Cover-Bild Kinderseelenallein

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19,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Patmos Verlag
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 208
  • Ersterscheinung: 14.03.2016
  • ISBN: 9783843607285
Ann Helena Neudek

Kinderseelenallein

Die Narben meiner Kindheit und wie ich ins Leben fand
Eine Bilderbuchfamilie, wohlhabend und angesehen. Doch hinter der Fassade gibt es Gewalt und Verachtung. Die kleine Ann, sensibel und hochbegabt, wird von ihren Eltern geschlagen, gedemütigt und in ihrer Persönlichkeit zutiefst entwertet. Depressionen, Ängste und Todesfantasien begleiten sie bis in ihr Erwachsenenleben. In diesem sehr persönlichen und poetischen Buch taucht Ann Helena Neudek ein in die Schrecken ihrer Kindheit, die sie immer wieder einholen. Doch sie beginnt zu verstehen, warum ihre Eltern dem Kreislauf der Gewalt nicht entkommen sind. Eine Therapie, die Liebe zu ihrem Mann und die Kraft der Worte helfen ihr heute, das Vergangene zu verabschieden und sich mehr und mehr selbst zu vertrauen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine autobiografische Geschichte

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Inhaltsangabe

Eine Bilderbuchfamilie, wohlhabend und angesehen. Doch hinter der Fassade gibt es Gewalt und Verachtung. Die kleine Ann, sensibel und hochbegabt, wird von ihren Eltern geschlagen, gedemütigt ...

Inhaltsangabe

Eine Bilderbuchfamilie, wohlhabend und angesehen. Doch hinter der Fassade gibt es Gewalt und Verachtung. Die kleine Ann, sensibel und hochbegabt, wird von ihren Eltern geschlagen, gedemütigt und in ihrer Persönlichkeit zutiefst entwertet. Depressionen, Ängste und Todesfantasien begleiten sie bis in ihr Erwachsenenleben. In diesem sehr persönlichen und poetischen Buch taucht Ann Helena Neudek ein in die Schrecken ihrer Kindheit, die sie immer wieder einholen. Doch sie beginnt zu verstehen, warum ihre Eltern dem Kreislauf der Gewalt nicht entkommen sind. Eine Therapie, die Liebe zu ihrem Mann und die Kraft der Worte helfen ihr heute, das Vergangene zu verabschieden und sich mehr und mehr selbst zu vertrauen.

Kinderseelenallein ist ein Autobiografie von Ann Helena Neudek. In diesem Buch beschreibt die Autorin ihre Kindheit, die von körperlicher und seelischer Gewalt beherrscht worden ist und ihrem langen Weg zurück in ein fast normales Leben. Mit ihrem eindrucksvollen Schreibstil erzählt die Autorin von ihrer Kindheit, die durch seelischer und körperlicher Gewalt geprägt worden ist und wie sie einen Weg in ein fast normales Leben sucht und auch findet. Selbst als erwachsene Frau holen sie immer wieder Ängste, Selbstzweifel ein und rauben ihr ein ums andere Mal den Mut zum Leben. In den kurzen und knappen Kapitel konfrontiert sie den Leser mit ihren Leben und läßt ihn daran teilhaben. Das eine oder andere Mal muss man dieses Buch einfach zur Seite legen und das Gelesene zu verarbeiten. An manchen Stellen kommt die Wut hoch und hier fragt an sich: Warum tut man das seinen Kindern an? Die Geschichte wird durch zahllose Gedichte oder poetischen Zitaten unterstrichen. Dadurch wird der Lesefluss ein wenig unterbrochen und kann dem gelesenen oder seinen Gedanken nachgehen. Was mich am meisten bewegt hat, war ihr langer weiter Weg zu sich selbst und in ihr jetziges Leben. Immer wieder die Rückschläge, die nagenden Schuldgefühle und sich nie gut genug zu fühlen. Der Weg, so denke ich, ist noch lange nicht zu Ende und immer wieder ein neuer Schritt sich selbst zu finden und zu lieben.

Für mich war es eine sehr berührende und emotionale Reise in eine Welt, die man keinem Kind wünschen möchte. Vielen Dank an die Autorin, dass sie in diesem Buch ihre Lebensgeschichte erzählt und zum Nachdenken angeregt hat. Es bricht ein Tabuthema und macht den Betroffenen Mut öfters mal Nein zu sagen und sich zu wehren.
Ich wünsche Ann Helena Neudek alles Gute für die Zukunft!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Langatmig und düster

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Ann Helena wird, wie auch ihre Geschwister von den Eltern geschlagen und gedemütigt. Kommt ihre Schwester mit der Situation zurecht, so kann es Ann Helena nicht verkraften und wird schwer depressiv, daran ...

Ann Helena wird, wie auch ihre Geschwister von den Eltern geschlagen und gedemütigt. Kommt ihre Schwester mit der Situation zurecht, so kann es Ann Helena nicht verkraften und wird schwer depressiv, daran kann auch ihre glückliche Ehe nichts ändern. Ihre Eltern haben in der Nachkriegszeit selbst nie gelernt mit ihren Gefühlen umzugehen und haben dies so an ihre Kinder weitergegeben. Es ist wie eine Spirale die sich immer wieder fortsetzt.
Ann Helena hat die Kraft sich nach mehreren Therapeuten dem Thema Depression zu stellen und einen Weg für sich und ihre Heilung zu finden.
Leider muss sich sagen das sich mit dem Buch nicht warm werden konnte, es wurde mir alles viel zu langatmig geschildert und ich hatte immer das Gefühl dass das Gesagte auf der Stelle tritt, auch wenn es Betroffenen Mut machen wird. Nach lesen des Klappentextes hatte ich etwas ganz anderes erwartet.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein sehr bewegendes Buch, sehr emotionsgeladen

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„Kinderseelenallein“ ist 2016 im Patmos Verlag als Hardcoverausgabe erschienen und ist von Ann Helena Neudek verfasst und ihr Debüt.



Ann, das mittlere Kind einer sogenannten Bilderbuchfamilie. Doch ...

„Kinderseelenallein“ ist 2016 im Patmos Verlag als Hardcoverausgabe erschienen und ist von Ann Helena Neudek verfasst und ihr Debüt.



Ann, das mittlere Kind einer sogenannten Bilderbuchfamilie. Doch das wirkt nur nach außen so. Innerhalb der Mauern gibt es Gewalt, sie wird geschlagen und gedemütigt. Diese schwierige Kindheit prägt auch ihr Erwachsenenleben und sie versinkt in Depressionen und Ängsten. Erst ihr Mann und eine Therapie helfen ihr zu verstehen, warum der Kreislauf der Gewalt von Generation zu Generation weiter ging.



Zuerst zum Cover, das passt zum Buch, genauso wie der Titel. Es geht hier nicht nur um körperliche Gewalt, sondern vor allem um das seelische. Der Leser begleitet Ann durch ihre Kindheit ins Erwachsenenalter und erlebt viele unschöne Erlebnisse mit. Gut gefallen haben mir die kurzen Kapitel, in denen man auch durch ihre Erinnerungen springt. Genau das hat mir aber anfangs noch Schwierigkeiten bereitet, da ich keinen Zeitstrahl erkennen konnte und ich durcheinander gekommen bin. Ich bin anfangs auch nicht richtig warm mit der Geschichte geworden, da es doch sehr verstörend ist, wie Ann auf die Demütigungen reagiert, als Kind und auch als erwachsene Frau. Es ist schwer in Worte zu fassen, was einem dabei alles durch den Kopf geht. Das ganze Buch ist sehr bewegend und durch kursive Absätze, die entweder Erinnerung oder Gedanken teils in Gedichtform, ist es kein Einheitston und man kann eben genau die Gedanken besser verstehen. Für mich ist dieses Buch ein bisschen ein Wegweiser: Man kann aus dem Teufelskreis ausbrechen, man muss es nur wollen. Und Demütigungen sind keine Lösung!



Für mich eine interessante Leseerfahrung, die mich im letzten Drittel noch überzeugt hat!

Veröffentlicht am 15.09.2016

offene Worte, in denen man sich selber wiederfindet

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Ann Helena Neudek beschreibt Erlebnisse ihrer Kindheit, daraus resultierende Selbstzweifel und Unsicherheiten; dabei scheint sie für Außenstehende doch in einer wohlhabenden Bilderbuchfamilie großgeworden ...

Ann Helena Neudek beschreibt Erlebnisse ihrer Kindheit, daraus resultierende Selbstzweifel und Unsicherheiten; dabei scheint sie für Außenstehende doch in einer wohlhabenden Bilderbuchfamilie großgeworden zu sein. Genau das, was sie beschreibt, werden wahrscheinlich die meisten Nachkommen der Kriegsgeneration erlebt haben: Eltern, die nicht fähig waren, Gefühle, besonders Liebe, zu zeigen, die streng waren, hohe Ansprüche an ihre Kinder hatten und oft ihre Wut und Unfähigkeit an ihren Kindern abreagiert haben, durch Prügel, Verachtung und seelische Grausamkeiten.
Beim Lesen wird man nicht umhinkommen, sich selber immer wieder wiederzuerkennen; manchmal ist es schmerzhaft, aber doch befreiend ' und es tut so gut, dass dieses Thema nicht mehr tabuisiert wird, dass langsam deutlich wird, wie gesellschaftsfähig diese Erziehung damals war und wieviele Betroffene es gibt. Das, was diese Erziehung so sehr ausmachte, schreibt die Autorin so treffend in einem Satz: ' Es war so unsagbar viel einfacher, etwas falsch zu machen als nur das Geringste richtig.' ' Es gab nie eine Sicherheit, keine Ruhe.' Es verwundert nicht, mit wieviel innerem Zwiespalt diese Kinder weiterleben, ständig auf der Suche nach irgendwas und, dass dieser Zwiespalt auch depressive Stimmungen mit sich zieht.
In diesem Buch geht es nicht um Schuldzuweisungen; ganz klar wird festgestellt, dass unsere Eltern eben auch verletzte Kinderseelen hatten und sich viele nicht anders zu helfen wußten, als das selbst Erlebte weiterzugeben. Eine vorgestellte Möglichkeit, als Opfer besser damit umzugehen besteht darin, zu vergeben ohne zu vergessen.
In vielem habe auch ich mich wiedererkennen und manches in neuem Zusammenhang sehen können. Besonders gut hat mir die offene, ehrliche Schreibweise gefallen, auch die Gedanken und Gedichte.

Ann Helena Neudek hat ein wundervolles Buch geschrieben, das anderen nicht nur erklärt sondern auch den Selberbetroffenen hilft zu sehen, zu verstehen und zu verarbeiten, was erlebt wurde und wie man in seinem Leben damit umgeht oder es (nicht) weitergibt.