Cover-Bild An jenem Tag in Paris
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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Pendo Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 03.05.2021
  • ISBN: 9783866124943
Alex George

An jenem Tag in Paris

Roman
Sabine Thiele (Übersetzer)

Ein Tag in der Stadt der Lichter. Eine Nacht auf der Suche nach der verlorenen Zeit.
Paris, 1927. Eine Stadt, die von berühmten Künstlern, Schriftstellern und Musikern wimmelt, ein wahrer Schmelztiegel des Genies. Inmitten dieser schillernden Stadt ringen vier ganz normale Menschen mit ihren Geheimnissen: die ehemalige Haushälterin von Marcel Proust, die heimlich eines seiner Tagebücher behalten hat und es jetzt verzweifelt sucht; ein Journalist, der nicht aufhören kann, in den Gesichtern der Pariser nach etwas ganz Bestimmtem Ausschau zu halten; ein liebeskranker Künstler, dessen einzig geldbringendes Gemälde eigentlich unverkäuflich ist; und ein armenischer Flüchtling, der Tag für Tag ein ungewöhnliches Marionettentheater betreibt. Ihre Wege werden sich im Laufe eines einzigen Tages auf unvergessliche Weise kreuzen …

Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an Paris, eine anspruchsvolle Erzählung auf höchstem Niveau und zugleich ein wunderschön betörendes und raffiniert geschriebenes Werk, in dem Gertrude Stein, Josephine Baker und Ernest Hemingway zur Abwechslung einmal die Nebenrollen spielen. Perfekt für die Leser von Christy Lefteri und Anthony Doerr! 

»Faszinierend ... Indem er fiktive Charaktere und historische Figuren mit der gleichen Lebendigkeit heraufbeschwört und sich wiederholende Motive klug einsetzt, vereint George seine Erzählstränge in einer überraschenden und doch völlig überzeugenden Auflösung. Elegant und eindringlich, wird dieses Buch einen besonderen Reiz für Paris-Liebhaber und Fans von Paula McLains ›Madame Hemingway‹ haben.« Publishers Weekly

»Was für ein Konzept! George springt gekonnt zwischen verschiedenen Plots hin und her und führt sie im Laufe des Abends immer näher zusammen. Der Zunder ist gelegt und das Feuer wird entfacht, während die Handlung im ausgelassenen Nachtleben von Montmartre gipfelt.« The New York Times

»Ein aus dem Feuer gezogenes Notizbuch, ein vermisstes Kind, eine belastende Schuld, eine traumatische Erinnerung: Aus diesen Elementen entwirft Alex George meisterhaft eine Geschichte von verzweifelten, trauernden Menschen, die Trost, Erlösung und Antworten auf die Fragen suchen, die sie plagen. Wie Anthony Doerrs ›Alles Licht, das wir nicht sehen‹, zeichnet ›An jenem Tag in Paris‹ die Brutalität des Krieges und seine anhaltenden Nachwirkungen mit filmischer Intensität nach. Das Ende wird Sie sprachlos machen.« Christina Baker Kline, Autorin des Bestsellers »Der Zug der Waisen«

»George schreibt ergreifend über menschliche Beziehungen, über verlorene und wiedergefundene. Seine lebendige Schilderung der Leben, die sich im Paris des frühen 20. Jahrhunderts kreuzen, wird Sie mit seiner Poesie begeistern und mit seiner Menschlichkeit berühren. Die Hauptfiguren sind so schön gezeichnet, dass sie Ihnen noch lange nach dem Ende der Geschichte im Gedächtnis bleiben werden.« Melanie Benjamin, Autorin von »Die Königin des Ritz«

»Eine vollkommen fesselnde Geschichte! Alex George beschwört auf brillante Weise eine Zwischenkriegswelt voller unvergesslicher Figuren herauf. Ein Buch mit Paris als Herzstück, das ich gelesen habe ohne innezuhalten, weil ich unbedingt herausfinden wollte, ob diese wunderbaren Figuren dem Schmerz ihrer Vergangenheit würden entkommen können.« Will Schwalbe

Der gebürtige Engländer Alex George studierte Rechtswissenschaften an der Universität Oxford. Als Jugendlicher ging er in den nördlichen Vororten von Paris zur Schule, später arbeitete er als Wirtschaftsanwalt in Paris und London. Mittlerweile lebt er mit seiner Familie im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten. Er ist Gründer und Leiter des »Unbound Book Festival« und Inhaber einer unabhängigen Buchhandlung in der Innenstadt von Columbia, Missouri.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2022

Geht unter die Haut

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Mir geht es wahrscheinlich wie vielen im Moment, Ruhe zu finden und die Gedanken mal für einen Moment auszublenden, fällt schwer. Das ist mir bei meinem letzten Buch, „An jenem Tag in Paris“ auch nur bedingt ...

Mir geht es wahrscheinlich wie vielen im Moment, Ruhe zu finden und die Gedanken mal für einen Moment auszublenden, fällt schwer. Das ist mir bei meinem letzten Buch, „An jenem Tag in Paris“ auch nur bedingt gelungen. Einerseits, weil es wahrscheinlich gar nicht möglich ist. Andererseits, weil einige der Erzählstränge so unfassbar viel gemeinsam mit den aktuellen Ereignissen in der Ukraine haben. Also Vorsicht, lasst euch von dem leuchtend orangefarbenen Aufkleber auf dem Cover nicht täuschen, auf dem „Bezaubernd“ steht. Meiner Meinung nach, könnte man das Buch nicht untreffender beschreiben. Es ist emotional, atmosphärisch, erschütternd, bewegend, einfach gut und völlig anders als erwartet. Aber nicht bezaubernd. Wer es bezaubernd findet, erkennt nicht die Tiefe der Themen, die dieses Buch zu bieten hat – oder er ignoriert sie. Sieht den Schmerz der einzelnen Protagonisten nicht, ihre Suche nach innerem Frieden, ihre Kämpfe mit der eigenen Schuld.

Es ist eine anspruchsvolle Geschichte, in der nicht die Stars der schillernden 1920er-Jahre die Helden von Paris sind, sondern vier einfache Pariser Bürger. Alle gekennzeichnet von der ganz eigenen Tragik ihres Lebens, alle auf der Suche – alle vereint ein innerer Kampf und dieses Fünkchen Hoffnung, an die sie sich noch klammern. Ob und wie diese einzelnen Schicksale zusammenhängen, erfährt der Leser erst vollständig am Ende des Romans. Beeindruckt hat mich, wie es dem Autor auf berührende Art und Weise gelingt, seine Protagonisten mit einem gewinnenden Charme auszustatten, der sie gleichzeitig zerbrechlich und stark erscheinen lässt. Und darüber hinaus ist das Buch auch eine melancholische Liebeserklärung an Paris.

Ganz klar, von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐ (5 von 5 Sterne).

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Veröffentlicht am 21.05.2021

Auf der Suche

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Paris 1927. Vier Menschen, die sich nicht kennen, deren Schicksale trotzdem miteinander verbunden sind. Der Leser begegnet dem Armenier Souren Balakian, der 1916 aus Ostanatolien flüchtet musste. Warum ...

Paris 1927. Vier Menschen, die sich nicht kennen, deren Schicksale trotzdem miteinander verbunden sind. Der Leser begegnet dem Armenier Souren Balakian, der 1916 aus Ostanatolien flüchtet musste. Warum nach Paris? Dass es hier 300 Käsesorten gibt, fasziniert ihn. Als Puppenspieler erzählt er tragische Geschichten.
Jean-Paul Maillard ist Journalist und arbeitet an einer Interviewserie über Amerikaner in Paris. Er sucht seine Tochter.
Guillaume Blanc ist ein verschuldeter liebeskranker Maler. Er hofft, dass die reiche Kunstmäzenin Gertrude Stein ihn unterstützt.
Camille Clermont ist die ehemalige Haushälterin von Marcel Proust und besitzt etwas sowohl Wertvolles als auch Gefährliches von ihm.
Alex George beschreibt ein interessantes Paris, klangvolle Namen wie Josephine Baker, Sidney Bechet, Ernest Hemingway oder Picasso beleben die Geschichte. Seine Protagonisten sind sehr unterschiedlich, verzweifelt, hoffnungsvoll, einsam. Alle sind auf der Suche nach etwas Bestimmten. Zunächst verwirrend, zeichnen sich geschickt ausgearbeitete Zusammenhänge ab. Emotional, beeindruckend, mit unerwartetem Ende.
Nicht einfach zu lesen, gut ausgedacht, ausführlich.
Verlegt von Pendo, ein Imprint von Piper. Aus dem Englischen von Sabine Thiele.

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Veröffentlicht am 15.05.2021

Ein einziger Tag

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„An jenem Tag in Paris“ ist ein anspruchsvolles, forderndes aber sehr lohnenswertes Buch. Alex George beginnt seine Geschichte mit verschiedenen Erzählsträngen, führt diese abwechselnd und teils auf unterschiedlichen ...

„An jenem Tag in Paris“ ist ein anspruchsvolles, forderndes aber sehr lohnenswertes Buch. Alex George beginnt seine Geschichte mit verschiedenen Erzählsträngen, führt diese abwechselnd und teils auf unterschiedlichen Zeitebenen fort und lässt am Ende schließlich alle Fäden zusammenlaufen. Wie bei einem Puzzle mit einem unbekannten Motiv ergibt sich erst nach und nach ein komplettes Bild. Der Leser bleibt lange Zeit im Ungewissen, kann zwar über die Zusammenhänge spekulieren, doch der Autor gibt weitere Informationen erst Preis, wenn die richtige Zeit dafür gekommen ist. Mir hat dieses raffinierte Erzählkonzept sehr gut gefallen. Die Story selbst ist fesselnd, es geht um menschliche Beziehungen, Geheimnisse, Verluste und das Wiederfinden.

Zu den vier Protagonisten erhält der Leser dabei unterschiedlich viele Informationen. So wird bei einem Darsteller bereits sehr früh seine Vergangenheit offengelegt, bei anderen muss der Leser sich etwas gedulden bis er die Geheimnisse erfährt. Alex George integriert in seine Geschichte auch historische Figuren, wie Ernest Hemingway oder Maurice Ravel. Eine große Bühne erhalten sie aber nicht, sondern werden nur ganz nebensächlich in die Handlung eingeflochten, erscheinen dadurch aber umso lebendiger. Die Fülle an Namen und Charakteren macht es nicht ganz einfach den Überblick zu behalten und manchmal musste ich ein paar Seiten zurückblättern um die Personen wieder in den richtigen Kontext zu setzen.

Das Paris des frühen 20. Jahrhundert spielt im Buch eine besondere Rolle, man kann sich die damalige Stadt mit den lebendigen Straßen und schillernden Clubs sehr gut vorstellen.

Fazit
Eine Leseempfehlung für alle Freunde anspruchsvoller Literatur und Paris-Liebhaber.

Veröffentlicht am 01.05.2022

Was macht Leben aus?

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Umgeben von Klängen der Melancholie und Träumen rieselt der Roman wie Puderschnee zwischen den Zeilen des Lesers. Immer die Hoffnung nicht aufzugeben, wagen und am Ende doch glücklich oder traurig sein; ...

Umgeben von Klängen der Melancholie und Träumen rieselt der Roman wie Puderschnee zwischen den Zeilen des Lesers. Immer die Hoffnung nicht aufzugeben, wagen und am Ende doch glücklich oder traurig sein; so lässt sich dieser Roman sehr gut zusammenfassen. Das Cover ist bunt gestaltet. Auf grünem Hintergrund erkennt man ein Treppenhaus, in dem eine Person abwärts schreitet. Der Klappentext ist prägnant, ohne ausführlich zu sein und bereitet einen als Leser gut auf das Handlungsgeschehen vor. In der Story geht es in einzelnen Geschichten über vier besondere Protagonisten, welche auf unterschiedliche Weise am Ende der Handlung eine Gemeinsamkeit aufweisen. Da ist zum einen Guillaume, ein Maler welcher unsterblich verliebt ist und immer wieder von der Hoffnung getrieben ist, diese eine wahre Liebe zu der Kunst und zu einem Menschen zu finden. Ein weiterer Hauptprotagonist ist Jean-Paul, ein Journalist, welcher auf der Suche nach den „wahren“ Geschichten des Lebens ist. Auf seiner Suche vergisst Jean-Paul sehr oft das wesentliche was ihm in seinem Leben geblieben ist. Eine weitere wichtige Darstellerin ist die junge Mutter Camille, welche als Haushälterin des berühmten Schriftstellers Marcel Proust ein mysteriöses Geheimnis mit sich trägt. Camille begleitet diesen Roman mit einer besonderen Mischung aus Hartnäckigkeit sowie Demut und versucht anhand der besonderen Begegnung mit Marcel Proust (Autor des Werkes „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“) Kraft für ihr weiteres Leben zu schöpfen. Der letzte wesentliche Darsteller der Geschichte ist der junge „Puppenspieler Souren Balakian“. Dieser wurde zu meiner absoluten Lieblingsfigur in der Handlung. Als Armenier aus seinem Heimatland aufgrund des brutalen Krieges zwischen Armenien und der Türkei geflohen, verarbeitet er sein Trauma in seinen Aufführungen. Er wird ein Teil dieser Puppen und lebt sein Leben, aber auch seine brutale Vergangenheit in ihnen.

Der Aufbau der Geschichte ist stringent und sehr gut verständlich dargestellt. Die Handlung spielt in zwei Zeitsträngen und ist wegen ihrer geradlinigen Erzählung für den Leser sehr gut nachvollziehbar. Der Schreibstil des Autors ist bildhaft, leicht verspielt und mit einer großen Prise Melancholie verbunden. Die Übersetzung der Zeilen ist trefflich mit viel Gefühl und Sinn für Details gelungen. Der Roman richtet sich an alle Leserinnen und Leser, welche an Literatur und am Kunstleben Interesse haben. Das Fazit des Romans ist sehr positiv. Diese Geschichte ist eine Ode an das Künstlerleben des Paris der 20er Jahre. Die Kunst des Schaffens liegt nicht in seinem „Wirken“, sondern in seiner Wirkung. Eine klare Leseempfehlung für alle Freunde der Kunst und seiner vielen kleinen Besonderheiten sowie den Freunden an die Frage: Was macht Leben aus?

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