Cover-Bild Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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23,00
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 19.01.2026
  • ISBN: 9783423285285
Alena Schröder

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel

Roman | Der neue Nr.1-Bestseller von Alena Schröder

Was, wenn dein Leben eine Leinwand wäre? Und die Schichten von Farbe Schmerz und Glück?

Güstrow, Mai 1945: Die 14-jährige Marlen liegt zusammengekauert in der Schublade einer Kommode in einem verlassenen Forsthaus. Als sie sich endlich befreit, entdeckt sie dort das unscheinbare Porträt einer jungen Frau. Wilma, die Marlen geholfen hat sich rechtzeitig vor den russischen Soldaten zu verstecken, nimmt die junge Waise bei sich auf. Doch Wilma hat ein Geheimnis, das sie zu zerstören droht. 

Auf zwei Zeitebenen wird die bewegende Geschichte zweier Frauen erzählt, deren Leben durch eine unscheinbar wirkende Leinwand für immer verbunden ist. 

Berlin, 2023: Hannah Borowski ist 34 Jahre alt und alles wäre gut, wenn nicht ihre beste Freundin Rubi plötzlich ausziehen würde. Und wenn nicht plötzlich Hannahs Vater wieder aufgetaucht wäre. Und was wurde aus der wertvollen Leinwand, die einst Hannahs Großmutter gehörte und die sich wie ein roter Faden durch ihr bisheriges Leben zieht?

Emotional, warmherzig, tiefgründig: Alena Schröder spürt in ihrem Roman der Frage nach, was wir unseren Eltern schulden und welches Erbe sie uns mitgeben.


»Fans der Autorin bekommen wie gewohnt dichte und feinsinnig erzählte Lebensgeschichten.« Vanessa Reiber, dpa

»Es hat mich mit Macht hineingezogen in eine Mutter-Tochter-Frauen-und-Familien-Geschichte, aus der man nach 318 Seiten mit dem verträumten Gefühl wieder zu sich kommt, man habe eine Zeitreise gemacht.« Christine Westermann, Der Stern (über Alena Schröders SPIEGEL-Bestseller ›Bei euch ist es immer so unheimlich still‹)


Von Alena Schröder sind außerdem erschienen: 

›Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid‹

›Bei euch ist es immer so unheimlich still‹


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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.02.2026

Generationsübergreifende Geschichte spannender Frauen

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Alena Schröder schreibt mit einer schnörkellosen Klarheit und gleichzeitig einer solchen menschlichen Nähe zu den Charakteren, dass es mich sofort in die Geschichte hineingezogen hat. In der Berliner Gegenwart ...

Alena Schröder schreibt mit einer schnörkellosen Klarheit und gleichzeitig einer solchen menschlichen Nähe zu den Charakteren, dass es mich sofort in die Geschichte hineingezogen hat. In der Berliner Gegenwart treffen wir Hannah wieder, die sich nach dem Abbruch ihrer Promotion mit unerwarteten Familientreffen, fehlenden Zugehörigkeitsgefühlen und ihrem neuen nervigen Mitbewohner rumschlägt. Abwechselnd springt der Roman in die Nachkriegszeit und erzählt die Geschichte von Marlen und Wilma im mecklenburgischen Güstrow.

Die beiden Handlungsstränge könnten sich im Setting kaum mehr unterscheiden und behandeln doch ähnliche Themen rund um Familie, Zugehörigkeit und gegenseitige Verantwortung. Die Protagonistinnen sind allesamt spannende Charaktere - nicht einfach nur starke Frauen, sondern vielseitige Frauen mit Schwächen, in deren Welt man gerne eintaucht. Das titelgebende Ölgemälde, das Hannah im ersten Band der Reihe gesucht und das Marlen in diesem Band findet, verbindet die beiden Handlungsstränge und Zeitebenen. Wie genau, erfährt man erst ziemlich spät.

"Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid" hab ich sehr geliebt, allerdings ist es schon ein paar Jahre her, dass ich das Buch gelesen habe. Dadurch hatte ich nicht mehr alle Details und Charaktere sofort parat. "Bei euch ist es immer so unheimlich still" habe ich bisher noch nicht gelesen. Bei "Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" bin ich trotzdem ohne Probleme mitgekommen.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Eine würdige Fortsetzung, die Lust auf mehr macht

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1945-1961 Güstrow

Wir erleben die Flucht von Marlen, die sich aus einer Familientragödie retten konnte, und anschließend Zuflucht in einem verlassenen Forsthaus findet. Wilma versteckt das 14-jährige ...



1945-1961 Güstrow

Wir erleben die Flucht von Marlen, die sich aus einer Familientragödie retten konnte, und anschließend Zuflucht in einem verlassenen Forsthaus findet. Wilma versteckt das 14-jährige Mädchen in der Schublade einer Bauernkommode vor den Russen. Im Anschluss nimmt die hagere Frau Marlen zu sich nach Hause in ihr Waldhaus. Sie adoptiert das Mädchen und weist sie in die Kunst der Malerei ein. Marlen zeigt viel Talent und hat ein Geheimnis. Damals, in der Schublade im Forsthaus, hat sie versehentlich ein kleines Bild beschädigt, das sie wieder reparieren möchte. Eine junge Frau, am Fenster stehend ...

2023 Berlin

In der Gegenwart erlebt Hannah einen großen Abschiedsschmerz, da ihre beste Freundin Rubi aus der gemeinsamen Wohnung in Berlin auszieht. Rubi erwartet von ihrem Freund Max ein Kind.

Zu ihrer größten Verwunderung meldet sich ihr leiblicher Vater, nachdem er jahrelang den Kontakt zu ihr gemieden hatte.

Alena Schröder bringt die Gefühle der Figuren wunderbar zum Ausdruck; ohne große Gefühlsduselei. Der coole Humor täuscht nicht über die innere Zerrissenheit von Hannah hinweg. Sei es die Unsicherheit gegenüber ihrem Vater oder das Verlassenheitsgefühl, nachdem ihre Freundin ausgezogen war.

Besonders Marlen geht einem ziemlich nahe. Sie trifft im Laufe der Geschichte eine Entscheidung, für die ich ihr sehr großen Respekt zolle. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich gehandelt hätte. Das Leben im Waldhaus war nicht immer leicht für Marlen, da sie nie ein selbstbestimmtes Leben führen konnte. Die alte, schrullige Burgel führte den Haushalt, und Marlen erstellte, nach genauen Anweisungen von der erblindenden Wilma, Bilder. Im Großen und Ganzen verlief das Leben der drei Frauen harmonisch. Nachdem Wilmas Mann aus der russischen Kriegsgefangenschaft zurückkehrte, hing der Haussegen schief.

Die Geschichte wirft viele Fragen auf, die nicht so einfach zu beantworten sind. Wie weit man sich der Familie verpflichtet fühlen muss oder ob man ein selbstbestimmtes Leben führen kann, ohne Rücksicht auf die Angehörigen. Selbst dann, wenn es sich um keine Blutsverwandten handelt.

Der Schreibstil enthält unverkennbar Frau Schröders Handschrift und hat mich wieder mal an die Seiten gefesselt. Alle Figuren sind gut gezeichnet und haben Erkennungswert. Hannahs Gedanken kommen sehr humorvoll und menschlich daher. Bei sämtlichen Situationen konnte ich sie sehr gut nachvollziehen und so manche Situationskomik hat mich zum lächeln gebracht.

Ich empfehle Euch das Buch, wenn ihr gerne Familiengeschichten lest, die wie mitten aus dem Leben gegriffen wirken. Nichts wird hier beschönigt – nichts unnötig dramatisiert. Diese Besprechung enthält nur einen kleinen Teil des Buches. Den Rest zu entdecken lohnt sich.

"Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid." "Bei euch ist es immer so unheimlich still." "Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel."
Diese drei Buchtitel klingen wie eine kleine Kurzgeschichte. Eine klare Empfehlung für alle drei Titel.

Ein herzliches Dankeschön geht an Alena Schröder und den Dtv-Verlag. "Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" war aber noch nicht das Ende, oder? Ich wüsste wirklich sehr gerne, wie es mit Hannah weitergeht.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

ein toller Abschluss dieser Buchreihe

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„Mein ganzes Leben,Öl auf Leinwand ohne Titel“ ist der dritte Band einer Familiengeschichte, die Alena Schröder mit diesem Buch zum Abschluss bringt.
Wie auch in den Vorgängerbänden schreibt die Autorin ...

„Mein ganzes Leben,Öl auf Leinwand ohne Titel“ ist der dritte Band einer Familiengeschichte, die Alena Schröder mit diesem Buch zum Abschluss bringt.
Wie auch in den Vorgängerbänden schreibt die Autorin auf zwei Zeitsträngen, in der Vergangenheit und in der Gegenwart.

Kurz nach dem Krieg entkommt die 15 jährigeMarlen dem Todesstrudel von Demmin. In einem alten Forsthaus bei Güstrow lernt sie Wilma kennen, die sie rettet und unter ihre Fittiche nimmt, denn Marlen’s Mutter hat sich aus Angst vor den Russen das Leben genommen und ihren Bruder und auch Marlen mit in den Tod reißen wollen, Marlen konnte sich retten, ihr Bruder starb.
Zusammen mit der Haushälterin Bergel leben die drei abgeschieden in einem Haus bei Güstrow. Wilmas Mann, ein bekannter Maler, ist verschollen, Wilma glaubt ihn tot, worüber sie nicht traurig ist, denn die Ehe war von Gewalt und Unterdrückung geprägt. Wilma ist selbst Malerin, hatte neben ihrem Mann nie eine Chance. Nun steigt sie zur bekannten Malerin des sozialistischen Realismus auf und Marlen wird ihre Assistentin, auf die sie im Laufe der Zeit immer mehr angewiesen ist, da sie nach und nach ihr Augenlicht verliert. Marlen malt die Bilder nach Wilmas Anleitung, doch auch Marlen ist künstlerisch ambitioniert, was sie aber verschweigt und im Geheimen auslebt an einem Gemälde, dass sie bei ihrer Flucht gefunden hat und auf das sie Schicht für Schicht ihr Leben und ihre Fantasie überträgt.

In der Gegenwart lernen wir Hanna kennen, die wir schon aus dem ersten Buch der Autorin kennen.
Nach Jahrzehnten der Abwesenheit meldet sich Hannahs Vater bei ihr und Hannah fragt sich, was er von ihr will und warum er sich die ganze Zeit nicht um sie gekümmert hat.

Beide Geschichten habe ich gerne gelesen. Hannah, in der Gegenwart war mir sehr sympathisch und ich konnte ihre Gedanken, ihre Gefühle und ihr Handeln sehr gut nachvollziehen.

Sehr berührt hat mich aber auch die Vergangenheitsgeschichte, in der Marlens Leben beschrieben wird, was mich sehr angerührt hat. Ich konnte beide Frauen irgendwie verstehen, fand das Verhalten von Wilma aber schon übergriffig und grenzwertig, da sie das Leben von Marlen nachhaltig beeinflusst hat.

Die Autorin versteht es sehr gut ihre Figuren so zu gestalten, dass man als Leser einen emotionalen Bezug zu ihnen bekommt, was das Lesen für den Leser sehr intensiv und nachhaltig macht. Ihr Schreibstil ist eingängig, ruhig und doch sehr einprägsam.

Wie die einzelnen Geschichten der Bücher der Autorin, die man aber alle unabhängig voneinander lesen kann, zusammenhängen, erfährt man im Epilog dieses Buches. Ich fand es gekonnt.

Ein sehr empfehlenswertes Buch!

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Übermalte Spuren der Vergangenheit

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Alena Schröder hat für mich ein besonderes Talent für Titel, und auch „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ hat mich sofort neugierig gemacht. Nach der Lektüre fühlt sich dieser Titel nicht ...

Alena Schröder hat für mich ein besonderes Talent für Titel, und auch „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ hat mich sofort neugierig gemacht. Nach der Lektüre fühlt sich dieser Titel nicht nur klug gewählt, sondern fast unvermeidlich an, weil er das Wesen des Romans sehr gut trifft. Es geht um ein Leben, das Schicht für Schicht entsteht, immer wieder übermalt wird und doch Spuren des Vergangenen bewahrt.
Die Geschichte entfaltet sich auf zwei Zeitebenen, die sehr unterschiedlich sind. In der Nachkriegszeit lernen wir Marlen kennen, ein vierzehnjähriges Mädchen, das alles verloren hat und bei Wilma Aufnahme findet. Diese Beziehung hat mich besonders bewegt. Wilma ist keine einfache Ersatzmutter, adoptiert Marlen sogar. Sie ist eine widersprüchliche, starke Frau, die ihren Platz in der jungen DDR sucht und sich als Künstlerin behauptet, während ihr eigenes Leben zunehmend aus den Fugen gerät. Die Szenen aus Güstrow gehören für mich zu den stärksten des Buches. Sie sind ruhig und voller Atmosphäre, ohne jemals schwer oder belehrend zu wirken. Marlens langsame Annäherung an die Malerei, ihr Ringen um ein eigenes Selbst und eine eigene künstlerische Stimme und die kleine Leinwand, die sie immer wieder übermalt, haben mich lange beschäftigt. Dieses Bild ist weniger ein künstlerisches Objekt als ein Ort, an dem sich Verlust, Hoffnung und Trotz sammeln und der jungen Marlene Ventil sind.
In der Gegenwart begleiten wir Hannah, die an einem Punkt steht, an dem vieles gleichzeitig wackelt. Die WG zerbricht, die beste Freundin geht einen ganz anderen Weg und plötzlich meldet sich ein Vater, der bisher nur eine Leerstelle war. Hannah habe ich als sehr menschlich empfunden, manchmal zögerlich, manchmal fast passiv, aber genau das machte sie für mich glaubwürdig. Nicht jede Figur muss laut oder durchsetzungsstark sein. Ihre Unsicherheit und ihr inneres Struggeln haben mich berührt. Auch Nebenfiguren wie Justus mit seiner esoterischen Art wirkten auf mich zwar leicht überzeichnet, sorgten aber immer wieder für kleine, ehrliche Schmunzler.
Die Verbindung zwischen den beiden Zeitebenen ist die titelgebende, kleine Leinwand. Ich gebe zu, dass ich mir hier stellenweise eine stärkere Verzahnung der Zeitebenen gewünscht hätte. In der Vergangenheit ist das Gemälde emotional aufgeladen und zentral, während es in der Gegenwart eher wie ein fernes Echo, ein kleines Assessoire auftaucht. Trotzdem hat mich diese Zurückhaltung im Heute nicht gestört, sondern eher dazu gebracht, über die stillen Weitergaben zwischen Generationen nachzudenken. Da wird was verschwiegen wird, geht etwas verloren oder wird erst viel später verstanden.
Am Ende blieb bei mir kein großes dramatisches Gefühl, sondern etwas Warmes, Nachhallendes. Ich war fast ein wenig traurig, das Buch aus der Hand zu legen, weil ich gerne noch länger bei Marlen und Hannah geblieben wäre. Für mich ist „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ ein ruhiger, kluger Roman über Frauen, Kunst und das Weiterleben nach Brüchen, nicht perfekt, aber sehr ehrlich und berührend erzählt.

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Sehr besonders

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Mit "Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" liegt ein sehr besonderer Roman von Alena Schröder über zwei sehr unterschiedliche Frauen in verschiedenen Zeiten vor: Einmal das Flüchtlingsmädchen ...

Mit "Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" liegt ein sehr besonderer Roman von Alena Schröder über zwei sehr unterschiedliche Frauen in verschiedenen Zeiten vor: Einmal das Flüchtlingsmädchen Marlen, das 1945 Unterschlupf bei einer Malerin und einer älteren Frau findet und dann zweitens die junge Hannah in der Gegenwart, die beginnt ihre Familiengeschichte zu recherchieren. Die beiden Perspektiven wechseln sich regelmäßig ab, verbindend ist nur ein Bild und die Stadt Güstrow. Die Geschichten werden voller Wärme, Lebendigkeit, Tragik, aber auch Hoffnung erzählt, so dass mensch sich in die verschiedenen Schicksale gut hinein finden kann. Der Schreibstil zieht die Lesenden direkt in ihren Bann und lässt sie nicht wirklich wieder los. . Der Titel erschien mir zu Beginn etwas sperrig, je mehr ich aber eingetaucht bin, desto mehr hat er sich für mich mit Leben gefüllt. Auch das Cover finde ich sehr besonders und richtig passend für dieses Buch. Am Ende habe ich mich dann auch gefragt, wie mein Leben als Bild aussehen könnte.

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