Was kommt in Glücksburg an der Ostsee nach dem Tod? Eine Rede von Mads Madsen. Nicht immer leicht: Wenn einer stirbt, wird auch viel gelogen. Über die Toten nur Gutes, heißt es, aber wer waren sie wirklich? Für Mads oft ein Detektivspiel. Eines Nachts erreicht ihn eine geheimnisvolle Botschaft aus dem Jenseits: Sein alter Freund Patrick ist tot. Sein letzter Wunsch: eine Rede von Mads. Also begibt sich Mads, der seit Jahren keinen Kontakt mehr zu Patrick hatte, auf die Spuren der Vergangenheit. Schnell stellt er fest: Patrick war alles andere als der nette Junge von nebenan. Warum musste er wirklich sterben? Bald findet sich Mads inmitten eines Netzes aus Geheimnissen und Lügen wieder, das nicht nur ihn, sondern auch die bedroht, die er am meisten liebt: seinen verschrobenen Vater Fridtjof, seinen frisch verliebten besten Freund, den Beerdigungsunternehmer Fiete, seine treue Malteserhündin Bobby. Und die Einzige, die ihm helfen könnte, die ewig schlecht gelaunte Hauptkommissarin Luisa Mills, hält ihn für einen Aluhutträger. Mads wird klar: Die nächste Rede, die er schreibt, ist seine eigene. Es sei denn, ihm gelingt ein letzter Trick. Band 1: Über die Toten nur Gutes Band 2: Niemals geht man so ganz (Herbst 2026)
Fängt langsam an und entwickelt sich zu einem tollen Krimi. Mads Madsen ist Trauerredner und soll eine Rede über seinen alten Freund Patrick halten. Aber er hatte jahrelang keinen Kontakt mit ihm. Nun ...
Fängt langsam an und entwickelt sich zu einem tollen Krimi. Mads Madsen ist Trauerredner und soll eine Rede über seinen alten Freund Patrick halten. Aber er hatte jahrelang keinen Kontakt mit ihm. Nun probiert er einiges über ihn raus zu bekommen und sticht in ein Wespennest. Es kommt zu Totesfällen, die nicht natürlich sind. Auch Mads gerät in Gefahr.
Es hat mir sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen. Toll geschrieben und voller Überraschungen.
Ich kann nur sagen, weiter so. Freu mich auf weitere Teile mit Mads.
MEINE MEINUNG
In seinem neuen Roman „Über die Toten nur Gutes“ präsentiert der deutsche Schriftsteller und Drehbuch-Autor Andreas Izquierdo eine originelle und erfrischende Neuinterpretation des Krimigenres. ...
MEINE MEINUNG
In seinem neuen Roman „Über die Toten nur Gutes“ präsentiert der deutsche Schriftsteller und Drehbuch-Autor Andreas Izquierdo eine originelle und erfrischende Neuinterpretation des Krimigenres. Mit dem unterhaltsamen Auftakt seiner etwas ungewöhnlichen Krimireihe um den charmanten Trauerredner Mads Madsen verleiht er dem Genre neue Impulse und verbindet sehr eindrucksvoll, Humor, Spannung und Tiefgang.
Dieser mitreißende Krimi erzählt die abwechslungsreiche und leicht skurrile Geschichte vom jungen Mads aus Glücksburg an der Ostsee, der unfreiwillig in einen gefährlichen Kriminalfall hineingerät.
Beim Versuch, Licht in den rätselhaften Tod seines früheren Jugendfreundes Patrick zu bringen und mehr über seinen Lebensweg zu erfahren, gerät Mads bald ins Visier von eher suspekten Leuten, die mit Patrick noch eine Rechnung offen haben. Was als scheinbar harmlose Recherche für eine Trauerrede beginnt, entwickelt sich rasch zu einem nervenaufreibenden, turbulenten Abenteuer, bei dem Mads nicht nur sich selbst, sondern auch seinen exzentrischen Vater Fridtjof und seinen Freundeskreis in Gefahr bringt.
Mit seinem lebendigen, warmherzigen Erzählstil versteht es Izquierdo hervorragend, eine breite Palette an Emotionen in uns zu wecken, die von Schmunzeln bis tiefem Nachdenken reichen. Geschickt Izquierdo verbindet feinem Humor und Situationskomik mit ernsten Themen wie Freundschaft, Schuld, Verlust, Trauer und Tod
Nach einem originellen Einstieg voll spritzigem Humor und skurriler Ideen wechselt die Handlung immer mehr zu tiefgründigen sowie teils mystisch-rätselhaften anmutenden Episoden, in denen der gutmütige Mads zu einem Ermittler wider Willen wird und sich auf seiner unbeirrten Suche nach der Wahrheit einem undurchsichtiges Netz aus Geheimnissen, Lügen und dunklen Machenschaften gegenüber sieht.
Izquierdo hat einfach ein Händchen dafür, neben bemerkenswert facettenreichen Figuren auch echt schräge Charakterköpfe zu schaffen, die man nicht so schnell vergisst. Seine Hauptfigur Mads hat er als einen faszinierenden, charismatischen Charakter mit Ecken und Kanten ausgearbeitet, den man mit seiner großen Empathie und seiner herzensguten, etwas verschrobenen Art bald in sein Herz zu schließen beginnt.
Mads ist kein klassischer Ermittler, sondern ein liebenswerter, herrlich unkonventioneller Antiheld, der mit entwaffnender Menschlichkeit von einem Fettnäpfchen ins nächste stolpert und dabei genau jene Schwächen und Zweifel zeigt, die ihn so sympathisch und einzigartig machen.
Die Geschichte erhält durch Mads’ traurige persönliche Hintergrundgeschichte, geprägt vom frühen Verlust der Mutter und seinem jahrzehntelang in Trauer gefangenen Vater, eine emotional berührende Tiefe.
Auch die Nebenfiguren sind facettenreich und lebendig gestaltet. Ob nun Mads eigenwilliger Vater mit seinen skurrilen Eigenheiten, seine Geschwistern nebst Anhang sowie sein Freundeskreis sie alle sorgen für viele humorvolle und lebendige Momente. Zudem ist seine quirlig-liebenswerte Malteserhündin Bobby immer mittendrin und verleiht der Geschichte zusätzlichen Schwung.
Es erfordert eine gehörige Portion Einfallsreichtum und einige unerwartete Wendungen, damit Mads dem drohenden Unglück entkommt.
Zwar wirken einige Verwicklungen der Geschichte gelegentlich etwas unglaubwürdig und überzogen, doch die amüsante und lebendig erzählte Handlung gleicht dies mehr als aus. Das packende Finale mit einem dramatischen Showdown und einer überraschenden Schlusspointe sorgt für einen stimmigen und befriedigenden Abschluss und weckt zugleich die Vorfreude auf weitere Abenteuer mit Mads Madsen.
FAZIT
Ein ungewöhnlicher, sehr unterhaltsamer Krimi mit viel Herz, Humor und Spannung und einer gelungenen Mischung aus skurrilen Charakteren und tiefgründiger Handlung!
Ein wundervoller Krimi, der mit der philosophischen und humorvollen Auseinandersetzung mit den großen Fragen des Lebens, unterhaltsam und nachdenklich stimmend zugleich ist.
Mads Madsen ist glücklich mit seinem Leben - er lebt in Schleswig-Holstein ein ruhiges Leben, arbeitet als Trauerredner und wird für seine zuvorkommende, einfühlsame Art geschätzt. Eines Abends gehen merkwürdige ...
Mads Madsen ist glücklich mit seinem Leben - er lebt in Schleswig-Holstein ein ruhiges Leben, arbeitet als Trauerredner und wird für seine zuvorkommende, einfühlsame Art geschätzt. Eines Abends gehen merkwürdige Dinge in seinem Umfeld vor und er findet eine geheimnisvolle Nachricht. Am nächste Tag erfährt er, dass ein alter Jugendfreund, der vor Jahren plötzlich aus einem Leben verschwunden ist, und mit dem er seitdem keinen Kontakt mehr hatte, gestorben ist. Mads will bei seinem Begräbnis die Trauerrede halten und beginnt sich mit dem Leben seines ehemaligen Kumpels zu beschäftigen. Das gefällt nicht jedem, denn im Leben von gab es Geheimnisse und unschöne Wahrheiten, die vielleicht auch mit seinem Tod zu tun haben könnten. Mads beginnt selbstständig zu ermitteln und gerät schon bald in einen Strudel von Ereignissen, die schließlich auch in selbst in Gefahr bringen.
Ein Trauerredner als Ermittler - eine geniale Idee. Die Figur des Mads Madsen ist toll herausgearbeitet und sehr sympathisch, die Storyline durchweg aufregend und die Auflösung schlüssig. Ein tolles Buch - spannend mit einer gehörigen Prise Humor..
„Über die Toten nur Gutes“ von Andreas Izquierdo ist ein norddeutscher Regionalkrimi, der mit dem Trauerredner Mads Madsen eine interessante neue Ermittlerfigur wider Willen hat. Diese Perspektive verleiht ...
„Über die Toten nur Gutes“ von Andreas Izquierdo ist ein norddeutscher Regionalkrimi, der mit dem Trauerredner Mads Madsen eine interessante neue Ermittlerfigur wider Willen hat. Diese Perspektive verleiht dem Roman einen eigenen Ton: melancholisch grundiert, aber immer durchzogen von trockenem, typisch norddeutschem Humor. Mads bekommt von seinem früheren Freund Patrick eine Nachricht nach dessen Tod, dass er seine Trauerrede schreiben soll. Und so begibt sich Mads mit seiner Malteserhündin auf eine Suche in die Vergangenheit, wobei er so manches Geheimnis entdeckt, was manche lieber weiterhin verborgen lassen würden.
Die Geschichte versammelt skurrilen Figuren, die man so in jeder Kleinstadt zwischen Deich, Kneipe und Friedhof vorstellen kann. Besonders die Dialoge leben von lakonischem Witz und einer angenehmen Bodenständigkeit, die gut zur norddeutschen Kulisse passt.
Die Krimihandlung entwickelt sich eher gemächlich, was zur Atmosphäre beiträgt, allerdings dem Roman auch so einige Längen beschert. Dadurch verliert sich die Geschichte in der Mitte ein wenig in Nebenhandlungen und man wartet darauf, dass es mit der eigentlichen Krimihandlung bald weitergeht.
Fazit: ein eigenwilliger, humorvoller Regionalkrimi mit Herz, schrägen Ideen und norddeutschem Charme. Wer originelle Ermittlerfiguren, skurrile Charaktere und eine Prise schwarzen Humors schätzt, wird an diesem Buch trotz kleiner Schwächen viel Freude haben.
Cover:
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Das Titelbild zeigt einen Hund, der einen Sarg anpinkelt. Somit ahnt man schon, dass hier ein etwas makaberer Humor nicht zu kurz kommt. Es ist schlicht, aber witzig und passt auch ...
Cover:
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Das Titelbild zeigt einen Hund, der einen Sarg anpinkelt. Somit ahnt man schon, dass hier ein etwas makaberer Humor nicht zu kurz kommt. Es ist schlicht, aber witzig und passt auch sehr gut.
Inhalt:
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"Zu Mads’ positiven Eigenschaften gehörte, dass er nicht so leicht einzuschüchtern war, was weniger an einem überbordenden Selbstvertrauen als an einer gewissen Naivität lag. Im Grunde hielt er den Menschen an sich nicht für böse oder feindselig, obwohl ihm das Gegenteil – wie jedem anderen auch – täglich in den Nachrichten und im Internet vorgeführt wurde. Aber Mads war ein Optimist, der fest daran glaubte, dass Zorn und Hass nur vorübergehende Phänomene waren, allenfalls Ausdruck von Hilflosigkeit und Verzweiflung. Gelangte man hinter die wütende Fassade, trat der wahre Mensch zum Vorschein, der von den Bitternissen des Lebens verätzt worden, doch im Wesenskern freundlich war. Empathie und Neugier waren die Politur, mit der man von einem Strolch die schlechten Eigenschaften abschleifen konnte." (S. 69)
Der Trauerredner Mads wohnt im wunderschönen Glücksburg an der Ostsee und geht seinem Beruf mit Leidenschaft nach. Aber als sein ehemaliger bester Freund Patrick bei einem Autounfall ums Leben kommt und ihm eine geheime Botschaft zukommen lässt, wird bei Mads die Neugier geweckt. Und obwohl er immer wieder gewarnt wird und sein Leben zunehmend in Gefahr gerät, muss er unbedingt rausfinden, woran Patrick verwickelt war und weshalb er sterben musste. Dabei helfen ihm sein treuer Freund Fiete und dessen neue Bekannte Laura und seine Wege mit der Kommissarin Mills (Spitzname "Mills kills") kreuzen sich dabei öfter als ihm lieb ist.
Mein Eindruck:
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Dieser Krimi ist eine sehr ungewöhnliche Mischung. Es ist einerseits Cosy-Crime, aber andererseits auch gemischt mit ein paar brutaleren Szenen. Die Spannung baut sich anfangs sehr langsam auf, wird aber bis zum Showdown durch die Komplexität der Story immer höher und so konnte ich das Buch etwa ab der Hälfte nicht mehr aus der Hand legen.
Die Charaktere sind teilweise sehr skurril, vor allem Mads Vater Fridtjof mit seiner Bingo-Besessenheit und seiner etwas seltsamen Logik hat mich sehr amüsiert. Aber auch der Bestattungsunternehmer Fiete in seiner blinden Verliebtheit gefiel mir gut. Mads selbst mochte ich auch, wenngleich er mir teilweise zu naiv war. Aber dass er nicht locker lässt und sich nicht einschüchtern lässt, fand ich gut.
Neben der Krimihandlung erfährt man einiges über die Arbeit als Trauerredner und erhält generell Einblicke ein Bestattungsunternehmen. So war mir beispielsweise vorher der Beruf des Thanatopraktikers nicht geläufig. In die Handlung sind auch immer wieder philosophisch anmutende Texte über den Tod und das Leben enthalten, die für nachdenkliche Momente sorgen, wie z. B. "Der Tod schuf vollendete Tatsachen, interessierte sich weder für gute Absichten noch für verpasste Gelegenheiten. Er war nur ein stummer Zeuge der unerfüllten Versprechen." (S. 273)
Am Ende driftet die Handlung zum Showdown hin ins Unrealistische ab und wird teilweise auch etwas verworren. So hat der Krimi, der vielversprechend begann, mich zum Ende hin leider etwas verloren. Auch die ambivalente Beziehung zwischen Mads und der Kommissarin konnte ich nicht nachvollziehen, man wird aus beiden nicht so richtig schlau.
Dennoch hat mich der Roman gut unterhalten und ich werde dem zweiten Teil, der nächstes Jahr erscheinen soll, gerne eine Chance geben, besser zu werden als der erste.
Fazit:
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Interessanter Protagonist + humorvoller Cosy-Crime durchmischt mit anderen Elementen und einem actionreichen, aber unrealistischen Showdown