Cover-Bild Abschied für immer und nie

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16,90
inkl. MwSt
  • Verlag: HarperCollins
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 10.11.2015
  • ISBN: 9783959670104
Amy Reed

Abschied für immer und nie

Maike Müller (Übersetzer)

Ein Leben außer Kontrolle.

"Mal im Ernst, Evie, was haben wir schon zu verlieren?"

Was die krebskranke Evie noch will, ist eine letzte Reise. Noch einmal das Adrenalin in den Adern spüren. Noch einmal auf den Rat ihrer Freundin Stella hören: Lebe wagemutig. Aber die Flucht aus der Klinik wird alles verändern …

Evie fällt es unsagbar schwer, in die Welt der Gesunden zurückzufinden. Bis sie Marcus trifft. In seiner Nähe fühlt sie sich lebendig. In seinen Exzessen, seinen fantastischen Höhenflügen. Nur ahnt sie nicht, dass sie nur einen Schritt vor dem Abgrund steht …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.10.2019

Depremierend, herunter ziehend - nichts für mich

1

MEINE MEINUNG
Von dem Buch habe ich noch nie etwas gehört, bis ich es zufällig in der Bibliothek entdeckt habe. Es hat mich sehr an "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" oder ähnliches erinnert, weswegen ...

MEINE MEINUNG
Von dem Buch habe ich noch nie etwas gehört, bis ich es zufällig in der Bibliothek entdeckt habe. Es hat mich sehr an "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" oder ähnliches erinnert, weswegen ich ganz gespannt auf den Inhalt war.

Evie hat in ihrem Teenager-Alter länger das Krankenhaus von innen gesehen, wie die meisten ihrer Freunde. Sie ist an Krebs erkrankt und ist momentan stationär im Krankenhaus aufgenommen. Dort hat sie zwei gute Freunde, Caleb und Stella, gefunden, die ihr Leid teilen und das Beste aus der Situation machen wollen. Während Caleb ein süßer junger Mann ist, der eher schüchtern und vorsichtig auftritt, ist Stella das komplette Gegenteil. Sie ist mutig, lässt sich nicht unterkriegen und ist etwas vorlaut. Sie bringt Evie immer wieder an ihre Grenzen und bewegt sie stets dazu, sich mehr zu trauen. Und als Evie dann überraschend die Klinik verlassen darf, scheint sie genau das auch befolgen zu wollen. Mutiger zu sein, eine andere Evie, als die vor der Krankheit...
Puh, was soll ich nur sagen? Anfangs war mir Evie noch ganz sympathisch. Sie tritt oft wehleidig auf, was natürlich absolut in Ordnung ist, aber sie scheint gar nicht zu verstehen, wie schwer die Krankheit auch für ihre Familie und Freunde ist. Sie nimmt es stets als selbstverständlich hin, dass sie sie besuchen oder sich etwas schönes für sie überlegen und tut dies relativ undankbar ab. Auch im Nachhinein behandelt sie ihre Mitmenschen, besonders Familie und gute Freunde, überhaupt nicht gut. Das hat sie mir schnell unsympathisch gemacht, aber ich hatte noch Hoffnung für den weiteren Verlauf des Buches.

Leider wird diese Überheblichkeit nur noch schlimmer, besonders nachdem sie aus dem Krankenhaus entlassen wird, scheint sich ihr Charakter um 180 Grad gewandelt zu haben - leider in eine sehr negative Richtung.
Zudem habe ich den Klappentext absolut falsch verstanden und mir etwas ganz anderes erhofft.

"Was die krebskranke Evie noch will, ist eine letzte Reise. Noch einmal das Adrenalin in den Adern spüren. Aber die Flucht aus der Klinik wird alles verändern ... " (Klappentext)

Bei diesen Sätzen habe ich gleich an "Mein bester letzter Sommer" von Anne Freytag. Ich dachte, die Protagonisten fliehen (eher unerlaubt) aus der Klinik und brechen zu einem kleinen Roadtrip auf. Nein, nichts überhaupt in diese Richtung. Es gibt keine Reise, höchstens eine metaphorisch-emotionale.
Der Inhalt ist deutlich negativer belegt und herunterziehend, als erwartet. Dass es kein Wohlfühl-Glücklichmach-Buch wird, war mir schon klar. Aber in den von mir als Beispiel aufgeführten, ähnlichen Büchern haben die Autoren es geschafft, trotz der negativen Ausgangslage etwas schönes, emotionales und auch aufmunterndes zu schaffen.

Ich möchte nicht zu viel vom Inhalt verraten, aber um meine Meinung wirklich begründen zu können, werden jetzt Spoiler folgen!

ACHTUNG SPOILER!!
"Evie fällt es unsagbar schwer, in die Welt der Gesunden zurückzufinden." (Klappentext)
Auch aus diesem Satz hatte ich etwas anderes vermutet, aber nicht, dass sie eine plötzliche Wunderheilung erlebt, denn genau das war es. Zunächst hat sie nicht viel Zeit zu leben, scherzt oft über ihren Tod und auf einmal - aus dem Nichts! - ist sie soweit geheilt, dass sie wieder nach Hause darf. Das war für mich eine derart überraschende und unrealistische Wendung, dass ich fast schon keine Lust mehr hatte, weiterzulesen.

Als sie nun endlich nach Hause darf, scheint sie wie ausgewechselt. Mit ihrem liebenvollen Freund, der immer für sie da war und all ihre unsympathischen Handlungen ignoriert hat, macht sie Schluss. Caleb, der sympathische Junge aus der Klinik wird versetzt und liegen gelassen. Ihre beste Freundin möchte sie auch nicht sehen und ihre Eltern werden absolut ignoriert. Sie driftet in eine ganze komische Richtung ab, in der auch viele Drogen im Spiel sind. Ihr neuer Freund, Marcus, scheint für sie wie eine Rettung aus ihrem ach so schrecklichen Leben. Doch auch er erkennt schnell, dass es ihr nicht gut geht und sich helfen lassen muss, was sie aber nicht warhhaben möchte.

Ich habe von ihr erwartet, ihr neu zurückgewonnenes Leben zu genießen und aus der Krankheit wachsen zu können. Dass sie sich zwar verändert und mutiger ist, sich mehr traut und auch außergewöhnliche Dinge tut, aber gleichzeitig das Leben neu genießt. Ich kann mir nicht vorstellen wie es ist, eine solche Krankheit durchleben zu müssen, aber ich schätze dass Depression auch nach "Heilung" nicht ungewöhnlich sind. Da kann ich Evies Verhalten einerseits schon nachvollziehen, doch die fehlende Wendung ins Gute, die fehlende Einsicht und die immer unrealistischer wirkende handlung hat es für mich zu einem unerträglichen Buch gemacht.
SPOILER ENDE


FAZIT
Nach zahlreichen guten Jugend-Büchern über Krankheiten war dieses hier eine große Enttäuschung. Die Protagonistin ist mir absolut unsympathisch gewesen, was sich im Laufe des Buches immer mehr verschlimmert statt verbessert. Die Handlung ist eine absolut andere, als ich mir vom Klappentext erhofft habe und leider hat sie mir so überhaupt nicht gefallen. Die negative Grundstimmung und die fehlenden Einsichten, Wendungen und Sympathien haben dazu geführt, dass ich das Buch am liebsten abgebrochen hätte.

Veröffentlicht am 28.12.2019

Toller Start, lange Zeit sehr emotional, aber am Ende nicht mehr wirklich die Kurve bekommen

0

Meinung:
Spätestens seit „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ sind Krebsbücher ja total In und auch ich lese immer mal wieder gerne eines und lasse mich von dem besonderen Gefühl, das ein gutes Buch ...

Meinung:
Spätestens seit „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ sind Krebsbücher ja total In und auch ich lese immer mal wieder gerne eines und lasse mich von dem besonderen Gefühl, das ein gutes Buch mit diesem schwierigen Thema erschafft, mitreißen. Und die ersten 100 Seiten von „Abschied für immer und nie“ waren in meinen Augen wirklich perfekt.

Evie ist todkrank und das Ende scheint nah. Doch trotz allem hat sie in der Klinik wunderbare Freunde gefunden mit denen sie die schwere Zeit dort übersteht. Obwohl das Grundthema bedrückend ist, ist dieser Anfang extrem emotional, fesselnd und auch von humorvollen Szenen geprägt. Evie selbst ist mitfühlend und hat sich mit ihrem Los eigentlich abgefunden. Diese erste Drittel versprüht solch eine Herzenswärme, die mich total überzeugt hat.

Doch dann kommt die große Wende und es beginnt das, was im Klappentext beschrieben wird. Evie kommt mit der großen Wendung nicht klar, fühlt sich ihrem Leben nicht mehr dazugehörig und beginnt sich zu verändern. Langsam, Schritt für Schritt und wenn auch nicht wirklich sympathisch, so zumindest lange Zeit aus ihrer Sicht doch irgendwie nachvollziehbar. Auch wenn sie alles und jeden mit Füßen tritt, konnte ich sie doch lange Zeit verstehen und mit ihr mitleiden. Doch gleichzeitig tat es mir, je länger das anhält und je verletztender sie wird, richtig weh, die vorherige Herzenswärme immer mehr diesem leidverschuldetem Egoismus und einem zerstörerischen Selbstmitleid weichen zu sehen. Und auch wenn ich Evie auf ihre Art echt lange verstehen konnt, wurde es mir mit der Zeit einfach etwas zu viel.

Ich finde es toll, dass der Roman das schwierige Thema, wie Krankheit das Leben aller bestimmt und wie schwer es ist, dort wieder hineinzufinden, behandelt. Das kommt sonst bei der restlichen Tragik oft zu kurz, wurde hier aber auch wirklich interessant und zu bestimmten Teilen auch sehr nachvollziehbar dargestellt. Vor allem die emotionale Seite und Evies innere Zerissenheit konnte die Autorin unglaublich gut beschreiben.

Der Roman hat zwar ein endgültiges Ende, das vielleicht auch zur Entwicklung der Handlung und zu dem, was die Autorin verdeutlichen will passt, aber ich hatte mir ja doch etwas anderes erhofft.

Lesen lässt sich die Geschichte extrem schnell und flüssig. Die Autorin schreibt auch sehr emotional, nachvollziehbar und unglaublich intensiv, sodass das Lesen eigentlich Spaß macht und der Leser unbedingt wissen will, ob Evie wieder den Weg zurück findet.

Fazit:
Das erste Drittel konnte mich auf allen Ebenen überzeugen und auch als danach die Wendung kommt, konnte ich die Entwicklungen lange Zeit zumindest noch nachvollziehen und fand die Idee dahinter ansprechend. Aber gegen Ende wird es immer extremer, es fällt immer schwerer mit Evie Mitleid zu haben und der Schluss selbst mag zwar zur Geschichte passen, mir hat er aber nicht gefallen. Vor allem die emotionale Umsetzung ist für ein Debüt echt bemerkenswert und alles in allem gibt es gute 3 Sterne.

Veröffentlicht am 16.11.2017

Eine nervige Protagonistin aber eine atemberaubende Geschichte!

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Meine Meinung: Ich schlage das Buch auf, beginne zu lesen, lese weiter und weiter und weiter und bin verliebt in dieses sagenhaft schöne Buch. Bis es mir plötzlich nicht mehr gefällt. Genau das ist mein ...

Meine Meinung: Ich schlage das Buch auf, beginne zu lesen, lese weiter und weiter und weiter und bin verliebt in dieses sagenhaft schöne Buch. Bis es mir plötzlich nicht mehr gefällt. Genau das ist mein Fazit, wenn ich nur einen Abschnitt zu Abschied für immer und nie schreiben dürfte. Sehr begeistert von dem Klappentext habe ich mich riesig auf das Buch gefreut und wurde anfangs nicht enttäuscht. Ich habe mich direkt in Amy Reeds Schreibstil verliebt, der so wundervoll poetisch ist, dass man sich am liebsten jede Stelle im Buch als Lieblingsstelle anstreichen möchte. Faszinierend war es für mich, vom Leben von Evie, Stella und Caleb zu erfahren, die alle drei an Krebs erkrankt und in einer Klinik sind. Für alle drei sieht es nicht gut aus und trotzdem meistern sie diese schwierige Zeit mit einem Menge Humor. Caleb habe ich sofort in mein Herz geschlossen und bei Stella fiel es mir ein wenig schwerer. Dennoch wurde sie mir nach und nach auch immer sympathischer. Wer mich von Anfang an allerdings nicht begeistern konnte, war Evie. Sie hat von Anfang an eine überhebliche Art, stellt sich höher als ihre gesunden Mitmenschen. Ich konnte sie einfach nicht nachvollziehen.
Das alles verstärkt sich noch einmal, als Evie aus sonderbaren Gründen geheilt wird und nach Hause darf. Sie ist gesund und dennoch behandeln ihre Mitmenschen, ihre Familie, ihre Freundinnen aus der Schule und auch Will, ihr Freund, sie noch immer mit größter Vorsicht. Das passt Evie nicht. Das kann ich zwar verstehen aber ich kann auch das Verhalten ihrer Mitmenschen nachvollziehen. Besonders Will gibt sich die größte Mühe, wird aber entweder von ihr abgestoßen oder, wenn es die Situation wieder erfordert, wie ein Hund herbeizitiert. Evie verfällt den Drogen und verspielt viele Dinge. Sie wendet sich von Caleb und der Klinik ab und meldet sich dort nicht mehr. Menschen, die ihr helfen möchten sind nervig und der einzige der gut ist, ist Marcus, der sie nicht so behandelt wie alle anderen. Ist ja auch nicht so schwer. Denn Marcus weiß ja gar nicht, dass Evie krank war und fast gestorben wäre…. Letztendlich macht Evies Entwicklung viele, viele Schritte zurück und sie war ehrlich gesagt die Enttäuschung des Buches.
Ich kann diesen Kampf, den eine Person macht, die sich unerwartet von einer solch schweren Krankheit erholt, nachvollziehen. Es scheint nicht leicht zu sein und das mag ich auch nie behaupten. Allerdings hätte ich mir gegen Ende eine Steigerung erhofft. Mir hat es nämlich ehrlich gesagt sehr gefallen, von Evies Krankheit zu erfahren und mit den Problemen konfrontiert zu werden, die sie zu Hause erwarten. Aber an irgendeinem Punkt wollte ich einfach eine Wendung sehen. Abgesehen von Evie illustriert dieses Buch das Thema Krebs noch einmal von einer anderen Seite. Nicht nur die Kranken stehen im Mittelpunkt der Geschichte sondern auch deren Angehörigen. Dieser Aspekt sowie der tolle Schreibstil der Autorin haben mich das Buch wirklich lieben lassen. Ich bin nun gespannt auf den zweiten Teil der Dilogie, der aus Marcus Sicht erzählt wird. Obwohl ich sehr gehofft habe, dass sich Evie wieder für Will entscheidet, bin ich gespannt auf Marcus Geschichte und hoffe auf eine Entwicklung Evies.


Bewertung: Ich bin begeistert von der Story dieser etwas anderen Krebsgeschichte. Es war erfrischend etwas Neues zu lesen und Amy Reeds Schreibstil hat das ganze positiv unterstützt. Sehr gestört haben mich allerdings die Protagonistin Evie sowie deren fehlende Entwicklung. Ich möchte Abschied für immer und nie 3,5 Füchschen geben und werde sie auf 4 von 5 Füchschen aufrunden, denn den Schreibstil und die Idee der Autorin können für mich Evie wett machen.

Veröffentlicht am 03.11.2017

Leider ohne tiefere Botschaft

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Klappentext
„‘Mal im Ernst, Evie, was haben wir schon zu verlieren?‘ Was die krebskranke Evie noch will, ist eine letzte Reise. Noch einmal das Adrenalin in den Adern spüren. Noch einmal auf den Rat ihrer ...

Klappentext
„‘Mal im Ernst, Evie, was haben wir schon zu verlieren?‘ Was die krebskranke Evie noch will, ist eine letzte Reise. Noch einmal das Adrenalin in den Adern spüren. Noch einmal auf den Rat ihrer Freundin Stella hören: Lebe wagemutig. Aber die Flucht aus der Klinik wird alles verändern? Evie fällt es unsagbar schwer, in die Welt der Gesunden zurückzufinden. Bis sie Marcus trifft. In seiner Nähe fühlt sie sich lebendig. In seinen Exzessen, seinen fantastischen Höhenflügen. Nur ahnt sie nicht, dass sie nur einen Schritt vor dem Abgrund steht?“

Gestaltung
Auch wenn ich zwischen Cover und Handlung keine Verbindungen erkennen kann, so gefällt mir die Aufmachung doch sehr gut. Die Farben sind hervorragend aufeinander abgestimmt und der Titel sticht auch super hervor. Vor allem dass die Buchstaben mit helleren und dunkleren Farben hinterlegt sind, sieht super aus, da es zu den Lichtern der Stadt am unteren Coverrand passt.

Meine Meinung
Als mir der Klappentext von „Abschied für immer und nie“ begegnet ist, war mir bewusst, dass es sich hier um eine ernstere und traurige Geschichte handeln würde. Immerhin hat Protagonistin Evie Krebs. Jedoch habe ich auch einen gewissen Hoffnungsschimmer erwartet. Eine Geschichte, die von Kraft zeugt und die Stärke krebskranker Menschen hervorheben würde.

Doch was der Klappentext nicht eindeutig verrät (bzw. was mir erst nun nach Lesen des Buches klar wird, da es im Klappentext nur angedeutet wird): Die erste Hälfte des Buches befasst sich damit, wie das junge Mädchen versucht mit ihrer schweren Diagnose klar zu kommen. Sie beschäftigt sich damit, wie sie die ihr noch verbliebene Zeit verbringen will. Evies Einstellung zum Leben ändert sich. Die zweite Hälfte spielt dann jedoch wieder in Evies ganz normalem Alltagsleben, nachdem sie aus dem Krankenhaus entlassen wurde und das Gröbste „überstanden“ ist (ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten).

In dieser zweiten Hälfte wendet sich Evie nun jedoch den Medikamenten und den Drogen zu. Medikamentenmissbrauch und Sucht sind hier die Hauptthemen. Konnte ich in der ersten Buchhälfte noch mit den Figuren mitfühlen und mich in sie hineinversetzen, so war mir Evie in der zweiten Hälfte oftmals zu undurchschaubar und manchmal sogar geradezu nervig. Sie bemitleidet sich selber und das für meinen Geschmack zu viel und oft. Statt etwas gegen ihr Schicksal zu unternehmen, flieht sie in den massiven Missbrauch von Tabletten, um sich so zu betäuben. Sie kommt in ihrem eigenen Leben nicht mehr klar. Leider kam auch ich zu diesem Zeitpunkt mit etwas nicht mehr klar: nämlich mit Evie.

Ich dachte, ich würde hier eine lebesbejahende Geschichte mit einem Hoffnungsschimmer vorfinden. Stattdessen eröffnete sich mir eher eine zerstörerische Protagonistin voller Wut und Rebellion. Wäre diese zweite Hälfte nicht gewesen, so hätte mich „Abschied für immer und nie“ durchaus überzeugen können, aber so konnte ich dieses Buch einfach nicht verstehen. Warum diese Kombination aus Krebsgeschichte und Tablettenmissbrauch?

Mir fehlte die tiefere Botschaft, ein Sinn hinter allem. Natürlich müssen Bücher nicht immer belehrend sein, aber bei solch einer ernsten Thematik (bzw. in diesem Fall ja sogar die Kombination aus zwei ernsten Themen!) erwarte ich einfach, dass ich am Ende zu einer Erkenntnis gelange oder dass mir das Buch eine Botschaft mit auf den Weg gibt. Aber nein. Nichts.

Fazit
„Abschied für immer und nie“ ist eher durchwachsen. Nach einem schönen Start, der mir gut gefallen hat, folgt eine wirklich sehr krasse, abrupte Wendung, die die Geschichte in Bahnen gelenkt hat, die mir nicht mehr ganz so gut gefallen haben. Protagonistin Evie hat sich sehr verändert und bei mir an Sympathiepunkten eingebüßt aufgrund ihres Selbstmitleides und ihrer Tatenlosigkeit. Sie greift zu Tabletten statt zu versuchen, ihre Probleme anders anzugehen.
3 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Veröffentlicht am 07.06.2017

Vom Tod und dem Leben

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Evie hat Krebs und wird sterben.
Auf der onkologischen Station der Kinderklinik verbringt sie die meiste Zeit und zusammen mit ihren Freunden lebt sie in ihrer eigenen Welt.


Doch dann geschieht das ...

Evie hat Krebs und wird sterben.
Auf der onkologischen Station der Kinderklinik verbringt sie die meiste Zeit und zusammen mit ihren Freunden lebt sie in ihrer eigenen Welt.


Doch dann geschieht das undenkbare: Evie darf das Krankenhaus verlassen.


Zurück in der "normalen Welt" fällt es ihr sehr schwer sich einzufinden und lernt dann Marcus kennen und fühlt sich ihm sofort verbunden.
Doch auch et kann ihr nicht helfen, langsam aber sicher abzurutschen...




Fazit:


Das Buch habe ich in 24 Stunden durchgelesen und der Schreibstil lässt einen gut in die Geschichte kommen.
Zu Beginn leidet man mit Evie und ich fand sie sehr sympathisch. Doch umso weiter die Geschichte fortschreitet wird es immer schwerer sich ihr noch verbunden zu fühlen.


Ich muss sagen, dass mir die 2. Hälfte des Buches leider zu sehr aus Teenie-Trotz besteht und das Ende hat mich leider auch überhaupt nicht zufrieden gestellt. Ich hätte mir alles in allem eine rundere Geschichte mit vllt einem Happyend gewünscht.