Cover-Bild Geburtstagskind

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14,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Ullstein Paperback
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Polit und Justiz
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 560
  • Ersterscheinung: 03.08.2020
  • ISBN: 9783864931451
Anders Roslund

Geburtstagskind

Kriminalroman
UIla Ackermann (Übersetzer)

Die Krimisensation aus Schweden!

Fünf rote Kerzen auf einem Geburtstagskuchen. Zanas Vorfreude ist groß. Doch dieser Tag verändert alles für ihre Familie. Dabei wollte sie nur mit allen "Happy Birthday!" singen.

Als Kommissar Ewert Grens das Stockholmer Apartment betritt, nehmen ihm der Geruch schlecht gewordenen Essens und der Geruch nach Verwesung den Atem. Was er dann erblickt, wird er nie wieder vergessen. Fast zwanzig Jahre später steht er wieder in demselben Apartment. Jemand ist zurückgekehrt und sucht nun nach Zana. Grens weiß, die Zeit ist knapp, er muss Zana vor ihren Verfolgern finden.

Anders Roslund erzählt von Verrat und Rache, seine Ermittler Grens und Hoffman gehen drei Tage lang durch die Hölle.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2020

Anders als erwartet, aber dennoch fesselnd

1

Als junger Polizist wird Kommissar Ewert Grens in eine Stockholmer Wohnung gerufen, in der sich ihm ein schockierendes Bild bietet.
Zwischen den verwesenden Leichen ihrer Familie tanzt Zana um ihren Geburtstagskuchen ...

Als junger Polizist wird Kommissar Ewert Grens in eine Stockholmer Wohnung gerufen, in der sich ihm ein schockierendes Bild bietet.
Zwischen den verwesenden Leichen ihrer Familie tanzt Zana um ihren Geburtstagskuchen mit den fünf Kerzen darauf und singt "Happy Birthday".
20 Jahre später wird der selbe Kommissar zu einem Einbruch in die selbe Wohnung gerufen und an den Schauplatz eines Mordes, der Parallelen zu dem 20 Jahre alten Fall aufweist.
Ist Zana als einzige Überlebende der damaligen Tat in Gefahr?
Bald findet sich Kommissar Grens auf direktem Weg in die Hölle in einem Strudel aus Verrat, Haß und Rache wieder.

Der Einstieg in das Buch mit der schockierenden Darstellung der "Geburtstagsfeier" hat sich als Bild in meinen Kopf gebrannt und ist stets präsent geblieben.
Auch als sich die Geschichte von hier aus in unterschiedlichen Erzählsträngen plötzlich in eine völlig andere Richtung bewegt, gelingt es dem Autor mich mit überraschenden Wendungen, einer komplexen Handlung und einem konstanten Spannungsbogen zu fesseln.

Aber...ich war andererseits trotz allem auch enttäuscht, denn ich hatte anhand des Klappentextes völlig andere Erwartungen an das Buch.
Wäre mir dies vor dem Lesen bewußt gewesen, hätte ich mich nicht für das Buch entschieden.

Dennoch vergebe ich gerne 4 Sterne, denn die raffinierte und gut durchdachte Handlung und die überzeugende Charaktere haben mich gefesselt und gespannt weiterlesen lassen.

Veröffentlicht am 16.01.2021

Luft nach oben.

0

Der Klappentext war sehr ansprechend geschrieben, sodass ich sehr neugierig auf das Buch war und mich gefreut habe es endlich zu lesen.
Die ersten Seiten fangen direkt mit Gänsehaut an und ich fand die ...

Der Klappentext war sehr ansprechend geschrieben, sodass ich sehr neugierig auf das Buch war und mich gefreut habe es endlich zu lesen.
Die ersten Seiten fangen direkt mit Gänsehaut an und ich fand die ersten Seiten mit dem Ermittler Grens, der mir wirklich sehr sympathisch war, spannend zu verfolgen und war sehr gespannt auf alles weitere. Dann kam plötzlich ein anderer Mann und ich hatte das Gefühl, in einer völlig anderen Geschichte zu sein. Zugegeben, es hat mich sehr verwirrt, dass es plötzlich um was ganz anderes ging als noch zu Beginn der Geschichte. Zwar war auch die Geschichte irgendwie spannend, aber es hat mich sehr viel Kraft gekostet, mich mit Hoffmanns Art anzufreunden. Irgendwie war er mir unsympathisch. Der Mittelteil war so in die Länge gezogen, durch viele Informationen die für mich eher unrelevant waren, sodass ich wirklich am überlegen war das Buch abzubrechen und ich nur sehr mühsam voran kam mit dem Lesen. Im Laufe der Geschichte lernt man, dass die beiden sich schon kennen und versteht, wieso Hoffmann für die Geschichte wichtig ist.
Was mich zudem sehr gestört hat ist, dass es keine richtigen Kapitel gibt und man eigentlich immer von einem zum anderen springt, ohne es vorher zu wissen. Das fand ich teilweise wirklich anstrengend.
Ich habe mich dennoch bis zum Ende durchgequält und das Ende gefiel mir tatsächlich gabz gut, es war eine Überraschung wie es aufgelöst wurde.
Von mir gibt es trotzdem „nur" 3 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.12.2020

Cold Case mit Maulwurf

0

Kommissar Ewert Grens hat vor 20 Jahren ein kleines Mädchen, Zana, aus einer Albtraumszenerie heraus in ein neues Leben getragen. Wirklich losgelassen hat er dieses Kind jedoch nie, auch weil er Fall nicht ...

Kommissar Ewert Grens hat vor 20 Jahren ein kleines Mädchen, Zana, aus einer Albtraumszenerie heraus in ein neues Leben getragen. Wirklich losgelassen hat er dieses Kind jedoch nie, auch weil er Fall nicht aufklären konnte. Heute steht er wieder in jenem Appartement, dem damaligen Tatort. Es wurde eingebrochen. Aber augenscheinlich nichts gestohlen. Befindet sich Zana in akuter Lebensgefahr?

Piet Hoffmann erhält anonym den Auftrag, einen Mord zu begehen. Der Auftraggeber hat Insiderwissen, hält geheimes Material mit höchster Sprengkraft in den Händen. Während Hoffmann Zeit schindet, indem er unerwartete Schwierigkeiten vorschiebt, trifft er im Verborgenen alle notwendigen Vorkehrungen, um seine Familie in Sicherheit zu bringen sowie selbst unterzutauchen, um den Auftraggeber zu identifizieren und die Bedrohung abzustellen.

Ich erkenne zunächst keinerlei Zusammenhang zwischen den Handlungssträngen, ungeachtet der offenbar unabdingbaren, geheimen Zusammenarbeit von Grens und Hoffmann. Die Verstrickung beider Ermittlungen eröffnet sich in kleinen Schritten, die volle Bandbreite erfasse ich jedoch erst im spannenden Finale.

„Geburtstagskind“ beginnt wie ein solider Kriminalroman. Mit dem Erscheinen von Piet Hoffmann verändert sich jedoch die Stimmung; ich habe eine Weile den Eindruck, plötzlich ein völlig anderes Buch zu lesen, welches mich nicht sonderlich interessiert. Ich muss jedoch einräumen, dass ich zwischen diesen Schauplätzen eine größere Lesepause einschieben musste, was allein schon diesen Eindruck bedingen kann.
Nach etwa der Hälfte des Buches gewährt Anders Roslund mir einen Blick auf den möglichen Zusammenhang, so dass ich den Fortgang der Geschichte genießen kann.

Wenn man bereit ist, eine gewisse „Durststrecke“ in Kauf zu nehmen und dranzubleiben, bietet dieser Krimi ein „rundes“ Lesevergnügen.


Anders Roslund, Geburtstagskind, Kriminalroman, broschierte Ausgabe, Ullstein Paperback, 14,99 €, 526 Seiten, Erscheinungstermin 03.08.2020

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.12.2020

Spannender Plot

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Eigentlich wäre der Fall eines Einbruchs, bei dem nicht einmal etwas entwendet wurde, keine Angelegenheit für Ewert Grens. Allerdings macht ihn die Anschrift sofort stutzig, denn diese hat er nie vergessen. ...

Eigentlich wäre der Fall eines Einbruchs, bei dem nicht einmal etwas entwendet wurde, keine Angelegenheit für Ewert Grens. Allerdings macht ihn die Anschrift sofort stutzig, denn diese hat er nie vergessen. Siebzehn Jahre ist es her, dass er schon einmal genau zu dieser Adresse gerufen wurde und damals war es ein schockierender Fall, den er nie lösen konnte. Damals alarmierten die Nachbarn die Polizei, weil ein merkwürdiger Geruch und laute Musik aus der Wohnung drangen und das Bild in der Wohnung wird er wohl nie vergessen. Eine Geburtstagstorte auf dem Küchentisch mit fünf Kerzen, ein kleines Mädchen für die diese bestimmt war und eine Familie, die hingerichtet wurde. Bis auf die Kleinste, die über mehrere Tage allein mit ihrer getöteten Familie in der Wohnung war. Doch was soll der Einbruch mit dem Fall von damals zu tun haben? Als dann noch einer der Verdächtigen von damals ermordet aufgefunden wird, glaubt Grens nicht mehr an Zufälle und beginnt wieder zu ermitteln.
Meine Meinung
Bei diesem Krimi hat mich der Klappentext gleich neugierig gemacht, gerade auch weil es hier um einen aktuellen Fall geht, der Verbindungen zu einem Cold Case hat.
Schon der Prolog wirkt wie ein Schock, denn Anders Roslund erzählt aus der Sicht des fünfjährigen Mädchens, das allein mit ihren ermordeten Eltern und Geschwistern tagelang in einer Wohnung war. Das wird wirklich so intensiv beschrieben, dass man umgehend Mitleid mit dem Mädchen hat und während des gesamten Thrillers denkt man immer wieder zurück an das kleine Mädchen in der Wohnung.
Anders Roslund erzählt sehr fesselnd und gut vorstellbar. Die Szenarien, die er schildert, erwachen schnell zum Leben. Das Thema, das er hier wählt, ist aktuell und der Krimi wirkt glaubhaft. Der Plot ist durchweg spannend gehalten, auch wenn vieles recht ausführlich geschildert wird. Hier wirkt genau das, denn dabei werden die Bilder erst recht lebendig.
Unterteilt ist der Krimi in acht größeren Abschnitten, bei dem jeder einzelne aus einer anderen Perspektive geschildert wird. Irgendwann in Richtung Ende hatte ich dann doch eine Idee, wer hinter den Morden an den ehemals Verdächtigen steckt, trotzdem fand ich das ganze sehr gut gelöst und glaubhaft.
Neben dem Ermittler Grens stehen hier noch zwei weitere Personen im Vordergrund. Zum einen Piet Hoffmann, ehemaliger Krimineller, der als Informant für Grens gearbeitet hat und der hier Grens um seine Hilfe bittet, als seine eigene Familie in Gefahr gerät. Zum anderen beobachtet der Leser später das Mädchen aus dem Prolog. Während die Perspektiven Grens und Hoffmanns durch einen dritte Person Erzähler dargestellt wird, erfährt man von dem Mädchen in der Ich-Perspektive. Gerade dadurch bekommt man ein noch intensiveres Verständnis für das Mädchen.
Ewert Grens ist ein Ermittler kurz vor der Pension, vor der sich insgeheim fürchtet. Seine Figur fand ich sehr authentisch und glaubwürdig. Piet Hoffmann ist mit allen Wassern gewaschen und mir gleich von Beginn an sympathisch. Insgesamt konnte mich Anders Roslund auch mit seiner Darstellung der Charaktere überzeugen, da er sie absolut vorstellbar zeichnet und ich jedem einzelnen die Handlung abgenommen habe.
Mein Fazit
Mit Geburtstagskind ist Anders Roslund ein sehr spannender Krimi gelungen, dessen Handlung, gerade auch zu Beginn, absolut schockieren und fesseln kann. Gerade dieser Prolog lässt den Leser während der gesamten Ermittlung nicht los und bleibt permanent im Hinterkopf. Ein sehr gelungener Krimi, den ich gerne weiterempfehle.

Veröffentlicht am 11.12.2020

Anders als erwartet

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" Geburtstagskind" von Andreas Roslund ist ein Krimi, für den man sich Zeit nehmen muss und der Muße erfordert. Zum einen, weil das Buch 560 Seiten hat und zum anderen, weil in dem Buch große Zeitsprünge ...

" Geburtstagskind" von Andreas Roslund ist ein Krimi, für den man sich Zeit nehmen muss und der Muße erfordert. Zum einen, weil das Buch 560 Seiten hat und zum anderen, weil in dem Buch große Zeitsprünge und Perspektivenwechsel vorhanden sind, denen es zu folgen gilt und die man als Leser*in verstehen muss. Trotz dieser beiden herausfordernden Aspekte fehlt es diesem Buch keinesfalls an dem - meiner Meinung nach - wichtigsten Qualitätskriterium von Krimis, nämlich der Spannung.

Nach dem Lesen des Klappentextes hätte ich von dem Buch etwas anderes erwartet, da es sich im Verlaufe in eine andere Richtung entwickelt als gedacht. Jedoch ist dies nichts schlechtes, denn wenn man die Längen, die das Buch an manchen Stellen "überstanden" hat, ist "Geburtstagskind" ein gelungener und spannender Thriller, der viele Lesestunden bereithält.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere