Cover-Bild Der schönste Grund, Briefe zu schreiben

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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Knaur Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 01.08.2017
  • ISBN: 9783426519783
Ángeles Doñate

Der schönste Grund, Briefe zu schreiben

Roman
Ein Wohlfühlroman für alle Liebhaber von Briefen und Büchern und ein Liebesroman der ganz besonderen Art von der spanischen Autorin Ángeles Doñate.
Im kleinen spanischen Dorf Porvenir soll die Postfiliale geschlossen werden. Der Postbotin Sara wird ein Job in der Stadt angeboten – fern von ihrer Heimat und den Menschen, die sie liebt. Das aber kann Saras Nachbarin, die 80-jährige Rosa, keinesfalls zulassen: Briefe müssen her, also beginnt sie zu schreiben und bittet den Empfänger, dasselbe zu tun. Schon bald reicht eine Briefkette durch ganz Porvenir, enthüllt Schicksale und Leidenschaften – und füllt die Postfiliale.
Eine neue Chance für Sara - und eine neue Liebe?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.12.2017

habe mehr erwartet

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Der Schreibstil gefällt mir ganz gut.
Das Cover finde ich sehr gelungen. Es passt gut zum Inhalt des Buches. Das Buch ist auch gut verarbeitet.

Die Idee mit den Briefen fand ich ganz spannend. Und dazu ...

Der Schreibstil gefällt mir ganz gut.
Das Cover finde ich sehr gelungen. Es passt gut zum Inhalt des Buches. Das Buch ist auch gut verarbeitet.

Die Idee mit den Briefen fand ich ganz spannend. Und dazu spielt sich die Geschichte noch ins so einer angenehm dörflichen Gegend.
Die Briefe waren zwar eher lang, haben mir gut gefallen. Sie haben so viele Geheimnisse offenbart. Ich gebe es zu, ich war an der ein oder anderen Stelle doch gerührt. Die Wiederholungen des Grundes, weshalb man schreibt hätte man aber weglassen können. Die Zitate haben mich hingegen nicht beeindruckt.
Die Beschreibung der Gegend fand ich gut.
Die Charaktere fand ich gut gestaltet, wobei mir besonders Alex, Alma und Rosa gefallen. Icch mag auch, welch unterschiedliche Probleme die einzelnen Menschen haben.
Allerdings finde ich, in der Mitte ist es ein bisschen langatmig geworden. Allgemein fließt die Handlung sanft dahin, ohne hektisch  zu wirken.  Nicht, dass dort nichts passiert wäre, aber der Beginn hat mich dann doch mehr gepackt. Und das Ende hat keine wirklichen Überraschungen geboten obwohl es dann an schnelligkeit dazugewonnen hat. Für mich persönlich fast schon zu kitschig obwohl sich dann doch der Kreis recht passend schließt.

Fazit: Weder spannend noch sonderlich überraschend, aber ganz unterhaltsam. Jedoch habe ich ein bisschen mehr erwartet.

Veröffentlicht am 01.11.2017

Ein Plädoyer für`s Briefeschreiben

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"Wer braucht denn noch Briefträger in einer Welt, in der keine Briefe mehr geschrieben werden?" fragt die Briefträgerin Sara zu Beginn des Buches. Und das haben sich offenbar auch ihre Vorgesetzten gefragt, ...

"Wer braucht denn noch Briefträger in einer Welt, in der keine Briefe mehr geschrieben werden?" fragt die Briefträgerin Sara zu Beginn des Buches. Und das haben sich offenbar auch ihre Vorgesetzten gefragt, denn Sara soll von ihrem Heimatdorf Porvenir, in dem sie mit ihren 3 Kindern lebt, nach Madrid versetzt werden und die Postfiliale in Porvenir geschlossen werden. Saras Nachbarin, die 80-jährige Rosa, möchte das verhindern und startet eine Briefkette, damit wieder mehr Briefe geschrieben werden und Sara bleiben kann. Sara ahnt nichts von der Initiative und berichtet ihrem Chatfreund verwundert, über die neuerdings gehäuft zuzustellenden Briefe. Und während die Briefkette Schicksale und Leidenschaften der Dorfbewohner enthüllt, entflammt zwischen Sara und ihrem Chatfreund allmählich auch eine Leidenschaft...

Ich bin über das Buch sozusagen gestolpert, als ich auf der Suche nach neuer Lektüre in der Buchhandlung war. Der Titel ließ mich aufmerken, auch wenn ich ihn etwas holprig fand und ich im Nachhinein sagen muss, dass ich ihn unpassend finde. Als ich dann die Überschrift des Klappentextes auf der Rückseite las, "Niemals wird eine Träne eine E-Mail verwischen", war mein Interesse als Briefenthusiast endgültig geweckt. Und die Idee der Briefkette gefiel mir. Auch wenn mir nach dem Kauf auffiel, eigentlich habe ich gar keine richtige Idee, was mich bei dem Buch erwartet.

Das Buch wird aus wechslenden Perspektiven erzählt, zu Beginn immer aus der des aktuellen Briefeschreibers. Zunächst erfährt man immer was über den Empfänger des Briefes und wie er den Brief bekommt, dann folgt der nächtste Brief. Dabei bekommt man auf bewegende Art das Schicksal der Menschen im Ort geschildert und fühlt sich ihnen sehr nahe, so dass es dann sehr bedauerlich ist, zum nächsten überzugehen und die Menschen nicht weiter zu verfolgen. Zunächst wirkt es, als ginge es immer so weiter und das wurde mir fast ein bisschen langweilig. Dann jedoch treten die Briefeschreiber zunehmend in Beziehung und man erfährt, wie es weitergeht und wie sich alles fügt.
Die Charaktere sind sehr lebensecht und nachvollziehbar dargestellt und man kann sich als Leser gut mit ihnen identifizieren. Man kann sich gut vorstellen, dass es diese Personen wirklich gibt in diesem Dörfchen in Spaniens Bergen. Und es ist schön, ein Stück ihres Weges mit ihnen zu gehen. Die Handlung birgt keine großen Dramen, sondern vor allem Alltagsprobleme sowie schöne Momente "normaler" Leute. Dadurch fühlt man sich wie "dabei", nicht als bloßer Beobachter. Viele Kapitel beginnen mit einem Zitat oder Gedicht, teilweise findet man sie auch im Text. Das ist einerseits sehr bereichernd (schließlich verspricht der Klappentext ja auch einen Roman über den Zauber der Worte), andererseits war es mir manchmal ein bisschen zuviel und störte mich im Lesefluss. Aber das ist sicher Geschmacksfrage.

Alles in allem ist "Der schönste Grund, Briefe zu schreiben" eine sympatische Geschichte über Poesie, Freundschaft, Liebe und menschliche Schicksale, die ich gern gelesen habe und auch weiter empfehlen kann. Die Idee dahinter finde ich ganz originell. Und auf alle Fälle macht es unheimliche Lust, selbst gleich wieder Briefe zu schreiben. Ein absolutes Muss auf der Bücherliste ist es aber nicht.

Veröffentlicht am 05.06.2017

Eine Homage an das geschriebene Wort

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Den kleinen spanischen Ort Porvenir trifft unvermittelt die Nachricht, dass das bereits 100 Jahre alte Postamt geschlossen werden soll. Die alleinerziehende Postbotin Sara ist schockiert und entsetzt, ...

Den kleinen spanischen Ort Porvenir trifft unvermittelt die Nachricht, dass das bereits 100 Jahre alte Postamt geschlossen werden soll. Die alleinerziehende Postbotin Sara ist schockiert und entsetzt, dass sie nach Madrid versetzt werden soll, ist der Lebensmittelpunkt von ihr und ihrer drei Söhne doch Porvenir. Rosa, die 80-jährige Nachbarin Saras und fast schon ein Familienmitglied, kommt eine Idee, wie man die Schließung eventuell noch verhindern kann und setzt eine Briefkette in Gang, um so die weitere Öffnung des Postamts zu erreichen. Mit den Briefen werden auch alte Rechnungen, alte Sünden, Entschuldigungen und lang gehegt Wünsche offenbart, die bisher nie ans Tageslicht gelangt sind und nur in den Herzen der einzelnen Verfasser schlummerten. Wird es gelingen, dass Sara ihre Stelle behält und mit ihrer Familie in Porvenir bleiben kann? Und wie sieht es mit der Liebe aus?

Ángeles Doñate hat mit ihrem Buch „Der schönste Grund, Briefe zu schreiben“ einen wunderschönen, warmherzigen und unterhaltsamen Roman vorgelegt, der von der ersten Seite an mitreißt und ans Herz geht. Der Schreibstil ist flüssig, gefühlvoll und herzerfrischend, dabei poetisch und zum Nachdenken anregend. Die einzelnen Kapitel werden durch wunderschöne Zitate der Weltliteratur betitelt, die hier genau passend gesetzt wurden. Der Leser wird in die kleine Welt von Porvenir und seine Bewohner regelrecht hineingesaugt und findet sich in einer Atmosphäre von Gefühlen, verborgenen Gedanken und Wünschen wieder, die die Seele berühren. Der kleine Ort wird so bildhaft von der Autorin geschildert, dass man sich sofort wohl und wie zuhause fühlt. Auch die einzelnen Bewohner wachsen dem Leser wie Freunde ans Herz. Einen Brief an einen „Unbekannten“ zu schreiben oder auch an jemanden, mit dem einem etwas verbindet, macht dieses Buch so einzigartig, denn der Absender bleibt immer anonym, so dass der Empfänger rätselt, wem er die Zeilen wohl zu verdanken hat.

Die Charaktere wurden liebevoll ausgearbeitet und den Situationen genau angepasst. Sie wirken durchweg voller Leben und authentisch. Sara ist eine alleinerziehende Mutter von drei Söhnen, die in Porvenir ein Zuhause hat. Sie liebt ihre Arbeit und den täglichen Kontakt mit ihren Mitmenschen, die sie über die Jahre immer besser kennengelernt hat. Sara ist eine warmherzige Person, die immer ein offenes Ohr und auch eine helfende Hand bietet, wenn sie gebraucht wird. Rosa ist eine alte Dame und die Nachbarin von Sara. Sie hat schon bei deren Geburt geholfen und Sara mit ihren Söhnen ist ihre Familie. Sie hat das Herz am rechten Fleck, muss sich aber noch eine Schuld von der Seele schaffen, die dort seit 60 Jahren liegt. Alma ist in ihrem Herzen eine Dichterin, sie möchte eigentlich nur das Haus ihrer Großmutter verkaufen, doch dann wächst ihr Porvenir ans Herz und bleibt dort. Alex ist ein junger Mann, der von der großen Welt träumt, doch die Krankheit seines Vaters hält ihn am Ort. Auch die anderen Protagonisten bereichern die Handlung mit ihren ganz eigenen kleinen Geschichten und Tragödien.

„Der schönste Grund, Briefe zu schreiben“ ist ein literarisches Kleinod, welches das Herz im Sturm erobert und die Seele streichelt. Hier geht es um Freundschaft, Liebe und das Miteinander. Nach der Lektüre greift man einfach zum Füllhalter und tut es den Protagonisten gleich – ein Brief erfreut das Herz und zeigt dem Empfänger, dass man an ihn besonders gedacht hat. Absolute Leseempfehlung für einen Ausnahmeroman!