Cover-Bild Der Tote vom Großen Meer. Ostfrieslandkrimi
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11,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Klarant
  • Themenbereich: Belletristik - Kriminalromane und Mystery
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 220
  • Ersterscheinung: 17.01.2020
  • ISBN: 9783965861220
Alfred Bekker

Der Tote vom Großen Meer. Ostfrieslandkrimi

Eine tödliche Schießerei zerstört die Idylle am Großen Meer in Ostfriesland. In dem Erholungsgebiet, wo sonst Camper und Wassersportler ihren Urlaub genießen, werden drei Menschen brutal aus dem Leben gerissen. Einer der Toten wird für Kommissar Steen und sein Team von der Kripo Emden schnell zum Schlüssel des Falls. Der unheimliche Bärtige hielt sich mit seinem Wohnmobil zuletzt am Großen Meer auf, doch er passte einfach nicht hierher. Die Ermittlungen bringen den Schock darüber, mit wem sie es hier im beschaulichen Ostfriesland wirklich zu tun haben! Oder liegen die Dinge doch ganz anders, als es scheint? Gerade als Kommissar Steen dabei ist, das Rätsel zu entschlüsseln, nimmt der Fall in der Küstenstadt Norden eine entscheidende Wendung …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.02.2020

Ein komplexer Kriminalfall, in dem nichts ist wie es scheint

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Hierbei handelt es sich um den fünften Band , der Reihe rund um Kommissar Steen. Für mich ist es jedoch der erste aus dieser Reihe. Die Bände sind jeweils unabhängig voneinander lesbar, da die Bände in ...

Hierbei handelt es sich um den fünften Band , der Reihe rund um Kommissar Steen. Für mich ist es jedoch der erste aus dieser Reihe. Die Bände sind jeweils unabhängig voneinander lesbar, da die Bände in sich abgeschlossen sind und man als Quereinsteiger keine Probleme mit der jeweiligen Handlung hat.

Der Klappentext klang für mich ziemlich interessant, so daß ich unbedingt mehr darüber erfahren wollte.
Schon beim Einstieg fließt Blut, was das Adrenalin sofort in die Höhe schnellen lässt.
Das dies kein einfacher Kriminalfall ist, wird schon bald mehr als ersichtlich.
Denn die Spuren führen immer wieder in unterschiedliche Richtungen und auch “der Bärtige” hat eine sehr interessante Vergangenheit, die ihren Teil dazu beiträgt.
Kommissar Steen hat alle Hände voll zutun und an seiner Seite, Ihno, den ich einfach sofort ins Herz geschlossen habe. Er hat einfach eine sehr menschliche, natürliche und sympathische Art an sich, die ich einfach unglaublich mochte. Zudem brachte er mich immer wieder zum schmunzeln, was das Geschehen ungemein aufgelockert und belebt hat. Aber auch andere Charaktere haben mich mit ihrer authentischen und erfrischenden Art unglaublich begeistert.
Man kann sich wundervoll in sie hineinversetzen und ihre Handlungen sowie Gedankengänge nachvollziehen.
Neben einem brisanten Kriminalfall, besticht dieser Roman mit typischen ostfriesischen Flair. Man fühlt sich dadurch sofort wohl und würde sich am liebsten den Wind um die Nase wehen lassen.
Die Namen der Charaktere allerdings haben mich anfangs ziemlich durcheinander gebracht, weil ich sie mir nie merken konnte.
Ebenso musste ich mit Steen erst warm werden. Er hat eine sehr raue und etwas brummige Art an sich, die nicht jedem zusagt. Aber er hat mich mit seiner Art zu ermitteln wirklich beeindruckt und teilweise auch schockiert. Man könnte meinen , er habe überhaupt keine Angst, was allerdings auch den Gegenüber ziemlich aus dem Tritt bringt und somit eindeutig für Steen spricht. Darüber hinaus erfährt man auch zumeist seine Perspektive, was ihn gleich viel greifbarer macht.

Alfred Bekker versteht es die Spannung kontinuierlich oben zu halten. Dabei sollte man sich klar darüber sein, dass dieser Roman von detaillierten und sehr gut ausgearbeiteten Ermittlungen lebt und die zwischenmenschlichen Aspekte etwas außen vor bleiben. Was natürlich etwas schade ist. Dadurch erlebt man die Abgründe jedoch viel intensiver und kann sich ein besseres Bild von allem machen.
Der Schreibstil des Autors war für mich sehr angenehm. Leicht, fordernd, aber auch sehr packend.
Die Handlung selbst war total unvorhersehbar, da man keine Ahnung hatte, worauf es tatsächlich hinauslaufen würde.
Der Autor hat hier einige Wendungen eingebracht, die ich definitiv nicht erwartet habe und die dem Ganzen nochmal eine ganz neue Richtung gegeben haben.
Steen brilliert in seiner Funktion und hat mich wirklich überrascht.

Alles in allem ein toller Ostfrieslandkrimi der durchaus als brisant einzustufen ist, aber auch zeigt wie angreifbar und verletzlich man als Mensch ist. Dadurch fühlt man auch unglaublich mit den Menschen mit.
Mich hat dieser Kriminalfall sehr gefordert und auf Trab gehalten.
Interessant, voller Facetten und Ausdruck.
Für jeden Fan von Kriminalromanen definitiv ein Genuss.

Fazit:

Der fünfte Band rund um Kommissar Steen hat mich ziemlich in Atem gehalten und einiges an Kraft gefordert.
Ein komplexer Kriminalfall, in dem nichts ist wie es scheint und die Positionen immer wieder neu angeordnet werden.
Alfred Bekker punktet mit Spannung , psychologischen Aspekt und einem Kommissar, der wirklich beeindruckt und überrascht.
Fast perfekt, die Emotionen hätten für mich gern noch stärker hervortreten können.
Für jeden Fan von Kriminalromanen definitiv ein Genuss.

Veröffentlicht am 19.01.2020

Ostfriesland ist keine Idylle mehr

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Der neue Krimi „ Der Tote vom Großen Meer“ von Alfred Bekker ist der 5. Fall für Kommissar Steen und der erste Fall dieses Autors für mich. Der Beginn ist dramatisch – gleich drei erschossene Menschen ...

Der neue Krimi „ Der Tote vom Großen Meer“ von Alfred Bekker ist der 5. Fall für Kommissar Steen und der erste Fall dieses Autors für mich. Der Beginn ist dramatisch – gleich drei erschossene Menschen in zwei Kapiteln.
Schauplatz ist die Gegend um das „Große Meer“, ein natürlich entstandener Niedermoorsee, der zwischen Aurich und Emden liegt. Hier auf einem Campingplatz sind viele Urlauber und nun dieser rätselhafte Fall, der Kommissar Steen und seinem Team Einiges abverlangt.

Einen der Toten, einen in der Gegend ansässigen Landwirt, erkennt die Polizistin Altje sofort. Die anderen beiden können bald nach ersten Ermittlungen auch identifiziert werden. Einer gilt als islamistischer Gefährder und ist für das BKA kein Unbekannter. Doch leider hatte man dort seine Spur verloren, bis er als Toter in Ostfriesland gefunden wurde.
Weitere Recherchen führen die Ermittler zu einem in Bremen ansässigen Clan. Welche Ziele werden in Ostfriesland verfolgt und welche Rolle spielt ein Mann mit einer markanten Narbe im Gesicht?

Erzählt wird eine komplexe und phantasievolle Geschichte mit Liebe zum Detail. Überraschungen unterschiedlicher Art und unerwartete Wendungen bringen Spannung. Aufgelockert wird der Fall durch die Kollegen des Kommissars. Altje, die im Nebenerwerb auf dem Hof ihrer Eltern tätig ist, kennt die Ortsansässigen und ihre Geschichten genau, manchmal zu genau für den Geschmack ihres Chefs. Ein anderer Kollege, Ihno Purwin, läuft kurz vor seiner ersehnten Pensionierung noch einmal zur Höchstform auf und kann seinem Chef ein ebenbürtiger Partner werden.

Außerdem ist da noch der Journalist Tammo Tjaden von der Lokalpresse, der immer wieder den Weg von Kommissar Steen kreuzt, sich aber dieses Mal erstaunlicherweise als kooperativ und nützlich für den Fall erweist.

Die Kriminalgeschichte ist gut durchdacht und in sich schlüssig gelöst. Die Personen sind authentisch und ihre Handlungsweisen nachvollziehbar. Der flotte Schreibstil liest sich ausgezeichnet.

Fazit:
Ein kurzweiliger Krimi mit viel Lokalkolorit, der von Beginn an unterhält und mit einigen unerwarteten Wendungen punkten kann. „Der Tote vom Großen Meer“ ist gelungen und Lesevergnügen pur. Spannend und unterhaltsam – deshalb vergebe ich gern 5 Sterne und empfehle das Buch allen Freunden von guten Ostfrieslandkrimis.

Mein Dank gehrt an den Klarant-Verlag, der mir kostenlos ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Meine ehrliche Lesermeinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 16.01.2020

Ein verworrener Fall

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Der Binnensee „Großes Meer“ gehört zur Gemeinde Südbrookmerland. Es ist ein idyllischer Ort für Wassersportler und Camper. Doch die Idylle wird durch eine Schießerei getrübt, bei der es drei Tote gibt. ...

Der Binnensee „Großes Meer“ gehört zur Gemeinde Südbrookmerland. Es ist ein idyllischer Ort für Wassersportler und Camper. Doch die Idylle wird durch eine Schießerei getrübt, bei der es drei Tote gibt. Der bärtige Tote, der mit einem großen Wohnmobil unterwegs war, ist schnell identifiziert. Was die Polizei über ihn herausfindet, ist besorgniserregend. Doch wieso hat er sich so auffällig verhalten? Je mehr Kriminalhauptkommissar Ebbo Steen und seine Kollegen herausfinden, umso verworrener wird alles.
Dies ist bereits der fünfte Fall für Kriminalhauptkommissar Ebbo Steen und sein Team.
Eigentlich gefällt mir der Schreibstil von Alfred Bekker gut, aber das ständige Erwähnen von Steens Prinz-Heinrich-Mütze war mir dann doch ein wenig zu viel, genauso wie dieses Herumreiten auf Ihno Purwins baldigen Ruhestand.
Die Ermittler der Polizei Emden sind ein eingespieltes Team. Ebbo Steen ist ein umgänglicher Typ, der allerdings immer eine gewisse Distanz wahrt. Altje Remels kümmert sich neben der Polizeiarbeit auch noch um den Hof ihrer Eltern und hat schon mal Probleme mit den Prioritäten. Sie regt sich gerne auf und braucht Zeit um wieder runterzukommen. Ihno Purwin steht vor dem Ruhestand und gibt vor, dass er sich schon freut, doch das will ihm niemand abnehmen. Dann gehört noch der junge Kollege Ulfert Jansen zum Team. Er war früher mal beim BKA Berlin und hat gute Kenntnisse in Spurensicherung.
Dieser Krimi geht gleich heftig los, denn es gibt drei Tote und einer davon war ein Bauer aus der Gegend, der partout nicht den Weg freimachen wollte.
So verwirrend wie dieser Fall auf Steen und sein Team wirkt, so ratlos war auch ich bis zum Schluss. Viele Wendungen sorgen dafür, dass man nicht ahnen kann, was wirklich hinter allem steckt, und so blieb es spannend bis zum Schluss.
Ein spannender Ostfriesland-Krimi.

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