfelder neu und kann dabei den Standesdünkel wunderbar einordnen.
Des Weiteren lebt die Erzählung aus der Mischung historischer und fiktiver Personen. Besonders Franziska ist mir ans Herz gewachsen sowie Wigbert mit seiner besonnen Art. Zur Einornung der jeweiligen Handlung der historischen Persönlichkeiten sowie zum Nachschlagen steht ein Personenregister zum Anfang des Buches zur Verfügung.

Besonders gut gefallen haben mir die einleitenden Kapitelüberschriften mit Zitaten und historischen Worten. Dabei nimmt Ralf H. Dorweiler passend bezug auf die gefiederten Tiere. Jeweils ein Vogel steht im Mittelpunkt und bekommt im laufenden Text eine entsprechende Rolle. Auch hier lernt man Neues hinzu.

Das Nachwort mit interssanten Fakten rundet diesen Roman ab.

Fazit: Eine spannende Geschichte! Wie schon in vorangegangenen Romanen vernetzt der Autor historische Handwerke und tatsächliche Persönlichkeiten in seiner Erzählung. Der vorliegende Roman ist eine gekonnte Mischung aus Historie, Krimi, Abenteuer und Liebesgeschichte. Unbedingt empfehlenswert!

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