Zunächst ist das Cover unglaublich schön gestaltet und auch das Layout des Romans hat mir sehr zugesagt. Die Seiten sind klar strukturiert und die Kapitel kurz, doch sehr vielversprechend. Es ist meiner ...
Zunächst ist das Cover unglaublich schön gestaltet und auch das Layout des Romans hat mir sehr zugesagt. Die Seiten sind klar strukturiert und die Kapitel kurz, doch sehr vielversprechend. Es ist meiner Meinung nach schwierig in kurzen Kapiteln wirkliche Tiefe aufzubauen, weshalb ich den Hype um kürzere Kapitel, den es aktuell immer noch gibt, nicht immer verstehen kann. Hier jedoch sorgt die schnelle Lesbarkeit für den Eindruck einer schnelllebigen Welt, wie wir sie alle immer mehr erfahren.
Die Geschichte baut emotionale Tiefe auf und bietet viel Indentifikationsfläche. Mara steht, zumindest für mich, für eine ganze Reihe an jungen Frauen, die genau ihre bedrückenden Erfahrungen in ihren Zwanzigern machen müssen und sich irgendwie in der Welt und dem ganzen Strom zurechtfinden wollen. Ich glaube, dass dies eine große Stärke des Buchs ist: die Möglichkeit sich wiederzufinden, selbst zu entdecken und vielleicht auch zu hinterfragen. Das alles ist zumindest mit mir während des Lesens passiert - und das nur auf den ersten 44 Seiten!
Nun bin ich besonders gespannt auf die Entwicklung von Maras Beziehung, die ja mit ihrer steigenden Unabhängigkeit immer weiter zerbrechen zu scheint. Auch der Plot bezüglich ihres übergriffigen Chefs ist sehr interessant, vor allem jedoch sehr wichtig, da er Alltagsübergriffigkeiten und -belästigung thematisiert.