Cover-Bild Das Spiel des Verräters

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10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Historisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 496
  • Ersterscheinung: 17.05.2021
  • ISBN: 9783442491032
Anne Perry

Das Spiel des Verräters

Kriminalroman
Peter Pfaffinger (Übersetzer)

Ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel im Berlin der 30er-Jahre

1933: Während Europa auf eine Katastrophe zusteuert, lernt die englische Fotografin Elena Standish in einem Hotel an der Amalfiküste den charmanten Ian Newton kennen. Als dieser ein mysteriöses Telegramm erhält und überstürzt abreist, beschließt sie, ihn bis Paris zu begleiten. Doch im Zug wird Ian niedergestochen. Mit dem letzten Atemzug vertraut er Elena an, dass er für den britischen Geheimdienst MI6 arbeitet. Sie soll an seiner Stelle nach Berlin fahren, um ein Attentat zu verhindern, das eine internationale Krise auslösen könnte. Aber Elena kommt zu spät und wird schon bald selbst als Attentäterin gesucht …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.07.2021

Ein guter Auftakt mit Potential

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Inhalt

Im Jahr 1933 reist Elena Standish, die Tochter des ehemaligen britischen Botschafters, gemeinsam mit ihrer Schwester nach Amalfi in Italien. Als sie dort den britischen Journalisten Ian Newton ...

Inhalt



Im Jahr 1933 reist Elena Standish, die Tochter des ehemaligen britischen Botschafters, gemeinsam mit ihrer Schwester nach Amalfi in Italien. Als sie dort den britischen Journalisten Ian Newton kennenlernt, beginnt Das Spiel des Verräters. Ian wird auf der Zugfahrt nach Paris getötet und gesteht Elena im Sterben: Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes MI6 zu sein. Die junge Fotografin begibt sich auf die Reise nach Berlin, um dort ein Attentat zu verhindern. Ihr Vorhaben scheitert jedoch und sie wird plötzlich selbst als Attentäterin gesucht.

Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, zum einen begleitet der/die Leser/in Elena auf ihrer Flucht und zum anderen ihre Familienmitglieder, auf der Suche nach ihr. Besonders das sehr gute Verhältnis zu ihrem Großvater Lucas Standish wird immer wieder deutlich. Die Charaktere sind mit ihren Ecken, Kanten und Geheimnissen gut in die Handlung integriert, sodass man als Leserin zwischendurch gar nicht mehr weiß, wem man eigentlich vertrauen kann.

Spoilerwarnung

Das Ende kam für mich nicht wirklich überraschend, denn tatsächlich hatte ich den Täter schon recht früh im Visier, denn aus meiner Sicht hat er sich von Anfang an auffällig verhalten. Dennoch war es nicht langweilig oder vorhersehbar, da Anne Perry auch andere Möglichkeiten bot.

Spoilerende*

Inhaltlich hat mir dieser historische Krimi also gut gefallen, wobei hier und da doch die Spannungsmomente gefehlt haben. Meiner Meinung nach hätte es mehr Verfolgungsszenen geben können.

Schreibstil



Hier haben mir besonders die Beschreibungen von Szenarien und Umgebungen gefallen. Um ein Beispiel zu nennen, ohne zu spoilern: Durch den geschickten Einsatz von Sprache und Symbolik wurde die Grausamkeit der Nacht der Bücherverbrennung lebendig, sodass ich es auch jetzt nach dem Lesen noch wie Bilder vor Augen habe. Nicht, dass ich mich freue Grausamkeiten vor Augen zu haben, aber es macht doch einen guten Schreibstil aus, Szenen so zu verbildlichen.

Autorin



Anne Perry ist eine britische Autorin, die vor allem für ihre historischen Kriminalromane um William Monk bekannt ist. Das Spiel des Verräters ist laut Klappentext der Auftakt einer neuen Serie und ich bin sehr gespannt, was folgt.

Zum Schluss bedanke ich mich noch beim Goldmann-Verlag für das Rezensionsexemplar und hoffe, dass ich mit der Rezension weiterhelfen konnte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.05.2021

Ein guter historischer Krimi

1

1933 werden die Spannungen und Entwicklungen um den Nationalsozialismus in Deutschland immer deutlicher. Als die englische Fotografin Elena Standish an der Amalfi Küste in Italien zusammen mit ihrer neuen ...

1933 werden die Spannungen und Entwicklungen um den Nationalsozialismus in Deutschland immer deutlicher. Als die englische Fotografin Elena Standish an der Amalfi Küste in Italien zusammen mit ihrer neuen Bekanntschaft, der Journalist Ian Newton, einen toten im Hotel findet wird Ian auf einmal nervös. Nach dem Erhalt eines Telegrams muss er überstürzt abreisen. Elena entschließt sich ihn zu begleiten. Ihr Leben gerät aus den Fugen als Ian im Zug erstochen wird und ihr noch gerade verraten kann, dass er beim MI6 arbeitet, und er überträgt ihr den Auftrag nach Berlin zu reisen und ein Attentat zu verhindern. In England, ihr Großvater ist ein ehemaliger Agent des MI6, seine Familie weiß davon allerdings nicht, da ihm Geheimhaltung immer noch sehr wichtig ist. Als er mitbekommt, dass Elena inzwischen selbst als Attentäterin gesucht wird, fürchtet er sie stecke in größter Gefahr, denn er vermutet einen Maulwurf in den eigenen Reihen des MI6.

Der historische Kriminalroman der Engländerin Anne Perry zeigt gut die fanatische und ängstliche Atmosphäre in Deutschland auf. Die beginnende Verfolgung der Juden wird auch mit voller Härte aufgezeigt. Der Schreibstil ist sehr flüssig und es lässt sich sehr gut lesen, auch wenn sich einige Passagen etwas ziehen. Die Protagonistin Elena ist ein ziemlich starker Charakter, aber auch etwas naiv und nicht alle ihrer Entscheidungen sind nachvollziehbar. Die verschiedenen Perspektiven der Personen sind sehr gut gelungen und lassen den Leser die Geschichte von mehreren Seiten betrachten. Besonders die Erzählung aus Sicht des Großvaters, mit seinem Wissen, sind sehr interessant. Obwohl die Personenzahl überschaubar ist, ist das Personenverzeichnis sehr hilfreich, da man vor allem am Anfang nochmal schnell nachgucken kann um wen es sich gerade handelt.

Mit ein paar Schwächen ein toller Kriminalroman, der die Stimmung vor dem 2. Weltkrieg sehr gut einfängt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere