Cover-Bild Geheim! Ein Rätselabenteuer - Finde das magische Einhorn
Band 8 der Reihe "Geheim! Die Rätselbücher"
(21)
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14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Baumhaus
  • Genre: Kinder & Jugend / Kinderbücher
  • Seitenzahl: 208
  • Ersterscheinung: 28.03.2025
  • ISBN: 9783833909856
  • Empfohlenes Alter: ab 9 Jahren
Amelie Benn

Geheim! Ein Rätselabenteuer - Finde das magische Einhorn

Ein interaktives Kinderbuch zum Mitraten für Escape-Fans ab 9
Phine Wolff (Illustrator)

Bist du bereit für die GEHEIM!-Rätselabenteuer?
Interaktive Abenteuer zum Mitraten und Rätselknacken für Escape-Fans ab 9 Jahren
• Öffne den Brief vorne im Buch und tauche ein in ein fantastisches Abenteuer.
• Löse die Rätsel am Ende jedes Kapitels
• Keine Lust zu rätseln? Kein Problem! Nutze die Tipps oder erfahre die Lösung zu Beginn des Folgekapitels.
1 Mysteriöser Brief - 24 packende Rätsel - 100 % Nervenkitzel warten auf dich!

Pippa und Ben erhalten einen geheimnisvollen Auftrag von der Agentur für magische Wesen: An der Küste Frankreichs wurde ein Kirin entdeckt - ein japanisches Einhorn mit besonderen Fähigkeiten. Sie sollen es aufspüren und in Sicherheit bringen. Doch als sie sich gerade auf den Weg machen, erfahren sie, dass ihnen der Unorden zuvorgekommen ist und das Kirin gefangen wurde. Ihre Reise führt sie unerwartet ans andere Ende der Welt: nach Singapur! Pippa und Ben müssen alles geben, um das neue Versteck des Kirins zu entschlüsseln und das magische Wesen aus den Fängen des Unordens zu befreien. Doch dabei bemerken sie nicht, dass jemand immer über ihre nächsten Schritte informiert ist ...
Mit fabelhaften Illustrationen von Phine Wolff
Dieser Titel ist bei Antolin gelistet.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.04.2025

Tempo ist nicht alles...

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Der Rahmen für die Geschichte ist elegant gewählt: Die Eltern müssen während der Ferien arbeiten und bringen die Kinder zu ihrer Tante. Dort finden sie eine aufregende Umgebung und eine abenteuerlustige ...

Der Rahmen für die Geschichte ist elegant gewählt: Die Eltern müssen während der Ferien arbeiten und bringen die Kinder zu ihrer Tante. Dort finden sie eine aufregende Umgebung und eine abenteuerlustige Tante. Das Motiv „magische aufregende Tante“ ist zwar aus „Ich bin Nele“ von Usch Luhn bekannt, aber ich bin erst mal offen.
Action und Tempo ist vorhanden. Die Rätsel werden jeweils am Anfang des nächsten Kapitels aufgelöst, also will ich immer gleich weiterlesen. Es artet aber in Atemlosigkeit aus, weil immer neue Charaktere hinzukommen und ich mich auch immer neu einstellen muss auf neue Umgebungen.
Lesende lernen interessantes Spionagehandwerk wie Morse, Notizen machen, Codes entziffern, Misstrauen, und nur immer so viel zu sagen, wie unbedingt nötig ist. Dass es sich lohnt, Bücher zu lesen und Geografie zu kennen, wird auch klar, das gefällt mir.
Die Aufmachung finde ich inkongruent: Die Bilder sind modern und cartoonhaft, die Rätsel im Buch sind auf alt gemacht.
Die Patina und der Brief mit dem Siegel am Anfang sind aufregend und schleudern den Leser direkt ins Geschehen. Es geht um Leben und Tod! Dann holt der Einkleber auf Seite 5 einen wieder heraus aus der eben begonnenen spannenden Fiktion. Es ist nun nicht mehr aufregend, sondern dem Leser werden schonend verschiedene Schwierigkeitsgrade angeboten, als solle man nun einschätzen, ob man sehr, etwas oder nur sehr wenig dumm sei.
Wer, wie ich, mit den teilweise düsteren, aber nuancierten Zeichnungen von Ilon Wikland und Björn Berg aufgewachsen ist, kann bei den zweidimensionalen Bildern von Phine Wolff nur wenig Faszination empfinden.
An der Sprache wurde mir nicht genug gefeilt. Es kommt mir vor, als hätte auch das Schreiben schnell gehen müssen.
- Auf Seite 7 wird „stürmisch“ geklingelt. Wie soll ich mir das genau vorstellen?
- Auf Seite 7 fahren Pippa und ihre Mutter auf einen holprigen Waldweg, dann um eine Kurve zum Haus der Tante. Auf Seite 10 sehen sie Mamas Auto so lange hinterher, bis nur noch ein „farbiger Klecks in der Ferne zu sehen“ ist. Erst haben wir das Bild der Enge, dann die Vorstellung, weit hinterherschauen zu können. Ist das beim Redigieren niemandem aufgefallen?
- Auf Seite 8: Bens Eltern sind „irgendwo in Afrika“. Hätte sich der schlaue Ben nicht gemerkt, in welchem Land sie genau sind?
- Später auf derselben Seite „schnappte“ sich Pippa die Reisetasche, als sei sie ganz leicht. Kurz darauf „ächzte“ sie aber schon unter dem Gewicht. Ist die Tasche nun leicht oder schwer?
- Auf derselben Seite schaut sich Pippa „unauffällig“ um, als hätte sie etwas zu verbergen, hat sie aber nicht. Das Wort weckt Erwartungen, die unangebracht sind. Was auch inkongruent ist: In der aufregenden Situation des Wiedersehens macht es sich Ben auf dem Ohrensessel „gemütlich“? Das finde ich unglaubwürdig.
- Es gibt viele Worte, die mir überflüssig scheinen, zum Beispiel auf Seite 32: „Völlig durchgeschwitzt erreichten sie schließlich Gleis 7 – gerade noch rechtzeitig – und stiegen erleichtert in den Schnellzug nach Paris ein.“ Schwungvoller wäre: Durchgeschwitzt erreichten sie Gleis 7 – gerade noch rechtzeitig – und stiegen in den Schnellzug nach Paris ein.
- Seite 42: „Migusch …rieb seinen Kopf vertrauensvoll an ihren Beinen. Die Zugbegleiterin strich ihm kraulend über das Fell, und Migusch genoss die Massage sichtlich.“ Worte in kursiv sind meine Hervorhebungen und stören meinen Lesefluss, weil sie überflüssig sind.
Eine zentrale Szene des Buchs, in der das magische Einhorn durch den Unorden gefangen wird, ist scheinbar nicht durchdacht. Die Männer gehen am Strand „auf und ab“ und bliesen „ständig“ in eine Trillerpfeife. Die Zeitangaben implizieren eine gewisse Dauerhaftigkeit. Dann heißt es aber, „Es ging alles rasend schnell.“ Wieder weiß ich nicht genau, wie es abgelaufen sein soll, die Angaben widersprechen sich.
Es ist für mich, als Mutter von drei Kindern, kaum glaubwürdig, dass Pippa und Ben mit ihrer Tante an einem Tag aus der Nähe von Hamburg über Köln nach Le Havre fahren und erst im Flugzeug, auf Seite 69, einschlafen, ohne ein einziges Anzeichen von schlechter Laune oder Erschöpfung zu zeigen. Sie sind topfit und rätseln munter weiter.
Mich hat der Rückgriff auf Star Wars gestört. Warum wurde nicht die Welt des Buches referenziert und ausgebaut? Alom und Orongo hätten mehr Bedeutung erlangen können, die Fantasiewelt hätte reicher ausgeschmückt werden können, ohne das Allerweltsepos Star Wars bemühen zu müssen.
Es wird nicht erläutert, was der Unorden genau Böses tut. Er gibt die magischen Tiere an Organisationen weiter, aber was ist der Unterschied dazu, die Tiere in Schutzgebiete zu bringen? Die Bedrohung bleibt lange vage, dadurch vertut sich die Autorin die Möglichkeit, Spannung aufzubauen. Erst auf Seite 130 erfährt etwas. Die Gefahr, auf die sich Pippa und Ben einlassen, wird erst spät konkret, und natürlich als sie die Zentrale betreten. Auf Seite 138 schreibt die Autorin, „Er wollte sich lieber nicht vorstellen, was dann passieren würde“, dabei würde es dem Leser gut gefallen, wenn er es täte.
Der Name der Organisation Unorden ist vielleicht der Versuch, ein Wortspiel zu flechten zwischen Orden und unordentlich, aber keine Organisation würde sich selbst so nennen.
Das Buch ist auf Tempo und Action aus. Darunter leidet die Glaubwürdigkeit.
Eine überraschende Perle der Weisheit fand ich auf Seite 100: „Wenn jeder das tut, was er am besten kann, dann ist damit der ganzen Welt geholfen.“

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