Cover-Bild Ziemlich turbulente Zeiten
Band 2 der Reihe "Die Freundinnen vom Chiemsee"
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10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Blanvalet
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Zeitgenössisch
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 19.07.2021
  • ISBN: 9783734109089
Angelika Schwarzhuber

Ziemlich turbulente Zeiten

Roman
Wenn es um die wahre Liebe geht – immer auf das Bauchgefühl hören!

Singlefrau Ilona führt einen Delikatessenladen am Chiemsee und ist selbst den Leckereien gegenüber nicht abgeneigt. Umso mehr, als ihr Leben derzeit kaum etwas Aufregendes zu bieten hat. Den passenden Mann zu finden, hat sie nach diversen Fehlversuchen abgehakt. Bis Biobauer Chris sie zur Vertiefung ihrer Geschäftsbeziehung in die Toskana einlädt. Dumm nur, dass Ilona sich als etwas jünger und schlanker ausgegeben hat. Sie will die Einladung deswegen ablehnen, da greifen ihre Freundinnen Anna und Zoe ein. Gemeinsam machen sie sich auf eine turbulente Reise in den sonnigen Süden, die Ilonas Leben auf den Kopf stellen wird.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.09.2021

Lügen werfen lange Schatten

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Der Titel verspricht in der Tat nicht zu viel, denn turbulent geht es zu in diesem leichten, trotz der vielen, freilich harmlosen Verwicklungen, unbeschwerten Roman. Die rechte Lektüre für Regentage, denn ...

Der Titel verspricht in der Tat nicht zu viel, denn turbulent geht es zu in diesem leichten, trotz der vielen, freilich harmlosen Verwicklungen, unbeschwerten Roman. Die rechte Lektüre für Regentage, denn er zaubert südliche Sonne und mehr als nur einen Hauch von Fröhlichkeit in den grauen Alltag, lässt darüberhinaus Sehnsüchte wachsen nach Bella Italia oder, wie die Italiener selbst ihr wunderschönes Land nennen, dem Bel Paese. Denn dort, genauer gesagt in der Toskana, noch präziser auf einer Art Bio-Bauernhof, der exquisite kulinarische Produkte vermarktet, spielt ein Großteil der Geschichte voller kleiner Geheimnisse, noch kleinerer Lügereien, Missverständnissen am laufenden Band und einer Vielzahl hausgemachter Problemchen, die überhaupt die Ursache sind für das sich immer mehr verknotende Durcheinander, das sich, wie könnte es bei dieser Art von Roman auch anders sein, am Ende natürlich in Wohlgefallen auflöst. So wie im wahren Leben? Schön ware es... Derartige Happy Ends aber gibt es leider nur in Romanen, möchte ich behaupten. Und genau da gehören sie auch hin, gaukeln dem Leser eine Zeitlang eine beruhigende, heile Welt vor und lenken von den Widrigkeiten des eigenen Lebens ab. Somit haben sie ihren Zweck erfüllt.
Wenn man den vorliegenden Roman unter dieser Prämisse liest, was man vorzugsweise dann tun sollte, wenn man dringend eine kleinere oder größere Aufmunterung braucht, kann er sogar so etwas wie eine Lebenshilfe sein, es geht einem danach besser – man kann ja auch imaginäre Sonne tanken! Hat man allerdings selber ernsthafte Probleme, vor denen keiner gefeit ist, dann kann das, was man in „Ziemlich turbulente Zeiten“ vorgesetzt bekommt, worüber sich also die Protagonistin Ilona, die gleichzeitig die Ich-Erzählerin ist, grämt und was ihre beiden Busenfreundinnen Anna und Zoe, die einander offensichtlich auch die intimsten Geheimnisse anvertrauen (befremdlich!), umtreibt, schon für Verwunderung und auch Ungehaltensein sorgen.
Alle drei Frauen haben keinerlei finanzielle Probleme, die eine ist sogar so wohlhabend, dass sie sich jeden Wunsch auf der Stelle erfüllen kann (die Kapverdischen Inseln warten schon und eben mal in die Toskana düsen – kein Ding!), ihr Privatleben ist alles andere als desolat, die eine, Anna, mit den perfekten Töchtern gesegnet, steht kurz vor ihrer zweiten Vermählung, die beiden anderen sind Single, würden diesen Zustand aber gerne ändern, was zumindest bei der Ich-Erzählerin genau darauf hinauslaufen wird. Letztere hat jedoch noch ein Problem, womit sich wiederum viele Leserinnen (wir haben es hier selbstredend mit einem ausgesprochenen Frauenbuch zu tun) identifiziern können und mehr oder minder stark darunter leiden. Ilona also bringt ein paar Kilo zuviel auf die Waage! Eine 'Katastrophe' für unzählige junge Frauen, die sich für unattraktiv oder gar hässlich halten, wenn sie nicht so aussehen wie das Hungerhakenartige, das man ihnen tagtäglich im Fernsehen und in den sozialen Medien als Schönheitsideal vorsetzt. Aber für eine über 50jährige? Dazu noch eine mit Delikatessenladen und einem Faible fürs Kochen? Hm! Ein Problemchen Marke Eigenbau, fürwahr! Das aber, und dies ist ein netter Aspekt des Romans von Angelika Schwarzhuber, sich ganz allmählich in Luft auflöst. Mit Hilfe der beiden Freundinnen, wobei die gewöhnungsbedürftige Zahnärztin Zoe eher zu Schocktherapien neigt mit ihren unverblümten Bemerkungen, die sie gelegentlich besser hinunterschlucken sollte, - und vor allem dank der Zuneigung des Mannes, der sich in sie verliebt und der sie genauso nimmt, wie sie ist, nachdem alle Missverständnisse aufgeklärt sind, die Ilona höchstselbst verursacht hat durch das Vorgeben falscher Tatsachen (jung, schön, sportlich, anstatt mittleren Alters, durchschnittlich es Aussehen, vollschlank), kleine Flunkereien, gegen die der Traumprinz allerdings allergisch ist.
Mehr zum Inhalt soll hier aber nicht preisgegeben werden; was die Leserinnen erwartet, können sie dem sehr aussagekräftigen Klappentext entnehmen. Und dann – Buch aufschlagen und hinein ins Vergnügen! Das umso größer ist, wenn man sich einfach hineinziehen lässt in das Geschehen, nicht zuviel nachdenkt über das, was man da liest, nicht zu kritisch ist, was die Handlung selbst und die Protagonisten und ihre Eigenarten, sowie weitere stereotype Figuren anbelangt. Zumal die Autorin unzweifelhaft eine flotte und amüsante Art des Schreibens und Erzählens hat, wobei ich persönlich mich immer mal wieder gestört habe an gewissen, sich wiederholenden Wörtern und Ausdrücken, die mich auch im 'wahren Leben' nerven, wenn zum Beispiel der hohe Grad einer Eigenschaft, eines Adjektivs, mit 'total' gekennzeichnet wird – genutzt von allen handelnden Personen übrigens -, oder wenn es mit dem manchmal bemüht anmutenden Wortwitz übertrieben wird. Aber nun, das sind Kleinigkeiten, vielleicht Spitzfindigkeiten, das Lesevergnügen, das natürlich auch ich mit dem Buch hatte, konnten sie nicht nachhaltig trüben!

Veröffentlicht am 09.09.2021

Toller sommerlicher Roman

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Rezension zu „Ziemlich turbulente Zeiten“ von Angelika Schwarzhuber aus dem Blanvalet Verlag, Rezensionsexemplar gewonnen bei lovelybooks

Inhalt:
Ilona führt einen Delikatessenladen am Chiemsee, mit Männern ...

Rezension zu „Ziemlich turbulente Zeiten“ von Angelika Schwarzhuber aus dem Blanvalet Verlag, Rezensionsexemplar gewonnen bei lovelybooks

Inhalt:
Ilona führt einen Delikatessenladen am Chiemsee, mit Männern hat sie eher Pech. Als sie spät abends mit etwas viel Wein im Blut ihre Bestellung für Pesto und Co nach Italien schickt, passiert ihr ein großer Fehler. Doch zum Glück hat Biobauer Chris es bemerkt und sich sofort bei ihr gemeldet. Zum Vertiefen und Ausbauen ihrer Geschäftsbeziehung lädt er sie in die Toskana auf seinen Biohof ein. Ilona aber, die sich im Gespräch etwas jünger und schlanker gemacht hat, traut sich nicht allein und so schließen sich ihr spontan für den Kurzurlaub ihre beiden besten Freundinnen Anna und Zoe an.
Meine Meinung:
Das Cover ist auf jeden Fall super witzig und ansprechend gestaltet und der Titel passt wie die Faust aufs Auge, besser hätte Angelika Schwarzhuber es nicht hinbekommen können.
Ihr Schreibstil ist erfrischend, humorvoll und lässt sich wahnsinnig gut lesen. Die Charaktere lernt man allesamt besser kennen und man kann sie sich wirklich sehr gut vorstellen. Ihre Beschreibungen der Gegend sind zauberhaft. Da hat man wirklich das Gefühl, vor Ort zu sein.
Für mich hat sich der Anfang des Buches leider seeeeehr gezogen und ich war tatsächlich das ein oder andere Mal von der Protagonistin Ilona genervt. Dafür, dass sie schon 50 Jahre alt ist, kam mir ihr Handeln, Denken und Sprechen manchmal vor wie das eines Teenagers. Gegen Ende des Buches wurde das dann aber besser und ich konnte mich doch noch mit ihr anfreunden.
Bei Chris wusste ich ganz lange nicht, was ich von ihm halten soll. Für mich war das „Kennenlernen“ der Beiden leider ein wenig unrealistisch gestaltet und seine Gefühle habe ich ihm lange Zeit nicht wirklich abgekauft. Er hat sich dann aber doch sehr gemausert.
Hingegen von Anfang an gemocht habe ich die Nebencharaktere Anna, Ben und Alessia und eben auch den „Schauplatz“ der Geschichte.
Die Geschichte behandelt ganz viele wichtige Themen und diese wurden auch allesamt super umgesetzt. Das letzte Drittel konnte mich dann auch echt noch richtig begeistern. Somit gibt es von mir doch eine Leseempfehlung.
4 von 5 Pesto Rezepten

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Veröffentlicht am 08.09.2021

Humorvolle Endvierziger-Geschichte mit italienischem Flair

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Ilona liebt ihren Delikatessenladen am schönen Chiemsee und genießt die Zeit mit ihren besten Freundinnen in vollen Zügen. Ein Mann fehlt aktuell in ihrem Leben, doch wie heißt es so schön „Unverhofft ...

Ilona liebt ihren Delikatessenladen am schönen Chiemsee und genießt die Zeit mit ihren besten Freundinnen in vollen Zügen. Ein Mann fehlt aktuell in ihrem Leben, doch wie heißt es so schön „Unverhofft kommt oft“ und so lernt sie durch ein Versehen Chris, die Stimme hinter ihrem italienischen Lieferanten, kennen und ihr Interesse ist geweckt. Ein bisschen Flunkern hier, ein paar Kilo weniger da, merkt ja keiner am Telefon, denkt sie sich in Dusellaune, bis Chris sie zu einem Besuch auf dem Biohof einlädt und ihre Freundinnen sie erfolgreich überreden, dieses Angebot anzunehmen und gemeinsam in die Toskana zu reisen. Dass ihre Flunkereien auffliegen könnten, ist da schon fast das kleinste Problem ...

„Ziemlich turbulente Zeiten“ ist der zweite Teil rund um die Freundinnen Anna, Zoe und Ilona aber man kann sie völlig unabhängig voneinander lesen und genießen. Das Cover ist witzig und zeigt die Turbulenzen, in die Ilona gerät, auch wenn ich auf den ersten Blick dachte, dass es sich vielleicht um ein Kinderbuch handelt. Aber der Wiedererkennungswert ist in jedem Fall da.

Der Schreibstil ist locker-leicht und so findet man direkt in die Geschichte rein. Ilona ist liebenswert und sympathisch, auch wenn ihre Flunkereien stellenweise etwas überhand genommen haben und man nicht mehr auf Anhieb wusste, was wahr und was gelogen war. Dies wurde im Laufe des Buches aber besser und ich kann das Buch für schöne Lesestunden und zum Wegträumen in den Urlaub wärmstens empfehlen.

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