Cover-Bild Als hätte der Himmel mich vergessen

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8,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 13.01.2017
  • ISBN: 9783732530670
Amelie Sander

Als hätte der Himmel mich vergessen

Verwahrlost und misshandelt im eigenen Elternhaus

Pro Tag muss ihr ein Becher Wasser reichen, am Mittagstisch bekommt sie von der Mahlzeit einen Löffel voll, während sich die anderen sattessen. Von ihrem 4. Lebensjahr an wird Amelie von ihrer Stiefmutter terrorisiert, gequält und in Gefangenschaft gehalten. Der Außenwelt erklärt die Familie, Amelie sei behindert, so können sie ihren perfiden Sadismus jahrelang ungehindert ausleben. Erst mit 21 gelingt Amelie die Flucht. Sie hat lange gebraucht, die Traumata zu verarbeiten, aber jetzt ist sie bereit, ihre bewegende Geschichte zu erzählen.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2021

Es ist schockierend. Es wird dich sprachlos machen.

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Ich habe noch kein Buch gelesen was mich so verdammt wütend, traurig und sprachlos gemacht hat.
Es handelt sich nicht um irgendetwas fiktives, sondern um eine Realität, welche Tag täglich hinter geschlossenen ...

Ich habe noch kein Buch gelesen was mich so verdammt wütend, traurig und sprachlos gemacht hat.
Es handelt sich nicht um irgendetwas fiktives, sondern um eine Realität, welche Tag täglich hinter geschlossenen Türen abspielt.
@ameliesanderautorin wurde ihrer Kindheit beraubt. Von einer Stiefmutter, wo mir beim Wort „Mutter“ echt die Kotze hoch kommt. Und einem "Vater", die es sich beide zur Aufgabe gemacht haben, ohne jeglichen Grund, ein Kind von klein auf an zu zerstören.
Vorallem die "Mutter".

Nicht genug, dass sie sie fast körperlich zerstörte, nein, ihre Seele war ihr Ziel.

Und keiner hat es mitbekommen. Oder mitbekommen wollen!
Das System hat hier total versagt. So viele Kinder sind schon in den Fängen ihrer Eltern zu Grunde gegangen. Diese Anonymität in der wir leben, schafft solchen Menschen ein Paradies für ihre kranken Spielchen.
Deswegen sage ich es immer und immer wieder "schaut nicht weg, habt die Augen offen und fühlt euch bereit und verantwortlich zu helfen".

Amelie ist in der Hölle groß geworden. Sie wurde so hart geschlagen, dass sie ihr Bewusstsein verlor. Sie wurde täglich gedemütigt und psychisch terrorisiert, so dass sie gar nicht mehr wusste was noch richtig oder falsch war.
Wenn ihr dieses Buch lest, wird es euch die Sprache verschlagen.

Ich kenne sie nicht, aber ich bin so wahnsinnig stolz auf @ameliesander
autorin , dass sie durchgehalten hat. Das sie überlebt hat.
Für mich ein Wunder! Danke, dass du deine Geschichte mit der Welt teilst. Ich hoffe, dass viele nachdenken und ihre Augen wieder mehr auf ihre Mitmenschen richten.
Rettet die Seelen, wenn sie es selbst nicht können!

Ein Buch voller tragischer Erinnerungen, die einen beim Lesen betäuben. Und einem Ende das Menschen, mit solchen Erfahrungen, Hoffnung geben soll.
Gibt niemals auf, egal wie schwer das Leben auch sein mag.

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Veröffentlicht am 29.01.2021

Wie kann man einem Kind nur so etwas antun?

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Als ich mich dazu entschieden habe dieses Buch zu lesen, habe ich mich bereits auf einige emotionale Momente gefasst gemacht. Das was mich allerdings erwartet hat, hätte ich mir nie auch nur ansatzweise ...

Als ich mich dazu entschieden habe dieses Buch zu lesen, habe ich mich bereits auf einige emotionale Momente gefasst gemacht. Das was mich allerdings erwartet hat, hätte ich mir nie auch nur ansatzweise vorstellen können.
Das Schlimme für mich an dieser Geschichte ist nicht, dass Amelie so viel Leid angetan und sie fast zwei Jahrzehnte lang gequält wurde, sondern die Tatsache, dass mich die ständige Steigerung, Neuerfindung von Strafen und das unglaubliche Talent zur Vertuschung seitens ihrer Stiefmutter so fasziniert hat.
Versteht mich nicht falsch, ich heiße Gewalt an Kindern definitiv nicht gut und war mehr als schockiert darüber, wie man diese Dinge einem Menschen und vor allem einem Kind antun kann. Aber wie bitte hat diese Frau es anstellen können, so viele Jahre und auch bis zum Schluss damit davon zu kommen? Wie kann man so eine Tat überhaupt mit seinem Gewissen vereinbaren? Wie kann man zu solch einem Menschen werden, der jegliches bisschen Menschlichkeit verloren hat?

Jeder Hoffnungsschimmer wird schon im Keim erstickt und Amelie musste immer mit der ständigen Angst leben. Nicht mal in meinen schlimmsten Träumen kann ich mir auch nur ansatzweise vorstellen, wie sie sich all die Jahre gefühlt haben muss. Ich denke aber, dass gerade die vielen kleinen Lichtblicke über die Jahre dieses Kind oder besser diese junge Frau am Leben gehalten haben.
Ich bewundere Amelie dafür, dass sie durchgehalten hat. Dass sie nicht gänzlich aufgegeben hat und vor allem auch dafür, was sie aus sich gemacht hat. Ich bin unheimlich froh, dass sie so tolle Personen an ihrer Seite hatte, die ihr helfen konnten und wünsche mir, dass die Menschen mehr auf ihr Umfeld achten und nicht bei allem wegblicken. Denn so etwas passiert häufiger als man denkt und darauf sollte man dringend viel mehr aufmerksam machen.
Im übrigen hat mich das Ende nach dem Ende nochmal so richtig emotional berührt. Denn dort sieht man Fotos von Amelie, genau so, wie sie in der Geschichte erwähnt wird und das hat mir erst so richtig gezeigt, dass dies alles wirklich passiert ist und real war. Am Ende stehe ich mit vielen Fragen da. Die wichtigste ist aber: Warum sie?

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Veröffentlicht am 27.01.2020

Ein muss für jeden. Kann es nur empfehlen

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Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich das was ich während des Lesens gefühlt oder gedacht habe zu Wort bringen soll. Habe an so einigen Stellen mitgelitten und geweint, den Kopf geschüttelt oder bin sauer ...

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich das was ich während des Lesens gefühlt oder gedacht habe zu Wort bringen soll. Habe an so einigen Stellen mitgelitten und geweint, den Kopf geschüttelt oder bin sauer geworden, weil einfach Dinge passiert sind, die ein kleines Mädchen haben aufs extremste Weise gebrochen haben. Die Autorin hat so viel Leid erfahren müssen, dass ich nur sagen kann, dass ich nicht wüsste, ob ich, wäre ich an ihrer Stelle, noch stehen würde.
Es sind so viele Dinge passiert, wo ich fast gekotzt habe, weil man sich es nicht vorzustellen vermag. Sie hat Jahre des Grauens und der Demütigung, der Misshandlungen, Isolation und Gefangenschaft hinter sich und das ist nur so ein Teil dessen, was sie durch machen musste. Dass sie bestimmt noch heute durchlebt teilweise. Ich finde, man merkt schon sehr schnell am Anfang des Buches, was für eine starke Persönlichkeit sie ist, welch eine unglaubliche Kämpferin in ihr steckt und doch ist sie eben genau das Kind gewesen, welches ihr eingebläut wurde. Verängstigt und vollkommen isoliert von allem und jedem, entgegen dem, was sie immer wollte.

Ich kann euch das Buch wirklich nur ans Herz legen, ABER mit einem starken Magen, vielen Taschentüchern und verdammt starken Nerven, denn sonst werdet ihr nur wütend, weinend und verzweifelt den Kopf schütteln beim Lesen, bis zu der Stelle, an der es der Lieben Amelie endlich besser geht.

Liebe Amelie,
Ich weiß, dass du dies hier gleich oder später lesen wirst und wie ich dir schon oer PN gesagt habe, ich habe unglaublichen Respekt vor dir. Ich bewundere deine Starke und selbstbewusste Art und Weise und ich hoffe so sehr, dass dich die Vergangenheit nicht allzusehr heimsucht. Du jetzt wirklich das glückliche Leben führen darfst und vor allem kannst, welches du Verdienst. Denn du hast wirklich gekämpft für das was du nun bist! Bleib stark und lasse dich von niemandem mehr unterkriegen <3 <3 <3

Ich wünsche einen wundervollen Abend.

Liebe Grüße
Carmen

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Veröffentlicht am 26.01.2020

Als hätte der Himmel mich vergessen

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Ich möchte mich bei Amelie Sander bedanken, dass ich "Als hätte der Himmel mich vergessen: Verwahrlost und misshandelt im eigenen Elternhaus"als Rezensionsexemplar lesen durfte. Meine ehrliche Meinung ...

Ich möchte mich bei Amelie Sander bedanken, dass ich "Als hätte der Himmel mich vergessen: Verwahrlost und misshandelt im eigenen Elternhaus"als Rezensionsexemplar lesen durfte. Meine ehrliche Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst.

Cover:
Das Cover zeigt uns schon ein trauriges Kind, vom dem eine Hoffnungslosigkeit ausgeht.

Story:
Pro Tag muss ihr ein Becher Wasser reichen, am Mittagstisch bekommt sie von der Mahlzeit einen Löffel voll, während sich die anderen sattessen. Von ihrem 4. Lebensjahr an wird Amelie von ihrer Stiefmutter terrorisiert, gequält und in Gefangenschaft gehalten. Der Außenwelt erklärt die Familie, Amelie sei behindert, so können sie ihren perfiden Sadismus jahrelang ungehindert ausleben. Erst mit 21 gelingt Amelie die Flucht. Sie hat lange gebraucht, die Traumata zu verarbeiten, aber jetzt ist sie bereit, ihre bewegende Geschichte zu erzählen.

Fazit:
Ich bin ja selten um Worte verlegen, aber diesmal bin ich es wirklich. Dieses Buch hinterlässt mich sprachlos. Schon bei, Lesen musste ich immer wieder Pausen einlegen, denn das was Amelie da wiedergibt ist nichts für schwache Nerven. Nein es handelt sich nicht um ein erfunden Thriller. Es handelt sich um die grausame Wirklichkeit eines kleinen Mädchens. Sie erzählt uns ihre Geschichte und es ist unfassbar was hinter geschlossenen Türen so alles passiert. Was ein Kind alles ertragen kann und wie tief die Spuren in der Seele dann doch sind, übersteigt alle Vorstellungen. Der Mut alles aufzuschreiben, verdient meinen Respekt.
Die Emotionen die ich beim Lesen hatte waren vor allem Wut und Fassungslosigkeit. Ich hoffe für mich, dass ich immer rechtzeitig hinschaue und lieber einmal mehr nachfrage, als bequeme wegzuschauen. Ich kann Amelies Geschichte nicht erzählen, denn das hat sie selbst sehr beindruckend getan. Ich kann nur sagen, lest dieses Buch.

Leseempfehlung:
Von mir eine klare Leseempfehlung mit dem Hinweis, dass es eine wahre Geschichte ist diese geht auch dem Leser an die Substanz.

Veröffentlicht am 12.01.2020

Wirst du stark genug bleiben?

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Amelie versucht jahrelang ihrer „Mutter“ zu gefallen und immer das richtige zu tun, doch egal was sie macht es ist doch immer das Falsche und jedes Mal aufs Neue wird sie bestraft. Als Kind weiß sie manchmal ...

Amelie versucht jahrelang ihrer „Mutter“ zu gefallen und immer das richtige zu tun, doch egal was sie macht es ist doch immer das Falsche und jedes Mal aufs Neue wird sie bestraft. Als Kind weiß sie manchmal schon gar nicht mehr was sie tun soll, da sich auch die Aussagen von ihrem Vater und ihrer „Mutter“ unterscheiden. Und wieder ist es, dass sie bestraft wird, doch auch wenn das nicht genug ist, wird sie immer weiter von allem abgeschottet, egal ob von der Außenwelt oder von ihrer eigentlichen Familie. Erst später wird ihr vor den Kopf geworfen, dass ihre „Mutter“ gar nicht ihre leibliche Mutter ist und so erfährt sie auch, dass sie auch eigentlich eine Schwester hatte.
Dies alles erfahren wir, als sie es endlich mit der richtigen Hilfe nach 21 Jahren schafft da raus zu kommen. Und wir erfahren wie sie jeden Tag kämpft und selbst nach ihrer Flucht, kommen die Erinnerungen immer wieder hoch.

Fazit
Ich finde es immer noch grauenvoll, dass dieses Thema und auch was damit zusammenhängt noch immer ein Tabu Thema ist! Und wenn sich dann solche Kinder endlich trauen etwas zu sagen und so um Hilfe bitten, dann sollte es ihnen nicht verwehrt werden, sondern ihnen sollte man helfen! Natürlich gibt es auch Kinder, die wird es immer geben, die meinen so kommen sie einfach immer im weiter, auch wenn sie einfach nur gerade kein Bock auf ihre Eltern haben. Aber wofür gibt es denn Spezialisten, die sich mit den Kindern auseinandersetzen können, um herauszufinden was genau los ist und ihnen zu helfen. Noch erschreckender finde ich es aber, dass die Lehrer und die Ärzte Amelie so schnell aufgegeben haben, dass sie nicht gemerkt haben in was für einem „Bann“ sie stand, dass sie sich nicht untersuchen lassen durfte oder das sie nicht reden durfte.

Sterne
5 von 5 Sternen

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