Cover-Bild Songbird

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2,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper ebooks in Piper Verlag
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 04.12.2018
  • ISBN: 9783492985307
Anna Rosina Fischer

Songbird

Roman

»Obwohl sie es schon lange ahnte, tief im Innern spürte, traf es sie plötzlich und völlig unerwartet.« Dieser Roman bringt uns zum Schwelgen, Weinen, Lachen und Mitfiebern – für alle Verliebten und solche, die es werden wollen von derGewinnerin des #newpipertalent-Wettbewerbs von Piper und Sweek
Ella und Sam kennen sich schon ewig, als sie sich endlich eingesteht, dass er ihr mehr bedeutet als alles andere. Zu dumm nur, dass Sam der beste Freund ihres großen Bruders ist. Und dass er ausgerechnet jetzt eine Stelle als Referendar fürs Lehramt antritt – an ihrer Schule. Und dann ist da noch diese Sache mit Milo … Völlig überfordert von ihren Gefühlen setzt Ella ihre eigene Gesundheit gefährlich aufs Spiel und verletzt damit nicht nur sich selbst.»Songbird« ist so romantisch, chaotisch, witzig und tieftraurig wie die echte, ganz große Liebe.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.02.2019

Locker-leichte Liebesgeschichte mit kleinen Makeln

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Inhalt:

Schon seit sie zwölf Jahre als ist, schwärmt Ella heimlich für Sam, den besten Freund ihres Bruders. Sam ist seit Jahren so etwas wie ein Familienmitglied. Daheim bei seinem gewalttätigen Vater ...

Inhalt:

Schon seit sie zwölf Jahre als ist, schwärmt Ella heimlich für Sam, den besten Freund ihres Bruders. Sam ist seit Jahren so etwas wie ein Familienmitglied. Daheim bei seinem gewalttätigen Vater ist es nicht eben angenehm und heimelig ist, sondern bedrohlich. Ellas Familie hingegen ist ganz anders. Die Eltern streiten sich so gut wie nie, sie räumen ihren Kindern größtmögliche Freiheiten ein. Sam wurde von ihnen als eigenes Kind aufgezogen.

Die Nachricht, dass das absolvierte Auslandsjahr nicht angerechnet wird, trifft Ella sehr. Sie muss eine Klasse wiederholen. Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, offenbart Sam ihr in einem Gespräch, dass er das Referendariat, das er im Zuge seines Studiums absolvieren muss, an ihrer Schule stattfinden wird. Ella ist fix und fertig. Wie soll sie damit umgehen, dass Sam sich in eine Autoritätsperson verwandelt? Veränderungen und Spannungen liegen in der Luft. Hinzu kommt, dass es zwischen Sam und Ella ordentlich knistert.



Im Detail:

Als Ella von Sam die Nachricht erhält, dass dieser sein Referendariat an ihrer Schule absolvieren möchte, bricht für sie eine kleine Welt zusammen. Aus ihrer Schwärmerei wurde nämlich Liebe.
Wie soll sie damit klarkommen, dass ihre Klassenkameradinnen bei dem Anblick des neuen Sportlehrers nahezu dahinschmelzen?

Die ersten Tage sind für Ella eine große Herausforderung. Dann steht eine Klassenfahrt an. Es geht in die Fränkische Schweiz. Zwei Tage Pottenstein, drei Nächte in die Wälder nahe Muggendorf. Also mitten ins Nirgendwo. Kurz vor der Abreise erhält Ella den nächsten Schock. Sam soll das Gepäck der Schüler transportieren und als Begleitperson die Gruppe unterstützen.

Ellas schlimmste Befürchtungen werden wahr. Die Tage in Muggendorf sind ein Ausflug ins Survival-Camp, eine Art Schüler-Kontrastprogramm zur Urbanität. Es gilt, eine Wildpflanzenwanderung mit Survivaltrainer Flori zu absolvieren sowie anschließendes Verarbeiten, Kochen und Essen der frischgesammelten Ausbeute und gemütliches Beisammensein am Lagerfeuer hinter sich zu bringen. Bei dieser Art von Ausflug bleibt es nicht aus, dass sich Sam und Ella näher kommen. Ellas Gefühle werden immer mehr durcheinandergewirbelt. Denn Sam muss als ihr Lehrer auf Distanz bleiben. Er darf sich nicht in eine Schülerin verlieben.

Der Klappentext von Songbird klingt vielversprechend. Eine Schüler-Lehrerbeziehung verspricht eine Menge Konfliktpotential. Dass sich zwischen Ella und Sam, die sich bereits aus Kindertagen kennen, über die Jahre hinweg Gefühle entwickelt haben, klingt plausibel. Mit Ella erschafft die Autorin eine Protagonistin, die oft von negativen Gefühlen, Empfindungen, Emotionen und Affekten getrieben wird. Diese pessimistischen Gedanken helfen Ella nicht gerade dabei mit der Situation umzugehen. Sam bietet da einen willkommenen Kontrast.

Das Schicksal der beiden verstrickt sich und eine Lehrer-Schüler-Beziehung wird aufgebaut. Diese Geschichte wird garniert mit einem Subplot um die Vergangenheit von Sam und ein gegenwärtiges Problem von Ella. Der Umgang der Autorin mit dem Stoff bleibt bei aller Direktheit und Inszenierung allerdings manchmal oberflächlich.

Anna Rosina Fischer zeigt in ihrem Roman Songbird allerdings ein Händchen für Nebencharaktere. Ellas Eltern haben mich mit ihrer offenen Art von sich überzeugen können. So packt Ellas Mutter ersteinmal Kondome für die Klassenfahrt ins Handgepäck ihrer Tochter, sie zeigt eine große Liebe für gute alte Musik und wirkt als Kontrast zu ihrer Tochter lebensbejahend und optimistisch. Ellas Bruder Kurt hingegen ist der typische Junggeselle. Die Eltern und die Schwester müssen gelegentlich vorbeischauen, ihm den Kühlschrank füllen und die Wäsche waschen. Er spielt in einer Band und wenn es hart auf hart kommt, ist er immer für seine Familie da. Aber auch die besten Freunde von Ella sorgen für schöne Lesemomente. Kurzum: Jede einzelne Figur muss man als Leser einfach ins Herz schließen.



Fazit:

Die Last mit der Liebe. Songbird nimmt eine unziemliche Lehrer-Schüler-Beziehung in Augenschein. Eine stete Abfolge von Alltagsbegebenheiten aus dem Leben der beiden Protagonisten trägt das Buch aber nicht durch vierhundert Seiten. Die Handlung wird unterstützt durch Nebenplots. Die Figuren werden dort aber nicht ausagiert. Über die Seiten hinweg werden wir Zeugen der endlosen On/Off-Beziehung zwischen Ella und Sam. Das kostet Nerven. Ellas bizarre, pessimistische und düstere Grundstimmung hilft hier auch nicht weiter.

Wird der Fokus auf die einzelnen Nebenfiguren gerichtet, hat das Buch seine großen Momente.
Man wünscht diesen mehr Raum zur Entfaltung, bilden sie doch einen positiven Gegenpol zu Ella.

Ich kann Songbird an Leser/innen empfehlen, die eine locker-leichte Liebesgeschichte suchen und die über die kleinen Makel hinweg sehen können.

Veröffentlicht am 10.02.2019

romantisch, gefühlvoll, echt

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… endlich mal wieder ein Buch zum verlieben ,ohne endlose Klischees.

Ella spürt schon lang das sich an Ihren Gefühlen für Sam etwas geändert hat. Sam, der beste Freund Ihres Bruders - der soviel Zeit ...

… endlich mal wieder ein Buch zum verlieben ,ohne endlose Klischees.

Ella spürt schon lang das sich an Ihren Gefühlen für Sam etwas geändert hat. Sam, der beste Freund Ihres Bruders - der soviel Zeit mit Ihrer Familie verbringt, dass er praktisch schon dazu gehört. Jetzt ist er auch noch Ihr Lehrer und alles gerät aus den Fugen...

Ich finde dieses Buch kommt so echt herüber, mit so viel Liebe, dass man glaubt, die Autorin hat genau das selbst erlebt.

Der Schreibstil ist toll, so unverstellt und echt. Ich habe es geliebt. Die Liebe der Autorin zum Schreiben ist praktisch zum greifen.
Ich bin flüssig und ohne Probleme durch das Buch gekommen. Ich hatte auch keine Probleme bei der Abhandlung oder das manche Szenen nicht passen, wie manche Rezensionen vermuten lassen.

Die Story ist mir absolut zu Herzen gegangen. Zwei die sich schon so lang kennen und sich nicht zu Ihrer Liebe bekennen wollen, Lehrer und Schüler sowie tief verbundene Freundschaften. Dieses Buch gibt die Hoffnung, die wahre Liebe zu finden, die echte und wahre. All das ohne zu schmalzig oder Klischeehaft zu sein. Es geht einfach zu Herzen, denn nicht nur die Liebe begegnet uns in diesem Buch, auch Familienprobleme und Krankheit.

Die Protagonisten sind herzerwärmend.
Ella, die sich selbst noch nicht recht gefunden hat. Mit Ihren eigenen Geistern kämpft und doch weis wo Sie hingehört.
Sam, heiß und liebenswert. Ein Good Boy, weit weg von all den Klischees der bösen Jungen. Den seine eigene Vergangenheit einholt.
Dazu noch tolle Freunde.

Das Setting und das Alter war das einzige, was nicht ganz meins ist. Denn Ella ist gerade 18 und geht in die elfte Klasse.

FAZIT

Für alle die nach einer echten Liebesgeschichte suchen, welche dem wahren Leben sehr nahe kommt und Hoffnung auf die wahre Liebe und Freundschaft gibt.

Veröffentlicht am 08.02.2019

Eine verbotene Liebe

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Ist das Cover nicht ein Träumchen? Da möchte man sofort zuschlagen! Und auch der Klappentext hört sich einfach nur zuckersüß an. Aber leider war die Geschichte nicht das, was der Klappentext verspricht. ...

Ist das Cover nicht ein Träumchen? Da möchte man sofort zuschlagen! Und auch der Klappentext hört sich einfach nur zuckersüß an. Aber leider war die Geschichte nicht das, was der Klappentext verspricht. Leider! Dafür ist der Titel toll gewählt! :)

Der Einstieg in die Geschichte viel mehr sehr leicht, da der Schreibstil von Anna Rosina Fischer wirklich toll ist. Man fliegt einfach nur durch die Seiten. :) Zudem ist die Geschichte in der Ich-Perspektive von Ella, unserer Protagonistin geschrieben, was meiner Meinung nach prima gepasst hat. So hatte man als Leser einen super Einblick in die Gefühlswelt der Protagonistin, was in einem Liebesroman nicht verkehrt ist. ;)

Ich hatte alle anderen komplett ausgeblendet. Es gab nur ihn und mich und diesen Song.

Doch der Inhalt der Geschichte konnte mich leider nicht überzeugen. Mit der Protagonistin Ella bin ich leider überhaupt nicht warm geworden und ständig hungert sie. Ja, es geht um Magersucht und Ella hat anscheinend ein Problem. Aber irgendwie wird die Ursache nicht richtig thematisiert, was wirklich schade ist, denn immerhin wird im Buch immer mal wieder random geschrieben, dass Ella gerade hungrig ist oder ihr Magen knurrt. Oder das sie super gerne kocht, aber halt nicht für sich, sondern nur für andere. Sie verzichtet aufs Essen, aber warum? Warum macht sie das? Von Anfang an ist das in dieser Geschichte einfach so und das finde ich super schade. Wenn man so etwas anspricht, dann sollte es auch eine ausgearbeitete Begründung dafür geben.

Eine Liebe die nicht sein darf? Ja, das haben viele von euch bestimmt schon oft gelesen, gerade zwischen Schüler/in und Lehrer/in. Allerdings ist hier das besondere, dass der Lehrer Sam, der beste Freund ihres Bruders Kurt ist, der sogar so schlau ist, dass er ein paar Klassen übersprungen hat und deswegen schon als Referendar an Ellas Schule unterrichten darf. Wenn jemand so intelligent ist, sollte er eigentlich auch logisch handeln. Sollte man meinen. Aber immer wieder kommt das Thema auf, dass die beiden nicht zusammen sein dürfen. Es wird einfach komplett breitgetreten und wiederholt sich ständig und man kommt gefühlt überhaupt gar nicht voran. Mein Tipp an Sam: Wechsel doch einfach die Schule! Dann wäre alles so viel einfacher...

O nein, nicht schon wieder essen!

Selbst die "Liebes-"szenen sind immer wieder gleich beschrieben, sodass auch sie nicht besonders für mich waren. In Ellas Alter sollte auch das Thema Vorspiel und Zärtlichkeit, auch außerhalb vom Bett (ihr wisst schon), eine Rolle spielen,

Natürlich ist Sam auch "der perfekte Mann" in Ellas Augen. Er hat einen Waschbrettbauch, traumhafte Augen und, und, und... Natürlich soll der männliche Charakter gutaussehend sein, aber muss es immer so übertrieben sein? Er hat auch (Achtung Klischee!) eine düstere Vergangenheit, die immer mal wieder angeschnitten wird, aber auf die man auch mehr hätte eingehen können.
Fazit

Generell hat man einige Klischees und unlogische Handlungen der Charaktere vorgefunden, dennoch fand ich es aufgrund des Schreibstiles in Ordnung. Es war nicht überragend schlecht, aber auch leider nicht überragend gut. Es war mir einfach alles zu flach. Dennoch glaube ich, dass Anna Rosina Fischer uns vielleicht in weiteren Büchern noch überraschen wird! Denn grundsätzlich war es eine tolle Idee, es hat nur an der Umsetzung gehapert.
Vielen lieben Dank an den Piper Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar!

Erhältlich im Buchhandel eures Vertrauens oder direkt beim Verlag.
Eure Neni ♥

Veröffentlicht am 31.01.2019

Kiss. Love. Heul. Repeat.

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Ella liebt Sam. Sam liebt Ella. Aber Sam ist auch Ellas Lehrer, und somit ist ihre Liebe verboten.

~~Vorsicht - Rezension kann Spuren von Spoilern enthalten~~

"Wir dürfen das nicht!" "Nein, ich meine ...

Ella liebt Sam. Sam liebt Ella. Aber Sam ist auch Ellas Lehrer, und somit ist ihre Liebe verboten.

~~Vorsicht - Rezension kann Spuren von Spoilern enthalten~~

"Wir dürfen das nicht!" "Nein, ich meine ja, es wäre falsch." "Aber es fühlt sich so richtig an." "Ich verrats auch keinem, es bleibt alles hier unten." "Ok"
Heiße Blicke ~ an Unterlippe knabbern ~ Mund streift Lippe/ Kiefer (sic!)/ Hals... ~ Hände unterm Shirt ~ Shirt ausziehen ~ die Welt dreht sich
...ein paar Seiten vorblättern...
"Wir dürfen das nicht!" "Es könnte deine Karriere ruinieren" "Es wäre besser wenn wir uns nicht mehr sehen" "Nur noch eine Nacht, die gehört uns ganz allein, dann ist es vorbei!"
Heiße Blicke ~ an Unterlippe knabbern ~ Mund streift Lippe/ Kiefer/ Hals... ~ Hände unterm Shirt ~ Shirt ausziehen ~ alles ausziehen ~ die Welt dreht sich
...ein paar Seiten vorblättern...
"Das gestern war was ganz Besonderes" "Ja, für mich auch" "Aber wir dürfen nicht" "Nein, ab jetzt dürfen wir uns nicht mehr sehen" "Küss mich nur noch ein letztes Mal!"
Heiße Blicke ~ auf Schoß setzen ~ an Unterlippe knabbern ~ Mund streift Lippe/ Kiefer/ Hals... ~ Hände unterm Shirt ~ Shirt ausziehen ~ Hände am Po ~ die Welt dreht sich
...ein paar Seiten vorblättern...
"Ich hab dich so vermisst" "Ich halt das nicht aus" "Aber wir dürfen das nicht" "Was ist wenn uns einer sieht..."
Heiße Blicke ~ an Unterlippe knabbern ~ Mund streift Lippe/ Kiefer/ Hals... ~ Hände unterm Pullover ~ Pullover ausziehen ~ Hände am Po ~ die Welt dreht sich
...ein paar Seiten vorblättern...
"Ich kann nicht ohne dich sein" "Aber wir dürfen das nicht" "Ich will nicht dass du deinen Job verlierst"
Heiße Blicke ~ auf Schoß setzen ~ an Unterlippe knabbern ~ Mund streift Lippe/ Kiefer/ Hals... ~ Hände unterm Shirt ~ Hände am Po ~ die Welt dreht sich
...ein paar Seiten vorblättern...
"Wir dürfen uns nicht mehr sehen" "Nein. Aber komm mal mit, ich will dir was zeigen" "Ok"
Heiße Blicke ~ auf Schoß setzen ~ an Unterlippe knabbern ~ Mund streift Lippe/ Kiefer/ Hals... ~ Hände unterm Shirt ~ Shirt ausziehen ~ alles ausziehen ~ Hände am Po ~ die Welt dreht sich
...und so weiter
...und so fort

Ich hatte eine süße Teenie-Lovestory erwartet, und sie weitesgehend auch bekommen. Allerdings kann man auch bei dieser eine Weiterentwicklung der Charaktere oder zumindest der Handlung erwarten. Doch hier dreht sich alles irgendwie nur im Kreis, und sehr viel Handlung (sprich: Unternehmungen die die beiden zusammen machen wenn sie grad nicht am rummachen sind) gibt es eh nicht, außer vielleicht mal an den Arsch der Welt (sprich: polnische Grenze, verlassenes Freibad, Dachboden) fahren um fröstelnd die Sterne zu beobachten. Selbst auf eine Variation der Rummach-Szenen wartete ich vergeblich, die liefen immer nach dem selben Schema ab (Ellas Unterlippe muss mittlerweile arg zerbissen sein!), und 'normale' Zärtlichkeiten - oder auch Vorspiel - kamen viel zu kurz. Dabei ist das doch gerade in Ellas Alter und bei ihrem nicht vorhandenen Erfahrungsschatz eigentlich das Wichtigste, oder?

Unausgegoren fand ich auch die Geschichte mit Ellas Essverhalten, deren Ursachen nie thematisiert werden. Was sind da die Gründe?
Und wieso bitte schön muss sich Sam wie ein Arsch verhalten, nachdem er den Anruf aus der Klinik erhält? Wieso bestraft er plötzlich Ella, nachdem er nur wenige Tage zuvor endlich den Segen ihres Vaters erhalten hat unter der Bedingung dass er gut auf sie aufpasst. Irgendwie passten bei Sam oftmals sein eigentlich superdupertoller Charakter (Ellas Einschätzung) und seine blödsinnigen Kurzschlussreaktionen (meine Einschätzung) nicht so recht zusammen. Außerdem hätte ich ihn, trotz all der Hormone in seinem 22jährigen knackigen Traumkörper (wieder Ellas Einschätzung), an manchen Stellen auch für klüger und vernünftiger gehalten. Es weiß ganz genau dass eine Lehrer-Schüler-Beziehung verboten ist, und selbst wenn er die Gründe dafür nicht einsehen mag sollte er dennoch stark genug sein seine Finger und Zunge von Ella fern zu halten. ODER SICH EINFACH GLEICH UM EINE STELLE AN EINER ANDEREN SCHULE BEMÜHEN, VERDAMMT NOCH MAL. Ich vermute, es gibt noch die ein oder andere Schule in Berlin, oder?

Den Schreibstil allerdings fand ich ganz gut. Der hat mich nach einem ersten Blick ins Buch auch dazu verleitet, das Buch überhaupt lesen zu wollen.
Die Playlist fand ich ebenfalls toll, und hab mir beim jeweiligen Kapitel auch immer die Musik dazu erstmal angehört. Die meisten Titel kannte ich nicht, und werde ich wahrscheinlich auch nie wieder hören. Aber immerhin weiß ich nun dass "Where did you sleep last night" nur von Nirvana gecovert wurde! Das war für mich auch der beste Song der gesamten Playlist (neben "1001 Nacht").

Veröffentlicht am 09.01.2019

Eine etwas andere Lehrer-Schülerin Geschichte

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Handlung: In dem Debut "Songbird" von Anna Rosina Fischer geht es um Ella und Sam. Ella und Sam kennen sich schon lange. Er ist der beste Freund und Mitbewohner ihres Bruders. Seit neustem ist er aber ...

Handlung: In dem Debut "Songbird" von Anna Rosina Fischer geht es um Ella und Sam. Ella und Sam kennen sich schon lange. Er ist der beste Freund und Mitbewohner ihres Bruders. Seit neustem ist er aber auch ein neuer Referendar an ihrer Schule. Ella hat ihr letztes Schuljahr in England verbracht, weswegen sie Probleme hat sich wieder einzugliedern. Wie werden sie mit ihren Gefühlen zueinander umgehen und schaffen sie es sich gegenseitig und sich selbst nicht zu verletzen?

Meinung: Der Titel passt meiner Meinung nach sehr gut zum Buch, da der Song und Musik insgesamt immer wieder eine Rolle spielen. Das Cover finde ich auch schlicht, aber schön. Mir gefällt die Kombination aus Gold und Rosatönen auf weißem Hintergrund. Der Schreibstil hat mir die meiste Zeit auch gut gefallen. Bei den Gesprächen fühlte es sich leider teilweise für mich so an als würden eher Teenager sprechen als junge Erwachsene. Hinzukommt, dass ich fand , dass man sich Teile hätte sparen können, da ich das Gefühl hatte als würde die Geschichte sich ziehen und nicht wirklich voran kommen. Die Songs und die Verknüpfungen in die Geschichte fand ich toll und passend. Auch das eigene Lied der Band fand ich toll. Das ganze Buch wird aus der Ich-Perspektive von Ella erzählt.
Ella fand ich anfangs sympathisch. Leider hat sich das geändert. Natürlich kann ich verstehen, dass die Veränderung, das Sam sie plötzlich unterrichtet, zu Gefühlschaos, Verwirrungen und Problemen führen kann. Allerdings fand ich ihr Verhalten nicht gut. Sie hat sich immer mehr von ihrer Familie und Freunden abgekapselt. Mir ist bewusst, dass das mit ihren Gefühlen und ihrer Krankheit zu tun hat. Der insgesamte Umgang damit hat mir nicht gefallen. Zwar finde ich es gut, dass so ein Thema in die Geschichte mit eingebaut worden ist, aber die Umsetzung hat mich wirklich gestört. Dass Ella es nicht groß thematisiert und es durch die Ich-Erzählperspektive etwas zu kurz kommt, kann ich sehr gut verstehen, da Betroffene es ja öfters gerne verdrängen oder nicht zum Thema machen möchten. Ihre Familie und Freunde haben ja aber gemerkt, dass Ella ein Problem hat. Anstatt dass sie versuchen ihr zu helfen haben sie es, aber größtenteils ignoriert und wenn nur kurz nebenbei angesprochen. Ich finde, dass das Thema mehr in den Vordergrund hätte stehen sollen. Schließlich ist dies ein sensibles Thema und ist auch in der Realität präsent und kann ernsthafte Konsequenzen haben. Eine Triggerwarnung am Anfang des Buches hätte ich auch gut gefunden, da ich denke, dass das Thema für Betroffene oder Anfällige Auswirkungen haben kann. Besonders, da es das ganze Buch immer wieder, wie nebenbei, behandelt wird und Ella sich erst gegen Ende Hilfe sucht.
Sam fand ich eigentlich ganz sympathisch. Er ist ein Goodboy mit einer unschönen Vergangenheit. Ich hätte gerne mehr aus seiner Vergangenheit gewünscht. Kapitel aus seiner Sicht zu lesen wäre sicherlich interessant und spannend gewesen. Es hätte helfen können ihn noch mehr zu verstehen.
Die beiden als Paar fand ich eigentlich gut. Es war keine typische Lehrer-Schülerin-Geschichte und somit auch realistischer, dass sie sich wirklich lieben, da sie vorher schon eine richtige Verbindung zueinander und sie jetzt nicht nur das verbotene Lehrer-Schülerin-Verhältnis anziehend finden. Allerdings gab es mir persönlich zwischendurch zu viel hin und her und am Anfang auch immer aus den gleichen Gründen.
Bis auf die Tatsache wie ihre Familie und Freunde mit Ellas Krankheit umgegangen sind fand ich sie alle toll. Jeder war auf seine Art und Weise einzigartig und ist positiv aufgefallen.

Fazit: Das Buch hat mich leider enttäuscht. Ich hatte mehr erwartet. Mir persönlich hat die Spannung etwas gefehlt und mir war es ein bisschen viel hin und her. Außerdem hätte ich mir wie oben schon geschrieben einen anderen Umgang mit Ellas Krankheit gewünscht. Die Geschichte an sich hat viel Potenzial. Ich empfehle das Buch jedem, der gerne mal eine etwas andere Lehrer-Schülerin Geschichte lesen möchte und es mag wenn sie sich zwischendurch ein paar mal trennen.