Community-Leserunde mit @literarischernerd zu "Die Namen" von Florence Knapp

Kann dein Name den Verlauf deines Lebens ändern?
Cover-Bild Die Namen
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Florence Knapp (Autor)

Die Namen

Roman. Drei Vornamen, drei Lebenswege. »Der beste Debütroman seit Langem« SUNDAY TIMES

Lisa Kögeböhn (Übersetzer)

Kann dein Name den Verlauf deines Lebens ändern?
Es ist 1987 und Cora ist auf dem Weg zum Amt, um die Geburt ihres Sohnes anzumelden - und seinen Namen. Noch ahnt sie nicht, wie sehr dieser Moment ihr Leben und das ihres Sohnes prägen wird. Coras Mann Gordon, ein allseits beliebter Arzt, erwartet, dass sein Sohn nach alter Tradition den Namen des Vaters bekommt - und somit den von Generationen herrischer Männer vor ihm. Ihre Tochter Maia möchte den kleinen Bruder Bear nennen, und Cora selbst bevorzugt Julian, in der Hoffnung, dass ihr Sohn sich so zu einer eigenständigen Persönlichkeit entwickeln kann.
Florence Knapps Debütroman ist die bewegende und hoffnungsvolle Geschichte von drei Namen, drei Versionen eines Lebens und den unendlichen Möglichkeiten, die eine einzige Entscheidung auslösen kann. Es ist die Geschichte einer Familie und ihrer Liebe zueinander - egal, was das Schicksal bereithält.

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 15.12.2025 - 04.01.2026
  2. Lesen 26.01.2026 - 15.02.2026
  3. Rezensieren 16.02.2026 - 01.03.2026

Bereits beendet

Schlagworte

Vorname Namen Prägung Lebensweg vorgezeichnet Persönlichkeit Frauenleben Feminismus häusliche Gewalt Patriarchat Familie Sohn Selbstverwirklichung Kontrolle Freiheit Familiengeschichte parallele Erzählstränge drei Namen drei Vornamen drei Geschichten Cliffhanger Liebesgeschichte Schicksal Pageturner Gegenwartsliteratur

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Abschnitt 2, Seite 128 bis 231, inkl. Kapitel "Bear"

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abnuncha

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Gute Bücher enden nicht mit der letzten Seite, sie begleiten dich ein Leben lang

Veröffentlicht am 02.02.2026 um 15:57 Uhr

Zitat von LiterarischerNerd

Für mich ist dies absolut KEINE Entschuldigung, wie sich der mittlere Gordon seiner Frau gegenüber verhält - zeigt uns aber zumindest auch seine geschundene Seele.



Ist ihm bewusst, wie er sich verhält, das möchte er doch nicht wirklich, es wirkt eher als wenn er die Wut seines Vaters weitergibt, eine unverarbeitete Sache? Aber so darf es sich nicht äußern, wie er wohl mit Patienten umgeht, wenn er in seiner Praxis so einen Fall von häuslicher Gewalt erlebt, ist er dann erschrocken über sich selbst, sieht er einen zusammenhang, das er eigentlich ganau so ist und wie hilft er dann diesen Patienten?

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Veröffentlicht am 02.02.2026 um 16:01 Uhr

Zitat von schnaeppchenjaegerin

Ich finde jede Version authentisch und kann nicht sagen, dass ich eine von ihnen lieber lese.



Ich habe auch keinen Lieblingsprotagonisten, jeder hat seine ganz eigene Version.

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abnuncha

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Veröffentlicht am 02.02.2026 um 16:05 Uhr

Zitat von LeserinLu

Ich bin noch unschlüssig, ob ich allen drei Handlungssträngen ein Happy End wünsche. Es wäre schon ganz schön unrealistisch…



Ich glaube ich brauche auch kein Happy End, die Geschichten werden ja weitergehen und wir lesen Abschnitte oder eher Ausschnitte

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Veröffentlicht am 02.02.2026 um 16:06 Uhr

LeserinLu schrieb am 02.02.2026 um 07:01 Uhr

Da habe ich auch noch gezittert, ob ihr in der Praxis sofort geglaubt wird! Aber die haben sich dort wirklich vorbildlich verhalten!

Ich glaube einige hätten die Polizei gerufen, ich finde das Verhalten des Tierarztes vorbildlich

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Veröffentlicht am 02.02.2026 um 16:09 Uhr

Zitat von Mimi81

Insgesamt aber bisher ein sehr starkes Buch. Ich bin aber weiterhin der Meinung, dass die Entwicklung der Kinder und somit der Namen vom tyrannischen Vater getrieben ist. Wäre er „normal“ und gäbe es eine Beeinflussung von außerhalb aufgrund der Namen, dann stimmte ich der These zu, dass Namen prägend sind. Hier aber sehe den Vater als prägenden und das nicht im positiven Sinne.



Interessant hätte ich gefunden, wenn sich der Name Gordon eben nicht als schrecklich erwiesen hätte sondern einer der anderen beiden, das hätte gezeigt, das Namen doch nicht so sehr beeinflussend sind, sondern eigentlich die Lebenssituationen und Wege.

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Veröffentlicht am 02.02.2026 um 16:12 Uhr

Zitat von Papergirl

Das Leben ist nicht nur Happy-End und demnach rechne ich auch mit sehr unterschiedlichen Enden der Lebenswege



Ich brauche kein Happy End, da es ja irgendwie Ausschnitte eines Lebens sind und im Prinzip die Geschichte ja weitergehen könnte.

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LeserinLu

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Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)

Veröffentlicht am 02.02.2026 um 16:31 Uhr

abnuncha schrieb am 02.02.2026 um 16:06 Uhr

Ich glaube einige hätten die Polizei gerufen, ich finde das Verhalten des Tierarztes vorbildlich

Stimmt! Und dann wäre Cora wieder verloren gewesen… Da habe ich gar nicht dran gedacht!

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Linsaylinn

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Eintauchen, abtauchen, neue Perspektiven, Horizont erweitern, entspannen

Veröffentlicht am 02.02.2026 um 16:57 Uhr

Mimi81 schrieb am 02.02.2026 um 10:28 Uhr

Ich habe diesen Abschnitt auch richtig verschlungen. Die drei Protagonisten überraschen mich immer wieder aufs Neue.

Ja, ich habe einen Lieblingscharakter und das ist Julian. Cian habe ich auch extrem ins Herz geschlossen und ich finde es rührend, wie er sich kümmert.
Bear ist mir persönlich zu weich (obwohl ich die Szenen mit Lily wirklich genossen habe) und Gordon einfach nur widerwärtig.

Ging es euch auch so, dass ihr in der Szene mit dem Scone nicht wusstet, wie er diese einzuordnen habt? Ich habe erstmal zurückgeblättert, um zu schauen, ob ich etwas vergessen habe.

Bisher finde es gut, dass der Vater nicht wirklich zu Wort kommt. So, als ob die Autorin dem Täter keine Stimme verleihen wollte.

Insgesamt aber bisher ein sehr starkes Buch. Ich bin aber weiterhin der Meinung, dass die Entwicklung der Kinder und somit der Namen vom tyrannischen Vater getrieben ist. Wäre er „normal“ und gäbe es eine Beeinflussung von außerhalb aufgrund der Namen, dann stimmte ich der These zu, dass Namen prägend sind. Hier aber sehe den Vater als prägenden und das nicht im positiven Sinne.

Mal schauen, was uns der letzte Abschnitt noch alles bringt!

Ich sehe es genau wie Du. Das Verhalten der Eltern, also vor allem des Vaters ist prägend. Die Namen sind für mich dann eher nur Auslöser für die verschiedenen Konsequenzen.

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Linsaylinn

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Veröffentlicht am 02.02.2026 um 16:59 Uhr

Papergirl schrieb am 02.02.2026 um 12:54 Uhr

Ein fröhliches MOIN in die Runde...
Es ist soooooo toll wie einem dieses Buch unter die Haut geht und nicht mehr loslässt. Habe am Sonntag mit Abschnitt zwei begonnen und mir extra das Kapitel Bear für heute Morgen aufgespart. Das Jahr und die damit erste Leserunde in 2026, fängt absolut GENIAL an.Es werden bestimmt noch einige Bücher und Leserunden folgen, aber dieses Buch kommt schon jetzt auf meine Liste - "Bestes-Buch".

Ich finde total super, das die einzelnen Personen in allen Namens-, Lebenswegen irgendwie auftauchen und so mit der Geschichte verwoben sind.
Die Bezeichnung von Dr. Jekyl und Mr Hyde finde ich auch äußerst passend und auch für alle drei Generations - Gordon zutreffend.
Julian und Orla, die Überschwemmung und die gesamte Schilderungen der "Künstlerfabrik" mit dem detailreichen Beschreibungen des Handwerks sorgten für eine schöne Entspannung.
Cora, einsam und gefangen in ihrem Haus und ihren Routinen. Der Zwiespalt als der Postbote ihr die Post in die Hand drückt und sie sich dann überwindet und traut den Brief zu öffnen, ein Siegeszug. Das sie nachdem sie Mehri nicht angetroffen hat, zum Tierarzt ist und wie man dort reagiert hat, war der Hammer. Ich war voll drin im Geschehen.
Die Abschnitte über Cian und Silbhes zu lesen macht einem einfach ein gutes Gefühl. Doch dann der Tod und die Trauer ließen bei mir tränen fließen. Schon lange bin ich nicht mehr so Emotional von einem Buch hin und her geschüttelt worden.

Zu Anfanf fühlte ich mich ja sehr zu Bear hingezogen, doch inzwischen ist mein Lieblingscharakter auch Cian. 🤷‍♀️

Ich bin total auf den Ausgang gespannt. Ich nehme an, es wird Lebenswege mit Happy-End geben, aber gehe auch ganz stark davon aus, daß die Autorin sich selber und ihrem realistischen Stil treu bleibt und uns nicht "enttäuschen" wird. Das Leben ist nicht nur Happy-End und demnach rechne ich auch mit sehr unterschiedlichen Enden der Lebenswege.

Ich denke, erwarte und befürchte auch, dass die Enden dieser Geschichten genauso unterschiedlich sein werden, wie die bisherigen Lebenswege und dass uns neben einem glücklichen Ende, auch noch Dramen bevorstehen werden.

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schnaeppchenjaegerin

Mitglied seit 25.10.2016

... Bücher sind Spiegel: Man sieht in ihnen nur, was man schon in sich hat.

Veröffentlicht am 02.02.2026 um 17:23 Uhr

Linsaylinn schrieb am 02.02.2026 um 16:57 Uhr

Ich sehe es genau wie Du. Das Verhalten der Eltern, also vor allem des Vaters ist prägend. Die Namen sind für mich dann eher nur Auslöser für die verschiedenen Konsequenzen.

So sehe ich das auch. Eltern haben immer eine gewisse Vorbildfunktion. Die Erziehung dürfte immer relevanter sein als der reine Name.