Cover-Bild Über die Toten nur Gutes
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4,99
inkl. MwSt
  • Verlag: DuMont Buchverlag
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Humor
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 01.09.2025
  • ISBN: 9783755811305
Andreas Izquierdo

Über die Toten nur Gutes

Ein Trauerredner ermittelt
Was kommt in Glücksburg an der Ostsee nach dem Tod? Eine Rede von Mads Madsen. Nicht immer leicht: Wenn einer stirbt, wird auch viel gelogen. Über die Toten nur Gutes, heißt es, aber wer waren sie wirklich? Für Mads oft ein Detektivspiel. Eines Nachts erreicht ihn eine geheimnisvolle Botschaft aus dem Jenseits: Sein alter Freund Patrick ist tot. Sein letzter Wunsch: eine Rede von Mads. Also begibt sich Mads, der seit Jahren keinen Kontakt mehr zu Patrick hatte, auf die Spuren der Vergangenheit. Schnell stellt er fest: Patrick war alles andere als der nette Junge von nebenan. Warum musste er wirklich sterben? Bald findet sich Mads inmitten eines Netzes aus Geheimnissen und Lügen wieder, das nicht nur ihn, sondern auch die bedroht, die er am meisten liebt: seinen verschrobenen Vater Fridtjof, seinen frisch verliebten besten Freund, den Beerdigungsunternehmer Fiete, seine treue Malteserhündin Bobby. Und die Einzige, die ihm helfen könnte, die ewig schlecht gelaunte Hauptkommissarin Luisa Mills, hält ihn für einen Aluhutträger. Mads wird klar: Die nächste Rede, die er schreibt, ist seine eigene. Es sei denn, ihm gelingt ein letzter Trick. Band 1: Über die Toten nur Gutes Band 2: Niemals geht man so ganz (Herbst 2026)

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.12.2025

Mads erster Fall

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Cover:
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Das Titelbild zeigt einen Hund, der einen Sarg anpinkelt. Somit ahnt man schon, dass hier ein etwas makaberer Humor nicht zu kurz kommt. Es ist schlicht, aber witzig und passt auch ...

Cover:
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Das Titelbild zeigt einen Hund, der einen Sarg anpinkelt. Somit ahnt man schon, dass hier ein etwas makaberer Humor nicht zu kurz kommt. Es ist schlicht, aber witzig und passt auch sehr gut.

Inhalt:
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"Zu Mads’ positiven Eigenschaften gehörte, dass er nicht so leicht einzuschüchtern war, was weniger an einem überbordenden Selbstvertrauen als an einer gewissen Naivität lag. Im Grunde hielt er den Menschen an sich nicht für böse oder feindselig, obwohl ihm das Gegenteil – wie jedem anderen auch – täglich in den Nachrichten und im Internet vorgeführt wurde. Aber Mads war ein Optimist, der fest daran glaubte, dass Zorn und Hass nur vorübergehende Phänomene waren, allenfalls Ausdruck von Hilflosigkeit und Verzweiflung. Gelangte man hinter die wütende Fassade, trat der wahre Mensch zum Vorschein, der von den Bitternissen des Lebens verätzt worden, doch im Wesenskern freundlich war. Empathie und Neugier waren die Politur, mit der man von einem Strolch die schlechten Eigenschaften abschleifen konnte." (S. 69)

Der Trauerredner Mads wohnt im wunderschönen Glücksburg an der Ostsee und geht seinem Beruf mit Leidenschaft nach. Aber als sein ehemaliger bester Freund Patrick bei einem Autounfall ums Leben kommt und ihm eine geheime Botschaft zukommen lässt, wird bei Mads die Neugier geweckt. Und obwohl er immer wieder gewarnt wird und sein Leben zunehmend in Gefahr gerät, muss er unbedingt rausfinden, woran Patrick verwickelt war und weshalb er sterben musste. Dabei helfen ihm sein treuer Freund Fiete und dessen neue Bekannte Laura und seine Wege mit der Kommissarin Mills (Spitzname "Mills kills") kreuzen sich dabei öfter als ihm lieb ist.

Mein Eindruck:
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Dieser Krimi ist eine sehr ungewöhnliche Mischung. Es ist einerseits Cosy-Crime, aber andererseits auch gemischt mit ein paar brutaleren Szenen. Die Spannung baut sich anfangs sehr langsam auf, wird aber bis zum Showdown durch die Komplexität der Story immer höher und so konnte ich das Buch etwa ab der Hälfte nicht mehr aus der Hand legen.
Die Charaktere sind teilweise sehr skurril, vor allem Mads Vater Fridtjof mit seiner Bingo-Besessenheit und seiner etwas seltsamen Logik hat mich sehr amüsiert. Aber auch der Bestattungsunternehmer Fiete in seiner blinden Verliebtheit gefiel mir gut. Mads selbst mochte ich auch, wenngleich er mir teilweise zu naiv war. Aber dass er nicht locker lässt und sich nicht einschüchtern lässt, fand ich gut.
Neben der Krimihandlung erfährt man einiges über die Arbeit als Trauerredner und erhält generell Einblicke ein Bestattungsunternehmen. So war mir beispielsweise vorher der Beruf des Thanatopraktikers nicht geläufig. In die Handlung sind auch immer wieder philosophisch anmutende Texte über den Tod und das Leben enthalten, die für nachdenkliche Momente sorgen, wie z. B. "Der Tod schuf vollendete Tatsachen, interessierte sich weder für gute Absichten noch für verpasste Gelegenheiten. Er war nur ein stummer Zeuge der unerfüllten Versprechen." (S. 273)

Am Ende driftet die Handlung zum Showdown hin ins Unrealistische ab und wird teilweise auch etwas verworren. So hat der Krimi, der vielversprechend begann, mich zum Ende hin leider etwas verloren. Auch die ambivalente Beziehung zwischen Mads und der Kommissarin konnte ich nicht nachvollziehen, man wird aus beiden nicht so richtig schlau.
Dennoch hat mich der Roman gut unterhalten und ich werde dem zweiten Teil, der nächstes Jahr erscheinen soll, gerne eine Chance geben, besser zu werden als der erste.

Fazit:
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Interessanter Protagonist + humorvoller Cosy-Crime durchmischt mit anderen Elementen und einem actionreichen, aber unrealistischen Showdown

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Veröffentlicht am 02.12.2025

Ein Trauerredner ermittelt

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Der Roman spielt in Glücksburg an der Ostsee und stellt Mads Madsen vor, einen jungen Trauerredner, der den Verstorbenen ein würdiges letztes Wort schenken möchte. Sein Alltag wird jedoch auf den Kopf ...

Der Roman spielt in Glücksburg an der Ostsee und stellt Mads Madsen vor, einen jungen Trauerredner, der den Verstorbenen ein würdiges letztes Wort schenken möchte. Sein Alltag wird jedoch auf den Kopf gestellt, als er die Nachricht vom Tod seines Jugendfreundes Patrick erhält, verbunden mit einer geheimnisvollen Botschaft. Mads soll die Trauerrede halten, doch je mehr er über Patricks Leben herausfindet, desto klarer wird:
Der „nette Junge von früher" hatte dunkle
Geheimnisse.
Bei seinen Nachforschungen stößt Mads auf ein Netz aus Lügen und gefährlichen Machenschaften. Unterstützt wird er von seinem skurrilen Vater Fridtjof, dem frisch verliebten Bestatterfreund Fiete und seiner Malteserhündin Bobby.
Der Kriminalfall wirkt für mich stellenweise konstruiert und weniger fesselnd als die zwischenmenschlichen Szenen, dennoch
Ist es ein unterhaltsamer, humorvoller Krimi mit Herz. Wer skurrile Figuren und eine Prise schwarzer Humor mag, wird hier bestens bedient.

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Veröffentlicht am 24.11.2025

Der Trauerredner ermittelt

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Mads Madsens Freund aus Kindertagen Patrick verstirbt auf unnatürliche Weise und bitte Mads in einer Botschaft, seine Trauerrede zu halten. Auf recht ungewöhnlichen Weg gelangt dieser letzte Wunsch zum ...

Mads Madsens Freund aus Kindertagen Patrick verstirbt auf unnatürliche Weise und bitte Mads in einer Botschaft, seine Trauerrede zu halten. Auf recht ungewöhnlichen Weg gelangt dieser letzte Wunsch zum Trauerredner, der sich ganz zum Leidwesen der Hauptkommissarin Luisa Mills mehr und mehr als Ermittler in diesem Tötungsdelikt betätigt.
Was er allerdings über Patrick zusammenträgt, will nicht so recht als wohlgemeinter Nachruf funktionieren.
In ‘Über die Toten nur Gutes‘ zeigt Andreas Izquierdo einmal mehr sein schriftstellerisches Talent. Unterhaltend, gespickt mit einer Priese Humor gestaltet er eine facettenreiche Geschichte, in der die Themen Familie und Freundschaft angesprochen werden. Die Charaktere wirken sehr lebendig. Insgesamt ist das Ambiente im Cozy Crime mit einem kräftigen Augenzwinkern zu betrachten.
Seitens des Verlages wird eine Fortsetzung angekündigt, auf die man sehr gespannt sein kann.

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Veröffentlicht am 21.10.2025

Mads Madsen, der Trauerredner mit der tollen Stimme

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"Über die Toten nur Gutes" von Andreas Izquierdo habe ich als Hörbuch gehört, eingelesen von Uve Teschner.

Wir lernen in diesem Roman Mads Madsen kennen, der Trauerredner ist. >Er lebt mit seinem schrulligen ...

"Über die Toten nur Gutes" von Andreas Izquierdo habe ich als Hörbuch gehört, eingelesen von Uve Teschner.

Wir lernen in diesem Roman Mads Madsen kennen, der Trauerredner ist. >Er lebt mit seinem schrulligen Vater Fridtjof zusammen, was nicht ganz einfach ist. Fridtjof ist besessen vom Bingospiel und will unbedingt gewinnen, nicht des Preises wegen, sondern aus Prinzip.

Mads erhält eines Tages eine Botschaft von seinem Schulfreund Patrick, in Geheimschrift verfasst. Mit dieser Geheimschrift haben sich die Freunde früher verständigt. Patrick ist tot, bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Er bittet Mads in seinem Brief, bei seiner Beerdigung die Trauerrede zu halten, was nicht so einfach ist, haben Patrick und Mads sich seit so langer Zeit nicht mehr gesehen und auch keinen Kontakt zueinander gehabt. So begibt sich Mads auf eine Reise in die Vergangenheit und auf die Spuren von Patrick. Dabei stößt er auf Hinweise, die darauf schließen lassen, dass Patrick ermordet wurde. Er selbst gerät im Verlauf der Story nicht nur ins Visier von Kommissarin Mills. Nach und nach werden seine Familie und seine Freunde mit in die Story hineingezogen.

Ich bin anfangs etwas schwer in das Hörbuch hineingekommen, dann nahm es aber Fahrt auf und ich habe den Rest am Stück durchgehört. Mir hat die Sprache richtig gut gefallen, präzise, lebendig, bildhaft und mit einem Schuss Humor, der durch die (wieder einmal wunderbare) Interpretation von Uve Teschner unterstützt wird. Sympathien und Antipathien waren schnell vergeben, ein liebenswerter Protagonist, eine verbissene und immer schlecht gelaunte Kommissarin, ein nerviger Vater....Ab einem bestimmten Punkt war klar, wer hinter allem steckt, aber ich wollte unbedingt wissen, auf welche Weise die beteiligten Personen überführt werden. Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht!

Insbesondere der Sprecher Uve Teschner macht diese Story besonders, daher bin ich froh, sie gehört und nicht gelesen zu haben. Die Bingoepisoden hätten kürzer sein können, trotzdem haben sie mir Fridtjof näher gebracht. Allerdings wurde dadurch die Spannung etwas ausgebremst, ich habe es als Füllmaterial betrachtet, daher gibt es auch Punktabzug.

Alles in allem ein solider Krimi mit einem ungewöhnlichem Ermittler. Ich bin persönlich bin jedenfalls schon gespannt auf Mads' nächsten Fall!

4 Sterne und eine Hörempfehlung gibt es von mir!

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Veröffentlicht am 15.09.2025

Unterhaltsamer und auch tiefgründiger Krimi mit einem ungewöhnlichen Ermittler

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Mads Madsen ist Trauerredner und lebt mit seinem Vater zusammen in Glücksburg an der Ostsee. Beim Erstellen seiner Reden leistet Mads oft Detektivarbeit, damit seine Worte dann auch passen und dem Verstorbenen ...

Mads Madsen ist Trauerredner und lebt mit seinem Vater zusammen in Glücksburg an der Ostsee. Beim Erstellen seiner Reden leistet Mads oft Detektivarbeit, damit seine Worte dann auch passen und dem Verstorbenen gerecht werden.
Als sein Kindheitsfreund Patrick getötet wird und Mads merkwürdige Hinweise erhält, versucht er mehr über ihn herauszufinden, denn sein Kontakt zu Patrick war vor vielen Jahren abgebrochen. Weil er trotzdem eine gute Trauerrede halten will, beginnt er mit den Recherchen, die sich als schwierig und verwirrend erweisen.

Andreas Izquierdo ist seinen Figuren ebenso zugewandt wie Mads den Menschen. Mads verschrobener Vater Fridtjof widmet sich immer mal wieder einem neuen Hobby, für das er dann auch seinen Sohn zu begeistern versucht, und er vermisst nach 20 Jahren immer noch seine verstorbene Frau. Neugierig macht mich ebenso der verschlossene Thanatopraktiker Herr Barnardy vom Bestattungsunternehmen Amelung, dessen Juniorchef Fiete Mads' bester Freund ist. Manche Charaktere sind etwas überspitzt dargestellt, was der Unterhaltsamkeit für mich keinen Abbruch tat, im Gegenteil.

Rückblenden zu Mads' Kindheit, seiner Freundschaft mit Patrick, dessen Jugend und Entwicklung und auch ein unerwartet enthülltes Familiengeheimnis der Madsens, das zu Diskussionen mit Fridtjof und den Geschwistern führt, zeigen, dass man sich der Auseinandersetzung mit den Überraschungen des Lebens nicht entziehen kann.

Izquierdo schreibt einfühlsam, lebendig und bildhaft. Die Geschichte hat Wortwitz, ist humorvoll und auch tiefgründig, wenn es um Trauer, Verlust und Freundschaft geht.
Besonders gefallen hat mir, wie der Autor schon zu Beginn mit den Erwartungen des Lesers spielt und auch das Lokalkolorit Flensburgs und Glücksburgs hat er gut eingefangen. Richtig spannend wird der Krimi etwa ab der zweiten Hälfte. 'Über die Toten nur Gutes' hat mir gut gefallen und ich freue mich auf den zweiten Band der neuen Reihe dieses vielseitigen Autors.

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