Roman. Ein Roman, der nachdenklich macht: Was, wenn die Zukunft schon begonnen hat - nur ohne uns?
Was, wenn die Zukunft längst begonnen hat - nur ohne uns?
Seit Jahren brennt die Sonne erbarmungslos vom Himmel. Die Hitze ist unerträglich, der Süden unbewohnbar, der Staat nur noch Fassade. Wer es sich leisten konnte, ist rechtzeitig nach Nordschottland, Grönland, Kanada oder Sibirien gezogen. Nur wenige Menschen sind in ihrer Heimat geblieben. Fausto ist einer von ihnen. In einem weitgehend aufgegebenen Dorf kämpfen er und einige wenige Nachbarn ums Überleben. Der Alltag ist hart und wenig abwechslungsreich. Bis eines Tages eine schöne, schweigsame junge Frau auftaucht, der die Hitze beneidenswert wenig auszumachen scheint. Fausto verliebt sich und schöpft Hoffnung. Er ahnt nicht, welch unerhörtes Geheimnis mit Valérie verbunden ist ...
Ein eindringlicher Roman um ein hochaktuelles Thema und ein beklemmendes Gedankenexperiment
Schon das Cover hat bei mir eine seltsame, fast melancholische Sogwirkung erzeugt – diese reduzierte Optik passt perfekt zur Stimmung, die Andreas Eschbach hier heraufbeschwört. Beim Lesen hat mich vor ...
Schon das Cover hat bei mir eine seltsame, fast melancholische Sogwirkung erzeugt – diese reduzierte Optik passt perfekt zur Stimmung, die Andreas Eschbach hier heraufbeschwört. Beim Lesen hat mich vor allem seine klare, unaufgeregte Sprache beeindruckt, die ganz ohne Effekthascherei auskommt. Ich fand es faszinierend, wie er es schafft, eine schleichende Unruhe zu verbreiten, während er eigentlich von einem sommerlichen Stillstand erzählt. Für mich war der Schreibstil genau richtig: direkt, flüssig und trotzdem so tiefgründig, dass ich das Buch zwischendurch immer wieder weglegen musste, um über die eigene Zukunft nachzugrübeln. Er trifft einen Nerv, indem er die Frage stellt, was von uns bleibt, wenn die Welt sich einfach ohne uns weiterdreht. Ein Buch, das mich noch lange nach der letzten Seite beschäftigt hat.
Fausto lebt in einem Welt , welche kann unsere Zukunft sein, ausgebrannte Erde, erbarmungslose Sonne und unerträgliche Hitze , von Menschen ist nicht viel übrig geblieben - eine Seuche hat nur die am Leben ...
Fausto lebt in einem Welt , welche kann unsere Zukunft sein, ausgebrannte Erde, erbarmungslose Sonne und unerträgliche Hitze , von Menschen ist nicht viel übrig geblieben - eine Seuche hat nur die am Leben gelassen welche ein bestimmtes Gen haben. Die Tage verbringt er zu Hause, die Nächte beim plündern von leeren Häuser, die Paar Menschen in seinen Dorf kämpfen genau wie er mit die Hitze und ums Überleben und dann kommt Valerie uns stellt Faustos Welt auf der Kopf, er verliebt sich und hofft auf bessere Zeiten, aber die schöne Valerie hütet ein Geheimnis ...
Ein beindrückendes Buch welche noch lange wird in meine Kopf bleiben, weil die Szenario leider sehr realistisch ist , die Vision gefällt mir nicht aber die Geschichte doch. Einzige Minus Punkt von mir - die Charaktere, bis zum Ende habe ich zum Fausto und Valerie die Nähe gesucht aber nicht gefunden.
Sehr gut finde ich hier die Atmosphäre, die große Beklemmung, die düstere Gedanken und die herrschende Hoffnungslosigkeit ( bis zum Valerie Ankunft ) sind perfekt mit den Text verbunden, dann kommt bisschen Licht und Hoffnung , auch sehr gut spürbar und alles ist mit Prise geheimnisvoll gemischt, sehr gelungene Mischung.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und schnell zum lesen, der Autor schreibt klar und deutlich und seine Gedanken über unsere Zukunft haben mir gefallen , ohne philosophische Schnick - Schnack einfach die Tatsachen , sehr gut .
„Aber natürlich war nichts dergleichen geschehen, waren die Mahnungen verhallt, war es zu nicht mehr gekommen als zu Absichtserklärungen über Maßnahmen, die weit genug in der Zukunft lagen, um die Wähler ...
„Aber natürlich war nichts dergleichen geschehen, waren die Mahnungen verhallt, war es zu nicht mehr gekommen als zu Absichtserklärungen über Maßnahmen, die weit genug in der Zukunft lagen, um die Wähler in der Gegenwart nicht zu beunruhigen. Und der Ausstoß dieser Gase ... Was war es gewesen? Kohlendioxid? Methan? Egal, jedenfalls war all das munter weiter gestiegen und gestiegen, und die Temperaturen auch. Schlagzeilen wie ‚Der heißeste ... seit Beginn der Wetteraufzeichnungen“ wurden zu etwas, das man überlas.
Und wie schnell dann alles gegangen war!“
Mit „Ins fahle Herz des Sommers“ liegt der neuste Roman von Andreas Eschbach vor. Eschbach thematisiert die Klimakrise bzw. - und das macht diesen Roman besonders beklemmend - ihre Auswirkungen. Man liest Science Fiction und doch erahnt man, dass ein großer Teil der Geschichte genau so tatsächlich passieren kann. Dass die Ignoranz, mit der wir Menschen dem Klimawandel gerade begegnen, in die Katastrophe führt, die - einmal eingetreten - nicht mehr rückgängig gemacht werden kann und dem Menschen die Lebensgrundlage entzieht. Und es wird an diesem Punkt auch nicht mehr über das „Hätten wir doch nur…!“ geredet (zumal es nicht mehr viele Menschen gibt, mit denen man überhaupt reden könnte), sondern nur noch ums schiere Überleben gekämpft. Das Szenario hat mich teilweise an den Film „I am Legend“ erinnert.
Vor dem realen und drängenden Hintergrund - der uns durch die Geschichte mahnend vor Augen geführt wird - ist „Ins fahle Herz des Sommers“ ein extrem erschreckender Roman. Eschbach schreibt gewohnt spannend und man kann dieses Büchlein kaum aus der Hand legen, aber die Albträume sind nach dieser Lektüre gewiss.
Ich habe mich zunächst über den Umfang des Buches gewundert, aber die Kürze der Geschichte führt dazu, dass sie besonderes Gewicht hat. Hier wurde nicht zu wenig erzählt. Wir sehen uns mit einem Horrorszenario konfrontiert, das durchaus genau so eintreten könnte. Das schürt eine Angst, die ich auch über einen längeren Lektürezeitraum nicht ertragen hätte.
Es ist kein Geheimnis, dass ich schon seit vielen Jahren Fan von Andreas Eschbach bin und ich bin ihm sehr dankbar, dass er das drängende, wichtigste Thema unserer Zeit auf diese Weise behandelt. Vielleicht vermag dieses Büchlein noch dem ein oder anderen Klimaleugner die Augen zu öffnen.
Weltweit hat sich das Klima mittlerweile katastrophal verändert, die Sonne brennt unerbittlich herab und tagsüber ist die Hitze schier unerträglich. Eine schreckliche Pandemie hat unzählige Menschen dahingerafft ...
Weltweit hat sich das Klima mittlerweile katastrophal verändert, die Sonne brennt unerbittlich herab und tagsüber ist die Hitze schier unerträglich. Eine schreckliche Pandemie hat unzählige Menschen dahingerafft und die meisten der Überlebenden sind in den Norden abgewandert. Nachdem Fausto auf tragische Weise seinen Bruder verloren hat, strandet er in einem kleinen Dorf im Süden und richtet sich dort häuslich ein. Es gibt nur noch wenige andere Einwohner und keine Hoffnung auf eine Zukunft. Eines Tages stellt Fausto aber erstaunt fest, das ins Nachbarhaus nebenan jemand eingezogen ist!
Mit dem Titel „Ins fahle Herz des Sommers“ führt uns Autor Andreas Eschbach in eine ziemlich düstere Zukunft, in der ein unwirtliches Klima herrscht. Er beschreibt eine zerstörte Welt, in der Menschlichkeit völlig abhanden gekommen ist. Allerdings hat sich sein Hauptcharakter Fausto einen Rest an Mitgefühl bewahrt. Sein Kontakt mit ihm wohlgesonnenen Nachbarn hält sich aber in Grenzen und es gibt auch feindselige Individuen.
Die Handlung ist spannungsreich aufgebaut und die Seiten glitten nur so dahin. Erschreckend wie real sich das Szenario beim Lesen anfühlt. Das Bild und Gefühl eines glutheißen Dorfes wird fühlbar und auch die Hoffnung auf Liebe und Zukunft. Eine Handlung die mich bis zum Ende gefesselt hat. Mögen die Neandertaler ähnlich empfunden haben, deren Schicksal ein wenig vergleichbar, doch sich insgeheim eigentlich menschlicher entwickeln konnte.
Mein Fazit:
Faszinierende und gleichzeitig auch schockierende Lektüre über ein mögliches Endzeit-Szenario. Fesselnd und schnell zu lesen.
Der Roman zeigt ein Zukunftsbild, das nicht durch plötzliche Katastrophen erschüttert wird, sondern durch eine allgegenwärtige, kaum greifbare Ausweglosigkeit. Die Welt bricht nicht in einem dramatischen ...
Der Roman zeigt ein Zukunftsbild, das nicht durch plötzliche Katastrophen erschüttert wird, sondern durch eine allgegenwärtige, kaum greifbare Ausweglosigkeit. Die Welt bricht nicht in einem dramatischen Moment zusammen – sie zerfällt leise, beinahe unmerklich. Was einst als ferne Bedrohung galt, ist längst zur unumkehrbaren Realität geworden: Die Klimakatastrophe hat sich unauslöschlich in den Alltag der Menschen eingebrannt.
Die Bedrohung ist keine abstrakte Möglichkeit mehr, sondern eine nüchterne Tatsache. Unerbittliche Hitze, schwindende Ressourcen und wachsende soziale Spannungen bestimmen das Leben. Doch anstatt aufzubegehren, haben sich die Menschen in eine stille Resignation gefügt. Hoffnung erscheint nicht mehr als tragfähige Perspektive, sondern als flüchtiger Gedanke. Zukunft ist etwas, das es zu ertragen gilt. Gerade diese Haltung verleiht dem Roman seine beklemmende Intensität, die sich Seite für Seite verdichtet.
Der Roman ist kein klassischer Katastrophenroman, sondern vielmehr eine leise, aber eindringliche Warnung – eine, die gerade durch ihre Nüchternheit und Nähe zur Realität unter die Haut geht.