Cover-Bild Bernsteinsommer
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12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: HarperCollins
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 23.03.2021
  • ISBN: 9783749900206
Anne Barns

Bernsteinsommer

Verlorene Erinnerungen und eine neue Liebe

Nach ihrer Ausbildung zur Konditorin hat Christina ihr eigenes Café eröffnet. Wunderschöne Aquarelle schmücken dort die Wände. Ihr Vater hat sie ihr geschenkt, doch seit er die Diagnose Alzheimer erhalten hat, malt er nicht mehr. Er verändert sich und verschwindet immer mehr in seiner eigenen Welt. Dass er trotzdem eines Tages nach seinen Malkreiden fragt, ist für Christina ein Lichtblick. Ohne Zögern macht sie sich in seinem Arbeitszimmer auf die Suche und findet dabei ein Ölgemälde, das nicht von ihrem Vater stammen kann. Trotzdem fühlt sie sich wie magisch angezogen von der lichtdurchfluteten Meerlandschaft und begibt sich bei der Suche nach dem Künstler auf eine Reise, die sie von Hanau nach Rügen und in die Vergangenheit ihrer Familie führt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.03.2021

Bernsteinträume

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„… Träume bleiben nur so lange Träume, bis man sie verwirklicht.“ (S. 121) 1917 lernt die kleine Grete im Urlaub auf Hiddensee die berühmte Malerin Elisabeth Büchsel kennen. Deren Bilder gefallen ihr so ...

„… Träume bleiben nur so lange Träume, bis man sie verwirklicht.“ (S. 121) 1917 lernt die kleine Grete im Urlaub auf Hiddensee die berühmte Malerin Elisabeth Büchsel kennen. Deren Bilder gefallen ihr so gut, dass sie davon träumt, später auch Malerin zu werden.

„Mein Traum war es immer, eine kleine feine Konditorei zu führen, aber letztendlich habe ich ein Bistro aus meinem Café gemacht.“ (S. 89) Christina geht in ihrer Arbeit als Konditorin auf, aber um bestehen zu können, muss sie mit ihrem Café Kompromisse eingehen. Auch privat läuft nicht rund. Ihr Mann hat nach nur 3 Jahren Ehe die Scheidung eingereicht, weil sie viel Zeit mit ihrem an Demenz erkrankten Vaters verbringt, so lange dieser sie noch erkennt. Doch die Krankheit schreitet immer schneller voran. Für Christina und ihre Mutter ist das eine sehr schwere Zeit. Als ihr Vater an einem guten Tag nach seinen Malsachen fragt und Christina diese zusammensucht, findet sie in seiner Zeichenmappe ein Ölgemälde, das mit „GS 1929“ signiert sind. Von wem ist die und wie ist sie zwischen seine Bilder gelangt? Außerdem trifft sie Lukas wieder, der sie früher heftig umworben hat. Damals fand sie ihn zu jung, jetzt gefällt er ihr – aber will sie ihn wirklich in ihr Leben lassen? „Ich war nicht darauf vorbereitet, mich zu verlieben.“ (S. 165). Als dann auch noch ein Wasserrohr in der Küche ihres Cafés platzt und herauskommt, dass das Haus saniert werden soll, gönnt sich Christina eine kurze Auszeit auf Rügen bei Thea, der Cousine ihres Vaters, um Abstand von allem zu bekommen, und lüftet dabei ein altes Familiengeheimnis …

Anne Barns hat mich mit diesem Roman sehr berührt, weil sie extrem sensibel mit dem Thema Demenz umgeht und beschreibt, wie sich der Betroffene und die Angehörigen fühlen. Christina und ihre Mutter müssen sich damit anfreunden, dass sie keine Rolle mehr im Leben ihres Vaters bzw. Mannes spielen, müssen ihn loslassen, ihr eigenes Leben überdenken und neugestalten. „Dein Vater hat lange Zeit die Welt für mich bedeutet. Und jetzt wünsche ich mir, dass er glücklich in der Welt ist, in der er nun lebt.“ (S. 207) Christinas älterer Bruder hat sich zurückgezogen, weil er mit der Situation nicht umgehen kann. Das alles schildert sie mit ganz viel Fingerspitzengefühl und Empathie.

Aber ihr Roman ist natürlich auch ein Garant zum Wohlfühlen und für eine wunderschöne Auszeit am Meer.
Christina war mir sofort sympathisch, ich konnte die Sorgen um ihren Vater und ihr Café sehr gut nachvollziehen. Ihre beste Freundin Liljana ist herrlich direkt und selbstbewusst, sie sagt offen, was sie denkt und hat mich oft zum Schmunzeln gebracht. Lukas platzt zu einer unpassenden Zeit wieder in Christinas Leben), aber er tut ihr gut, ist charmant, hilfsbereit und packt gern mit an.
Außerdem habe mich sehr über das Wiederlesen mit Thea, Anni und deren Enkelinnen gefreut.
Sehr anschaulich und mit viel Liebe zum Detail beschreibt Anne Barns die Inseln Rügen und Hiddensee, macht Lust auf (Kurz-)Urlaube und lange Spaziergänge am Meer, um dabei Bernstein und anderes Strandgut zu suchen oder ein Motiv für das nächste Bild.
Zudem verführen die Rezepte im Anhang des Buches wieder zum Nachbacken – den Sommerstollen habe ich schon ausprobiert und kann ihn sehr empfehlen.

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Veröffentlicht am 10.04.2021

Abschiede, Neuanfänge & überraschende Entdeckungen

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Christina ist Konditorin und betreibt seit fünf Jahren ein Café in Frankfurt. Ihre größte Sorge gilt aktuell ihrem Vater, dessen Demenz immer weiter fortschreitet. Dank einer Tracking-App werden sie und ...

Christina ist Konditorin und betreibt seit fünf Jahren ein Café in Frankfurt. Ihre größte Sorge gilt aktuell ihrem Vater, dessen Demenz immer weiter fortschreitet. Dank einer Tracking-App werden sie und ihre Mutter immer informiert, wenn er das Pflegeheim in Hanau verlässt. Bei einem dieser für Christina unfreiwilligen Ausflüge trifft sie auf Lukas, dem ehemaligen Auszubildenden seines Vaters bei der Polizei. Er ist etwas jünger als sie und hat früher lange um sie geworben. Nun sagt sie Ja, als er erneut um ein Date bittet. Als sie wegen eines Rohrbruchs ihr Café vorerst schließen muss, ergibt sich für sie die Chance, nach Rügen zu fahren und mehr über die faszinierenden Bilder zu erfahren, die sie im ehemaligen Arbeitszimmer ihres Vaters gefunden hat.

Das Buch beginnt mit einer kurzen Szene auf Hiddensee im Jahr 1917, in der ein Mädchen namens Grete am Strand einer Malerin begegnet, die für sie das Bild eines Bernsteins malt. Danach lernte ich die Protagonistin Christina kennen, deren Vater Gregor wieder einmal das Pflegeheim verlassen hat und aufgelesen werden muss. Er lebt zunehmend in seiner eigenen Welt und wird bald in einen geschlossenen Bereich umziehen müssen - ein notwendiger, aber schwerer Schritt für seine Familie.

Der Umgang mit Gregors Demenzerkrankung wird einfühlsam geschildert. Neben diesem Themenfeld geht es noch um die Zukunft von Christinas Café, die Annäherung an Lukas und die Suche nach der Malerin der Bilder aus Gregors altem Arbeitszimmer. Diese bunte Mischung an Themen sorgte für ein ausgewogenes Verhältnis von unterhaltsamen, romantischen, nachdenklich stimmenden und ärgerlichen Momenten. Ich konnte ganz in die Geschichte eintauchen und habe Christina sehr gern eine Weile auf ihrem Weg begleitet.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Christina, doch auch einige Nebencharaktere lernt man besser kennen. Ihre Mutter muss sich damit zurecht finden, dass ihr Mann sie plötzlich für eine Kollegin hält und sie die nächsten Entscheidungen für ihn treffen muss. Lukas hat eine herzliche, aber auch sehr neugierige große Familie, die darauf brennt, alles über Christina zu erfahren. Und ihre Mitarbeiterin Liljana steht ihr vielen Ratschlägen, insbesondere in Sachen Lukas, zur Seite.

Der Klappentext kündigt Christinas Reise nach Rügen bereits an, auf die ich mich von Beginn an freute. Da die Autorin situationsbedingt in ihrer Recherche eingeschränkt war, spielt dort nur das letzte Drittel des Buches. Die Verknüfung von Christinas Alltagstrubel in Hanau und Frankfurt mit dem Kurztrip nach Rügen und Hiddensee auf den Spuren der gefundenen Bilder fand ich gelungen. Die Zeit auf der Insel war nicht nur für Christina, sondern auch für mich als Leserin eine willkommene kleine Auszeit.

Ich habe „Bernsteinsommer“ sehr gern gelesen und empfehle das Buch an alle Leser von Familien- und Liebesgeschichten weiter!

Veröffentlicht am 10.04.2021

Wieder absolut fantastisch!

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Ich habe mich schon lange auf dieses neue Buch von Anne Barns gefreut. Und das auch zu Recht, denn "Bernsteinsommer" hat mich nicht enttäuscht. Ich habe das Buch in 2 Tagen geradezu verschlungen.

Auch, ...

Ich habe mich schon lange auf dieses neue Buch von Anne Barns gefreut. Und das auch zu Recht, denn "Bernsteinsommer" hat mich nicht enttäuscht. Ich habe das Buch in 2 Tagen geradezu verschlungen.

Auch, wenn das Cover nun von der ursprünglichen Gestaltung abweicht und auch nicht ganz zum neuen Kleid der Reihe passt, gefällt mir das Cover ausgesprochen gut. Es vermittelt grob zusammengefasst den Inhalt und die Themen um die es geht. Das Meer und alte Bilder von Familienangehörigen die Rätsel aufwerfen.

Unsere Protagonistin ist genau so neugierig wie ich selbst es auch wäre. Alte Bilder und Familiengeschichten ziehen mich auch richtig an, erst recht, wenn sie noch nicht zu alt sind und zeitlich irgendwie noch greifbar sind.

Christina, unsere Protagonistin, hat mir wirklich gut gefallen. Sie wirkt sehr authentisch und natürlich. Sie hat ein eigenes Café und hat sich darum zu kümmern, weiterhin kümmert sie sich um ihren Vater und dann gibt es da noch die Scheidung vom Noch-Ehemann sowie einen alten Verehrer, die das Leben von Christina ganz turbulent machen. Christina wirkt geradezu wie eine Powerfrau, ich bin beeindruckt wie sie das alles schafft. Aber auch ihre polnische Freundin hat einen großen Anteil daran. Die Szenen mit ihr fand ich immer sehr erheiternd. Auch Christinas neue Liebe hat mir sehr gefallen.

Schön fand ich auch, dass wir Charaktere aus vorherigen Büchern wiedertreffen. Das ist wie die Zusammenkunft einer großen Familie.
Das Buch war spannend geschrieben, es liest sich super flüssig und ließ mich von einer Auszeit am Meer träumen.

Das Backen kommt auch hier nicht zu kurz, da würde schon irgendwas fehlen, wenn keiner von Anne Barns Charakteren eine Affinität zum Backen hat.

Mit dem Ende war ich nicht hundertprozentig zufrieden, ich hätte mir noch etwas zum Café gewünscht, da es auch einen Großteil von Christinas Gedanken während der Geschichte eingenommen hat.

Insgesamt aber ein wundervoller Roman, den ich jedem nur empfehlen kann!

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Veröffentlicht am 08.04.2021

Erdbeersommer

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Dieser Roman fühlt sich wieder an, als würde man mit der Besten Freundin Zeit verbringen.
Christina ist eine Protagonistin, die ich direkt ins Herz geschlossen habe. Mit ihrer liebenswerten Art wird es ...

Dieser Roman fühlt sich wieder an, als würde man mit der Besten Freundin Zeit verbringen.
Christina ist eine Protagonistin, die ich direkt ins Herz geschlossen habe. Mit ihrer liebenswerten Art wird es einem direkt ganz warm ums Herz. Aber auch die Mutter und die Angestellte Freundin sind so toll ausgearbeitet, dass sie mir auf Anhieb sympathisch sind. Neben dem doch sehr emotionalen Thema der Alzheimer Demezerkrankung des Vaters gibt es aber auch so viel Wärme und Herzlichkeiten in dem Buch. Natürlich gibt es mal traurige Phasen. Diese sind jedoch schnell mit so viel Liebe begleitet, dass man nie lange traurig ist.
Mit ganz viel Feingefühl ist die Autorin das Thema Alzheimer und Demenz rangegangen und auch die Betroffenen im Buch haben eine wundervolle Art damit umzugehen. Wir haben in der Familie selbst eine Alzheimererkrankung erlebt und ich wünsche jedem der daran erkrankt so liebe Menschen an seiner Seite wie in diesem Roman.
Auch erwähnt werden sollte das traumhafte Setting Rügen und Hiddensee. Wie ich es kenne und liebe aus den Romanen von Anne Barns gibt es in Bernsteinsommer wundervolle Spaziergänge am Strand, Wiedersehen mit alten Bekannten und viele Leckereien.
Ein Buch zum Wohlfühlen und genießen und ja, auch zum Nachdenken wie wir im Alltag mit unseren Lieben Menschen umgehen.
Ich finde das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter so herzlich! Sie sind wie Freundinnen und immer füreinander da.

Lieblingszitat: „…Träume bleiben nur so lange Träume, bis man sie verwirklicht.“
Hat nicht jeder Träume? Also verwirklicht sie!

Fazit: Ein liebevoller Roman, der trotz ernster Themen zum Träumen einlädt und das Herz erwärmt!

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Veröffentlicht am 08.04.2021

Ein Roman für schöne Lesestunden mit Wohlfühleffekt

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Der Roman Bernsteinsommer von Anne Barns erscheint im Harper Collins Verlag.

Christina führt als Konditorin ein eigenes Café in Frankfurt, doch in ihrem Leben läuft gerade einiges nicht ganz so gut. ...

Der Roman Bernsteinsommer von Anne Barns erscheint im Harper Collins Verlag.

Christina führt als Konditorin ein eigenes Café in Frankfurt, doch in ihrem Leben läuft gerade einiges nicht ganz so gut. Sie steht kurz vor der Scheidung mit ihrem Mann und trifft wieder auf Lukas, den sie von früher kennt. Mit ihrer Mutter kümmert sie sich liebevoll um ihren Vater, der an Demenz erkrankt ist. Seine Bilder von früher schmücken die Wände ihres Bistros und als sie seine Malsachen durchsieht, entdeckt sie unbekannte Gemälde, die nicht von ihm stammen können. Sie macht sich auf die Suche und findet auf Rügen Spuren der Vergangenheit ihrer Familie.

In Anne Barns Roman reist man von Frankfurt nach Rügen und Hiddensee und erlebt eine unterhaltsame Lektüre, in der Glück und Leid eng nebeneinander stehen. Die anstehende Scheidung und ein Wasserrohrbruch im Bistro machen Christina zu schaffen. Immerhin wächst sie mit ihrer Mutter durch die Demenz ihres Vaters enger zusammen, die Krankheitszeichen kommen hier sehr authentisch rüber, mal erinnert er sich, dann fällt er zurück in seine Welt und ab und zu büxt er aus seinem Pflegeheim aus. Als Christina ihm seine Malutensilien zusammensucht, fällt ihr ein Ölgemälde auf, das nicht von ihrem Vater stammen kann. Dieses Bild kann sie der Familie ihres Vaters zuordnen, sie reist nach Rügen, um ihre dortige Familie zu befragen. Sie entdeckt, dass die Schönheit der Insel eine Künstlerin zu ihren Bildern inspiriert hat und kommt wieder in näheren Kontakt zu ihren Verwandten. Dort gibt es auch ein Wiedersehen für die Leserinnen mit Thea, Anni, Jana und Pia.

Sie sieht ihren alten Bekannten Lukas wieder, der ihr vor Jahren in seiner Verliebtheit immer Gedichte geschickt hat. Irgendwie sieht sie Lukas mit anderen Augen und er sorgt für Schmetterlinge in ihrem Bauch, auch wenn sie es gar nicht will. Der Rohrbruch sorgt für Ärger, Arbeit und Stress, denn so kann das Bistro nicht weiter geführt werden. Immerhin kann sie auf Liljana zählen, sie ist ihr eine große Stütze und auch eine gute Freundin und immer für einen hilfreichen Rat in der Liebe gut.

Neben den Entwicklungen in Christinas (Liebes-)Leben habe ich mich sehr auf das wunderbare Inselflair auf Rügen gefreut. Leider muss man bis zu Mitte des Buches auf die Zeit am Meer warten, doch dann wird man umhüllt von einer Wohlfühlstimmung, die die Autorin immer so wunderbar zum Ausdruck bringen kann. Natürlich sorgen wie üblich auch süße Bäckereien für das gewisse Etwas, ein paar der erwähnten Rezepte gibt es im Anhang zu entdecken.

Auch dieses Buch sorgt für Entschleunigungstempo, beim Lesen laufen Freud und Leid wie im normalen Leben nebeneinander und entwickeln sich zum positiven hin. Es ist durch die Zeit auf Rügen und Hiddensee auch wie ein kleiner Urlaub im Buch. Trotz der ernsten Thematik der Erkrankung Alzheimer-Demenz ist es eine Lektüre zum Abtauchen und Genießen. Ich vergebe 4,5 Sterne, die ich gerne aufrunde.

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