Cover-Bild Mokṣopāya - Textedition, Teil 5, Das Sechste Buch: Nirvāṇaprakaraṇa. 1. Teil: Kapitel 1–119

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118,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Harrassowitz, O
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 490
  • Ersterscheinung: 18.04.2018
  • ISBN: 9783447110150
Anonymus Casmiriensis

Mokṣopāya - Textedition, Teil 5, Das Sechste Buch: Nirvāṇaprakaraṇa. 1. Teil: Kapitel 1–119

Kritische Edition
Susanne Krause-Stinner (Herausgeber), Peter Stephan (Herausgeber)

In der Mitte des 10. Jh.s verfasste ein anonymer Autor in Kaschmir ein philosophisches Lehrgedicht zur Selbsterlösung: Mokṣopāya („Weg zur Befreiung“). Die in Kaschmir überlieferte Sanskrit-Fassung dieses in der indischen Geistesgeschichte einzigartigen Welterklärungsentwurfs wird hiermit zum ersten Mal als historisch-kritische Textausgabe ihrer sechs Bücher mit etwa 30.000 Strophen zugänglich gemacht. Mit Teil V liegt der erste von drei Teilbänden des umfangreichen sechsten Buches „(Über das) Nirvāṇa“ vor. Er enthält die ersten 119 Kapitel des auf der Grundlage aller verfügbaren Manuskripte kritisch edierten Textes sowie eine Zusammenfassung des Inhalts.
Prinz Rāma, der im gesamten Werk beispielhaft den Weg zur Befreiung durchläuft, gilt nun als „vollständig erwacht“, da er die ihm durch den Weisen Vasiṣṭha vermittelte Weltsicht und Erlösungslehre verinnerlicht hat. Entsprechende philosophische Reflexionen werden von 15 Erzählungen begleitet, die komplexe Aspekte mit literarischen Mitteln ausdeuten. Die Geschichte des Königs Śikhidhvaja z.B. nimmt einen fortgeschrittenen Standpunkt zu religiöser Weltflucht, individuell abgestimmter Didaktik und persönlicher Erfahrung ein. Zugleich stellt diese Erzählung um eine geistig hochbegabte Herrscherin, die ihren Mann mit Hilfe magischer Verwirrspiele erzieht, einen Höhepunkt mit für die altindische Literatur seltenen Motiven dar. Die Fabel vom Raben Bhusuṇḍa fragt nach der Möglichkeit eines langen Lebens in weltlicher Aktivität, während ein fiktiver Bericht das philosophische Problem intersubjektiver Erfahrung aufgreift, indem er schildert, wie ein buddhistischer Mönch in Meditation in immer neue Verkörperungen gerät. In einer Bhagavadgītā-Adaption wird die einschlägige Handlungsethik geschickt mit der kognitiven Selbstbefreiung des Mokṣopāya verbunden.

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