Cover-Bild Niemand weint um dich

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8,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 14.05.2018
  • ISBN: 9783641224639
Alex Marwood

Niemand weint um dich

Roman
Barbara Häusler (Übersetzer)

Als die kleine Coco während eines Urlaubs verschwindet, bricht nicht nur ihre Familie auseinander, sondern es entfesselt sich auch ein absurder Pressehype, der das gesamte Umfeld mit sich reißt. Cocos Eltern sind wohlhabend und einflussreich, ebenso wie ihre Freunde, mit denen sie am Meer gefeiert haben. Doch was geschah wirklich mit Coco?

An zwei beklemmenden Wochenenden - das erste, an dem Coco verschwindet, das zweite 12 Jahre später, als ihr Vater beerdigt wird - kommt das dunkle Geheimnis um Coco Stück für Stück ans Licht ...





Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 2 Regalen.
  • 1 Mitglied hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.06.2018

Ein enttäuschender und nicht empfehlenswerter Thriller! Vom Thriller-Gefühl fehlt jede Spur!

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So, was soll ich sagen. Ich habe mir von diesem Buch wirklich einen spannenden Thriller erwartet und was habe ich bekommen? Ein langweiliges Buch ohne jegliche Spannung. Die meiste Zeit geht es darum, ...

So, was soll ich sagen. Ich habe mir von diesem Buch wirklich einen spannenden Thriller erwartet und was habe ich bekommen? Ein langweiliges Buch ohne jegliche Spannung. Die meiste Zeit geht es darum, was für ein arroganter und selbstgefälliger Typ Sean Jackson doch ist und wie weit man mit einer Lüge kommen kann. Die Idee der Geschichte hätte in meinen Augen wahnsinniges Potenzial gehabt, was leider nicht ausgeschöpft wurde. Die ersten paar Seiten feuerten mich noch richtig an. Sie bestanden aus Zeugenaussagen, wann Coco das letzte mal gesehen wurde. Doch dann lies es schlagartig nach. Es gliederte sich in die verschiedenen Zeitstränge auf und verlor mehr und mehr an Spannung. Der Zeitstrahl, welcher die Vergangenheit beschreibt, beschreibt lediglich die Feierei und Rücksichtslosigkeit der Erwachsenen. Einzig die letzten zehn Seiten dieses Zeitstrangs beschrieben was wirklich mit Coco geschehen war. Der zweite Zeitstrang war nicht wirklich besser. Hier entdeckt Mila ein großes Geheimnis, nur um am Ende doch wieder angelogen zu werden. Mein Glück war es, dass das Buch nur knapp 300 Seiten hat und somit relativ schnell durchgelesen war.
Der Titel allerdings ergibt nun für mich großen Sinn, denn in diesem Buch bekommen Coco und ihr Verschwinden nicht die verdiente Aufmerksamkeit.

Veröffentlicht am 05.06.2018

Was mit Coco geschah...

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Sean Jackson und seine Frau Claire wollen Seans 50. Geburtstag mit einer rauschenden Party in einem Strandhaus in England und Seans Freunden feiern. Alle bringen ihre Kinder mit, darunter sind auch die ...

Sean Jackson und seine Frau Claire wollen Seans 50. Geburtstag mit einer rauschenden Party in einem Strandhaus in England und Seans Freunden feiern. Alle bringen ihre Kinder mit, darunter sind auch die Töchter aus Seans erster Ehe, India und Camilla, sowie die Kinder, die er mit Claire hat, die Zwillinge Coco und Ruby. Die große, mehrtägige Party ist gezeichnet von dem Ehestreit zwischen Sean und Claire, denn in der Ehe der beiden kriselt es heftig. Als Claire dann, als der Streit endgültig eskaliert,  das Strandhaus verlässt um zurück nach London zu fahren, passiert der Albtraum aller Eltern: Die kleine Coco verschwindet. 

Schnell wird eine weltweite Suchaktion nach dem Kleinkind gestartet, doch sie wird nie gefunden. 

Dreizehn Jahre später ist Sean Tod und Camilla kommt langsam aber sicher hinter das Geheimnis um Cocos Verschwinden.... 

Ein Buch voller Manipulation, Pflichtbewusstsein gegenüber Kindern und einer dramatischen Geschichte... 

Der Aufbau des Buches hat mir sehr gefallen. Es beginnt mit einigen Zeugenberichten zu dem Fall "Coco", woraufhin verschiedene Sichtweisen von den Tagen im Strandhaus an Seans Geburtstag und von den Tagen nach Seans Tod  folgen. Man hat unglaublich viele Charaktere, welche aber im Grunde alle eine große Rolle in der Geschichte spielen. Obwohl ich das Buch nur bis circa Seite 100 anlesen wollte, hatte ich es nach wenigen Stunden komplett durchgelesen. Durch den Schreibstil und die Charaktere konnte ich einfach nicht aufhören, bis ich wusste, was mit Coco geschah. Und das Buch ist mir auch noch Tage danach im Gedächtnis geblieben und ich bin erschüttert von den Dingen, die der Leser auf den letzten Seiten erfährt. 

Ich empfehle das Buch wirklich jedem. Wer allerdings nicht mit vielen Charakteren und einem doch sehr unübersichtlichen Aufbau zurecht kommt, der wird an diesem Buch denke ich wenig Freude haben. 

Meine Bewertung: 4/5

Die Rezension entstand im Zusammenarbeit mit dem Heyne  Verlag und enthält Werbung für "Niemand weint um dich" von Alex Marwood. 

Veröffentlicht am 21.05.2018

Braucht Anlaufzeit...

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Sean Jackson feiert seinen 50. Geburtstag mit seinen besten Freunden und seiner Familie in seinem frisch renovierten Ferienhaus auf der Halbinsel Sandbanks bei Bournemouth.
Es kriselt heftig zwischen seiner ...

Sean Jackson feiert seinen 50. Geburtstag mit seinen besten Freunden und seiner Familie in seinem frisch renovierten Ferienhaus auf der Halbinsel Sandbanks bei Bournemouth.
Es kriselt heftig zwischen seiner Ehefrau Claire und ihm, denn er kann die Finger einfach nicht von anderen Frauen lassen. Die Partygesellschaft dröhnt sich zu und feiert ordentlich. Am nächsten Morgen ist die dreijährige Coco verschwunden.
12 Jahre später treffen sich Cocos Zwillingsschwester Ruby und die erheblich ältere Stiefschwester Mila um zur Beerdigung ihres Vaters zu fahren. Noch immer liegt der Verlust von Coco schwer auf der Familie und den Freunden.

Wer den offiziellen Klappentext gelesen hat und mit meiner Zusammenfassung vergleicht, erkennt vielleicht, dass ich den Fokus des Buches anders lege. Zu Beginn geht es los mit Zeugenaussagen zum Verschwinden von Coco. So liegt die Aussage des ehemaligen Kindermädchens und von Bauarbeitern vor. Auch eine Rundmail von Cocos Patentante Maria, die die Öffentlichkeit anfleht, nach der Dreijährigen zu suchen, respektive sich zu melden, wenn man Infos hat.
Und das war es dann auch über weite Strecken mit der Entführungsgeschichte. Denn danach liegt der Fokus ganz klar auf anderen Punkten. So werden zum Beispiel die verschiedenen Beziehungen erörtert. Die, der Freunde untereinander, unter den Ehepartnern, jedoch auch von den Vätern zu ihren Kinder. Und auch Seans Hang zu Abwechslung Punkto Beziehungen und Ehefrauen.
Wer einen spannenden, Gänsehaut erzeugenden und blutigen Thriller sucht, wird hier enttäuscht sein. Denn das Gewicht wurde eher auf Zwischenmenschliches gelegt.
Sehr verwirrend waren zu Beginn die Perspektiv und Zeitenwechsel. Die Kapitel, die an dem Geburtstagswochenende spielen, sind zwar klar deklariert. Doch leider nicht chronologisch geordnet und meiner Meinung nach chaotisch aufgebaut. Abgewechselt werden diese Kapitel von Kapiteln, die nicht deklariert sind. Hier habe ich zu Beginn sage und schreibe erst zwei Seiten lesen müssen, bis endlich mal ein Name erwähnt wird und man sich zusammen reimen kann, wer denn da in Ich Perspektive und in welcher Zeitzone erzählt. Wobei die Zeitzone auch erst nach einem weiteren Kapitel klar war….meiner Meinung nach wurde die chronologische Ordnung und die Deklaration der Kapitel ungenügend umgesetzt. Zusätzlich Verwirrung hat gestiftet, dass die selbe Person am Geburtstagswochenende Milly genannt wird und in den Kapiteln in Ich Perspektive 12 Jahre später Mila.
Mich haben einige Handlungen entsetzt und somit beschäftigt. Wie zum Beispiel, dass die Erwachsenen sich an dem Feierwochenende zudröhnen, obwohl ihre teilweise noch kleinen Kindern zugegen sind. Oder wie sie fahrlässig dafür sorgen, dass sie Ruhe vor ihren Kindern haben.
Diese Atmosphäre empfand ich als bedrohlich, gefährlich und hat mich emotional mitgerissen. Meiner Meinung nach sind die (erwachsenen) Figuren praktisch alle psychisch gestört. Vom drogensüchtigen Arzt, über den Vater, der einen Seitensprung vor den Augen seiner Frau begeht, bis zu der Mutter, die nach dem Aufdecken des Seitensprungs ohne ihre Kinder davonfährt. Am besten haben mir die erwachsene Mila und die 15jährige Ruby gefallen. Die empfand ich als normal und nicht überzeichnet charakterisiert.
Die Auflösung, was mit Coco geschehen ist, hat mich kalt erwischt. Eigentlich wurde auf diese Auflösung hingearbeitet und ich hätte es sehen und ahnen müssen. Dem war nicht so und Alex Marwood hat da bei mir für eine Ueberraschung gesorgt...und genau die war es, die noch mal einiges in meiner Einschätzung rausgeholt hat.