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12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Psycho
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 17.08.2021
  • ISBN: 9783499005312
Alice Feeney

Glaube mir

Karen Witthuhn (Übersetzer)

Anna hat alles, was sie will. Sie hat hart gearbeitet, um Moderatorin des BBC-Mittagsmagazins zu werden, Freunde und Familie vernachlässigt, ebenso Jack, der inzwischen ihr Exmann ist. Als sie über einen Mord in Blackdown berichten soll, zögert sie. Denn in der verschlafenen Kleinstadt ist sie aufgewachsen. Und das Opfer ist eine Freundin aus Kindertagen.
DCI Jack Harper hätte nie gedacht, dass er einmal in Blackdown landen würde. Als die Leiche einer jungen Frau entdeckt wird, beschließt er, niemandem zu sagen, dass er das Opfer kannte, dass sie seine Geliebte war – bis er in seiner eigenen Mordermittlung zum Verdächtigen wird. Und mit seiner Exfrau Anna konfrontiert wird.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.09.2021

Großartig, unbedingt lesen

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INHALT:
Anna hat beruflich alles erreicht, was die wollte. Endlich ist sie BBC Moderatorin im Mittagsmagazin. Doch dafür hat sie ihre Freunde und auch Jack, der mittlerweile ihr Ex Mann ist, vernachlässigt. ...


INHALT:
Anna hat beruflich alles erreicht, was die wollte. Endlich ist sie BBC Moderatorin im Mittagsmagazin. Doch dafür hat sie ihre Freunde und auch Jack, der mittlerweile ihr Ex Mann ist, vernachlässigt. Jetzt soll sie über einen Mord in Blackdown berichten und ihr Weg führt sie zurück in den Ort, in dem sie aufgewachsen ist. Das Opfer, das gefunden wurde, ist ihre Freundin aus Kindertagen. DCI Jack eHarper ermittelt in diesem Fall. Als er das Opfer sieht, beschliesst er, niemanden zu sagen, dass er sie kannte, dass sie sogar seine Geliebte war. Das geht solange gut, bis er selbst verdächtigt und auch noch mit Anna konfrontiert wird.
MEINE MEINUNG:
Das zweite Buch der Autorin für mich und wieder ein Volltreffer. Schon auf den ersten Seiten wusste ich, ich werde es lieben, es wird mich packen und fesseln und ich werde nicht wissen, wer der Tater ist und bis zum Ende hin mitfiebern. Und genau so ist es gekommen. Die Storie ist einfach grossartig. Sie ist genial aufgebaut, hat ihre Geheimnisse und unerwartete Wendungen. Die Kapitel sind abwechselnd aus den Sichten der beiden Protagonisten erzahlt und immer wieder lesen wir auch aus Sicht des Taters und doch blieb er mir verborgen und wurde erst am Ende aufgelost. Ich fand es wahnsinnig interessant, die Gedankengänge der Beiden zu verfolgen und doch auch immer wieder überrascht zu werden. Dem Leser wird immer nur häppchenweise erzählt, was in der Ehe von Anna und Jack passiert ist und auch immer nur häppchenweise bekommen wir zu erfahren, was damals in der Teenagerzeit passiert ist und wie alles zusammenhängt. Und es war einfach grossartig und spannend und dramatisch. Zum Ende hin gab es dann noch eine Wendung, die mich sprachlos gemacht hat und alles bisher gelesene umgeworfen hat. Genial.
FAZIT:
Ein grossartiges Buch mit einer grandiosen Storie. Unbedingt lesen.

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Veröffentlicht am 31.08.2021

Ein Jahreshighlight!

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Du liest gerne Thriller und magst
🧐 Verwirrspielchen, die zum Rätseln einladen;
❤ Kapitel in einer angenehmen kurzen Länge;
🤫 Cliffhanger, die neugierig machen und
😱 Plottwists, bei denen dir der Mund ...

Du liest gerne Thriller und magst
🧐 Verwirrspielchen, die zum Rätseln einladen;
❤ Kapitel in einer angenehmen kurzen Länge;
🤫 Cliffhanger, die neugierig machen und
😱 Plottwists, bei denen dir der Mund offen stehen bleibt?
Dann solltest du „Glaube mir“ von Alice Feeney unbedingt auf deine Leseliste setzen!

„Ich bin ganz gut darin, die Version von mir zu sein, die die Menschen meiner Meinung nach sehen wollen. Zumindest äußerlich.“
Anna Andrews, Seite 16

Anna Andrews hat ihr Ziel erreicht. Sie ist Moderatorin beim BBC-Mittagsmagazin in London. Ihre Vergangenheit und ihre zwischenmenschlichen Beziehungen hat sie dafür hinter sich gelassen - bis in ihrer Heimatstadt Blackdown die Leiche einer jungen Frau auftaucht und sie als Reporterin vor Ort berichten soll.
Der in diesem Fall ermittelnde Detective Chief Inspector Jack Harper ist nicht nur der Exmann von Anna, sondern auch der Liebhaber des Opfers. Davon weiß jedoch niemand und das soll auch so bleiben, denn Jack hat das Opfer in der Mordnacht getroffen. Aber hat er den Tatort wirklich verlassen als sie noch lebte?

Eine perfekte Ausgangslage für einen Thriller, wie ich ihn mag. Alice Feeney lässt abwechselnd die Hauptfiguren Anna und Jack zu Wort kommen, die beide aus ihrer Sicht die Geschehnisse wiedergeben. Das 'Problem' ist allerdings, dass es beide Charaktere mit der Wahrheit nicht so genau nehmen und ich nie wusste, woran ich bin.

"Manchmal denke ich, ich bin die unzuverlässige Erzählerin meines eigenen Lebens. Manchmal denke ich, wir alle sind so."
Anna Andrews, Seite 34

Eine dritte Erzählperspektive aus Tätersicht rundet die Story ab und bringt dabei immer wieder neue Aspekte ins Spiel, die das vorher Gelesene in Frage stellen. Die Autorin ist eine Meisterin darin, Hinweise zu streuen und ihre Figuren verdächtig wirken zu lassen. Immer wieder wurde ich misstrauisch. Zunächst habe ich während des Lesens nur Anna und Jack verdächtigt, aber nach und nach schien mir fast jeder als Täter bzw. Täterin in Frage zu kommen (ihr wisst ja, die Vorstadtidylle täuscht uns doch jedes Mal). Ich habe aber keine große Bindung zu den Figuren aufgebaut, da ich ihnen einfach nicht getraut habe. Das soll aber keinesfalls Kritik sein. Denn genau darin lag die Spannung des Buchs begründet. Da man sich beim Lesen ständig in den Gedanken von Anna oder Jack befunden hat, taucht man immer wieder in ihre Gefühlswelt ein. Die Autorin erzeugt dadurch eine emotionale Tiefe, die mir sehr gut gefiel. Selbst die Nutzung einiger Klischees wirkte auf mich keinesfalls stereotyp oder plump.

Immer wieder gab es neue Wendungen in der Storyline, die mich unverhofft getroffen haben (aber im Nachhinein total logisch erschienen). Wirklich gekonnt hat Alice Feeney mich hier an der Nase herumgeführt. Das Buch ist einfach von Seite 1 an extrem spannend geschrieben. Ich habe mich auch, wenn ich nicht gelesen habe, gedanklich immer wieder mit den Ereignissen in Blackdown auseinandergesetzt: In meinen Augen ist das der absolute Beweis dafür, dass "Glaube mir" ein tolles Buch ist!

Besonders lobend erwähnen, möchte ich - neben all der Spannung und den interessanten Figuren - aber auch den wirklich tollen Schreibstil der Autorin. Die Art wie sie Dinge beschreibt, habe ich beinah als poetisch empfunden. Es gibt so viele Stellen, die ich als „Lebensweisheiten“ bezeichnen würde und trotzdem wirkt nichts davon gestelzt, gekünstelt oder gar kitschig. Hut ab, Mrs. Feeney!

"Die Zeit ist eine Falltür, durch die wir alle irgendwann im Leben purzeln, oft ohne zu ahnen, wie weit wir gefallen sind. In den Fängen eines Publikums aus unseren eigenen schlimmsten Ängsten, das eine Zugabe verlangt, sobald wir es wagen, uns nicht mehr zu fürchten." Seite 221

Je weiter, das Buch voranschritt, umso mehr Verdächtige und Theorien hatte ich auf meiner Liste. Eine dieser Optionen ist nachher auch tatsächlich eingetreten. Für mich ist das allerdings kein Grund das Buch schlechter zu bewerten, denn die Plottwists am Ende waren perfekt und eine meiner Theorien musste einfach stimmen, da ich ja alle Figuren irgendwann verdächtig fand. 😅
Ich war also nicht total überrascht vom Ende, aber zu 100 Prozent davon überzeugt! 😁

Was kann ich dir also noch sagen, um dich von "Glaube mir" zu überzeugen?
💪 Du könntest beim Lesen des Buchs abnehmen.
Man vergisst nämlich vor lauter Spannung zu essen.
💣 Das Buch hilft auch bei zu niedrigem Blutdruck, weil es so aufregend und zum Fingernägelknabbern spannend ist.
🙋‍♀️ Das Buch wird deine Geschicklichkeit verbessern, denn du wirst den Haushalt die nächste Zeit mit einer Hand erledigen müssen. In der anderen Hand, hast du dann nämlich den Roman. 😉

"Glaube mir" war seit langer Zeit wieder ein richtiger Pageturner! Ich habe zwar auch zuletzt einige gute Bücher gelesen, aber bei keinem ist der Funke so schnell übergesprungen wie hier. Ich wage es mich aus dem Fenster zu lehnen und zu behaupten, dass "Glaube mir" zu meinen Jahreshighlights 2021 gehören wird. Also stürm' in die Buchhandlung oder hau' in die Tasten, um das eBook zu bestellen.

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Veröffentlicht am 29.08.2021

Eines meiner Jahreshighlights

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Klappentext:
Anna hat alles, was sie will. Sie hat hart gearbeitet, um Moderatorin beim BBC-Mittagsmagazin zu werden, Freunde und Familie vernachlässigt, ebenso Jack, der inzwischen ihr Ex-Mann ist. Als ...

Klappentext:
Anna hat alles, was sie will. Sie hat hart gearbeitet, um Moderatorin beim BBC-Mittagsmagazin zu werden, Freunde und Familie vernachlässigt, ebenso Jack, der inzwischen ihr Ex-Mann ist. Als sie über einen Mord in Blackdown berichten soll, zögert sie. Denn in der verschlafenen Kleinstadt ist sie aufgewachsen. Und das Opfer ist eine Freundin aus Kindertagen. DCI Jack Harper hätte nie gedacht, dass er einmal in Blackdown landen würde. Als die Leiche einer jungen Frau entdeckt wird, beschließt er, niemandem zu sagen, dass er das Opfer kannte, dass sie seine Geliebte war – bis er in seiner eigenen Mordermittlung zum Verdächtigen wird. Und mit seiner Ex-Frau Anna konfrontiert wird.

Mein persönliches Fazit:
Mein erstes Buch, das ich von der Autorin Alice Feeney gelesen habe und es wird sicherlich nicht mein letztes gewesen sein.

Ein Ex-Ehepaar, eine Geliebte, Freundinnen aus der Schulzeit. Nach und nach taucht eine Leiche nach der anderen auf. Die Autorin berichtet die Geschehnisse aus drei Erzählperspektiven. Das Ex-Ehepaar Anna und Jack und eine unbekannte Person erzählen abwechselnd - aber fließend - den Verlauf der Geschichte. Doch jeder Protagonist hat seine eigene Sichtweise auf die Vorkommnisse und so schafft die Autorin es spielend, dass alle Charaktere verdächtig erscheinen. Doch wer steckt wirklich hinter den Morden und wo liegt das Motiv?

Ich muss zugeben, auf den ersten 100 Seiten hatte ich ein wenig die Befürchtung, dass die Geschichte sich nach und nach selbst erzählt, denn durch die abwechselnden Erzählungen durch Anna und Jack, erklärte sich schon das ein oder andere Geschehen von selbst. Meine Befürchtungen, dass Spannung und Nervenkitzel beim Mitraten ausbleiben könnten und wenig Raum für eigene Gedanken lässt, die sollten sich nicht bestätigen. Bei weitem nicht.
Nachdem sich die Autorin erstmal „eingerollt“ hatte stieg der Spannungsbogen unglaublich an und das Buch endete mit einem für mich nicht vorhersehbaren Ende und einer Auflösung, die ich persönlich böse und genial fand.

Anna und Jack, zwei Hauptprotagonisten die mir zunächst nicht wirklich sympathisch waren, wuchsen mir im Laufe Geschichte nach und nach ans Herz. Mit ihrem hervorragendem Schreibstil konnte die Autorin die Charaktere dem Leser zunächst gegenüber auf Distanz halten, um dann im richtigen Moment für die feinen Zwischentöne zu sorgen. So konnte ich als Leserin die Verzweiflung, Trauer, Unsicherheit, das Misstrauen aber auch und vor allem die Nähe der Hauptprotagonisten zueinander fühlen.

Ein grandioses Verwirrspiel, um Geschehnisse und Freunde aus der Vergangenheit, gepaart mit vielen plötzlichen und unvorhersehbaren Wendungen, ließen das Buch in diesem Jahr zu einem meiner Lesehighlights werden.

Liebe Romy! Ich danke dir. Ohne dich hätte ich dieses Buch vermutlich nicht oder nur irgendwann einmal gelesen.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 27.08.2021

Glaube mir

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Die Moderatorin Anna und der Polizist Jack waren ein Paar bevor ein Schicksalsschlag sie auseinander brachte und sich ihre Wege trennten. Jack ging zurück nach Blackdown , Annas Heimatdorf. Anna blieb ...

Die Moderatorin Anna und der Polizist Jack waren ein Paar bevor ein Schicksalsschlag sie auseinander brachte und sich ihre Wege trennten. Jack ging zurück nach Blackdown , Annas Heimatdorf. Anna blieb in London und machte Karriere bei der BBC wo sie als Vertretung für eine Kollegin in Elternzeit ein Mittagsmagazin moderiert.
Als die Kollegin zurückkehrt, verliert Anna ihren Moderatoren - Status und sie wird als Reporterin eingesetzt, ihr erster Job führt sie ausgerechnet nach Blackdown, dem Ort an den sie eigentlich nie zurückkehren wollte. In den Wäldern um Blackdown wurde eine Frauenleiche gefunden und die Frau ist keine Unbekannte für Jack, sie war seine Geliebte und die erste fatale Entscheidung, die er trifft, ist es zu verschweigen, dass er sie überhaupt kannte. Auch Anna kannte die Tote aus ihrer Schulzeit.

Mein erstes Buch von Alice Feeney und ganz sicher nicht mein letztes.
Die Autorin lässt abwechselnd Anna, Jack und eine unbekannte Person erzählen und so erfährt man als Leser nach und nach Details aus Annas und Jacks Vergangenheit und schon bald glaubte ich zu wissen wer der Täter ist, doch dann gab es diese eine Wendung und schon änderte ich meine Meinung und legte meinen Focus auf jemand anderen. Aber ihr ahnt es schon, dabei blieb es nicht und durch diese Verwirrspiele blieb das Buch über die gesamte Zeit extrem spannend und interessant.
Manchmal ermüden diese Verwirrspiele aber auch, wenn man das Gefühl hat, das der Autor sich selber in ihnen verfangen hat und verzweifelt versucht die Fäden zu entwirren. Hier nicht, so überraschend die Wendungen auch kamen, so unerwartet ihre Protagonisten auch Informationen preisgaben, es ergab alles vom ersten Moment an einen Sinn bis zur nächsten Wendung.
Ich habe das vom ersten Moment an geliebt, diese Klarheit, die sie bewahrte, hat mich, wirklich beeindruckt. Falls ihr nicht versteht was genau ich meine: Lest das Buch, lasst euch überraschen.
Es fiel mir schwer zu den Protagonisten eine Beziehung aufzubauen und das lag ausnahmsweise nicht an den Klischees, die die Autorin verwendet hat, Anna trinkt, Jack ist ein Ehebrecher und irgendwie lieben sie sich doch noch, ich habe sie aus der Distanz beobachtet, habe sie absichtlich nie nah an mich herangelassen, denn ich wurde das Gefühl nicht los, kontinuierlich belogen zu werden.

Ich gebe für GLAUBE MIR eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 07.09.2021

Durchgehend spannend mit einer überraschenden Wendung am Schluss

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Der Thriller „Glaube mir“ von Alice Feeney beginnt mit einem rätselhaften Prolog, der in kursiv gesetzt ist. Die Autorin stellte mir darin Jemanden vor, der einen Monolog hält und etwas getan hat, zu dem ...

Der Thriller „Glaube mir“ von Alice Feeney beginnt mit einem rätselhaften Prolog, der in kursiv gesetzt ist. Die Autorin stellte mir darin Jemanden vor, der einen Monolog hält und etwas getan hat, zu dem er sich Verständnis von anderen wünscht. Über Alter und Geschlecht derjenigen Person ließ sie mich bewusst im Unklaren. Es wird nur bekannt, dass der oder die Erzählende die eigenen wirklichen Gedanken und Gefühle öffentlich nicht gerne preisgibt und sich oft neu erfunden hat. Ich fühlte mich herausgefordert aufzudecken, wer diese Persönlichkeit ist, als ich mich mit dem Lesen der Geschichte begann.

Anna Andrews ist 36 Jahre alt, lebt in London und arbeitet schon lange bei der BBC, seit zwei Jahren als Moderatorin der Mittagssendung. Eines Tages sieht sie sich damit konfrontiert, dass ihre Vorgängerin für sie unerwartet aus der Elternzeit zurückkehrt und wieder ihren Platz einnehmen wird. Daher soll sie wieder als Nachrichtenkorrespondentin arbeiten. Ihr erster Auftrag führt sie nach Blackwood, dem Ort an dem sie aufgewachsen ist. Dort soll sie von dem Fund einer Frauenleiche in einem Waldstück berichten. Der für den Fall zuständige Ermittler ist DCI Jack Harper, der Leiter der Abteilung für schwere Verbrechen in Blackwood und bis vor einigen Monaten der Ehemann von Anna Andrews. Prekär ist es, dass beide die Tote kennen, Anna aus Schulzeiten und Jack hatte aktuell ein Verhältnis mit ihr, was natürlich fast zwangsläufig zu Spekulationen in Bezug auf die Täterschaft führt.

Der Titel richtete sich auch an mich als Leserin, denn sowohl Anna wie auch Jack erzählen im Wechsel in der Ich-Form und ihre jeweilige Schilderung wollte von mir geglaubt werden. Alice Feeney bedient sich sehr geschickt der Auslassung einiger Fakten und Namen, um Querverbindungen zwischen Gegenwart und Vergangenheit sowie der Bekanntheit der Protagonisten mit weiteren Personen zunächst zu verhindern oder zu verschleiern. Erst nach und nach erfuhr ich mehr über die Ehe von Anna mit Jack und den Ereignissen während ihrer Kindheit, die dazu führten, dass sie ihr Elternhaus mit 16 Jahren verlassen hat.

Der Thriller forderte mich als Leserin von Beginn an dazu auf mitzurätseln, wer die Verbrechen begangen hat, denn bald schon bleibt es nicht bei einem Mord. Neben Anna und Jack werden schnell weitere Personen durch ihr Agieren zu Verdächtigen. Alice Feeney hat selbst viele Jahre bei BBC News gearbeitet, so dass sie den beruflichen Hintergrund von Anna glaubhaft gestaltet. Aufgrund der Erzählperspektive konnte ich die Gefühle der beiden Protagonisten in allen Facetten nachvollziehen: der Hass, der nach der gescheiterten Ehe geblieben ist, die Verzweiflung aufgrund der aktuellen Situation und das ungewöhnliche Verhältnis zu Annas Mutter.

Zahlreiche unerwartete Wendungen und neue Tatsachen führten im Thriller „Glaube mir“ von Alice Feeney zu durchgehender Spannung. Der Schluss überraschte mich schließlich nach einem packenden Mitraten um die Identität des oder der Täter. Gerne empfehle ich das Buch an Leser des Genres weiter.

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