So schön kann Durcheinander sein
Worum geht’s?
Ete Petete und Pico Bello haben ihr Leben perfekt sortiert – alles glänzt, glitzert und steht akkurat an seinem Platz. Doch dann ziehen Tohu Wabohu und Ramba Zamba nebenan ein … und schwupps, ...
Worum geht’s?
Ete Petete und Pico Bello haben ihr Leben perfekt sortiert – alles glänzt, glitzert und steht akkurat an seinem Platz. Doch dann ziehen Tohu Wabohu und Ramba Zamba nebenan ein … und schwupps, ist’s vorbei mit der feinen Ruhe! Statt Tee und Tischdecke gibt’s plötzlich Chaos, Krach und ganz viel Farbe!
Meine Meinung:
Was für ein herrlich verrücktes Buch! „Ete Petete & Tohu Wabohu – Gegensätze ziehen sich“ an hat uns vom ersten Reim an begeistert. Lissa Lehmenkühler jongliert mit Sprache wie ein Zauberclown – ihre Reime sind frech, klangvoll, voller Witz und gehen Großteils leicht über die Zunge. Dazu die Illustrationen von Julia Bierkandt: ein Farbenfest! So leuchtend, so lebendig – jedes Detail erzählt eine eigene kleine Geschichte.
Die Figuren sind einfach großartig. Schon die Namen sind ein Volltreffer: Ete Petete – die pinke Perfektionistin mit Pünktchen, Schleifchen und Haltung – und Tohu Wabohu, der kleine Wildfang, halb Rübezahl, halb Wirbelwind. Und dann diese Haustiere! Besser hätte man das Chaos-und-Ordnung-Duo gar nicht zeichnen können.
Mein 2,5-Jähriger war sofort hin und weg. Besonders, wenn ich Ete mit piepsiger Stimme sagen ließ: „Um Himmels Willen! Wir trinken nur Tee!“ – da hat er sich kugelig gelacht und es immer wieder nachgequietscht. Inzwischen kann er fast den ganzen Text mitsprechen und erzählt stolz die Geschichte anhand der Bilder nach. Ganz besonders schön fand ich Etes Verwandlung nach dem Sturz ins Loch – aus der steifen Ete wird plötzlich ein richtig liebenswertes, fast elfenhaftes Mädchen. Nur eine kleine Szene habe ich vermisst: den Moment, in dem Tohu sie wirklich rettet. So eine Rettungsaktion hätte besser gezeigt, wie die Freundschaft zwischen den beiden entstand und das Freundschaftsgefühl selbst noch stärker gemacht. Aber auch ohne das ist die Geschichte rund und herzerwärmend.
Nach sicher zwanzigmal Vorlesen entdecken wir immer noch neue Kleinigkeiten: winzige Witze in den Bildern, witzige Wortspiele wie „ordentliches Durcheinander“ oder „außerordentlich ordentlich“ – pure Sprachfreude! Dieses Buch bringt kleine und große Leser zum Lachen, Staunen und Mitreimen.
Fazit:
„Ete Petete & Tohu Wabohu – Gegensätze ziehen sich an“ von Lissa Lehmenkühler und illustriert von Julia Bierkandt ist ein fröhliches, buntes Chaos mit Herz und Witz, das zeigt: Gegensätze machen das Leben erst spannend! Wegen der fehlenden Rettungsszene gibt’s einen winzigen Punktabzug – aber ansonsten eine absolte Leseempfehlung.
4 kunterbunten Sterne von uns!