Pflicht und Schuld -ein wunderbarer Roman über Vergebung und Neuanfänge
Inhalt: Joey Harris übernimmt nach einem herben Tiefschlag in ihrer Heimatstadt den Auftrag, einen stillgelegten Leuchtturm zu sanieren. Obwohl sie an ihrem neuen Wirkungsort auch erst mit Gegenwind zu ...
Inhalt: Joey Harris übernimmt nach einem herben Tiefschlag in ihrer Heimatstadt den Auftrag, einen stillgelegten Leuchtturm zu sanieren. Obwohl sie an ihrem neuen Wirkungsort auch erst mit Gegenwind zu kämpfen hat, so hat sie bei dem neuen Besitzer Walt einen Stein im Brett. Nach und nach kommt sie hinter die Gründe, was er mit diesem Leuchtturm verbindet und wie Pflicht und Schuld eng zusammenhängen.
Schon die ersten beiden Romane der Autorin haben mich sehr berührt, weil sie so tiefgründig, gefühlvoll, ausdrucksstark und emotional sind. Auch dieser hier gefiel mir sehr, obwohl er nochmal völlig anders, ruhiger, sanfter und doch absolut realitätsnah ist. Er lebt mehr durch die verschiedenen Persönlichkeit, die mir auf ihre ganz eigene Art unglaublich gut gefallen haben. Nicht nur durch Walts Geschichte, sondern auch durch Joeys Familie erlebt man auf verschiedene Weise, was es bedeutet, Geduld, Güte, inneren Frieden und Vergebung zu finden, auch wenn dies viel Zeit und Raum braucht. Nicht alles ist so offensichtlich und Missverständnisse sorgen für Entwicklungen, die das Schicksal auf Umwege schickt, bis man merkt, dass Gott trotzdem seinen ganz eigenen Zeitplan hat.
Ich konnte mich sowohl in die Umgebung als auch die Charaktere sofort hineinversetzen, es war, als begleite man die Personen auf ihren unterschiedlichen Wegen und ist natürlich gespannt, was sich hinter all den Geheimnissen und Spukgeschichten wirklich verbirgt, wobei man so manche Zeitreise in die Vergangenheit durchlebt.
Wenn es auch nicht ganz so emotional wie die Vorgängerbände war, so hab ich das Buch genossen, hab ebenso gelitten, die Verzweiflung und den Schmerz gespürt, aber auch gelacht und mich gefreut, wenn es so manchen Überraschungseffekt gab, der nicht unbedingt immer absehbar war.
Die sich anbahnende Romanze war auch realitätsnah und hat sich ebenso wie der Glaube ganz dezent und unaufdringlich in die Geschichte gefügt, so dass es ein rundum Wohlfühlpaket war, was mir schöne Lesestunden bereitet und sich für mich zu einem Lesehighlight entwickelt hat.