Veröffentlicht am 13.03.2026
Das Cover gefällt mir schon mal sehr gut, vor allem der Titel mit den riesigen gelben Buchstaben fällt sofort ins Auge. Auch der Titel "Homesick" an sich finde ich toll und erfrischend neu. Vom pola Verlag ...
Das Cover gefällt mir schon mal sehr gut, vor allem der Titel mit den riesigen gelben Buchstaben fällt sofort ins Auge. Auch der Titel "Homesick" an sich finde ich toll und erfrischend neu. Vom pola Verlag durfte ich bereits einige Bücher lesen und wurde bisher nicht enttäuscht!
Zu Beginn ist mir direkt die tolle Widmung aufgefallen: einerseits widmet die Autorin die Geschichte ihrer Mutter, aber auch allen Menschen, denen es gerade mental und psychisch nicht so gut geht. Man ist auch direkt mitten in der Geschichte drin. Mara erzählt aus ihrer Ich-Perspektive und ist dabei so herrlich ehrlich und lustig, dass ich nicht nur einmal lachen musste. Sie ist eine Protagonistin, in der ich mich selbst gut wieder finden kann als ich 25 Jahre alt war (noch gar nicht so lange her :D). Vermutlich wäre ich genauso blauäugig und naiv auf Wohnungssuche gegangen wie sie. Schnell ist mir aufgefallen, dass Mara sich zu vielen Dingen sofort überreden lässt: ihre Mutter rät ihr zum Wohnungskauf, ihre Freundin Noor überredet sie zum Kauf von Stiefeln, die sie eigentlich gar nicht möchte und Dereks Vorschlag zum Pubbesuch kann sie auch nicht ablehnen. Während Mara mir mit ihrer ehrlichen Art direkt sympathisch ist, ist mir Tom irgendwie unsympathisch. Laut Maras Aussagen hat er kein "Traummann fürs Leben"-Potenzial und beim Wohnungskauf ist er weder wirklich begeistert noch eine große Hilfe. Es kommt mir vor wie ein Umeinander-herum-Tänzeln der beiden, weil keiner den nächsten Schritt wagen oder eine Entscheidung treffen möchte. Auch Derek ist mir unsympathisch mit seiner Art und seinen unangenehmen Annäherungsversuchen. Ich hoffe, dass Mara nicht darauf eingehen wird und sich auch nicht in der Sache mit der Gehaltsanpassung verläuft.
Die Kapitel sind angenehm kurz, denn Mara erzählt die Geschichte mit ihrem trockenen Humor ohne Ausschweifungen und Ausschmückungen. In Mara als Protagonistin können sich sicherlich viele Frauen mit Mitte zwanzig wieder finden: sie hat einen mittelmäßigen Job, gibt zu viel Geld aus, hat zwar einen Freund, lebt aber in einer WG und hat keinen wirklichen Plan für ihr Leben. Vielleicht begibt sie sich mit dem Wohnungskauf mitten hinein in ein neues Kapitel ihres Lebens und findet zu sich selbst und ihren Erwartungen vom Leben? Ich würde mir wünschen, dass sie sich bewusst macht, wie es weiter gehen soll in ihrem Leben, vor allem in Bezug auf Tom, was ja schon im Klappentext angedeutet wird. Sehr gerne würde ich sie auf dieser Reise begleiten und mich in der Leserunde mit den anderen dazu austauschen!