Cover-Bild Schlammlerche (Lichter unter London) | mit gestaltetem Farbschnitt
Band der Reihe "Lichter unter London"
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Cross Cult Entertainment
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 13.04.2026
  • ISBN: 9783986668594
  • Empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Anne Herzel

Schlammlerche (Lichter unter London) | mit gestaltetem Farbschnitt

Phoebe Ellis ist eine Schatzjägerin: eine Kriminelle, die sich unautorisiert an den Artefakten der neuentdeckten Katakomben unter London bedient. Bei einem missglückten Beutezug fällt sie den Mudlarks in die Hände, angeführt von Greyson Evans, dem berühmten Gründer der Society of Scraping. Er stellt sie vor die Wahl: Entweder wird sie selbst eine Mudlark oder endet in einer Gefängniszelle.
Notgedrungen schließt sich Phoebe der unorganisierten Meute an, um unter der schützenden Hand von Greyson Evans zur ersten weiblichen Mudlark zu werden. Doch ein verstecktes Volk in der Finsternis, aus grausamen Alpträumen geborene Kreaturen und eskalierende Machtkämpfe in den Reihen der Mudlarks lehren Phoebe, dass Schönheit und Verderben innerhalb der Katakomben Hand in Hand gehen …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.06.2026

Mal eine etwas andere Fantasy-Geschichte!

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Phoebe ist eine illegale Schatzjägerin, doch als sie bei einem Tiefgang in die Katakomben auf den Captain der Mudlarks trifft, tritt sie ihnen widerwillig bei. Damit beginnt eine jahrelange Reise durch ...

Phoebe ist eine illegale Schatzjägerin, doch als sie bei einem Tiefgang in die Katakomben auf den Captain der Mudlarks trifft, tritt sie ihnen widerwillig bei. Damit beginnt eine jahrelange Reise durch die tiefen mystischen Ebenen, in denen unbekannte Gefahren warten.

“Ich würde weitermachen, nicht stehen bleiben und mich nicht von jenen runterziehen lassen, denen ich sowieso nichts bedeutete. Mein Schmerz, tief verborgen in den Winkeln meiner ganz eigenen Katakomben, hatte gelernt zu flüstern, anstatt zu schreien.” -Phoebe

Dieser Einzelband ist die Vorgeschichte von “Lichter unter London” und befasst sich mit Phoebe, die später eine hohe Position bei den Mudlarks einnimmt und auch in der Hauptreihe vorkommt. Dasselbe gilt für andere Personen in diesem Buch und selbst wenn man die Buchreihe noch nicht gelesen hat, freut man sich nach diesem Prequel umso mehr darauf. Das Cover und der Farbschnitt sind schön gestaltet und die Kapitel, die nach der Zeitangabe unterteilt sind, führen dazu, dass man immer weiterlesen will und Phoebes Leben über mehr als 20 Jahre verfolgt. Außerdem ist der Schreibstil wohl das Zweitbeste an dem Buch, denn durch ihn entsteht die mysteriöse Welt quasi vor unseren Augen und Phoebes schwerer Charakter wird perfekt rüber gebracht.

Meiner Meinung nach ist die gesamte Geschichte ein Erfolg und ich habe jede einzelne Seite mit Spaß und Spannung verschlungen. Doch ich kann verstehen, dass einige mit der Protagonistin nicht warm geworden sind, denn uns wird eine Antiheldin vorgestellt, die eher in den Grautönen des Lebens agiert und mit Kanten und Ecken versehen ist. Manchmal ist sie unsympathisch, an anderen Stellen ist sie brutal und trotzdem ist ihre Entwicklung fabelhaft. Nur gute Menschen in Fantasy-Büchern zu haben, ist unrealistisch und langweilig, weshalb sich dieses Buch dadurch von den anderen abhebt. Schon am Anfang ist Phoebe in illegale Dinge verwickelt und wird nach und nach zu einer gnadenlosen Mudlark, die alles für ihren Erfolg machen würde und als einzige Frau gegen die ganze Männerwelt ankämpfen muss. Es ist nicht immer schön und oft wird es ziemlich blutig, aber genau das hat mich mitten ins Herz getroffen. Ich konnte Phoebes Entscheidungen aus ihrer Sicht irgendwie nachvollziehen und man weiß nie, was sie als nächstes tut. Damit wurde sie zu einer charakterstarken Person, die man weder auf der eigenen, noch auf der Gegner-Seite haben will. Sie hat mich durch die Geschichte geführt, von den Bürden als Anfängerin, bis hin zum Aufstieg in der Hierarchie der Mudlarks, und war der Grund, warum ich weitergelesen habe.

Auch den Nebencharakteren wurde genug Raum zur Entfaltung gegeben und es war fesselnd, wie sie zu Phoebe stehen bzw. standen. Freundschaften werden geknüpft, dann wieder gekappt. Familienbande werden aufgebaut und auch wieder zerstört. So jemand wie Grayson, der eine große Rolle spielt, war eine wichtige Person in Phoebes Leben und auch die anderen haben sie geprägt. Hier kommen ein paar Plottwists ins Spiel, die die Story maßgeblich verändern und bestimmt nicht nur mich geschockt haben. Man wird an jeder Ecke überrascht und das habe ich gefeiert. Zudem findet man hier eine Liebesgeschichte vergeblich, zumindest was 95% des Romans angeht. Das war für mich eine schöne Abwechslung und Leser, die sich mehr auf die Charaktere und den Plot fokussieren und keine Romantasy in die Hand nehmen wollen, sind hier genau richtig. Weiterhin wird mit dem Feminismus ein wichtiges Thema aufgegriffen und in die Geschichte integriert, wodurch auf prägnante Art die Überzeugungen der Autorin rüber kamen.

Zum Schluss noch ein paar Worte zur Story, die hier Dreh- und Angelpunkt war. Das Worldbuilding war fantastisch und mit jeder Ebene der Katakomben, die wir erforscht haben, wurde es mystischer und magischer. Die Umwelt und die verschiedenen Kreaturen wurden wunderbar beschrieben und ich wollte mich immer und immer weiter ins Abenteuer stürzen. So baut auch die Story auf der Katakomben-Erkundung auf, da wir Phoebe und die anderen Mudlarks auf ihrem Weg in die verschiedenen Ebenen begleiten und währenddessen großen Gefahren begegnen, seien es die dort lebenden Wesen oder das harsche Klima. Es artet zu einem Kampf der Eroberung und Unterdrückung aus und wieder wurde es realistisch und schonungslos dargestellt. Als Leser weiß man nie, was sich hinter der nächsten Ecke verbirgt, wodurch die Spannung und der Lesespaß nie verloren gehen. Des weiteren baut sich der Spannungsbogen im Laufe der Kapitel und im Laufe der Jahre immer weiter auf, bis es zu einem beeindruckenden und passenden Finale kommt, das Lust auf mehr macht. Als ich mit dem Buch angefangen habe, hätte ich nie gedacht, dass es so ausgehen würde.

Insgesamt kann ich das Buch an alle Fantasy-Fans weiterempfehlen, die eine unperfekte Protagonistin überleben können!

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Zwischen Schlamm und moralischen Trümmern

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Mit „Schlammlerche“ liefert Anne Herzel ein Prequel ab, das weh tut. Es ist keine dieser typischen „Vom Tellerwäscher zum Millionär“-Storys, sondern eher eine Chronik des emotionalen Zerfalls. Wir begleiten ...

Mit „Schlammlerche“ liefert Anne Herzel ein Prequel ab, das weh tut. Es ist keine dieser typischen „Vom Tellerwäscher zum Millionär“-Storys, sondern eher eine Chronik des emotionalen Zerfalls. Wir begleiten die 17-jährige Phoebe, die in den feuchten, klaustrophobischen Katakomben Londons nicht nur nach Schätzen sucht, sondern verzweifelt versucht, den Kopf über Wasser zu halten. Dass sie dabei zur ersten weiblichen „Mudlark“ wird, klingt zunächst nach einer klassischen Heldenreise – doch Herzel bricht dieses Versprechen konsequent.

Der Schreibstil ist dabei das größte Highlight des Buches. Die Autorin verzichtet auf weichgespülte Metaphern und setzt stattdessen auf eine beklemmende, fast schon greifbare Atmosphäre. Man meint, den Modder der Londoner Unterwelt förmlich zu riechen. Die Sätze sind präzise und transportieren eine Schwere, die perfekt zu Phoebes innerer Zerrissenheit passt. Es ist eine Sprache, die keine Ausflüchte zulässt und den Leser direkt in die moralischen Grauzonen zieht.

Die Geschichte selbst ist eine faszinierende, wenn auch schmerzhafte Fallstudie. Es geht um die Frage: Ab wann wird aus Notwehr Bosheit? Herzel lässt uns Phoebe verstehen, ihre Traumata und die bittere Enttäuschung über die Welt fühlen, ohne ihre späteren Taten zu entschuldigen. Dieser schmale Grat zwischen Mitgefühl und Abscheu macht das Buch so intensiv. Wer hier ein Wohlfühlbuch sucht, ist falsch; wer aber wissen will, wie aus einem verletzten Mädchen eine unerbittliche Antagonistin wird, findet hier eine psychologisch dichte und atmosphärisch gewaltige Erzählung. Ein Buch, das im Kopf bleibt, weil es zeigt, dass Verrat manchmal Wunden schlägt, die niemals ganz heilen.

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Wenn Moral bröckelt und Dunkelheit wächst

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Schlammlerche erzählt die Vorgeschichte einer Figur, die Leser der Reihe bereits als Antagonistin kennen. Man kann das Buch allerdings auch ohne Vorwissen lesen.

Im Zentrum steht die 17-jährige Phoebe, ...

Schlammlerche erzählt die Vorgeschichte einer Figur, die Leser der Reihe bereits als Antagonistin kennen. Man kann das Buch allerdings auch ohne Vorwissen lesen.

Im Zentrum steht die 17-jährige Phoebe, die geprägt ist von Verlust, Verrat und einem harten Überlebenskampf. In den düsteren Katakomben Londons schlägt sie sich als Diebin durch, bis sie entdeckt wird und vor eine Entscheidung gestellt wird: Gefängnis oder ein Leben als sogenannte Mudlark, Teil einer Gruppe, die die Unterwelt systematisch durchstreift. Phoebe entscheidet sich für letzteres und taucht immer tiefer in diese raue, gefährliche Welt ein. Dort muss sie sich nicht nur behaupten, sondern auch in einer Umgebung beweisen, die von Härte, Konkurrenz und moralischen Grauzonen geprägt ist. Während sie an Stärke gewinnt, verändert sich gleichzeitig ihr Blick auf richtig und falsch. Dabei entstehen Beziehungen, Vertrauen wächst und wird ebenso auf die Probe gestellt.

Dieser Roman schafft eine interessante Perspektive auf die Welt der Lichter unter London Dilogie. Statt einer klassischen Heldengeschichte begleitet man hier den Weg einer Figur, die sich Schritt für Schritt von moralischen Grenzen entfernt. Gerade das macht die Geschichte so intensiv, denn es gibt kein klares Schwarz-Weiß, sondern viele Grautöne, die zum Nachdenken anregen. Phoebe ist dabei eine vielschichtige Protagonistin. Ihre Härte wirkt nie grundlos, sondern nachvollziehbar aus ihrer Vergangenheit heraus. Gleichzeitig zeigt die Geschichte sehr deutlich, wie sich Schutzmechanismen in Kälte und schließlich in Grausamkeit verwandeln können. Das erzeugt eine spannende, aber auch bedrückende Dynamik, weil man ihre Entwicklung versteht, ohne sie gutheißen zu können. Gut gelungen ist dabei auch die düstere Atmosphäre der Londoner Unterwelt. Die Katakomben, das Leben der Mudlarks und die ständige Bedrohung wirken greifbar und verleihen der Geschichte eine intensive, fast beklemmende Stimmung. Auch die Nebenfiguren, vor allem diejenigen, die Phoebe nahestehen, bringen emotionale Tiefe in die Geschichte und zeigen, was auf dem Spiel steht. Gerade der moralische Konflikt und die ungewöhnliche Erzählperspektive sind die große Stärke der Geschichte. Es wird bewusst mit Erwartungen gebrochen und es findet keine klassische Wohlfühlentwicklung stattfindet. Die Geschichte ist in jedem Fall emotional schwerer und stellenweise schonungslos.

Eine düstere, eindringliche Charakterstudie über Verlust, Überleben und den schleichenden Wandel von Moral, die weniger auf klassische Spannung setzt, sondern auf emotionale Wucht und unbequeme Fragen.

Veröffentlicht am 17.06.2026

Grandioses Worldbuilding

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"Schlammlerche" ist der dritte Band der Reihe "Lichter unter London" von Anne Herzel. Für mich war es der erste, ich werde die anderen nachholen, was auch nicht nachteilig ist, da es hier um eine Art Vorgeschichte ...

"Schlammlerche" ist der dritte Band der Reihe "Lichter unter London" von Anne Herzel. Für mich war es der erste, ich werde die anderen nachholen, was auch nicht nachteilig ist, da es hier um eine Art Vorgeschichte geht.
Phoebe Ellis ist Schatzjägerin und damit schon nicht mehr legal unterwegs, im Laufe der Geschichte begleiten wir sie auf ihren Weg von der Kriminellen über die erste weibliche Mudlark bis zu einer Kommandierenden dort.
Die Welt, in die wir uns hier begeben ist untertage und wunderschön beschrieben. Ich hatte die labyrinthischen dunklen Gänge, die farbig leuchtenden Kristalle und die Wesen dort regelrecht vor Augen. Das war fantastisch ausgedacht, mit den ganzen Gefahren und auch super beschrieben. In diese Welt würde ich gerne öfter abtauchen.
Im Mittelpunkt steht aber Phoebe und ihre Entwicklung. Ich hatte erst Mitleid mit ihr, dann habe ich sie bewundert, dann hat es die Autorin geschafft, das komplett umschlagen zu lassen. Von gleichgültig bis hin zu totaler Abneigung, das war gut geschrieben. Eine richtig gute Charakterstudie einer sehr ehrgeizigen jungen Frau, die sich erst selbst findet und dann komplett verliert, in einer absoluten Welt der Männer.
Mit dem Ende habe ich persönlich etwas gehadert, in meinen Augen war es zu positiv, ich hätte gerne gesehen, wenn es hier mehr Konsequenzen gegeben hätte.


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Veröffentlicht am 03.06.2026

emotional aufwühlend

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Schlammerlerche ist ein Prequel zur Licht unter London Reihe, kann aber auch komplett unabhängig der Reihe gelesen werden.

Man wird von Anfang an mitten in das Geschehen hineingeworfen. Der Schreibstil ...

Schlammerlerche ist ein Prequel zur Licht unter London Reihe, kann aber auch komplett unabhängig der Reihe gelesen werden.

Man wird von Anfang an mitten in das Geschehen hineingeworfen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr anschaulich und lebendig gestaltet. Man taucht hinab in die Unterwelt von London und trifft auf neue Geschöpfe und Lebewesen.

Die Geschichte erzählt von der jungen Phoebe, welche alleine aufgewachsen ist, sie schlägt sich durch die Katakomben und versucht zu überleben. Eines Tages trifft sie auf die Mundlarks, eine Gruppe der Regierung welche die Geheimnisse der Unterwelt erforscht. Durch unglückliche Umstände läuft Phoebe direkt in ihre Arme und überzeugt mit Ihrer Schlagfertigkeit und Ihrem Mut, von da an soll sie als eine der ersten weiblichen Mundlarks ausgebildet werden. Wir begleiten Phoebe während ihrer Ausbildung und erfahren immer mehr über sie und Ihre Vergangenheit.

Mit dem Fortlaufen der Handlung werden ihre Gefühle und Taten immer düsterer und gewalttätiger, zwischendurch musste ich das Buch kurz aus der Hand legen, weil mir einige Szenen doch sehr nahe gingen und ich mir kaum vorstellen konnte wie das so einfach passieren kann, und wieso keiner eingreift. Gegen Ende hin habe ich Phoebe wirklich nicht leiden können, doch irgendwo konnte ich auch auch nachvollziehen, wieso sie so gehandelt hat. Macht mich das nun zu einem schlechten Menschen? Ich weiß es nicht!

Der Schreibstil hat mir gut gefallen und auch das Ende war schlüssig und nachvollziehbar. Das Cover spiegelt die Hauptpunkte der Geschichte ebenso sehr gut wieder.

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