Als Bruchpilotin landet die junge Amerikanerin Nancy im Zweiten Weltkrieg auf einer Wiese in der englischen Provinz - und mitten im Herzen ihres Vorgesetzten Mac. Da beide bereits gebunden sind, kämpfen sie gegen ihre Gefühle an ...
Sommer 2006
Nancy vertraut ihrer Enkelin Sarah ihre herzzerreißende Lebensgeschichte an. Was Sarah dabei erfährt, erschüttert die Fundamente der Familie. Es ist die Geschichte einer großen Liebe, die Sarah so tief beeindruckt, dass sie ihr eigenes Leben überdenkt ...
Nancy erzählt ihrer Enkelin Sarah aus ihrer bewegten Vergangenheit. Dabei werden Geheimnisse aufgedeckt die auch zu den Zerwürfnisen und Streitereien der Familie führten.
Die Geschichte ihrer ...
INHALT:
Nancy erzählt ihrer Enkelin Sarah aus ihrer bewegten Vergangenheit. Dabei werden Geheimnisse aufgedeckt die auch zu den Zerwürfnisen und Streitereien der Familie führten.
Die Geschichte ihrer Großmutter bewegt Sarah über ihr eigenes Leben nachzudenken.
MEINUNG:
Die Idee der Handlung und deren Aufbau, Gegenwart und Vergangenheit fand ich sehr gut und spannend.
Auch waren die Charaktere gut überlegt und "menschlich" beschrieben. Mit positiven und negativen Eigenschaften.
Leider konnte mich dann letztlich endlich die Geschichte nicht weiter fesselnd.
Zum einen war es stellenweise einfach zu lange gezogen und am Ende passiert dann viel zu viel auf einmal.
Worum geht’s?
Nancy erhält von der berühmten Fliegerin Jacqueline Cochrane ein Telegramm, das sie als Pilotin nach England führt. Sie ist so gut wie verlobt mit Joe, lernt jedoch am Stützpunkt in England ...
Worum geht’s?
Nancy erhält von der berühmten Fliegerin Jacqueline Cochrane ein Telegramm, das sie als Pilotin nach England führt. Sie ist so gut wie verlobt mit Joe, lernt jedoch am Stützpunkt in England Mac kennen, der ihr leben auf den Kopf stellt. Dennoch heiratet sie am Ende des Krieges Joe und bringt damit ein Geheimnis in die Familie, welches noch Jahrzehnte später zum Zerwürfnis führt.
Meine Meinung:
„Die Pilotin“ von Amelia Carr ist ein Buch, in dem die Autorin die Geschichte von Nancy und ihrem Geheimnis aus unterschiedlichen Perspektiven und zu unterschiedlichen Zeiten erzählt. Das Buch liest sich flüssig, ist teilweise sehr bildhaft geschrieben und die Erzählung aus Sicher der verschiedenen Protagonisten helfen den LeserInnen, sich in diese besser hineinzuversetzen und sie somit auch besser zu verstehen, was mir sehr gut gefallen hat.
Das Buch selbst besteht in meinen Augen aus zwei Erzählsträngen. Zum einen ist da die Geschichte von Nancy als Pilotin im zweiten Weltkrieg. Der Teil hat mich ungemein gefesselt. Wie die Autorin ihre Erlebnisse beschreibt, die Flüge, die Abstürze, die Geschehnisse. Auch die geschichtlichen Ereignisse, die so bzw. ähnlich ja tatsächlich stattgefunden haben, sind unheimlich spannend in die Geschichte mit eingeflossen. Nancy als starke Frau, die für die Menschen und für ihr Land kämpfen will und sich durchsetzt. Eine sympathische und starke Frau, mit der man sich verbunden fühlt und die sich von nichts unterkriegen lässt. Dann gibt es in diesem Erzählstrang noch Mac, ein englischer Pilot, der Nancys Weg kreuzt. Auch seine Bruchlandung in Frankreich, seine Flucht nach der Landung durch die deutschen Truppen bis in die neutrale Schweiz – das hat mich sehr berührt.
Auf der anderen Seite ist dann die Liebesgeschichte von Nancy und Mac. Hier wirkt es fast, als würde jemand anders schreiben. Was mich an dem einen Erzählstrang fesselt und begeistert hat, hat sich hier leider nicht fortgesetzt. Zu kitschig und schnulzig waren mir die Begegnungen der beiden und auch die sich daraus ergebenden Fortsetzungen – insbesondere später für Nancys Enkelin Sarah. Auch der Hintergrund zum Tod von Nancys ältestem Sohn John – einerseits verständlich, andererseits war es mir hier dann doch mit seinem homosexuellen Hintergrund dann etwas zu dick aufgetragen… sehr schade eigentlich. Und was Nancy in dem einen Teil für mich zu einer starken und beeindruckenden Frau gemacht hat, zu einem Vorbild, ist hier komplett weg. Hier stellt sie sich für mich eher als eine schwache Frau dar, die sich den einfachsten, den angenehmsten Weg sucht.
Ich bin wie gesagt sehr hin- und hergerissen von dem Buch. Der geschichtlich geprägte Teil, die Erlebnisse aus dem Krieg sind für mich ein 5-Sterne-Buch, die Liebesgeschichte selbst wirkt in meinen Augen so, wie sie erzählt ist, kitschig und daher etwas störend… Leider…
Fazit:
In ihrem Buch „Die Pilotin“ erzählt Amelia Carr anhand von zwei Erzählsträngen das Leben von Nancy und Mac. Der geschichtliche Teil hat mich absolut überzeugt und gefesselt. Die Darstellung der Flüge im zweiten Weltkrieg, die Rolle der Frauen, die Flucht von Mac. Der Hammer. Der andere Teil – die Liebesgeschichte zwischen Mac und Nancy und das daraus folgende Geheimnis – waren für mich etwas übertrieben und teils sehr schnulzig; was ich sehr schade finde, da dieser Teil die Qualität eins guten Buches in meinen Augen leider deutlich minimiert hat.
Ich war sehr gespannt auf dieses Buch. Das Cover ist passend. Gut haben mir die beiden Zeitstränge gefallen.
Man spürt förmlich die Liebe von Nancy zum Fliegen. Dieser Teil ( in der Vergangenheit) war ...
Ich war sehr gespannt auf dieses Buch. Das Cover ist passend. Gut haben mir die beiden Zeitstränge gefallen.
Man spürt förmlich die Liebe von Nancy zum Fliegen. Dieser Teil ( in der Vergangenheit) war mir etwas zu ausufernd. Generell hat mir ihre erste Begegnung mit James gut gefallen und man spürt auch hier deutlich die Zuneigung. Die Liebesgeschichte der beiden fand ich gut. Dennoch hatte ich später das Gefühl, dass Joe nur die Notlösung war, was er nicht verdient hat. Gerade aber die Vergangenheit fand ich interessant. Man merkt der alten Nancy doch die Einsamkeit an, was ich sehr traurig fand.
Sarah fand ich als Figur zwar sympathisch und man spürt, dass sie gerne eine Familie haben und ankommen möchte. Dennoch finde ich ihren Charakter nicht so sehr in die Tiefe gehend. Ich finde es aber gut, dass sie den Wunsch ihrer Großmutter erfüllen möchte.
Generell fand ich es teilweise etwas zu langatmig.
Das Ende war in weiten Teilen vorauszuahnen und ich weiß nicht, ob ich es etwas zu übertrieben / nicht ganz passend finde.
Vorab möchte ich sagen, dass "Die Pilotin" wirklich sehr viel Potential hatte, es aber leider nicht ausgeschöpft hat.
Charaktere:
Die Charaktere im Buch waren interessant. Für mich persönlich gab es aber ...
Vorab möchte ich sagen, dass "Die Pilotin" wirklich sehr viel Potential hatte, es aber leider nicht ausgeschöpft hat.
Charaktere:
Die Charaktere im Buch waren interessant. Für mich persönlich gab es aber zu viele Protagonisten. Jeder Charakter wurde ausführlich vorgestellt, was zu einigen Längen geführt hat. Teilweise haben mich die ganzen Charakterkonstellationen verwirrt.
Handlung:
Die Grundidee der Geschichtewar sehr gut, definitiv. Die historischen Parts fand ich extrem informativ und interessant, diese hab ich gern gelesen. Die Parts aus der Gegenwart haben sich leider oft gezogen.
Es ist so viel gleichzeitig passiert. Für mich waren es zu viele Handlungsstränge, die mich immer wieder aus der eigentlichen Handlung herausgeworfen haben.
Spannung:
Hin und wieder gab es spannende Szenen und zum Ende hin einen spannenden Plottwist. Leider wurde am Ende Themen angesprochen, die aus dem Kontext gerissen waren bzw einen besseren Platz in der Mitte des Buches gefunden hätten.
Mit über 600 Seiten hat mich das Buch leider etwas erschlagen, da es total viele Längen gab, die man überwinden musste.
Schreibstil:
Der Schreibstil war in Ordnung. Meiner Meinung nach war er teilweise zu ausführlich.
Thematik:
Die Thematik fand ich gut. Eine Frau als Pilotin zur Zeit des 2. Weltkriegs ist besonders. Aber da hätte ich mir gewünscht noch mehr Fakten über den 2. Weltkrieg zu erfahren.
Auch die geheimnisvolle Familiengeschichte fand ich grundsätzlich gut.
Es gab einige Pluspunkte, aber dennoch leider mehr Minuspunkte. Wäre das Buch kürzer gewesen, hätte mir das Lesen eventuell mehr Freude bereitet.
Sarahs große Leidenschaft ist die Fliegerei und die darf sie nach aller Herzenslust bei ihrer Großmutter Nancy in Florida ausleben. Doch der Sommer 2006 hält für sie eine Überraschung parat, denn Nancy ...
Sarahs große Leidenschaft ist die Fliegerei und die darf sie nach aller Herzenslust bei ihrer Großmutter Nancy in Florida ausleben. Doch der Sommer 2006 hält für sie eine Überraschung parat, denn Nancy bittet Sarah, dass sie bei ihrer Rückkehr nach England einen Mann ausfindig machen und ihm einen Fliegerorden zurückgeben soll, der sich seit Jahrzehnten in Nancy Besitz befindet. Und während Sarah auf Nancys Bitte hin den Spuren der Vergangnheit nachgeht, stößt sie auf eine unglaubliche Liebesgeschichte....
"Die Pilotin" von Amelia Carr ist ein Roman, der unglaublich viele Themen miteinander vereinen möchte - Historischer Roman, Romanze und Familiensaga. Leider gelingt es der Autorin nicht, den Ansprüchen der aufgezählten Genres gerecht zu werden und ihre Leser zu begeistern.
Hat der Leser schon zu Beginn einige Startschwierigkeiten, um in die Geschichte hineinzufinden, so zieht sich das Geholpere leider durch das komplette Buch wie ein roter Faden durch die Seiten und man verliert schnell den Überblick. Die Autorin bedient unglaublich viele Handlungsstränge, um ihren Ideen Platz zu verschaffen, aber das geht zu Lasten der Glaubwürdigkeit und der Spannung. Man erhält zwar einen detaillierten Einblick in die Ausbildung und den Einsatz der Pilotinnen, aber irgendwie fehlt das gewisse Etwas, um den Funken der Begeisterung hier überspringen zu lassen.
Auch finden sich, in meinen Augen, gewisse Ähnlichkeiten mit dem Film "Pearl Harbor" wieder und das Liebeschaos droht den Leser regelrecht zu erschlagen. Irgendwie hat man das alles schon mal gelesen und die ménage à trois wirkt ein wenig trivial.
Die Autorin bemüht sich, ihrem Buch den nötigen historischen Anstrich zu verpassen, in dem sie Erinnerungen und Lebensgeschichten wieder aufleben lässt, verliert dabei aber den Navigationskurs völlig aus den Augen. An manchen Stellen wird unglaublich dick aufgetragen und mit der Kelle aus dem Vollen geschöpft. Die Handlung büßt unglaublich viel an Authentizität, Einfühlungsvermögen und Empathie ein und ich lese nur noch quer, um endlich zum Ende zu kommen.
Die Figuren können leider alle nicht den Leser von sich überzeugen und wirken wie Statisten in ihrer eigenen Geschichte. Der Roman bietet unglaublich viele Möglichkeiten, den Leser abzuholen und ihm ein aufregende Zeitreise zu ermöglichen , doch hier wird leider unglaublich viel Potenzial verschenkt und der Leser klappt Buch völlig entnervt zu.